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Anlage - Bericht zur Umsetzung

                                    
                                        Anlage zur I0294/22

Bericht zur Umsetzung der Maßnahmen aus dem „Seniorenpolitischen Konzept der
Landeshauptstadt Magdeburg - Fortschreibung für den Zeitraum 2018 bis 2022“
1. Fortführung von Maßnahmen aus der DS0161/13 „Seniorenpolitisches Konzept der Landdeshauptstadt Magdeburg – Aktivität und
Hilfe im Alter“

Nr.*

Maßnahmetitel

F 1.1

Barrierefreiheit im
öffentlichen Raum
ausbauen

F 1.3

bedarfsgerechter ÖPNV

Beschreibung

Verantwortlich

Zeithorizont

Umsetzung des Magdeburger Aktions- bzw.
alle Dezernate und Ämter,
fortlaufend
Maßnahmenplans zur Umsetzung der UN-Konvention für
Fachbereiche und
die Rechte von Menschen mit Behinderungen
Eigenbetriebe
insbesondere des Maßnahmenkomplexes zu „Bauen,
gemäß Beschluss des
Wohnen und verkehrliche Infrastruktur“
Stadtrates
Einbeziehung des Behindertenbeauftragten und der AG
Nr. 1293-47(V)12 zur
Menschen mit Behinderung
DS0488/11
Umsetzungsstand zu Maßnahme F 1.1
Zur Bewertung der Ergebnisse aus dem Magdeburger Aktions- bzw. Maßnahmenplans zur Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von
Menschen mit Behinderungen wurden im März und April 2021 acht digitale Workshops durchgeführt.
Betroffene, Mitarbeitende verschiedener Einrichtungen der Behindertenhilfe, Vertreter*innen aus Gremien und Arbeitsgemeinschaften,
Vertreter*innen aus der Politik, Mitarbeitende der Verwaltung sowie interessierte Bürger*innen nahmen daran teil. Es wurden aktuelle
Herausforderungen identifiziert und Vorschläge für weiterführende Maßnahmen erarbeitet. Die Ergebnisse sind in Band 67 der Reihe
Magdeburg sozial unter https://www.magdeburg.de/Start/Bürger-Stadt/Leben-in-Magdeburg/ Soziales/Sozialplanung/ dokumentiert.
Der fortgeschriebene „Magdeburger Aktions- bzw. Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit
Behinderungen ab 2022“ (DS0384/22) wurde am 06.10.2022 im Stadtrat beschlossen.
Sicherung der Mobilität der Senior*innen durch
Amt 61 (Stadtplanungsamt)
fortlaufend
bedarfsgerechte Fahrpläne und Linienführung und
in Zusammenarbeit mit MVB
barrierefreie Benutzbarkeit im ÖPNV
Umsetzungsstand zu Maßnahme F 1.3
Die Sicherung der Mobilität der Seniorinnen und Senioren durch bedarfsgerechte Fahrpläne und Linienführung erfolgt als laufende Aufgabe im
Rahmen der jährlichen Prüfung und Anpassung der Fahrpläne und ÖPNV-Angebote durch das Dezernat für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr.
Im Berichtszeitraum wurde weiter an der barrierefreien Umgestaltung der Haltestellen gearbeitet. Die neu in Betrieb genommenen
Straßenbahnlinien wurden mit barrierefreien Haltestellen gebaut. Weiterer Handlungsbedarf besteht noch auf mehreren Streckenabschnitten.
* F = fortgeführte Maßnahmen aus dem Seniorenpolitischen Konzept 2013;
N = mit dem Seniorenpolitischen Konzept 2018 neu aufgenommene Maßnahmen

1

Anlage zur I0294/22
F 2.3

Öffentlichen Raum als
Ort der Begegnung und
Kommunikation stärken

Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sichern durch
Sitzbänke mit Rücken- und Armlehnen, öffentliche
Toiletten, ausreichende Straßenbeleuchtung, Sauberkeit,
Instandhaltung der Wege (ebene Oberflächen zur sicheren
Benutzbarkeit mit Gehhilfen)

Amt 61, Amt 66
fortlaufend
(Tiefbauamt), Eb SFM
(Eigenbetrieb Stadtgarten
und Friedhöfe Magdeburg)
Dez. III (Wirtschaft,
Tourismus und regionale
Zusammenarbeit) Innenstadtkonzept
Im Rahmen des Innenstadtkonzeptes wurden weitere Sitzmöbel im Innenstadtbereich aufgestellt und eine zusätzliche öffentliche Toilette am
Otto-von-Guericke-Denkmal in Betrieb genommen
Darüber hinaus kontrolliert, wartet und ersetzt der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg Bänke im gesamten Stadtgebiet der
Landeshauptstadt Magdeburg. Dies erfolgt oft in Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen zur Entwicklung und Unterstützung der
Gemeinwesenarbeit (AG GWA) bzw. Interessenvertretern in den Stadtteilen. Regelmäßig steht der Eb SFM in Abstimmung mit dem
Stadtplanungsamt hinsichtlich des Einsatzes neuartiger seniorengerechter Sitzgelegenheiten.
Weiterhin hat der Eb SFM in den Jahren 2018 bis 2022 viele Fußwege in Park- und Grünanlagen in bituminöser Bauweise bzw. mit einer
stabilisierten wassergebundenen Decke grundhaft saniert, sodass diese eben und auch in den witterungsungünstigen Jahreszeiten begeh- und
befahrbar (Rollatoren) sind. Diese wurden teilweise auch mit entsprechenden Parkbänken mit Rückenlehne ausgestattet.
2018 erfolgte das im Klosterbergegarten und an Teilen des Hauptwegesystems im Stadtpark Rotehorn, 2019 an Teilen des Hauptwegesystems
im Herrenkrugpark und 2020 / 2021 wurden die Parkwege im Fürstenwallpark und Schneidersgarten, die übrigen Wege im Herrenkrugpark und
weitere Teile des Hauptwegesystems im Stadtpark Rotehorn in o. g. Weise saniert.
Auf dem Magdeburger Westfriedhof erfolgte im Jahr 2019 die Sanierung des Fußweges auf der Westseite der Hauptachse. Im Zuge der
Sanierung wurde dieser Bereich zusätzlich mit Straßenbeleuchtung ausgestattet.
Seit diesem Jahr steht auf dem Ostfriedhof eine neu eingerichtete (auch behindertengerechte) öffentliche Toilette zur Verfügung.
Bei der Neugestaltung von Grabfeldern auf den kommunalen Friedhöfen werden im Sinne der Seniorenfreundlichkeit auch die Planung von
Standorten für Sitzbänke mit Rückenlehne berücksichtigt.
Ein weiteres wichtiges Ziel der Freiraumplanung besteht darin, bestehende Freiräume möglichst funktional und für alle Generationen
gleichermaßen nutzbar zu gestalten. Im Rahmen der Objektplanung hinsichtlich der Sanierung bzw. der Neuanlage von Spiel- und
Freizeitflächen wird der Ansatz verfolgt, möglichst generationsübergreifende Bewegungsangebote im öffentlichen Raum vorzuhalten und damit
für einen altersgruppenüberschreitenden Austausch zu sorgen.
Unter diesem Aspekt konnten folgende Projekte seit 2018 umgesetzt werden:
* F = fortgeführte Maßnahmen aus dem Seniorenpolitischen Konzept 2013;
N = mit dem Seniorenpolitischen Konzept 2018 neu aufgenommene Maßnahmen

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Anlage zur I0294/22
- Sanierung Spielplatz Dodendorfer Weg (SP104) im Stadtteil Beyendorf-Sohlen
- Sanierung Spielplatz Langer Weg (SP058) im Stadtteil Sudenburg
- Sanierung Spielplatz Auf den Höhen / Lavendelweg (SP081) im Stadtteil Ottersleben
- Sanierung Spielplatz Sandgrubenweg / Am Spionskopf (SP097) im Stadtteil Salbke
- Sanierung Spielplatz Müllerbreite (SP100) im Stadtteil Randau-Calenberge
- Sanierung Spielplatz Morgenstraße / Heinrichstraße (SP010) im Stadtteil Neue Neustadt
- Sanierung Spielplatz Untere Siedlung (SP104) im Stadtteil Beyendorf-Sohlen
- Sanierung Spielplatz Fliedergrund (SP026) im Stadtteil Neu Olvenstedt
- Neubau Spiel- und Freizeitfläche Hans Grundig Straße (SF01) im Stadtteil Kannenstieg
- Neubau Spielplatz Hans-Grade-Straße (SP102) im Stadtteil Neu Olvenstedt
- Neubau Spielplatz Käseglocke (SP110) im Stadtteil Brückfeld
- Neubau Spielplatz im Fort II (SP111) im Stadtteil Reform
- Errichtung Bouleanlage auf dem Spielplatz Haydnplatz (SP030) im Stadtteil alte Neustadt
Hierbei wurden Teilflächen der Anlagen mit Geräten zu Kräftigung der Muskulatur (z.B. Radtrainer) und zur Verbesserung der geistigen
Gesundheit (z.B. Memory, Vier gewinnt) ausgestattet. Weiterhin fanden Elemente zur Förderung der Geschicklichkeit und Koordination (z.B.
Bouleanlagen, Tischtennis) auf den Spielplätzen Anwendung, die natürlich nicht nur die Ansprüche älterer Menschen berücksichtigt.
Grundsätzlich werden bei Sanierungs- und Neubaumaßnahmen die Zugänge zu den Spiel- und Freizeitflächen barrierefrei gestaltet.
Ein wesentlicher Aspekt ist darüber hinaus die Vorhaltung von hinsichtlich der verwendeten Materialien und der technischen Ausführung
geeigneter Sitzmöglichkeiten (z.B. Bänke mit Lehne) in einer ausreichenden Zahl.
F 3.1

Informationen
entsprechend der
Bedürfnisse der
Zielgruppe bereitstellen

Nutzung unterschiedlicher Medien fortsetzen:
themenbezogene Faltblätter, Broschüren, Internet,
Presseveröffentlichungen, öffentliche
Informationsveranstaltungen (auch dezentral)

Ämter 50 (Sozial- und
fortlaufend
Wohnungsamt) und 53
(Gesundheits- und
Veterinäramt) unter
Mitwirkung von V/02
Informationen und Veranstaltungen in leicht verständlicher
(Stabsstelle Jugendhilfe-,
Form anbieten, bei Bedarf für ältere Migrant/innen in
Sozial- und
verschiedenen Sprachen
Gesundheitsplanung) in
Zusammenarbeit mit Trägern
der Angebote
a) Themenbezogene Faltblätter zum Sozialen Dienst, Präventivem Hausbesuch, Betreuungsbehörde, Selbsthilfekontaktstelle Pflege, zum
Zentralen Informationsbüro Pflege, Alten- und Service Zentren werden vom Sozial- und Wohnungsamt vorgehalten und regelmäßig aktualisiert.
Es gibt Flyer mit allen Alten- und Service-Zentren und deren Angeboten.
* F = fortgeführte Maßnahmen aus dem Seniorenpolitischen Konzept 2013;
N = mit dem Seniorenpolitischen Konzept 2018 neu aufgenommene Maßnahmen

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Anlage zur I0294/22
Die Flyer „Senioren im Ehrenamt“ sowie „Altenhilfe“ werden aktuell überarbeitet und den Einrichtungen, Akteuren sowie Bürger*innen zur
Verfügung gestellt.
b) Broschüren: Der Seniorenwegweiser der Stadt wird sowohl als Print- als auch Onlinemedium zur Verfügung gestellt. Die Aktualisierung erfolgt
in der Regel alle 2 Jahre.
c) Internet: Unter www.magdeburg.de sind der Pflegewegweiser und die Leistungen des Sozialen Dienstes sowie der Betreuungsbehörde
eingestellt. Die Angebote der Seniorenarbeit sind zusammenfassend auf der Internetseite der Landeshauptstadt Magdeburg, den Stadteilseiten
und z.T. auch von den Anbietern selbst zu finden. Ebenfalls verwenden die Alten- und Service-Zentren Social Media (u.a. Facebook).
d) Presseveröffentlichungen
Die Alten- und Service-Zentren melden regelmäßig ihre Angebote bei der Volkstimme, die dann auch veröffentlicht werden.
Über Informationsveranstaltungen der Stadt wird in der Presse informiert.
e) Öffentliche Informationsveranstaltungen (auch dezentral)
Die Alten- und Service-Zentren (ASZ) beteiligen sich in ihrer jeweiligen Region an den AG GWA, bilden die Regionalen Arbeitsgruppen
Altenhilfe (Ragah) und nehmen an den dezentralen Veranstaltungen teil wie der Ehrenamtsbörse und dem Rathausfest.
Die ASZ und Offenen Treffs (OT) unterstützten maßgeblich bei der Umsetzung der städtischen Impfstrategie, um möglichst viele Senior*innen
wohnortnah zu erreichen.
Folgende Unterstützungsleistungen wurden erbracht:
• Hilfe bei der Terminvergabe/ Terminierungen für Senior*innen (insbesondere zu der Zeit als die Priorität 1 erreicht werden sollte)
• Ausgabe von Aufklärungs- und Anamnesebögen und Hilfe beim Ausfüllen/ allgemeine Information zur Impfung
• Information über den Ablauf der Impfung vor Ort (Impfzentrum) und teilweise Hilfestellung bei der Organisation der Mobilität oder gar
Begleitung
• Organisation von größeren Impfaktionen im ASZ oder OT (inklusive der Organisation der Zweitimpfung, dazu wurden alle Senior*innen
telefonisch kontaktiert!)
f) Informationen und Veranstaltungen in leicht verständlicher Form anbieten, bei Bedarf für ältere Migrant/innen in verschiedenen Sprachen
Hier gab es eine Befragung der Pflegeeinrichtungen und Kliniken zur Arbeit mit med. Personal und Migrationshintergrund und die Versorgung
von Menschen mit Migrationshintergrund. Eine Veranstaltung ist dazu im September 2022 geplant.
Weiterhin sollen in Zusammenarbeit mit dem Informationsbüro Pflege einheitliche Informationsblätter in verschiedenen Sprachen zur Verfügung
gestellt werden.

* F = fortgeführte Maßnahmen aus dem Seniorenpolitischen Konzept 2013;
N = mit dem Seniorenpolitischen Konzept 2018 neu aufgenommene Maßnahmen

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Anlage zur I0294/22
F 3.2

Informationen breit
streuen

Neue Multiplikatoren für Informationsmaterialien gewinnen
Amt 50 unter Mitwirkung von fortlaufend
z. B. Auslage bei Apotheken, bei Hausärzten, über ambuV/02 in Zusammenarbeit mit
lante Pflegedienste, Veröffentlichung in Mieterzeitschriften
Trägern der Angebote
der Wohnungsunternehmen, Aushänge in Hausfluren.
Einbeziehen von Migrantenselbstorganisationen
Mit Gründung der Selbsthilfekontaktstelle Pflege im Jahr 2021 wurde ein weiterer Multiplikator für die Bürger*innen der Stadt eingeführt.
Die Flyer sind sowohl bei den Hausärzten als auch in Pflegeeinrichtungen der Stadt ausgelegt. Weiterhin wurden Informationsmaterialien in den
ASZ, OT und Pressemitteilungen in Mieterzeitschriften umgesetzt.

2. Neue Maßnahmen für den Zeitraum 2018 bis 2022

Nr.* Maßnahmetitel
N1

Befragung von
Senior*innen zum Bedarf
an sozialer Infrastruktur,
Kultur-, Bildungs- und
Sportangeboten,
Beratung und Information

N2

Erhalt der Infrastruktur für
die Seniorenarbeit

Beschreibung

Verantwortlich

Zeithorizont

Durchführung einer repräsentativen Befragung älterer
V/02 in Zusammenarbeit mit 2018/2019
Magdeburger zur Ermittlung ihrer Bedürfnisse bezüglich
Amt 12 (Amt für Statistik,
sozialer Infrastruktur, Kultur-, Bildungs- und
Wahlen und Digitalisierung)
Sportangeboten, Beratung und Information;
Dabei sollen auch Unterschiede zwischen verschiedenen
Stadtgebieten und unterschiedlichen Zielgruppen erkannt
werden.
Umsetzungsstand zu Maßnahme N 1
Die Befragung wurde im Dezember 2019 als repräsentative schriftliche Befragung durchgeführt. 4.251 Personen (25,2 % der Angeschriebenen)
beantworteten den Fragebogen. Die Ergebnisse der Befragung wurde in der Information I0159/21 vorgestellt.
Die Erkenntnisse werden in den Planungsprozess zur bedarfsorientierten Weiterentwicklung der Infrastruktur für die Seniorenarbeit (vgl.
Maßnahme N 3) einfließen.
Sicherung der bestehenden Struktur von Alten- und
Service-Zentren und Offenen Treffs unter
Beachtung des Beschlusses zur DS0586/17
(Fortschreibung der Konzeption Abgestuftes System von
Alten- und Service-Zentren und Offenen Treffs)
Beschluss-Nr. 1865-054(VI)18

* F = fortgeführte Maßnahmen aus dem Seniorenpolitischen Konzept 2013;
N = mit dem Seniorenpolitischen Konzept 2018 neu aufgenommene Maßnahmen

Amt 50

fortlaufend

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Anlage zur I0294/22
Die Alten- und Service-Zentren und Offenen Treffs erhalten jährliche kommunale Zuschüsse zu den Personal- und Betriebskosten.
Tatsächlich ausgezahlt wurden Mittel wie folgt:
2018 in Höhe von 973.566,98 €
2019 in Höhe von 1.060.264,77 €
2020 in Höhe von 1.098.316,00 €
2021 in Höhe von 1.228.545,00 €
Es erfolgt eine regelmäßige Teilnahme der zuständigen Abteilung des Sozial- und Wohnungsamtes an den ASZ-Leitungstreffen um die Arbeit in
den Einrichtungen und die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen zu unterstützten. Für September 2022 ist eine gemeinsame
Auftaktveranstaltung mit den ASZ und OT geplant, mit dem Ziel, die Kooperation zwischen den ASZ und den OT der jeweiligen Region zu
stärken.
N3

Bedarfsorientierte
Weiterentwicklung der
Infrastruktur für die
Seniorenarbeit

Bedarfsorientierte Weiterentwicklung der Infrastruktur für
die Seniorenarbeit und Entwicklung eines Verfahrens zur
Verteilung von Ressourcen im Rahmen der Sozialplanung
entsprechend der festgestellten sozialstrukturellen
Merkmale und spezifischen Bedarfe in den 18
Versorgungsgebieten
Berücksichtigung der weiteren vorhandenen sozialen
Infrastruktur wie Mehrgenerationenhäuser,
Nachbarschaftstreffs, Kinder- und Jugendeinrichtungen
usw. und Prüfung der Nutzung für Seniorenarbeit bzw.
generationsübergreifende Angebote

V/02

2018 ff

Umsetzungsstand zu Maßnahme N 3
Planungsprozess ist in Arbeit. Datenerfassung zur Versorgungsstruktur, sozialen Infrastruktur, Bevölkerungs- und Sozialstruktur in den
Versorgungsgebieten ist erfolgt. Diese wurde mit den Ergebnissen der Befragung (vgl. Maßnahme N 1) ergänzt. Die so erstellten
Gebietssteckbriefe zu den 18 Versorgungsgebieten bilden die Grundlage für die Ableitung von Entwicklungsbedarfen. Das erfolgt mit Beteiligung
von Leistungsanbietern, freien Trägern, örtlichen Akteur*innen, Kommunalpolitik und Seniorenbeirat im 2.-3. Quartal 2022. Von Juni bis August
2022 wurden hierzu in den Versorgungsgebieten Fachgespräche mit Einrichtungsvertreter*innen, örtlichen Bürgervereinen, AG GWA,
Stadträt*innen und Vertreter*innen des Seniorenbeirats durchgeführt. Daraus abgeleitete Handlungserfordernisse und entsprechende
Maßnahmen werden dem Stadtrat 2023 zur Beschlussfassung vorgelegt.

* F = fortgeführte Maßnahmen aus dem Seniorenpolitischen Konzept 2013;
N = mit dem Seniorenpolitischen Konzept 2018 neu aufgenommene Maßnahmen

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Anlage zur I0294/22
N4

Verbesserung der
Pflegeberatung vor Ort

Verbesserung der Pflegeberatung vor Ort durch
Einführung einer ganzheitlichen Beratung

Amt 50

2018 ff

Am 01.01.2021 wurde das Zentrale Informationsbüro Pflege mit der Pflegeberatung neu besetzt.
Die Mitarbeiterin bietet feste Beratungszeiten am Telefon sowie individuelle Hausbesuche für alle Bürger*innen der Landeshauptstadt
Magdeburg. Weiterhin werden die Akteure in der Pflege erfasst und im Pflegewegweiser aktualisiert.
Im Rahmen der Pflegeberatung erfolgt die Vernetzung und Multiplikation durch bestehende Netzwerke sowie die Ermittlung von
Versorgungslücken oder Defiziten in der Betreuung von pflege- und hilfebedürftigen Menschen.
Die Pflegeberatung der Landeshauptstadt Magdeburg entspricht dem § 7a ff. SGB XI und bildet damit einen wichtigen Bestandteil im Care
Management der Alten- und Hilfeplanung.
N 5 Erarbeitung eines
Ergänzend zum Wegweiser für Seniorinnen, Senioren und V/02 unter Einbeziehung
2019 ff
Ratgebers für ältere
Menschen mit Behinderungen“ soll der Ratgeber zu
des Seniorenbeirates
Menschen in Magdeburg, Mitwirkungsmöglichkeiten, Bildung, Wohnen und
der Hinweise zu Teilhabe- Prävention informieren. Angebote wie Aktivität, Kultur,
und Mitwirkungsmöglichgesunde Lebensweise, Bildung, Sport sind aufzunehmen.
keiten, zu Prävention und
zur Vorbereitung auf das
Alter enthält
Umsetzungsstand zu Maßnahme N 5
Die Maßnahme wurde auf Anregung des damaligen Seniorenbeirates aufgenommen, da aus dessen Sicht die genannten Themen im
regelmäßig erscheinenden „Wegweiser für Seniorinnen, Senioren und Menschen mit Behinderungen“ nur unzureichend dargestellt waren. Der
2021 veröffentlichte neue „Wegweiser für Seniorinnen, Senioren und Menschen mit Behinderungen“ enthält jedoch Informationen zu
Mitwirkungsmöglichkeiten, Bildung, Wohnen und Prävention und über Angebote wie Aktivität, Kultur, gesunde Lebensweise, Bildung, Sport. Mit
dem neuen Seniorenbeirat fanden Gespräche zu möglichem weitergehenden Informationsbedarf statt. Seitens des Seniorenbeirates wurden
keine zusätzlich zu bearbeitenden Themen benannt, so dass die Maßnahme mit dem überarbeiteten „Wegweiser für Seniorinnen, Senioren und
Menschen mit Behinderungen“ erfüllt ist.
N6

Förderung von
Seniorenkulturangeboten
fortsetzen

Finanzielle Förderung von Seniorenkulturangeboten
fortsetzen, die hinsichtlich Preisgestaltung,
Veranstaltungsort und –zeit den Bedürfnissen älterer und
mobilitätsbeeinträchtigter Menschen entsprechen

* F = fortgeführte Maßnahmen aus dem Seniorenpolitischen Konzept 2013;
N = mit dem Seniorenpolitischen Konzept 2018 neu aufgenommene Maßnahmen

FB 41 (Fachbereich Kunst
und Kultur), Amt 50

fortlaufend

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Anlage zur I0294/22
Förderung durch FB 41:
Durchführung von Konzerten in Alten- und Pflegeheimen in Magdeburg (Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation) –
jährlich sind 20 Konzerte geplant (2020 konnten pandemiebedingt nur 10 stattfinden, 2021 19)
Zuwendungen
2018: 5.000 €
2019: 4.955 €
2020: 5.000 €
2021: 5.000 €
2022: 3.000 €
Projekt „Seniorentheater“ (Volkssolidarität LV Sachsen-Anhalt e.V.): Senior*innen spielen Theater. Vorstellungen meist in Alten- und ServiceZentren, Offenen Treffs und Senioren- und Pflegeeinrichtungen
Zuwendung 2018 bis 2021 jährlich 250 €, 2022: 500 €
Förderung Amt 50:
Veranstaltungsreihe „Musik am Nachmittag“ –
2018: 2 Veranstaltungen 5.000 €
2019: 2 Veranstaltungen 5.000 €
2020: 1 Veranstaltung 2.500 €
2021: 3 Veranstaltungen 7.500 €
2022: bisher 1 Veranstaltung 3.000 €
N 7 Versorgungssituation von - Erfassen von Fallzahlen bei
V/02
2019
hilflos aufgefundenen
Krankenhausnotaufnahmen, Stadtordnungsdienst,
Menschen mit Demenz
Polizei, Rettungsdiensten
prüfen und bei Bedarf ein - Verfahrensweisen auf Probleme prüfen und
Verfahren zur adäquaten
gegebenenfalls mit geeigneten Partnern
vorübergehenden
Lösungsvorschläge entwickeln
Versorgung entwickeln
Umsetzungsstand zu Maßnahme N 7
Über die Umsetzung des Prüfauftrags wurde mit der Information I0199/19 berichtet.
Im März/April 2019 wurden Recherchen zu entsprechenden Fällen in Magdeburg in den zurückliegenden 2 Jahren durchgeführt. Es ergab sich,
dass Fälle von verwirrt aufgefundenen Menschen in Magdeburg in seltenen Einzelfällen vorkommen. In der Regel ist dabei jedoch eine
medizinische Behandlungsbedürftigkeit gegeben bzw. ein Behandlungsbedarf abzuklären, so dass die Notaufnahmen der Kliniken die richtigen
Anlaufstellen sind. Bedarf für andere Verfahrensweisen konnte nicht bestätigt werden.
* F = fortgeführte Maßnahmen aus dem Seniorenpolitischen Konzept 2013;
N = mit dem Seniorenpolitischen Konzept 2018 neu aufgenommene Maßnahmen

8

Anlage zur I0294/22
N8

Entwicklung von
Angeboten zur
Reduzierung von
Vereinsamung

Unterstützung vorhandener Begleit- und Besuchsdienste
und weiterer Ausbau der Angebote

Amt 50
2019 ff
in Kooperation mit Freiwilligenagentur, Trägern sozialer
Einrichtungen, Seniorengruppen und örtlichen
Bürgervereinigungen
2022 startete der „Präventive Hausbesuch“ als weitere Säule der sozialen Arbeit der Landeshauptstadt Magdeburg. Hier werden die
Bürger*innen der LH Magdeburg mit einem Schreiben zum 70. Geburtstag auf das Angebot verwiesen. Ziel dabei ist es, Menschen zu
informieren, welche Angebote in ihrem Quartier möglich sind. Der Soziale Dienst der Landeshauptstadt ist aktiv an der Umsetzung des
Präventiven Hausbesuches beteiligt.
Der Soziale Dienst für Erwachsene der Landeshauptstadt Magdeburg arbeitet stadtteilbezogen und ist in seiner Allzuständigkeit erste
Anlaufstelle in der jeweiligen Sozialregion. Zielgruppe sind alle Personen ab dem 18. Lebensjahr, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt in
Magdeburg begründen. Die Beratungsangebote sind kostenfrei und auf Wunsch anonymisiert. Die Kontaktaufnahme kann sowohl telefonisch
als auch persönlich vor Ort (während der Sprechzeiten bzw. nach Absprache) erfolgen und ermöglicht somit einen direkten und
niederschwelligen Zugang ins benötigte Hilfesystem. Es werden die unterschiedlichen Problemlagen erfasst und im rechtlichen Kontext (ohne
Rechtsberatung auszuüben) mit dem Bürger/der Bürgerin bearbeitet. Ziel ist es den Betroffenen/die Betroffene zu unterstützen und zugleich zu
befähigen, ein selbstbestimmtes Leben fortführen zu können. Damit sollen Notlagen vermieden und mögliche individuelle
Bewältigungsstrategien entwickelt werden. Durch entsprechende Beratung, Aufklärung und Begleitung werden Gefährdungspotenziale
abgebaut, beispielsweise Vermeidung Heimaufnahme durch eine plötzliche Pflegebedürftigkeit, Verlust des Wohnraums durch Schulden,
Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung, Verwahrlosung oder Chronifizierungen von Erkrankungen, um nur einige zu nennen.

* F = fortgeführte Maßnahmen aus dem Seniorenpolitischen Konzept 2013;
N = mit dem Seniorenpolitischen Konzept 2018 neu aufgenommene Maßnahmen

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