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F0283/22 Anfrage

                                    
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öffentlich
Absender
Stadtrat Oliver Müller
Fraktion DIE LINKE
Adressat
Oberbürgermeisterin
Frau Simone Borris

Datum
10.11.2022

Nummer
F0283/22

Gremium

Sitzungstermin

Stadtrat

10.11.2022

Kurztitel
Auswertung ‚Gang des Magdeburger Rechts’ 2022
Am 20. September dieses Jahres, dem Weltkindertag, fanden Dank der ehrenamtlichen Arbeit
des Vereins „Offene Türen e.V.“ unter Leitung von Eva Wybrands zum wiederholten Male fast
300 Kinder aus Magdeburger Grundschulen kostümiert in historischer Kleidung den Weg in
unser Rathaus, um sich mit dem Magdeburger Recht auseinanderzusetzen und vor allem
bohrende Fragen aus ihrer unmittelbaren Lebenswelt an die kommunalpolitischen Organe
unserer Landeshauptstadt, Stadtrat und Stadtverwaltung, zu richten, mit dem Ziel Antworten
zu bekommen. Leider zog es jedoch die Verwaltung vor, was ihr bei den echten
Stadtratssitzungen wohl „leider“ verwehrt bleibt, der zweistündigen Veranstaltung im Ratssaal
fern zu bleiben. Da jedoch die allermeisten Fragen der Schüler*innen sich naturgemäß in sehr
konkreter Weise mit dem Thema Schule, Schulhof, Schulsozialarbeit befassten, war es den
anwesenden Stadträten verschiedener Fraktionen, an der Spitze der Stadtratsvorsitzende, der
diese „Sitzung“ auch leitete, schwerlich möglich, passende Antworten zu finden, da sehr viele
Fragen konkretes bzw. operatives Verwaltungshandeln betrafen. Zwangsläufig, so mein
Eindruck, blieben nicht wenige Kinder mit ihren freilich völlig berechtigten Fragen unbefriedigt
zurück.
Ich frage die Oberbürgermeisterin:
1. Warum war es nicht möglich, dass wenigstens ein/e hauptamtliche Vertreter/in der
Stadtverwaltung aus der Führungsebene Schule, Kinder, Jugend, Soziales an dieser
Veranstaltung teilgenommen hat? Wie wird das künftig besser abgesichert? Sehen Sie
es wie ich, dass es etwas sehr Besonderes, sehr besonders Schönes nämlich, ist,
wenn so viele junge Menschen unserer Stadt sich ins Rathaus begeben und sich ins
Stadtgeschehen einbringen wollen?
2. Wie wird nun mit den vielen offenen Fragen der Kinder umgegangen?
3. Wird es wenigstens künftig möglich sein, das jmd. Von der Stadtverwaltung diese
Veranstaltung etwas protokolliert, damit zumindest im Nachgang Fragen beantwortet
werden können?
4. Die Schüler*innen aus der GS Brechtstraße, einer Schule in unserer LH MD mit
einem der höchsten Anteile an Kindern mit Migrationshintergrund, bewegte vor
allem die Frage nach einer bisher leider unverständlicherweise nicht
vorhandenen Stelle für Schulsozialarbeit, die dringendst benötigt wird. Welche
kurzfristigen Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung hier helfend zur Seite zu
stehen und schnell Lösungen anzubieten?
Ich bitte um kurze mündliche und ausführliche schriftliche Stellungnahme.
Oliver Müller
Stadtrat