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DS0448/15 Anlage 17. Beteiligungsbericht 2015

                                    
                                        Landeshauptstadt Magdeburg
Dezernat für Finanzen und Vermögen

Siebzehnter

Beteiligungsbericht

Überblick über die Eigen- und Beteiligungsgesellschaften,
die Eigenbetriebe, die Anstalten des öffentlichen Rechts
und die Stiftungen mit städtischer Beteiligung auf Basis
der wirtschaftlichen Abschlüsse zum 31.12.2014

2015

Inhaltsverzeichnis

1.0 Einführung

4
6
8

Vorwort des Bürgermeisters und Beigeordneten für Finanzen und Vermögen
der Landeshauptstadt Magdeburg
Schwerpunktthema
Abkürzungsverzeichnis

2.0 Städtische Unternehmen im Überblick

10
11
13
15
16
17
18
19
20
21
22

Organigramm der Gesellschaften mit städtischer Beteiligung
Eckdaten der Gesellschaften mit städtischer Beteiligung
Finanzbeziehungen zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und den
städtischen Gesellschaften
Laufende Zuschüsse und Entgelte an die städtischen Gesellschaften 2014
Entwicklung der laufenden Zuschüsse und Entgelte an die städtischen
Gesellschaften (2010-2014)
Entwicklung der städtischen Projektzuschüsse und Darlehen an die
Gesellschaften (2010-2014)
Organigramm der Eigenbetriebe, Stiftungen und Anstalten des öffentl. Rechts
Eckdaten der Eigenbetriebe, Stiftungen und Anstalten des öffentl. Rechts
Übersicht zur Entwicklung des Sondervermögens der Landeshauptstadt
Kostenerstattungen/Zuschüsse an die Eigenbetriebe 2014
Anlagenzugänge städtischer Eigenbetriebe 2010 - 2014

3.0 Darstellung der städtischen Unternehmen

3.1 Ver- und Entsorgung
25
35
47
58
67

Kommunale Informationsdienste Magdeburg GmbH
Kommunales Gebäudemanagement (Eigenbetrieb)
Städtischer Abfallwirtschaftsbetrieb Magdeburg (Eigenbetrieb)
Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG
Städtische Werke Magdeburg Verwaltungs-GmbH

1

Inhaltsverzeichnis
3.2 Verkehr
72
78
85
100
104

Flughafen Magdeburg GmbH
Magdeburger Hafen GmbH
Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG
MVB-Verwaltungs-GmbH
Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee nicht rechtsf. Anstalt d. öffentl. Rechts

3.3 Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
108
116
123
132
139
146
152

AQB Gemeinnützige Gesellschaft für Ausbildung, Qualifizierung und
Beschäftigung mbH
Betreibergesellschaft Forschungs- und Entwicklungszentrum Magdeburg mbH
GISE - Gesellschaft für Innovation, Sanierung und Entsorgung mbH
GWM Gesellschaft für Wirtschaftsservice Magdeburg mbH
Innovations- und Gründerzentrum Magdeburg GmbH
Zentrum für Neurowissenschaftliche Innovation und Technologie GmbH
Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und Prozeßinnovation GmbH

3.4 Freizeit, Kultur und Stadtentwicklung
160
166
174
180
187
195
201
218
227
241

Gesellschaft zur Durchführung der Magdeburger Weihnachtsmärkte mbH
Konservatorium Georg Philipp Telemann (Eigenbetrieb)
Kulturstiftung Kaiser Otto Magdeburg
Magdeburg Marketing, Kongress und Tourismus GmbH
MESSE und VERANSTALTUNGSGESELLSCHAFT Magdeburg GmbH
Natur- und Kulturpark Elbaue GmbH
Puppentheater der Stadt Magdeburg (Eigenbetrieb)
Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (Eigenbetrieb)
Theater Magdeburg (Eigenbetrieb)
ZOOLOGISCHER GARTEN MAGDEBURG gGmbH

3.5 Gesundheit und Soziales
253
263

KLINIKUM MAGDEBURG gemeinnützige GmbH
WOHNEN UND PFLEGEN MAGDEBURG gemeinnützige GmbH

3.6 Wohnungswirtschaft
273

Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH

2

1. Abschnitt
Einführung

3

Landeshauptstadt Magdeburg

Vorwort

Die heutige Landeshauptstadt Magdeburg hat eine bewegte Geschichte. Als Stadt Otto des
Großen musste sie die völlige Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg überwinden, erlebte eine
stürmische Industrialisierung, die wiederholte fast komplette Zerstörung der historischen
Innenstadt durch den 2. Weltkrieg und einen Wandel als Stadt des Schwermaschinenbaus
hin zu einer heute modernen lebenswerten und liebenswerten Großstadt.
Einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung unserer Stadt seit der Wende leisteten die
kommunalen Unternehmen und die Eigenbetriebe. Die Städtischen Werke Magdeburg
GmbH & Co. KG versorgen die Bürger zuverlässig, wirtschaftlich und umweltfreundlich mit
Strom, Erdgas, Wärme und Trinkwasser und entsorgen die Abwässer der Stadt. Die
Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH ist Marktführer in Magdeburg und versorgt die
Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum und sie ist Hauptakteur des Stadtumbaus.
Innerhalb des Magdeburger Regionalverkehrsverbundes marego bietet die Magdeburger
Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG ihre ÖPNV-Leistungen an und treibt daneben
insbesondere den Ausbau der 2. Nord-Süd-Verbindung in der Stadt voran.
Eine lebenswerte Großstadt zeichnet darüber hinaus auch ein breites und interessantes
kulturelles und sportliches Angebot aus. An dieser Stelle seien stellvertretend die europaweit
bekannten Handballer des SC Magdeburg genannt. Im kulturellen Bereich haben z. B. das
Theater und das Puppentheater der Landeshauptstadt Magdeburg einen hervorragenden
Ruf auch über die Landesgrenzen Sachsen-Anhalts hinaus.

4

Der vorliegende Beteiligungsbericht 2015 gibt einen detaillierten Überblick über die
städtischen Eigengesellschaften und die Gesellschaften mit städtischer Beteiligung sowie
die städtischen Eigenbetriebe, die Stiftungen und Anstalten des öffentlichen Rechts der
Landeshauptstadt Magdeburg.
Ein wesentliches Ziel dieses Berichtes ist es, neben der Politik und der Verwaltung,
insbesondere die städtischen Vertreter in den jeweiligen Gremien über die Gesellschaften
und Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Magdeburg zu informieren. Er bietet aber auch
interessierten Bürgerinnen und Bürgern und außenstehenden Dritten die Möglichkeit, sich
mit der vielfältigen wirtschaftlichen Betätigung der Landeshauptstadt Magdeburg vertraut zu
machen.
Neben allgemeinen Informationen, wie Gegenstand des Unternehmens, Stammkapital,
Anlagevermögen, Gesellschafter, Beteiligungen, Besetzung der Organe, werden die Grund­
züge des Geschäftsverlaufes der Gesellschaften und Eigenbetriebe dargestellt. Auf die
finanziellen Verflechtungen mit dem Haushalt der Landeshauptstadt Magdeburg wird in
diesem Bericht ebenfalls ausführlich eingegangen. Der vorliegende Bericht berücksichtigt in
erster Linie die wirtschaftlichen Abschlüsse der städtischen Eigengesellschaften und der
Gesellschaften mit städtischer Beteiligung sowie der Eigenbetriebe und Stiftungen zum
31.12.2014.

Magdeburg, im September 2015

/) Ll · s

(::u~U:ann

:::>

Bürgermeister und Beigeordneter
für Finanzen und Vermögen

5

6

7

Abkürzungsverzeichnis
ABM
AG
AMO
AO
APH
AR
ARGE
ATZ
BA
BilMoG
BMAS
BMBF
BUGA
DEHOGA
DIN EN ISO
DOV
DRG
EB
EDV
FH
GE
GF
GKV
gGmbH
GmbH
GmbHG
GO LSA
GuV
GWG
HGB
HGrG
HRB
HzA
IFF
IFR
IGZ
IHK
IT
KG
KHEntgG
Kita
KMU
KVG
LSA
MHKW
NV
ÖPNV
PbefG
PR
QMS-UMS
RAP
SAN
SGB
SSK
TK-Anlagen
TÜV
TVK
TVöD
VKU

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
Aktiengesellschaft
AMO Kultur- und Kongresshaus
Abgabenordnung
Altenpflegeheim
Aufsichtsrat
Arbeitsgemeinschaft
Altersteilzeit
Berufsakademie
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bundesgartenschau
Deutscher Hotel- und Gaststättenverband
Deutsches Institut für Normung – Europäische Norm – Internationaler
Standard für Normung
Deutsche Orchestervereinigung
Diagnosis Related Groups
Eigenbetrieb
Elektronische Datenverarbeitung
Fachhochschule
Gewerbeeinheiten
Geschäftsführung
Gesetzliche Krankenversicherung
Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung
Gemeindeordnung Land Sachsen-Anhalt
Gewinn- und Verlustrechnung
Geringwertige Wirtschaftsgüter
Handelsgesetzbuch
Haushaltsgrundsätzegesetz
Handelsregisterbuch
Hilfe zur Arbeit
Institut für Fabrikbetrieb und Fabrikautomatisierung
IFR Engineering GmbH
Innovations- und Gründerzentrum
Industrie- und Handelskammer
Informationstechnik
Kommanditgesellschaft
Krankenhausentgeltgesetz
Kindertagesstätte
Kleinere und mittlere Unternehmen
Kommunalverfassungsgesetz
Land Sachsen-Anhalt
Müllheizkraftwerk
Normalvertrag
Öffentlicher Personennahverkehr
Personenbeförderungsgesetz
Public Relations
Qualitätsmanagementsystem-Umweltmanagementsystem
Rechnungsabgrenzungsposten
Storage-Area-Network (Speichernetzwerk)
Sozialgesetzbuch
Stadtsparkasse
Telekommunikations-Anlagen
Technischer Überwachungsverein
Tarifvertrag Kulturorchester
Tarifvertrag öffentlicher Dienst
Verband kommunaler Unternehmen e.V.

8

2. Abschnitt
Städtische Unternehmen
im Überblick

9

Organigramm der Gesellschaften mit städtischer Beteiligung
Wohnungsbaugesellschaft
Magdeburg mbH

100 %

KLINIKUM MAGDEBURG
gemeinnützige GmbH

Landeshauptstadt
Magdeburg
Beteiligungen

100 %

WOHNEN UND PFLEGEN MAGDEBURG
gemeinnützige GmbH

100 %

Natur- und Kulturpark Elbaue GmbH

100 %

AQB Gemeinnützige Gesell. f. Ausbildung,
Qualifizierung und Beschäftigung mbH

100 %

Flughafen Magdeburg GmbH

100 %

Servicegesellschaft Klinikum
Magdeburg GmbH

100 %

Medizinisches Versorgungszentrum
100 %
Klinikum Magdeburg gemeinnützige GmbH
Bildungszentrum für Gesundheitsberufe
gemeinnützige GmbH

50 %

Servicegesellschaft WOHNEN UND
PFLEGEN MAGDEBURG GmbH

100 %

Magdeburger Weiße Flotte GmbH

100 %

Magdeburger Verkehrsgesellschaft mbH

100 %

Mitteldeutsche Verkehrsconsult GmbH

100 %

Mitteldeutsche Verkehrsflächen und
-mittelreinigung GmbH

51 %

GISE - Gesellschaft für Innovation,
Sanierung und Entsorgung mbH

100 %

Magdeburger Verkehrsbetriebe
GmbH & Co. KG

100 %

Sport- und Surfclub Dierhagen Strand
Gesellschaft mbH & Co. KG

26 %

MVB–Verwaltungs-GmbH

100 %

Sport- und Surfclub Dierhagen Strand
Verwaltungs GmbH

26 %

Kommunale Informationsdienste
Magdeburg GmbH

99,0 %

Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft mbH

1%

GWM Gesellschaft für Wirtschaftsservice
Magdeburg mbH

95,2 %

Messe- und Veranstaltungsgesellschaft
Magdeburg GmbH

91 %

Magdeburger Hafen GmbH

90 %

ZOOLOGISCHER GARTEN
MAGDEBURG gGmbH

90 %

Magdeburg Marketing, Kongress und
Tourismus GmbH

Magdeburger Regionalverkehrsverbund
GmbH marego

39,9 %

Kommunale IT-Union eG (KITU)

KGE Kommunalgrund Grundstücksbeschaffungs- und Erschließungsgesellschaft mbH

75 %

Schönebecker Hafen GmbH

100 %

Netze Magdeburg GmbH

100 %

Abwassergesellschaft Magdeburg mbH

100 %

Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH

49 %

MDCC Magdeburg–City–Com GmbH

49 %

66,8 %

Städtische Werke Magdeburg
GmbH & Co. KG

54%

Städtische Werke Magdeburg
Verwaltungs-GmbH

54%

Energie Mess- und Servicedienste GmbH

40,5 %

Gesellschaft zur Durchführung der
Magdeburger Weihnachtsmärkte mbH

Stadtwerke-Altmärkische Gas-, Wasserund Elektrizitätswerke GmbH Stendal

37,45 %

52 %

Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH

29,8 %

HSN Magdeburg GmbH

25,1 %

Zentrum für Neurowissenschaftliche
Innovation und Technologie GmbH

51 %

Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und
Prozeßinnovation GmbH

51 %

Betreibergesellschaft Forschungs- und
Entwicklungszentrum Magdeburg mbH

50,4 %

Innovations- und Gründerzentrum
Magdeburg GmbH

Stromversorgung Zerbst GmbH & Co. KG

30 %

Stromversorgung Zerbst VerwaltungsGmbH

30 %

Windpark GmbH & Co. Rothensee KG

24 %

Erdgas Mittelsachsen GmbH (EMS)

16,8%

Magdeburger Hafen GmbH

10 %

Betreibergesellschaft Forschungs- und
Entwicklungszentrum Magdeburg mbH

9,9 %

30 %

KOWISA GmbH & Co.
Beteiligungs KG

0,1 %

Kommunale IT-Union eG
(KITU)

10

Eckdaten der Gesellschaften mit städtischer Beteiligung
Unternehmen

Gründungs- Anzahl Mitarbeiter Eigenkapital Bilanzsumme Investitionen
(ohne GF und Azubi)
jahr
31.12.14
31.12.14
2014
31.12.13 31.12.14

Anlagevermögen
31.12.14

Forderungen Verbindlichkeiten
31.12.14
31.12.14

Umsatzerlöse
2014

Jahresergebnis
2014

in Tsd. EUR
Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG

1990

717

712

57.551,4

97.737,8

6.640,0

79.093,4

3.371,1

28.720,9

37.662,3

506,0

GISE - Gesellschaft für Innovation, Sanierung
und Entsorgung mbH

1991

15

15

26,0

3.857,2

107,9

351,6

1.179,6

2.347,2

677,7

-1.146,9

AQB Gemeinnützige Gesellschaft für Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung mbH

1991

9

9

53,4

1.530,6

86,4

332,0

55,7

385,3

0,0

-1.316,4

Flughafen Magdeburg GmbH

1991

1

1

7.660,8

7.957,2

3,9

7.529,8

33,3

3,2

39,2

-246,3

Innovations- und Gründerzentrum Magdeburg GmbH

1991

6

6

-178,8

12.088,4

14,5

10.749,4

182,4

3.687,8

1.741,5

17,8

Magdeburger Hafen GmbH

1992

62

67

35.414,5

62.106,3

1.669,6

58.676,1

1.360,8

11.006,1

8.477,1

1.041,2

Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH

1992

219

220

267.391,3

761.772,1

9.751,5

713.092,7

2.728,2

463.732,3

100.616,3

-2.607,6

GWM Gesellschaft für Wirtschaftsservice
Magdeburg mbH

1993

7

6

2.306,0

5.198,8

5,2

9.504,3

22,5

937,0

533,6

1,5

Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG

1993

663

658

203.372,0

462.799,0

26.421,0

357.916,0

53.767,0

148.427,0

480.557,0

49.533,0

Zentrum für Neurowissenschaftliche Innovation
und Technologie (ZENIT) GmbH

1994

5

4

1.081,0

24.147,3

0,0

23.077,5

103,7

1.685,1

1.050,6

99,9

Natur- und Kulturpark Elbaue GmbH

1995

0

0

45.830,6

51.298,2

95,9

51.072,2

110,2

3.847,0

589,0

-3.021,8

Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und Prozeßinnovation GmbH

1996

9

9

954,5

5.444,2

9,8

4.481,8

381,9

350,0

441,4

-13,2

11

Unternehmen

Gründungs- Anzahl Mitarbeiter Eigenkapital Bilanzsumme Investitionen
jahr
31.12.14
31.12.14
(ohne GF und Azubi)
2014
31.12.13 31.12.14

Anlagevermögen
31.12.14

Forderungen Verbindlichkeiten
31.12.14
31.12.14

Umsatzerlöse
2014

Jahresergebnis
2014

in Tsd. EUR
Betreibergesellschaft Forschungs- und Entwicklungszentrum Magdeburg mbH *

1997

3

2

1.081,0

24.147,3

0

23.071,3

103,7

1.685,1

1.050,7

99,9

MESSE- UND VERANSTALTUNGSGESELLSCHAFT
MAGDEBURG GmbH

1997

60

60

1.963,0

24.439,5

309,7

22.476,2

907,3

19.793,7

6.926,6

781,8

Kommunale Informationsdienste Magdeburg GmbH

1998

70

75

900,0

5.579,8

1.573,3

11.622,8

289,6

759,3

12,0

494,0

Magdeburg Marketing, Kongress und
Tourismus GmbH

1999

16

15

27,7

374,7

35,6

596,7

54,8

150,5

585,3

-24,7

Gesellschaft zur Durchführung der Magdeburger
Weihnachtsmärkte mbH**

2003

0

0

25,0

87,8

0,0

29,1

28,3

26,0

496,1

13,9

Zoologischer Garten Magdeburg gGmbH

2006

58

59

11.298,6

26.675,0

2.588,9

15.786,4

92,2

10.675,9

2.358,4

2.447,8

WOHNEN UND PFLEGEN MAGDEBURG
gemeinnützige GmbH

2007

369

371

8.699,5

42.981,9

405,0

41.398,5

184,3

1.169,4

19.057,6

927,2

KLINIKUM MAGDEBURG gemeinnützige GmbH

2007

1.334,9

1.662,0

88.054,1

208.947,6

7.031,9

131.303,3

28.904,0

24.892,8

131.974,9

3.014,4

Städtische Werke Magdeburg Verwaltungs-GmbH

2012

0

0

38,1

42,0

0,0

0,0

6,0

0,7

5,0

3,2

MVB- Verwaltungs-GmbH

2012

0

0

28,8

33,2

0,0

0,0

1,2

1,0

0,0

0,2

3.624

3.951

733.579

1.829.246

56.750

1.562.161

93.868

724.283

794.852

50.605

Summe
* Zahlen zum 31.12.2013 da geprüfter Jahresabschluss 2014 noch nicht vorliegt

12

Finanzbeziehungen zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und den städtischen Gesellschaften
– in Tsd. EUR –
Unternehmen
Zuschüsse 2014
laufender
Zuschuss/
ProjektEntgelte
zuschuss
Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG

Bürgschaften
zum
31.12.13
31.12.14

Darlehensgewährung
durch die Stadt
2013
2014

Gewinnabführungen
an
die Stadt
2014

Kapitalentnahmen
durch
die Stadt
2014

Erhöhung des
Stammkapital/
der Rücklage
durch die Stadt
2014

16.922

0

22.554

23.123

0

0

546

0

0

GISE - Gesellschaft für Innovation, Sanierung
und Entsorgung mbH

0

0

0

0

0

0

0

0

0

AQB Gemeinnützige Gesellschaft für Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung mbH

0

0

0

0

0

0

0

0

0

79,7

0

0

0

0

0

0

0

0

Innovations- und Gründerzentrum Magdeburg GmbH

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Magdeburger Hafen GmbH

0

0

11.259

11.139

0

0

0

0

0

Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH

0

0

10.556

10.081

0

0

0

0

0

240

0

1.148

861

0

0

0

0

0

Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG

0

0

0

0

0

0

22.300

0

0

Zentrum für Neurowissenschaftliche Innovation
und Technologie (ZENIT) GmbH

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1.830

65

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Flughafen Magdeburg GmbH

GWM Gesellschaft für Wirtschaftsservice
Magdeburg mbH

Natur- und Kulturpark Elbaue GmbH
Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und Prozeßinnovation GmbH

13

Unternehmen
Zuschüsse 2014
laufender
Zuschuss/
ProjektEntgelte
zuschuss
Betreibergesellschaft Forschungs- und Entwicklungszentrum Magdeburg mbH *

Bürgschaften
zum
31.12.13
31.12.14

Darlehensgewährung
durch die Stadt zum
2013
2014

Gewinnabführungen
an
die Stadt
2014

Kapitalentnahmen
durch
die Stadt
2014

Erhöhung des
Stammkapital/
der Rücklage
durch die Stadt
2014

0

0

0

0

0

0

0

0

0

2.200

760

13.950

13.590

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

950

167

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

3.200

750

8.190

7.865

0

0

0

0

0

WOHNEN UND PFLEGEN MAGDEBURG
gemeinnützige GmbH

0

212

183

183

0

0

0

0

0

KLINIKUM MAGDEBURG gemeinnützige GmbH

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Städtische Werke Magdeburg Verwaltungs-GmbH

0

0

0

0

0

0

0

0

0

MVB- Verwaltungs-GmbH

0

0

0

0

0

0

0

0

0

25.422

1.954

67.840

66.842

0

0

22.846

0

0

MESSE- UND VERANSTALTUNGSGESELLSCHAFT
MAGDEBURG GmbH
Kommunale Informationsdienste Magdeburg GmbH
Magdeburg Marketing, Kongress und
Tourismus GmbH
Gesellschaft zur Durchführung der Magdeburger
Weihnachtsmärkte mbH**
Zoologischer Garten Magdeburg gGmbH

Summe

14

Laufende Zuschüsse und Entgelte an die städtischen Gesellschaften 2014

Gesellschaft

Zuschuss in Tsd. EUR

Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH
ZOOLOGISCHER GARTEN MAGDEBURG gGmbH
MESSE- UND VERANSTALTUNGSGESELLSCHAFT
MAGDEBURG GmbH
Natur- und Kulturpark Elbaue GmbH
Gesell. für Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung mbH
Gesellschaft für Innovation, Sanierung und Entsorgung mbH
Magdeburg Marketing, Kongress und Tourismus GmbH
GWM Gesellschaft für Wirtschaftsservice Magdeburg mbH
Flughafen Magdeburg GmbH

MMKT
3%

GWM
1%

MVB
ZOO

16.922,0
3.200,0

MVGM
NKE
AQB
GISE
MMKT
GWM
Flughafen
Summe

2.200,0
1.830,0
1.498,6
1.147,3
950,0
240,0
79,7
28.067,6

Flughafen
0%

AQB
5%
NKE
7%
MVB
60%

MVGM
8%
ZOO
12%

15

Entwicklung der laufenden Zuschüsse und Entgelte an die Gesellschaften
für die Jahre 2010-2014
(Werte in Tsd. EUR)

2010
16.621,0
3.400,0
1.440,6
1.770,0
1.646,2
1.276,0
850,0
288,0
78,4
558,0
27.928,2

MVB
Zoo
MVGM
Buga/NKE
AQB
GISE
MMKT
GWM
Flughafen
Stadion KG
Summe

2011
16.231,0
3.300,0
1.610,6
1.716,0
561,9
1.175,5
850,0
250,0
66,5
180,0
25.941,5

2012
16.194,0
3.250,0
2.162,6
1.664,0
1.127,9
1.169,6
850,0
312,0
64,3
0,0
26.794,4

2013
19.223,0
3.200,0
2.193,6
1.814,0
1.496,2
1.169,6
850,0
273,0
72,3
0,0
30.291,7

Zuschüsse
in Tsd. EUR

30.291,7
32.000,0

28.067,6

27.928,2
30.000,0

26.794,4
25.941,5

28.000,0
26.000,0
24.000,0
22.000,0
2010

2011

2012

Jahr

16

2013

2014

2014
16.922,0
3.200,0
2.200,0
1.830,0
1.498,6
1.147,3
950,0
240,0
79,7
0,0
28.067,6

Entwicklung der städtischen Projektzuschüsse und Darlehen an die Gesellschaften
für die Jahre 2010-2014
(Werte in Tsd. EUR)

2010
628,0
1.000,0
212,3
0,0
0,0
0,0
1,2
1.841,5

MVGM
Zoo
WuP
MMKT
Buga/NKE
Flughafen
Hafen
Summe

2012
606,0
0,0
212,3
0,0
395,0
29,0
1.690,0
2.932,3

2011
396,5
0,0
212,3
0,0
0,0
0,0
1.925,7
2.534,5

2013
896,4
1.250,0
212,3
167,0
178,0
2,5
0,0
2.706,2

2014
759,8
750,0
212,3
167,0
65,0
0,6
0,0
1.954,7

Zuschüsse
in Tsd. EUR

2.932,3
2.534,5

2.706,2

3.000,0
2.500,0

1.954,7
1.841,5

2.000,0
1.500,0
1.000,0
500,0
0,0
2010

2011

2012
Jahr

17

2013

2014

Organigramm der Eigenbetriebe, der Anstalten des Öffentlichen Rechts und der Stiftungen

Landeshauptstadt Magdeburg

Sondervermögen

Stiftungen

Kulturstiftung
Kaiser Otto Magdeburg

Eigenbetriebe

Städtischer Abfallwirtschaftsbetrieb Magdeburg
(SAB)
Stadtgarten und
Friedhöfe Magdeburg
(SFM)
Puppentheater der Stadt
Magdeburg
Kommunales Gebäudemanagement (KGm)
Konservatorium
Georg Philipp Telemann
Theater magdeburg

18

Anstalten des Öffentlichen
Rechts

Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee
nicht rechrsfähige Anstalt des
Öffentlichen Rechts

Eckdaten der Eigenbetriebe, Stiftungen und Anstalten des öffentlichen Rechts
Eigenbetrieb

Gründungs- Stammkapital
jahr
per 31.12.14

Anzahl der
Mitarbeiter

Bilanzsumme
31.12.13
31.12.14

Umsatzerlöse
lt. GuV 2013 lt. GuV 2014

Anlagevermögen
31.12.2013
31.12.2014

Tsd. EUR

(ohne Azubi)
per 31.12.14

Tsd. EUR

Tsd. EUR

Tsd. EUR

Städtischer Abfallwirtschaftsbetrieb (1)

1998

5.113

286

74.613

75410

28.134

25981

22.632

22.676

Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg

2004

6.000

210

26.320

26.575

13.246

12.836

15.146

15.297

Kommunales Gebäudemanagement (1)

2007

40

241

23.641

22.799

26.184

30.266

112

365

Theater Magdeburg (1)

2007

500

427

5.482

4.720

2.949

2.913

4.235

3.860

Puppentheater der Stadt Magdeburg (1)

2007

150

36

864

1.000

313

365

677

749

Konservatorium Georg Philipp Telemann (1)

2008

25

103

621

394

955

1.000

400

380

11.828

1.303

131.541

55.488

71.781

47.380

43.202

43.327

900

-

1.009

993

160

160

695

866

Summe
Kulturstiftung Kaiser Otto Magdeburg

2003

Schiffshebewerk Magdeburg Rothensee

2012

3

(1) zum Zeitpunkt der Erstellung des Beteiligungsberichtes lag der Jahresabschluss 2014 vor, wurde aber vom Stadtrat noch nicht beschlossen

19

Übersicht zur Entwicklung des Sondervermögens der Landeshauptstadt Magdeburg

Stammkapital

Eigenbetrieb (Kurztitel)

Gründungsjahr

2010
+ Zug./
- Abg.

2011
EUR

+ Zug./
- Abg.

2012
EUR

+ Zug./
- Abg.

2013
EUR

+ Zug./
- Abg.

2014
EUR

+ Zug./
- Abg.

EUR

SAB

1998

5.112.918

5.112.918

5.112.918

5.112.918

5.112.918

SFM

2004

6.000.000

6.000.000

6.000.000

6.000.000

6.000.000

KGm

2007

25.000

25.000

25.000

25.000

Theater Magdeburg

2007

500.000

500.000

500.000

500.000

500.000

Puppentheater der Stadt Magdeburg

2007

150.000

150.000

150.000

150.000

150.000

Konservatorium Georg Philipp Telemann

2008

25.000

25.000

25.000

25.000

25.000

20

15.000

40.000

Kostenerstattungen/Zuschüsse an die Eigenbetriebe 2014
(konsumtiver Haushalt)

Kostenerstattungen (KE)
Zuschuss (Z) in Tsd. EUR

Eigenbetrieb
Kommunales Gebäudemanagement
Kommunales Gebäudemanagement
Puppentheater
Theater Magdeburg
Städtischer Abfallwirtschaftsbetrieb Magdeburg
Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg
Konservatorium Georg Philipp Telemann

SFM (KE)
5%
SAB (KE)
0%

KGm (Z)
KGm (KE)
PTM (Z)
TM
(Z)
SAB (KE)
SFM (KE)
Konserv. (Z)
Summe

Konserv. (Z)
8%

3.019
8.132
2.024
16.377
147
1.558
2.788
34.045

KGm (Z)
9%

KGm (KE)
24%

PTM (Z)
6%
TM
(Z)
48%

21

Anlagenzugänge städtischer Eigenbetriebe 2010 - 2014
Angaben in Tsd. EUR
Name des Eigenbetriebes
SAB

SFM

Puppentheater der Stadt Magdeburg

Theater Magdeburg

KGm

Konservatorium Georg Philipp Telemann

Gesamtinvestitionsvolumen

Gesamt
2010

2011

2012

2013

2014

4.625,3

2.279,0

1.847,0

2.287,1

2.889,4

2010 - 2014
13.927,8

2.783,5

894,1

1.047,8

614,0

999,1

6.338,5

35,7

35,5

114,9

112,6

150,6

449,3

590,3

485,9

494,4

417,4

408,5

2.396,5

50,4

65,8

44,6

22,7

300,0

483,5

256,5

58,5

55,7

72,9

53,3

496,9

8.341,7

3.818,8

3.604,4

3.526,7

4.800,9

24.092,5

22

3. Abschnitt
Darstellung der
städtischen
Unternehmen

23

Unterabschnitt 3.1
Ver- und Entsorgung

24

KOMMUNALE INFORMATIONSDIENSTE
MAGDEBURG GMBH - KID -

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dr. Michael Wandersleb
Gesellschafterversammlung:
Herr Klaus Zimmermann
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Sören Ulrich Herbst (Stadtrat)
Herr Karsten Köpp (Stadtrat)
Herr Jens Rösler (Stadtrat)
Herr Hubert Salzborn (Stadtrat)
Herr Dr. Michael Wandersleb
(Vorstand KITU)
Aufsichtsrat:
Herr Holger Platz (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Tom Assmann (Stadtrat)
Herr Hugo Boeck (Stadtrat)
Herr Denny Hitzeroth (Stadtrat)
Herr Michael Hoffmann (Stadtrat)
Herr Ulrich Keindorff (KITU,
Bürgermeister Barleben)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Alter Markt 15,
39104 Magdeburg
Tel. 0391/2 44 64-0, Fax 0391/2 44 64-400
E-Mail: info@kid-magdeburg.de
Internet: www.kid-magdeburg.de
Gründungsjahr: 1998
Handelsregister:
HR B 11448 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 900.000 EUR
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Erbringung informationstechnischer und beratender Dienstleistungen aller Art für die
Landeshauptstadt Magdeburg und ihrer
Mitgesellschafter, sonstige Kommunalverwaltungen, kommunale Unternehmen
des Landes Sachsen-Anhalt sowie weitere
Interessenten aus Wirtschaft und Verwaltung
zur Ausschöpfung vorhandener Kapazitäten
sowie der Betrieb und die Überwachung des
bestehenden Übertragungsnetzes der Verwaltung und der TK-Anlagen für die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Magdeburg.
Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die der Gesellschaftszweck mit sich
bringt oder die diesem dienlich sind.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
99 %
- Kommunale IT-Union eG (KITU)
1%

Stand: 30.09.2015

25

Leistungen

Struktur der Gesellschaft

für

weitere

Kommunen

in

Sachsen-Anhalt zu erbringen. Ihr Ziel ist es,
im Zuge einer interkommunalen Zusammen-

Im

Jahresdurchschnitt

beschäftigte

die

arbeit, die unterschiedlich vorhandenen Res-

Kommunale Informationsdienste Magdeburg

sourcen der Kommunen zur gemeinsamen

GmbH 74 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer).

Aufgabenerfüllung in der Ende 2009 ge-

Die Gesellschaft gliedert sich in folgende

gründeten

Bereiche:

IT-UNION eG (KITU)" zu bündeln und den

Genossenschaft

„Kommunale

Kommunen in Sachsen-Anhalt ein maß• Geschäftsführung

geschneidertes Dienstleistungsangebot im

• Kaufmännischer Bereich

Bereich der Informations- und Kommuni-

• Kommunikation und Marktentwicklung

kationstechnologie zur Verfügung zu stellen.

• Bereich Anwendungen

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks ist

• Bereich Technik

somit weiterhin gewährleistet.

Geschäftsverlauf 2014

Stand der Erfüllung des
öffentlichen Zwecks

Im ersten Halbjahr 2014 konnte der neue
Im Rahmen der Erarbeitung des Beteili-

Rahmenvertrag zwischen der Landeshaupt-

gungsberichtes wurde geprüft, ob die Beteili-

stadt Magdeburg und der KID Magdeburg

gung noch einen öffentlichen Zweck und

GmbH den zuständigen Gremien der beiden
Vertragspartner vorgelegt werden und im

damit die Grundvoraussetzung einer wirt-

Genehmigungsprozess der Vertragsparteien

schaftlichen Betätigung der Gemeinde ge-

die

mäß § 128 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KVG LSA

Zustimmung

rückwirkend

zum

01.01.2014 erreicht werden. Zum Ende des

erfüllt. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Jahres 2014 wurde bereits die erste Ände-

gemäß § 128 KVG LSA besteht im Betrieb

rungsrunde im Rahmenvertrag vorbereitet,

des städtischen Netzes für Sprach- und Da-

um die im Jahresverlauf aufgetretenen Ver-

tenkommunikation, im Betrieb des Rechen-

änderungen in der Leistungsbeziehung adä-

zentrums, in der Bereitstellung der zur Erfül-

quat im Vertrag abzubilden.

lung der kommunalen Aufgaben erforderlichen IT-Dienstleistungen sowie in der Er-

Weitere Aktivitäten der

bringung der übrigen nach Gesellschafts-

GmbH

vertrag vorgegebenen Aufgaben. Mit der

schwerpunktmäßig Folgende:

Vorhaltung von anwenderfreundlichen Tele-

•

und IT-Kommunikationswegen zwischen den
Bürgern und ihrer Stadtverwaltung sowie für
Kultur, Tourismus und Wirtschaft wird eine
infrastrukturelle Basis für die verschiedensten Bereiche des öffentlichen Lebens gesichert. Weiterhin ist die KID bestrebt,

26

im

KID Magdeburg

Geschäftsjahr

2014

waren

Bedienung der Genossenschaftsmitglieder mit IT-Dienstleistungen und weitere
Gewinnung von Mitgliedern für die Genossenschaft „Kommunale IT-UNION eG
(KITU)“ zur Übernahme von ITDienstleistungen für diese durch die KID
unter dem Aspekt der Erzielung von Synergieeffekten durch Bündelung dieser
Leistungen.

•

•

•

•

wählter
Infrastrukturkosten
Services).

Als Mitglied der ARGE ePR-LSA zur
Bereitstellung des elektronischen Personenstandsregisters im Land SachsenAnhalt wurde der Vertrag mit dem Ministerium für Inneres und Sport des Landes
Sachsen-Anhalt verlängert.
Fortführung einer optimalen Kundenbetreuung sowie ordnungsgemäße Durchführung sämtlicher kaufmännischer Arbeiten für die ARGE.
Unterstützung der Finanzbuchhaltung in
den Städten Blankenburg (Harz) und
Ilsenburg (Harz) nach der Umstellung auf
das doppische Rechnungswesen zum
01.01.2014 auf der Basis des bereitgestellten Finanzverfahren
newsystem
kommunal.
Aufbau eines IT-Systems zur Umsetzung
der E-Government-Lösung iKfz im KfzWesen, so dass entsprechend der gesetzlichen Möglichkeiten als erste Stufe
die Außerbetriebsetzung online über ein
dezentrales
Internet-Portal
erfolgen
kann.

•

Umfängliche IT-Dienstleistungen im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen.

•

Weiterer Ausbau des KITA-Portals der
Landeshauptstadt Magdeburg als internetbasiertes Reservierungs- und Belegungssystem für Plätze in Kindertagesstätten mit dem Ziel, das KITA-Portal ITtechnisch an das Finanzsystems zur Realisierung der Bescheidschreibung und
Veranlagung für die Elternbeiträge anbinden zu können.

für

IT-

•

Kontinuierliche Fortsetzung des Energiemonitorings für das Rechenzentrum
der KID.

•

Erweiterung der vorhandenen SAN- und
Storageinfrastruktur.

•

Bereitstellung von zentralen IT-Infrastrukturen im KID-Rechenzentrum für
Dienstleistungen bei KITU-Kunden: Konsolidierung/Erweiterung der Citrix-Farm
für die Bereitstellung weiterer Fachverfahren für neue und Bestands-KITUKunden.

•

Fortlaufende fachliche Aus- und Weiterbildung der IT-Spezialisten.

•

Vorausschauende Sicherung der personellen Basis und Stärkung der fachlichen
Kompetenzen durch Maßnahmen zur
Nachwuchsgewinnung.

•

Abschluss EU-weiter Ausschreibungen
zur Vereinbarung von Rahmenverträgen
für den gemeinsamen Bezug und die
Nutzung von IT-Leistungen (digitale
Schließanlagen, aktive Netzwerktechnik
sowie Druck- und Kopierkonzept).

Das Bestreben der Gesellschaft, möglichst
weitgehend den Kommunen gegenüber Leistungen zu erbringen, die im Portfolio des
Unternehmens bereits vorhanden sind, ist
damit erfolgreich umgesetzt.

•

Ausbau
des
Meldeportals
E-Governmentangebot.

•

Abschluss einer EU-weiten Ausschreibung zur Vereinbarung von Rahmenverträgen für die Beschaffung von Lizenzen
und Dienstleistungen für Software zur
Unterstützung der Kommunen bei der
Bewirtschaftung von Gebäuden.

ihre Bemühungen erfolgreich fortgesetzt, IT-

Unterbrechungsfreie Aufrechterhaltung
der Zertifizierung eines ganzheitlichen ITSicherheitsmanagements durch ein erfolgreiches Wiederholungsaudit (Zertifizierung gem. ISO/IEC 2700:2005).

zukünftig Synergieeffekte durch Zentralisie-

Implementierung
der
technischen
Voraussetzungen und organisatorischen
Verfahrensweise zur kontinuierlichen
Messung der Reaktionszeit.

geringere Mittel für ihre Dienstleistungser-

Voruntersuchung,
Machbarkeitsstudie
sowie Implementierung/Adaptierung des
Reportings technischer Service-Module
(nutzungsbasierten Ermittlung ausge-

schäftsprozesse in der öffentlichen Verwal-

•

•

•

als
Die KID Magdeburg GmbH hat im Jahr 2014

Dienstleistungen von interessierten Kommunen zu übernehmen, diese zu vergleichen
und mögliche Bündelungen zu eruieren, um

rung und Standardisierung erreichen zu können. Angesichts der Tatsache, dass den
kommunalen Kunden der KID zunehmend

bringung zur Verfügung stehen, war und ist
es Aufgabe der KID, kostenintensive Ge-

tung mit Hilfe der IT wesentlich effizienter zu
gestalten.
27

Das Umsatzziel wurde im Jahr 2014 deutlich

EUR unter den sonstige betriebliche Auf-

übererfüllt, so dass das Geschäftsjahr mit

wendungen) entstanden. Die im Berichtsjahr

einem positiven Ergebnis abschließt.

um 427 Tsd. EUR gestiegenen Personalkosten sind in Tarifsteigerungen und den Neueinstellungen in 2013 und 2014 begründet.

Ihre Kompetenz als IT-Komplettdienstleister
im öffentlichen Sektor konnte die KID auch
im Jahr 2014 im kommunalen Markt weiter

Die Abschreibungen sind auf Grund der nicht

stärken und damit nicht zuletzt zum Erhalt

wie geplant getätigten Investitionen gesun-

von Arbeitsplätzen in der Region beitragen.

ken. In den Folgejahren werden diese ansteigen, da der Ersatz bereits abgeschriebe-

Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäfts-

ner Anlagen sowie die Erweiterung des An-

jahr 2014 um 2.607 Tsd. EUR (27,8 %) auf

lagebestandes dringend erforderlich ist.

11.976 Tsd. EUR (Vorjahr: 9.370 Tsd. EUR)
erhöht. Ursache für diese Entwicklung sind

Die operative Ertragslage der Gesellschaft

im Wesentlichen Leistungssteigerungen ge-

hat sich im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich

genüber der Landeshauptstadt Magdeburg

zum Vorjahr deutlich verbessert, was in dem

(1.271 Tsd. EUR) und der Genossenschaft

erzielten positiven Ergebnis der gewöhnli-

KITU (382 Tsd. EUR) sowie die gestiegenen

chen

Umsatzerlöse aus Warenverkauf (+885 Tsd.

kommt. Die Hauptursache hierfür ist die Um-

EUR).

satzentwicklung,

Geschäftstätigkeit

gleichsweise

die

zum

neben

moderaten

Ausdruck

einem

ver-

Zuwachs

von

Die sonstigen Erträge sind gegenüber dem

Fremdbezug durch eigene Mitarbeiter erzielt

Vorjahr um 133 Tsd. EUR gesunken (Vor-

werden konnte.

jahr: 456 Tsd. EUR). Die Ursache für diese
Veränderung ist insbesondere auf den Rück-

Das Berichtsjahr wird mit einem positiven

gang der periodenfremden Erträge in Höhe

Jahresergebnis in Höhe von 494 Tsd. EUR

von 22 Tsd. EUR und einem Einmaleffekt in

abgeschlossen.

2013 (in Höhe von 128 EUR) zurückzuführen. Der aus Investitionszulagen gebildete

Das um 20 Tsd. EUR verbesserte Finanzer-

Sonderposten wurde in Höhe von 19 Tsd.

gebnis in Höhe von -40 Tsd. EUR (Vorjahr:

EUR in 2014 erfolgswirksam aufgelöst.

-60 Tsd. EUR) ist insbesondere auf den
Wegfall von Zinseffekten aus der Betriebs-

Die Materialaufwendungen sind im Vergleich

prüfung sowie auf gesunkene Zinsaufwen-

zum Vorjahr (1.473 Tsd. EUR) aufgrund des

dungen für das Darlehen zurückzuführen.

erhöhten Bezugs von Waren um 543 Tsd.
EUR entsprechend zur Umsatzentwicklung

Die Gesellschaft verfügt über eine gute

gestiegen. Außerdem sind durch Preissteige-

Liquidität, die Zahlungsfähigkeit war jederzeit

rungen und zusätzliche Projekte höhere War-

gesichert. Vorhandene liquide Mittel sollen

tungskosten (+556 Tsd. EUR) sowie durch

zukünftig für den erhöhten Investitionsbedarf

eine Ausweisänderung der EDV-Mieten von

eingesetzt werden, der sich aufgrund gestie-

Kunden (305 Tsd. EUR; Vorjahr: 126 Tsd.

gener Sicherheitsanforderungen ergibt.

28

Wesentliche Finanzinstrumente für die Ge-

Auf

der

Gesellschafterversammlung

am

sellschaft stellen die kurzfristigen Forderun-

01.07.2015 wurde der Jahresabschluss 2014

gen, die liquiden Mittel sowie die Verbindlich-

festgestellt und der Geschäftsführung sowie

keiten aus Lieferungen und Leistungen dar.

dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2014
Entlastung erteilt. Es wurde beschlossen,

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr

den

Jahresüberschuss

in

Höhe

von

um 285 Tsd. EUR gestiegen. Auf der Aktiv-

493.963,85 EUR mit dem Verlustvortrag in

seite liegt die Ursache hauptsächlich im ge-

Höhe von 368.717,55 EUR zu verrechnen

stiegenen Anlagevermögen und in der Zu-

und den verbleibenden Gewinn in Höhe von

nahme der Forderungen aus Lieferungen

125.246,30 EUR im Verhältnis der Gesell-

und Leistungen. Auf der Passivseite führte im

schafteranteile an die Gesellschafter Landes-

Wesentlichen das gestiegene Eigenkapital

hauptstadt Magdeburg und Kommunale IT-

auf Grund des Jahresergebnisses zu einer

UNION eG (KITU) auszuschütten.

erhöhten Bilanzsumme.
Für das Geschäftsjahr 2015 wurde auf der
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2014

Gesellschafterversammlung am 01.07.2015

beträgt 3.015 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.521 Tsd.

die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte

EUR), was einer Eigenkapitalquote von 54 %

& Touch GmbH zum Abschlussprüfer be-

(Vorjahr: 48 %) entspricht.

stellt.

Jahresabschluss 2014 und

Einhaltung des „Public Corporate

Abschlussprüfer

Governance Kodex“ im
Geschäftsjahr 2014

Der Jahresabschluss und der Lagebericht
zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden

Gemäß dem Public Corporate Governance

vom Wirtschaftsprüfer Georg Rainer Rätze

Kodex (II. Pkt. 5 – Bericht zum Kodex) wurde

geprüft und erhielten einen uneingeschränk-

von der Geschäftsführung und dem Auf-

ten Bestätigungsvermerk. Die Prüfung um-

sichtsrat der KID folgende gemeinsame Er-

fasste neben der gemäß §§ 316 ff. HGB

klärung mit Datum vom 10.06.2015 für das

durchzuführenden

Geschäftsjahr 2014 abgegeben:

Abschlussprüfung

die

Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung gemäß § 53 HGrG.

1. Die

Kommunale

Informationsdienste

Magdeburg GmbH hat im Geschäftsjahr
Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014

2014 den Empfehlungen des Public Cor-

wurde vom Aufsichtsrat der Gesellschaft am

porate Governance Kodex mit folgenden

01.04.2015 zustimmend zur Kenntnis ge-

Ausnahmen entsprochen:

nommen und der Gesellschafterversamm•

lung zur Beschlussfassung empfohlen.

Auf Grund der Unternehmensgröße
besteht keine Innenrevision.

29

•

Das Berichtswesen an den Aufsichts-

Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Ge-

rat bezieht sich immer auf den zur

samtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 Buchst. a

Aufsichtsratssitzung aktuellen Vor-

HGB betrugen für das Geschäftsjahr 2014 für

monat, das Berichtswesen an das

den Aufsichtsrat 1,2 Tsd. EUR.

operative Beteiligungscontrolling wird
nur vierteljährlich durchgeführt.
•

Kurz- und mittelfristige

Die Berichterstattung an den Auf-

Unternehmensziele

sichtsrat erfolgt im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen.

Mit der Erbringung gebündelter IT-Dienst2. Die

Kommunale

Informationsdienste

leistungen gegenüber der Genossenschaft

Magdeburg GmbH wird den Empfehlun-

KITU hat die Gesellschaft bereits 2010 be-

gen des Public Corporate Governance

gonnen. Es besteht dabei die Herausforde-

Kodex auch im Geschäftsjahr 2015 mit

rung als Dienstleister für die Genossenschaft

den unter dem 1. Punkt genannten Aus-

KITU, das sehr heterogene Feld an IT-

nahmen entsprechen.

Leistungen bei ihren Mitgliedern zu homogenisieren, um so möglichst viele Synergieeffekte zu erreichen. Vor der KID Magdeburg

Auswirkungen des

GmbH steht somit weiterhin auch 2015

Geschäftsjahres 2014 auf den

hauptsächlich die Aufgabe, diese Form des
Zusammenfassens

städtischen Haushalt

gleicher

IT-Dienstleis-

tungen für die Kommunen weiter auszubauDie Gesellschaft erhält keine Zuschüsse aus

en und im Wesentlichen nachfolgende Arbei-

dem städtischen Haushalt der Landeshaupt-

ten, die zur Sicherung des Unternehmens mit

stadt Magdeburg.

einer erfolgreichen Tendenz in der Umsatzund Ergebnisentwicklung erforderlich sind, zu
realisieren:

Beteiligungen der Gesellschaft
1. Weiterführung der Ausrichtung der
Servicequalität aller IT-Services auf
Basis des modularen Servicekatalogs
in der KID sowie dessen Fortschreibung und sukzessive Anwendung auf
sämtliche Kunden- und Leistungsbeziehungen.
2. Umfängliche Analyse und Konsolidierung der internen Prozess- und Organisationslandschaft einschließlich der
Überarbeitung und Etablierung des
Change- und Service-Managements in
der KID.
3. Novellierung der bestehenden Verträge mit den Eigenbetrieben der Landeshauptstadt Magdeburg und den
weiteren Kunden analog dem neuen
Rahmenvertrag mit der Landeshauptstadt Magdeburg auf der Grundlage
des modularen Servicekatalogs.

Die KID ist zu 50 % an der Arbeitsgemeinschaft Elektronisches Personenstandsregister Sachsen-Anhalt (ARGE ePR-LSA) beteiligt und hält einen Genossenschaftsanteil an
der Kommunale IT-UNION eG (KITU).

Gesamtbezüge der Mitglieder der
Organe
Hinsichtlich der Bezüge des Geschäftsführers wird von der Schutzklausel des § 286

30

gen, üben sinkende Finanzbudgets in den

4. Ausbau der personellen und fachlichen
Kompetenzen und Aufbau von stabilen
Know-how-Redundanzen
gemäß
marktüblichen Standards als zwingende Voraussetzung für einen auch zukünftig stabilen IT-Betrieb.
5. Bedienung der Genossenschaftsmitglieder mit IT-Dienstleistungen und
weitere Gewinnung von Mitgliedern für
die Genossenschaft „Kommunale ITUNION eG (KITU)“ zur Übernahme
von IT-Dienstleistungen für diese
durch die KID unter dem Aspekt der
Erzielung von Synergieeffekten durch
Bündelung dieser Leistungen.
6. Weiterführung des Projekts „Einführung Kita-Software“ in der Landeshauptstadt Magdeburg und Ausbau zu
einem marktfähigen Produkt für Sachsen-Anhalt.
7. Weitere Verbesserung der IT-Sicherheit, des Kundenservices und der
Kundenzufriedenheit.

Verwaltungen und laufende Preiserhöhungen
der Lieferanten gleichzeitig einen ständig
zunehmenden Kostendruck auf die kommunalen IT-Dienstleister aus.

Aus der Notwendigkeit der ständigen Einführung und Umsetzung neuer Technologien
und der damit verbundenen regelmäßigen
Überprüfung der Leistungsfähigkeit der ITInfrastruktur, die Gewährleistung der Datensicherheit und die Optimierung der ITProzesse sieht das Unternehmen mit Rechenzentrum ein gewisses Risiko bei der
Bündelung von IT-Ressourcen, bei der Kostensenkung und dem Erhalt der Wirtschaftlichkeit.

Risiken der künftigen Entwicklung
Ein Bonitäts- und Ausfallrisiko ergibt sich aus
der Gefahr, dass Geschäftspartner ihren
Verpflichtungen nicht nachkommen können
und dadurch ein Vermögensverlust entsteht.
Derartige Risiken sind im Berichtsjahr nicht
erkennbar. Die Ausfallrisiken sind relativ
gering, da der größte Kunde der Gesellschaft
die Landeshauptstadt Magdeburg ist. Durch
das Mahnwesen der Gesellschaft wird sichergestellt, dass die offenen Forderungen
zeitnah überwacht werden. Die Gesellschaft
verfügt darüber hinaus über ein internes Risikomanagementsystem, welches die Unternehmensrisiken und Maßnahmen zu deren
Vermeidung definiert und Einfluss auf sämtliche Geschäftsprozesse hat.

Neben ständig neuen gesetzlichen Regelungen für kommunale Verwaltungen, die sich
zunehmend auf den IT-Bereich auswirken
und technologische Veränderungen sowie
steigende fachliche Anforderungen verlan-

31

Organigramm der Kommunale Informationsdienste Magdeburg GmbH (KID)

32

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

31.12.2011

kurzfristig

%

gesamt

31.12.2012

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR % Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen

0,0

565,2
2.587,7
20,0
3.172,9

53

3.491,0

13,7
234,4
0,0
205,0
131,0
2.168,4
241,3
2.993,8

6.666,5 100

3.491,0

Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen

636,1
2.493,8
20,0
3.149,9

Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Sonstige Wertpapiere
Ford. gegen Beteiligungsunternehmen
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

4,1
424,3
0,0
105,1
124,5
2.554,7
303,9
3.516,6

Gesamtvermögen

47

0,0

409,3
2.177,5
20,0
2.606,8

49

2.972,0

18,3
132,1
0,0
40,5
98,7
2.432,9
404,4
3.126,9

6.166,7 100

2.972,0

51

0,0

437,0
1.813,8
20,0
2.270,8

55

2.961,0

38,6
126,0
0,0
0,0
119,4
2.191,3
549,1
3.024,4

57

3.001,7

8,8
183,4
0,0
48,4
57,9
2.095,9
562,4
2.956,8

53

2.956,8

5.733,7 100

2.961,0

5.295,2 100

3.001,7

5.579,8 100

2.956,8

45

43

0,0

564,2
2.038,8
20,0
2.623,0

47

0,0

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

900,0
1.989,4
0,0
53,2
2.942,6

900,0
1.989,4
0,0
9,0
2.898,4

47

0,0

60,7

Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

16,9
1.400,3
1.400,0
204,5
352,3
349,9
3.723,9

56

1.824,0

0,0
1.323,3
1.136,5
108,5
464,5
174,8
3.207,6

Kapital

6.666,5 100

1.824,0

Sonderposten für Investitionszuschüsse

44

0,0

900,0
1.989,4
0,0
7,9
2.897,3

50

1

40,0

52

1.899,0

0,0
1.169,0
811,8
203,4
568,8
43,4
2.796,4

6.166,7 100

1.899,0

33

0,0

900,0
1.989,4
0,0
-368,7
2.520,7

48

1

19,5

49

1.886,0

156,2
1.219,4
487,1
483,9
317,8
90,6
2.755,0

5.733,7 100

1.886,0

0,0

900,0
1.989,4
-368,7
494,0
3.014,7

54

0

0,0

0

52

2.427,0

0,0
1.630,2
162,4
481,7
115,2
175,6
2.565,1

46

2.565,1

5.295,2 100

2.427,0

5.579,8 100

2.565,1

0,0

0,0

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Andere Erträge

2011
%

Tsd. EUR

%

99,4
0,6

8.305,6

100,0

2.296,7
3.670,7
1.116,5
1,0
1.551,8

27,7
44,2
13,4
0,0
18,7

Betriebsaufwand

8.636,7

104,0

Betriebsergebnis

-331,1

-4,0

-184,0

-2,1

-271,0

44,6
343,4

0,6
4,1

42,0
146,0

0,5
1,6

Ergebnis vor Ertragssteuern

56,9

0,7

4,0

Ertragssteuern

-3,7

-0,1

53,2

0,6

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Jahresergebnis

99,4
0,6

Tsd. EUR

8.258,3
47,3

Betriebsleistung

8.778,0
55,0

2012
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

99,6
0,4

9.369,8
233,5

97,6
2,4

11.976,3
322,7

97,4
2,6

8.833,0 100,0

9.154,0 100,0

9.603,3

100,0

12.299,0

100,0

2.662,0
3.954,0
1.185,0
1,0
1.215,0

2.616,0
4.209,0
1.335,0
1,0
1.264,0

28,6
46,0
14,6
0,0
13,8

2.967,3
4.421,9
1.235,8
35,5
1.396,7

30,9
46,0
12,9
0,4
14,5

4.440,1
4.849,2
1.216,3
-34,5
1.294,4

36,1
39,4
9,9
-0,3
10,6

9.425,0 103,0

10.057,2

104,7

11.765,5

95,7

-3,0

-453,9

-4,7

533,5

4,3

35,0
244,0

0,4
2,7

-60,3
190,6

-0,6
2,0

-39,4
0,0

-0,3
0,0

0,0

8,0

0,1

-323,6

-3,4

494,1

4,0

5,0

0,1

0,0

0,0

-45,1

-0,5

-0,1

0,0

9,0

0,1

8,0

0,1

-368,7

-3,8

494,0

4,0

30,1
44,8
13,4
0,0
13,8

9.017,0 102,1

34

9.113,0
41,0

2013

KOMMUNALES GEBÄUDEMANAGEMENT
(EIGENBETRIEB) - KGM -

Organe des Eigenbetriebes
- der Betriebsleiter
- der Betriebsausschuss
- der Oberbürgermeister
- der Stadtrat
Betriebsleitung:
Betriebsleiter: Herr Heinz Ulrich
Betriebsausschuss:
Vorsitzender: Herr Dr. Lutz Trümper
(Oberbürgermeister der Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Bernd Heynemann (Stadtrat)
Herr Jens Hitzeroth (Stadtrat)
Frau Birgit Steinmetz (Stadträtin)
Herr Reinhard Stern (Stadtrat)
Herr Frank Theile (Stadtrat)
Herr Alfred Westphal (Stadtrat)
Frau Monika Zimmer (Stadträtin)
Frau Cornelia Ide (Beschäftigtenvertreterin)
Frau Manuela Obenauff (Beschäftigtenvertreterin)
Herr Peter Wieland (Beschäftigtenvertreter)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Gerhart-HauptmannStraße 24 - 26, 39108 Magdeburg
Tel. 0391/5405500, Fax 0391/5405502
E-Mail:
Gebaeudemanagement@kgm.magdeburg.de
Gründungsjahr: 2007
Stammkapital: 40.000 EUR
Rechtsform: Eigenbetrieb der LH MD
Unternehmensgegenstand:
Zweck des Unternehmens ist die Verwaltung
und Bewirtschaftung aller Liegenschaften,
die durch die Verwaltung oder durch Dritte
für Verwaltungszwecke genutzt werden
sowie leerstehender Gebäude, bis zu deren
Vermarktung/Veräußerung oder Abbruch,
einschließlich Rekultivierung der Flächen.
Zweck ist ferner die bedarfsgerechte
Versorgung der Organisationseinheiten der
Stadtverwaltung mit Gebäuden/Räumen und
dazugehörigen Grundstücken. Das Unternehmen sorgt für die Erbringung, einschließlich Fremdvergaben, aller mit der Verwaltung und Bewirtschaftung der Liegenschaften im Zusammenhang stehenden
Bauunterhaltungs- und Investitionsmaßnahmen sowie Dienstleistungen. Im Auftrag
der LH MD schließt der Eigenbetrieb KGm
alle Miet-, Pacht-, Geschäftsbesorgungs- und
ähnliche Verträge sowie Nutzungs- und
Servicevereinbarungen für die in seiner
Zuständigkeit befindlichen Liegenschaften
ab. Ihm obliegt des Weiteren die Bauherrenfunktion für sämtliche in der LH MD zu
tätigenden Hochbauinvestitionen.
Neu hinzu kommt die Übertragung der
kommunalen Trägerschaft für die Betreibung
von drei neuen kommunalen Kindertageseinrichtungen, die ab Februar 2014 eröffnet
wurden.

Stand: 30.09.2015

35

Diensten, Kostenabrechnungen und Control-

Struktur des Eigenbetriebes

ling u.a. Im Rahmen seiner Vermieterfunktion
hat

der Eigenbetrieb schwerpunktmäßig für

Der Eigenbetrieb Kommunales Gebäudema-

die Sicherstellung bedarfsgerechter Unterbrin-

nagement (KGm) ist ein Dienstleistungsunter-

gungsverhältnisse der Landeshauptstadt Mag-

nehmen der LH MD, das zum einen auf das

deburg Sorge zu tragen. Zum anderen obliegt

Facility Management spezialisiert ist. Zum

ihm das Vertragsmanagement für Miet- und

anderen ist der Eigenbetrieb KGm kommunaler

ähnliche Verhältnisse mit Dritten, die zur Erfül-

Träger der drei neuen Kindertageseinrichtun-

lung kommunaler Pflichtaufgaben der LH MD

gen: „Traumzauberbaum“ - Wiener Str. 36 a,

zu schließen sind.

„Moosmutzel“ - Kleine Schulstr. 26 und „Waldwuffel“ - Stormstr. 13 zur Betreuung von Kin-

Mit der Novellierung des Kinderförderungsge-

dern unter 7 Jahre.

setzes des Landes Sachsen-Anhalt (KiFöGLSA) wurde der Rechtsanspruch zur Tagesbe-

Aufgrund der Übertragung der Betreibung der

treuung von Kindern unter 7 Jahren ab August

drei neu errichteten, kommunalen Kinderta-

2013 wesentlich umfassender geregelt, z. B.

geseinrichtungen

des

Ganztagsanspruch und höhere Betreuungszei-

01.01.2014 eine Neufassung der Eigenbe-

ten. Zur langfristigen Sicherstellung dieses

triebssatzung des Kommunalen Gebäudema-

Rechtsanspruches

nagements in Kraft gesetzt.

neben Kapazitätserweiterungen in bestehen-

wurde

mit

Beginn

beschloss

der

Stadtrat

den Kindereinrichtungen drei KindertageseinIm Bereich des Facility Managements obliegen

richtungen neu zu errichten und diese in kom-

dem Eigenbetrieb alle im Lebenszyklus einer

munaler Trägerschaft zu betreiben. Für die

Immobilie anfallenden Aufgaben. Dazu gehört

Übertragung der Aufgaben der kommunalen

zum Beispiel die Wahrnehmung der Bauher-

Trägerschaft beschloss der Stadtrat den Ei-

renfunktion für alle städtischen Hochbaumaß-

genbetrieb

nahmen der Landeshauptstadt Magdeburg,

ment um den Geschäftsbereich Kindertages-

von der Planung und Errichtung von Neubau-

stätten zu erweitern. Die Eröffnung der drei

ten über die Planung, Vergabe und Ausführung

Einrichtungen erfolgte zum 1. Februar 2014.

Kommunales

Gebäudemanage-

von Sanierungs-, Erweiterungs-, Modernisierungs- oder Abrissmaßnahmen bis hin zur

Des Weiteren ist der Eigenbetrieb Kommuna-

Rekultivierung der Flächen. Des Weiteren

les Gebäudemanagement als Dienstleister für

obliegen dem Eigenbetrieb die Instandhal-

andere städtischen Eigenbetriebe und Gesell-

tungs- bzw. Instandsetzungsmaßnahmen für

schaften tätig.

die in seiner Verwaltung stehenden kommunalen Gebäude, baulichen als auch Außenanla-

Strukturell ist der Eb KGm neben der Betriebs-

gen, die Organisation und Durchführung der

leitung in vier Geschäftsbereiche (GB) - Kauf-

medienbezogenen Ver- und Entsorgung durch

männisches Gebäudemanagement (GB I) mit

Wärme, Strom und Wasser/Abwasser, die

2 Abteilungen, Allgemeines und technisches

bedarfsgerechte Durchführung von Hausmeis-

Gebäudemanagement (GB II) mit 4 Abteilun-

ter-, Reinigungs-, Sicherheits- und ähnlichen

gen einschließlich Hausmeister- und Pförtner-

36

dienste, Hochbauinvestitionen (GB III) mit 3

zwecke, insbesondere zur Erfüllung kommuna-

Abteilungen und Kindertageseinrichtungen mit

ler Pflichtaufgaben, genutzt werden. Im Be-

drei Kita (GB IV) - untergliedert.

reich Kindertagesstätten nimmt der Eigenbetrieb als Träger der Gemeinde nach § 9 KiFöG

Zum Stichtag 31.12.2013 war der Eb KGm mit

LSA der drei kommunalen Kindertageseinrich-

insgesamt 224 Stellen bemessen, zum Stich-

tungen einen Betreuungs-, Erziehungs- und

tag 31.12.2014 mit 287 Stellen, wobei der Stel-

Bildungsauftrag und damit Aufgaben der öf-

lenaufwuchs ausschließlich aus der neuen

fentlichen Jugendhilfe wahr.

Struktureinheit für die kommunalen Kindertageseinrichtungen resultiert.

Geschäftsverlauf 2014
Im Wirtschaftsjahr 2014 wurden durchschnittlich ca. 285 Liegenschaften mit ca. 480 Hoch-

Die nachfolgenden Angaben unterliegen dem

bauten (mit Nebengebäuden) mit durchschnitt-

Vorbehalt der Beschlussfassung des Stadtra-

lich etwa 770.000 Quadratmeter Nettoge-

tes der LH MD zum Jahresabschluss 2014 des

schossfläche (NGF) verwaltet und bewirtschaf-

Eigenbetriebs

tet bzw. betreut. Dabei handelte es sich nicht

nagement.

Kommunales

Gebäudema-

nur um stadteigene sondern auch angemietete
Immobilien, die für Verwaltungs-, Schul-, Kul-

Ertragslage:

tur- und ähnliche Zwecke genutzt werden. Die

Die

Bestandsverwaltung unterliegt stetigen Verän-

insgesamt sind gegenüber dem Vorjahr um ca.

derungen durch Zu- und Abgänge wegen An-

15,6 % auf 30.266 Tsd. EUR (Vorjahr 26.184

mietungen, Neu- oder Umbaumaßnahmen,

Tsd. EUR) gestiegen. Der Planansatz wird mit

Abbrüche u. ä. oder Flächenkorrekturen nach

rund 99 % erfüllt.

Neuvermessungen. Aufgrund der stark ange-

Die

stiegenen Zahl der Zuweisungen von Asylsu-

resultiert im Wesentlichen aus den beim

chenden und Flüchtlingen im Rahmen der

Eigenbetrieb KGm ohne GB Kita um ca. 1.108

Aufnahmeverpflichtung der LH MD mussten

Tsd.

kurzfristig über die bestehenden stadteigenen

wordenen Abrechnungen der Betriebs- und

Unterkünfte hinaus, Neuanmietungen von ex-

Nebenkosten sowie aus den Zuweisungen der

ternen Vermietern vorgenommen werden.

LH MD aus dem DK KiFöG in Höhe von ca.

Umsatzerlöse

Entwicklung

EUR

des

Eigenbetriebes

gegenüber

höheren

dem

Vorjahr

ertragswirksam

ge-

2.833 Tsd. EUR für die Finanzierung des
pädagogischen

Fachpersonals

sowie

der

Stand der Erfüllung des öffentlichen

übrigen Betriebs- und Unterhaltungskosten der

Zwecks

kommunalen Kindertageseinrichtungen beim
GB Kita.

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß §
116 GO LSA besteht im Bereich des Facility
Managements in der Verwaltung und Bewirtschaftung aller Liegenschaften, die durch die
Verwaltung oder durch Dritte für Verwaltungs-

37

Die Umsatzerlöse 2014 setzen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt zusammen:

31.12.2014

31.12.2013

EUR

EUR

Eigenbetrieb KGm ohne GB Kita

Nutzungsentgelte aus dem städtischen Bereich inkl. andere
Eigenbetriebe

7.540.334

7.509.369

520.010

343.955

12.690.467

11.507.282

5.896.089

6.038.853

210.000

209.100

576.435

575.290

2.350.955

0

481.917

0

30.266.207

26.183.849

Mieterlöse aus dem städtischen Bereich für angemietete Objekte
Erlöse aus der Betriebs- und Nebenkosten-abrechnung 2013
(ohne Pauschalen)
Zuweisungen für Instandsetzungen / Instandhaltungen / Graffiti
Zuweisungen für Außenanlagen
übrige Umsatzerlöse (z. B. aus Mieterlösen Gewerbe, sonstige
Wohnungen, Hausmeisterwohnungen, Parkplätze, Pauschalen)
Eigenbetrieb KGm – GB Kita

Zuweisungen aus DK KiFöG für pädagogisches Personal
Zuweisungen aus DK KiFöG für übrige Kosten
Eigenbetrieb insgesamt

Die

Bestandsminderung

an

Bestandsveränderung

unfertigen

an

unfertigen

im

Leistungen, d. h. Veränderung umlagefähiger

Eigenbetrieb KGm ohne GB Kita resultiert aus

Betriebs- und Nebenkosten, beeinflusst das

der Veränderung der für die Abrechnung der

Jahresergebnis

umlagefähigen Betriebs- und Nebenkosten

vorgenannten Gründen kaum beeinflussbar.

Leistungen i. H.

v. 809 Tsd. EUR

maßgeblich, ist

aber

aus

2013 bilanzierten unfertigen Leistungen i. H. v.
12.436 Tsd. EUR und gegenüber den im

Die im Berichtszeitraum erzielten sonstigen

Berichtszeitraum geminderten Aufwendungen

betrieblichen Erträge sind gegenüber dem

für

und

Vorjahr um ca. 32,9 % gestiegen. Die Steige-

Nebenkosten 2014 in Höhe von 11.627 Tsd.

rung resultiert im Eigenbetrieb KGm ohne GB

EUR, über die im Folgejahr abzurechnen ist.

Kita im Wesentlichen aus hinzugekommenen

Die Entwicklung ist einerseits auf die warmen

Kostenerstattungen der LHS MD für außer-

Wintermonate

planmäßige

die

umlagefähigen

2014

Betriebs-

zurückzuführen.

Die

Anmietungen

von

Unterkünf-

Heizgradtage 2014, die einen Indikator für den

ten/Wohnungen für Asylsuchende, im GB Kita

Wärmebedarf

darstellen,

aus den ertragswirksamen Auflösungen der

lagen 22 % unter denen des Vorjahres und im

Sonderposten und der Bestandserhöhung des

Vergleich

Anlagevermögens.

der

zum

darunter.

Heizperiode

langjährigen

Andererseits

Mittel 29 %
wirken

sich

kompensierende Einflussfaktoren wie Preis-

Die Aufwendungen für bezogene Lieferungen

und Tarifentwicklungen der Ver- und Entsorger

und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr

sowie

um ca. 4 % auf 18.221 Tsd. EUR (Vorjahr

als

externer
auch

Dienstleistungsunternehmen

Nutzerverhalten

aus.

18.989

Die

38

Tsd.

EUR)

gesunken,

was

hauptsächlich auf die gesunkenen Betriebs-

für Gebühren und Versicherungsleistungen

und Nebenkosten zurückzuführen ist.

rund 7,0 % (Vorjahr 6,7 %). Über die Betriebsund Nebenkosten wird im Folgejahr gegenüber

Die für Instandsetzungs- und Instandhaltungs-

den

Nutzern

bzw.

Mieter

abgerechnet.

maßnahmen bei Hochbauten aufwandswirk-

Mietaufwendungen für angemietete Objekte

sam eingesetzten Mittel entfielen zu ca. 49,0 %

sind gegenüber dem Vorjahr um ca. 51 % auf

(Vorjahr 53,4 %) auf Schulen, zu ca. 45,0 %

520 Tsd. EUR gestiegen. Ursache hierfür sind

(Vorjahr 38,8 %) auf Verwaltungs- und Kultur-

die zusätzlichen Anmietungen von Unterbrin-

bauten, zu ca. 2,4 % (Vorjahr 3,1 %) auf Kin-

gungsmöglichkeiten für

dertageseinrichtungen, zu ca. 2,9 % (Vorjahr

Flüchtlinge.

3,0 %) auf Kinder- und Jugendfreizeiteinrich-

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen

tungen sowie zu ca. 0,7 % (Vorjahr 0,8 %) auf

umfassen neben den Sachkosten des Eigen-

die Beseitigung illegaler Graffiti und Schmiere-

betriebes KGm auch Kosten für die Fremdbe-

reien. Der Hauptanteil mit etwa 69,8 % (Vor-

auftragung von Ersatzleistungen im Hausmeis-

jahr 72,4 %) wurde für große Instandset-

terdienstbereich. Die Kostendeckung der Er-

zungsmaßnahmen (Einzelmaßnahme < 500

satzleistungsbeauftragungen erfolgt über die

Euro) eingesetzt. Auf Wartungen und Inspekti-

Personalkosten i. H. v. 290,3 Tsd. EUR (Vor-

onen entfielen ca. 13,6 % (Vorjahr 12,1 %), auf

jahr 292,3 Tsd. EUR).

Asylsuchende

und

kleinere Instandsetzungsmaßnahmen mit einem Einzelwert bis 500 Euro ca. 9,4 % (Vor-

Das Jahresergebnis ist im Wesentlichen auf

jahr 9,8 %). Auf die Instandsetzung von Park-

zwei Faktoren zurückzuführen. Aus den Ab-

und Verkehrsflächen sowie sonstiges bezogen

rechnungen der Betriebs- und Nebenkosten

sich etwa 7,2 % (Vorjahr 5,7 %). Der Bauhof

2013 gegenüber den zu bilanzierenden erhal-

des Eigenbetriebes leistet darüber hinaus ei-

tenen Anzahlungen sowie unfertigen Leistun-

nen nicht unerheblichen Anteil von Instandset-

gen für Betriebs- und Nebenkosten 2014 im

zungsmaßnahmen.

Eigenbetrieb KGm ohne GB Kita resultieren im

Die für Betriebs- und Nebenkosten aufwands-

Berichtszeitraum ergebniswirksame Mehrer-

wirksam gewordenen Mittel sind gegenüber

träge i. H. v. ca. 315 Tsd. EUR.

dem Vorjahr um ca. 6,5 % auf 11.605 Tsd.

Des Weiteren wirkten sich beim Eigenbetrieb

EUR (Vorjahr 12.412 Tsd. EUR) gesunken,

KGm ohne GB Kita aufwandsminimierend die

was hauptsächlich auf die wegen extrem mil-

Entnahmen aus ATZ-Rückstellungen mit ca.

der Witterungsverhältnisse wesentlich niedri-

464 Tsd. EUR sowie weitere Langzeiterkran-

ger ausgefallen Wärmekosten zurückzuführen

kungen (Krankenquote zum Berichtsstichtag

ist. Der Anteil der Wärmekosten lag 2014 bei

31.12.2014 insgesamt 7,55 %), Mutterschutz-

etwa 38,4 % (Vorjahr 43,8 %), etwa 17,6 %

und Elternzeiten oder andere zeitweilige Va-

(Vorjahr 15,7 %) entfielen auf Stromkosten, ca.

kanzen aus. Darüber hinaus wurden geringere

4,4 % auf Kosten für Wasser/Abwasser (Vor-

Sachkosten aufwandswirksam, was insbeson-

jahr 4,3 %). Für Reinigungsleistungen/Hy-

dere aus geringeren Geschäftsbesorgungskos-

gieneartikel mussten ca. 23,7 % (Vorjahr

ten für Leistungen städtischer Struktureinhei-

21,6 %) aufgewendet werden, für Wach- und

ten resultiert.

Sicherheitsdienste ca. 6,8 % (Vorjahr 6,0 %),

39

Der Eigenbetrieb nimmt die Bauherrenfunktion

Investitionsvolumen von insgesamt ca. 2,4

für die Landeshauptstadt Magdeburg bei allen

Mio. EUR

städtischen Hochbauinvestitionen

wahr. In

-

Fertigstellung des Ersatzneubaus einer

2014 lag ein Schwerpunkt in der Bearbeitung

Sporthalle in Buckau, Investitionsvolumen

der Aufgaben, die sich aus dem Förderpro-

von insgesamt ca. 1,34 Mio. EUR

gramm des Landes „STARK III“ ergaben. Mit

-

Fertigstellung der Sanierung der Grund-

dem Programm können Schulen und Kinderta-

schule „Pechauer Platz“, Investitionsvolu-

gesstätten energetisch saniert und speziell bei

men von insgesamt ca. 1,2 Mio. EUR

Schulen das technische Niveau der Informati-

(EFRE-Programm)

onstechnologie-Ausstattung wesentlich erhöht

-

Planung der Sanierung Dach/Fassade der

werden. Die LHS MD hat in 2013 die Förder-

Schwimmhalle Nord, Investitionsvolumen

mittel für die Schulstandorte Braunschweiger

von insgesamt ca. 0,9 Mio. EUR

Straße 27 und Kritzmannstraße 1 sowie für die

-

Planung des Ersatzneubaus Sportkomplex

Kita am Standort Kreisstraße 3 bewilligt be-

Tonschacht, Investitionsvolumen von ins-

kommen, sodass im Jahr 2014 die Ausschrei-

gesamt ca. 0,8 Mio. EUR.

bungs- und Vergabeverfahren durchgeführt
und mit den Sanierungen begonnen werden

Darüber hinaus erfolgten Antragstellungen zur

konnte. Die Fertigstellung erfolgt im Jahr 2015.

Förderung von Investitionen im Rahmen des

Ein weiterer Schwerpunkt resultiert aus der

Förderprogramms Fluthilfe 2013 für diverse

Grundsatzbeschlussfassung

Stadtrates

Sportobjekte/Bootshäuser mit einem Investiti-

der LHS MD im Juli 2014 zum Sonderpro-

onsvolumen von insgesamt ca. 11,5 Mio. EUR

gramm zur Sanierung von Kindertageseinrich-

sowie für die Rennwiesen mit einem Investiti-

tungen für Kinder unter 7 Jahre – 2015 bis

onsvolumen von ca. 1,2 Mio. EUR und darauf

2020. Danach sind unter anderem bis zum

aufbauend die Planungsprozesse bis zur Ent-

Jahr 2016 fünf Kindertageseinrichtungen als

wurfsplanung Bau.

des

Ausweichobjekte neu zu errichten. In Umsetzung dieses Beschlusses wurden im Berichts-

Ein weiteres bedeutendes Geschäftsfeld stel-

zeitraum die Ausschreibungs- und Vergabever-

len die Maßnahmen zur Instandhaltung und

fahren durchgeführt.

Instandsetzung der Gebäude und baulichen

Im Weiteren hat der Eigenbetrieb KGm plan-

Anlagen sowie Außenanlagen, einschließlich

mäßige

Hierzu

Fortführung der Hochwasserschadensbeseiti-

gehören zum Beispiel einschließlich der im

gungen, dar, für die in 2014 rund 5,96 Mio.

Rahmen der EU-Schulbauförderung des Euro-

EUR (Vorjahr rund 6,11 Mio. EUR) eingesetzt

päischen Fonds für regionale Entwicklung

wurden.

Investitionen

durchgeführt.

(EFRE) geförderten Maßnahmen:
-

-

Fertigstellung der Sanierung des Schul-

Personal:

zentrums in der Albert-Vater-Straße 72,

Im Wirtschaftsjahr 2014 wurden im Eigenbe-

Investitionsvolumen von insgesamt ca. 6,3

trieb KGm durchschnittlich insgesamt 228 An-

Mio. EUR (EFRE-Programm)

gestellte beschäftigt, davon im Eigenbetrieb

Fertigstellung des Baus des Stadtteiltreffs

ohne GB Kita 174 Angestellte und im GB Kita

Neustädter See als Mehrgenerationshaus,

54 Angestellte. Die Personalaufwendungen

40

wurden unter Berücksichtigung der gebildeten

im Wirtschaftsjahr 2014 erzielten Jahresüber-

Rückstellungen sowie der Finanzierung von

schuss i. H. v. 1.396,7 Tsd. EUR.

Hausmeisterersatzleistungen insgesamt zu ca.

Im Wirtschaftsjahr 2014 war die Zahlungsfä-

93,0 % gegenüber dem Planansatz in An-

higkeit gesichert.

spruch genommen.

Jahresabschluss 2014 und

Vermögenslage:

Abschlussprüfung

Gegenüber dem 31.12.2013 hat sich die Bilanzsumme des Eigenbetriebes insgesamt um
842.379 EUR auf 22.799.104 EUR (Vorjahr

Der Jahresabschluss unter Einbeziehung der

23.641.483 EUR) vermindert, davon Verminde-

Buchführung und der Lagebericht für das Wirt-

rung beim Eigenbetrieb ohne GB Kita um

schaftsjahr vom 01.01.2014 bis 31.12.2014

1.784.669 EUR auf 21.856.815 EUR (Vorjahr

wurde

23.641.483 EUR) und Erhöhung beim Eigen-

schaft, Steuerberatungsgesellschaft Dr. Fried-

betrieb – GB Kita um 942.289 EUR auf

rich & Collegen GmbH, Europaring 11, 39110

942.289 EUR (Vorjahr 0 EUR).

Magdeburg, geprüft.

Maßgeblich für die Veränderung der Bilanz-

Die Jahresabschlussprüfung erfolgte gemäß §

summe auf der Aktivseite ist die Verminderung

140 Abs. 1 Nr. 2 Kommunalverfassungsgesetz

im kurzfristig gebundenen Umlaufvermögen,

des Landes Sachsen-Anhalt i. V. m. den gel-

die sich im Wesentlichen aus der Verminde-

tenden Vorschriften des EigBG des Landes

rung der unfertigen Leistungen und der liqui-

Sachsen-Anhalt sowie der §§ 316 ff. HGB und

den Mittel ergibt.

den Vorschriften des § 53 HGrG.

Auf der Passivseite beruht die Veränderung im

Der Jahresabschluss 2014 soll vom Stadtrat in

Wesentlichen auf den Verminderungen der

seiner Sitzung am 3. September 2015 bestätigt

mittel- und langfristigen Rückstellungen sowie

werden.

von

der

Wirtschaftsprüfungsgesell-

keiner zu bildender Rechnungsabgrenzungsposten für Leistungen des Folgejahres.
Der vorhandene Zahlungsmittelbestand und

Auswirkungen des

die weiteren kurzfristigen Forderungen reichen

Geschäftsjahres 2014 auf den

aus, um die kurzfristigen Schulden bedienen

städtischen Haushalt

zu können.
Ein Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des
Eigenkapital:

Eigenbetriebes

Zum 31.12.2014 beträgt das Eigenkapital ins-

Kommunales

Gebäudema-

nagement liegt in der Sicherung der bedarfsge-

gesamt 1.676 Tsd. EUR (zum 31.12.2013:

rechten Unterbringung der städtischen Verwal-

998,7 Tsd. EUR), was einer Eigenkapitalquote

tungsstruktur. Für die in diesem Sinne wahrzu-

von 7,4 % (zum 31.12.2013: 4,2 %) entspricht.

nehmende Vermieterfunktion (Eigentümer der

Die Entwicklung resultiert aus der Abführung

kommunalen Immobilien ist die LH MD) wer-

des Jahresergebnisses 2013 an den Einrich-

den gegenüber den städtischen Struktureinhei-

tungsträger i. H. v. 837,7 Tsd. EUR und dem

ten sowie Eigenbetrieben, soweit diese Liegenschaften nicht selbst verwalten und bewirt-

41

schaften, keine Mieten erhoben, sondern Nut-

Im Wirtschaftsjahr 2014 hat der Eigenbetrieb

zungsentgelte. Die Berechnung der Nutzungs-

kontinuierlich seine Bemühungen zur Erschlie-

entgelte erfolgt durch Umlage der entspre-

ßung von Einsparpotentialen fortgesetzt und

chenden Personal- und Sachkosten des Eb

das von ihm seit 2005 initiierte Projekt, Wär-

KGm nach dem Flächenschlüssel (Nettogrund-

meverbräuche mit nichtinvestiven Maßnahmen

fläche) der genutzten Gebäude- und Raumein-

zu reduzieren, weiter erfolgreich durchgeführt.

heiten. Vor diesem Hintergrund erhält der Ei-

In das Projekt waren im Jahr 2014 durch-

genbetrieb auch Zuweisungen für Maßnahmen

schnittlich 39 Objekte (Vorjahr 39 Objekte)

der Instandhaltung / Instandsetzung der Ge-

eingebunden. Die Einsparungen werden dabei

bäude sowie baulichen Anlagen als auch der

hauptsächlich durch die Optimierung der Be-

Grün- und Außenanlagen.

triebsführung (z. B. konsequente Einhaltung
vorgegebener Raumtemperaturen, Absenkung

Für Betriebs- und Nebenkosten werden Vo-

bei Nichtnutzung), durch konsequente Kontrol-

rausleistungen erhoben. Über deren tatsächli-

le und Einflussnahme auf das Nutzerverhal-

che Kostenhöhen wird im Folgejahr der Ent-

tens sowie Schulung bzw. Anleitung des Be-

stehung abgerechnet.

triebspersonals erzielt.

In Auswertung der Projektdurchführung von 2005-2014 konnten folgende wesentlichen Ergebnisse
erreicht werden:

Geldwerte Senkung des VerJahr

Senkung Wärmeverbrauch

brauchs

Senkung
CO2-Ausstoß

in kWh

in t

in Tsd. EUR
2005

76,8

1.796.000

417

2006

154,7

2.811.000

652

2007

146,2

2.151.000

499

2008

247,8

3.876.823

900

2009

282,0

3.339.108

777

2010

311,8*

4.839.926

1.091

2011

259,6*

3.632.145

845

2012

460,2*

5.299.023*

1.233

2013**

449,7

4.551.386

1.059

2014**

431,4

4.449.712

1.035

Gesamt

2.820,2

36.746.123

8.508

* Datenkorrektur; ** vorläufige Daten

Die Auswertungen erfolgen durch den Eigen-

2014 durch den Stadtrat wird der Eigenbe-

betrieb KGm ab 2011 im Zwei-Jahres-

trieb

Rhythmus im Rahmen der Erstellung des

voraussichtlich 1.396,7 Tsd. EUR an die LH

jeweiligen Energieberichtes. In Abhängigkeit

MD abführen.

von der Feststellung des Jahresabschlusses

42

Kommunales

Gebäudemanagement

Mieten/Nutzungsentgelten

Gesamtbezüge der Mitglieder der

einschließlich

Betriebs- und Nebenkosten.

Organe
Im Eigenbetrieb – GB Kita ist für das erste
Auf Angabe der Bezüge des Betriebsleiters

Jahr der Betriebsführung (Rumpfjahr) die

wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Abrechnung über die Pauschalzuweisungen
für Sachkosten sowie die Spitzabrechnung
über die Personalkosten für das pädagogischen Personal und die Verwendungsnach-

Kurz- und mittelfristige Ziele des
Eigenbetriebes

weisführung über den erhaltenen Investitionskostenzuschuss gegenüber dem Jugendamt der LHS MD vorzunehmen. Im Weiteren

Der Eigenbetrieb KGm ohne GB Kita wird

werden die Verhandlungen der Leistungsent-

sich in Wahrnehmung der Bauherrenfunktion

gelte für die Betreibung der Kindertagesein-

für die LHS MD neben den planmäßig auszu-

richtungen entsprechend Regelungen des

führenden Investitionen auf die Schwerpunk-

novellierten

te:
-

änderten

vorhaben im Rahmen des Fördes

Betreuungs-

Qualitätsmanagement u. Ä. Für das Wirt-

Fortführung der Investitionsmaß-

schaftsjahr 2015 gilt hinsichtlich der Finanzierung eine Übergangsvereinbarung, die auf

programms Fluthilfe 2013

die bis dato bestehenden Finanzierungsricht-

Umsetzung des Neubaus von
fünf

zum

Betreuung von Kindern bis 3 Jahre oder zum

nahmen im Rahmen des Förder-

-

Regelungen

schlüssel/Personalschlüssel im Bereich der

Landes

„STARK III“,
-

im

Focus stehen sowie die Umsetzung der ver-

Fertigstellung der Investitions-

derprogramms

Kinderförderungsgesetzes

linien der LHS MD aufbaut.

Kindertageseinrichtungen

konzentrieren.

Des Weiteren ist die Planung, Organisation
und Ausführung von Maßnahmen zur In-

Im Rahmen der Vermieterfunktion des Ei-

standhaltung/Instandsetzung,

genbetriebes KGm ohne GB Kita wird ein

insbesondere

der Gebäude/Gebäudeteile, die in den bishe-

wesentlicher Schwerpunkt in der Sicherung

rigen Investitionsprogrammen nicht oder nur

der Unterbringung von Asylsuchenden und

teilweise

Flüchtlingen im Zusammenwirken mit dem

berücksichtigt

werden

konnten,

einschließlich Wartungen und Inspektionen

Sozialamt der LHS MD bestehen. Aufgrund

sowie die Beseitigung von Havarien und Stö-

des drastischen und unvorhersehbaren wei-

rungen zu gewährleisten.

teren Anstiegs der Zuwandererzahlen müssen die Aufnahmemöglichkeiten, Gemein-

Zur weiteren Kostenminimierung wird der

schaftsunterkünfte und Wohnungen, erheb-

Eigenbetrieb das Projekt, Wärmeverbräuche

lich verändert und erweitert werden. In der

mit nichtinvestiven Maßnahmen zu reduzie-

Folge entstehen hieraus insbesondere höhe-

ren, konsequent fortführen.

re Forderungen und Verbindlichkeiten betreff

43

Da der Eigenbetrieb Pflichtaufgaben für die

Langzeiterkrankung und Mutterschutz- sowie

Landeshauptstadt Magdeburg wie z. B. in

Elternzeiten. Die Wirtschaftsplanung 2015

Bezug auf die Wahrnehmung der Bauherren-

unterlag den städtischen Konsolidierungs-

funktion,

vorgaben.

die

Leistungen für

Leerstandsverwaltung

oder

Dritte bei Überlassungs-

verhältnissen erfüllt und diese Leistungen
nicht umlegbar sind, d. h. keine Erhebung
von Entgelten o. ä., muss der Eigenbetrieb
KGm die erforderlichen Finanzmittel von der
Landeshauptstadt Magdeburg direkt erhalten.

Der Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement bietet neben den bereits feststehenden Geschäftsfeldern sowohl anderen
städtischen Eigenbetrieben als auch städtischen Gesellschaften an, für diese tätig zu
werden. Dieses Angebot wurde bereits angenommen und wird weiterhin aufrechterhalten.

Risiken der künftigen Entwicklung
Die wirtschaftliche Lage des Eigenbetriebes
ohne GB Kita unterliegt nicht beeinflussbaren
Faktoren. Besonders wirken sich die Entwicklungen bei den Betriebs- und Nebenkosten
durch

witterungsbedingte

Abhängigkeiten

oder Preis- und Tarifsteigerungen aus. Des
Weiteren sind Stelleneinsparungen Grenzen
gesetzt, da das Aufgabenspektrum des Eigenbetriebes ohne GB Kita sowohl in der
Breite als auch in der Tiefe zunimmt und die
Aufgaben in ihrer Vielfalt in hoher Qualität
und mit der gebotenen Fach- und Sachkunde
zu erfüllen sind. Im Bereich Kindertageseinrichtungen unterliegt die Stellenbemessung
den Vorschriften des § 21 KiFöG LSA. Hinzu
kommt die Entwicklung des Krankenstandes.
Zum 31.12.2014 lag die Krankenquote bei
fast 8 %. Hierbei greifen diverse Fälle von

44

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

%

31.12.2011

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2012

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2013

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2014 vorläufig

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen

4,2
98,8
0,0
103,0

1

0,0

0,2
128,8
0,0
129,0

Vorräte / unfertige Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen an den Einrichtungsträger
Forderungen an Gebietskörperschaft
sonstige Vermögensgegenstände
Umlaufvermögen/RAP

11.747,7
59,2
6.888,3
6,2
0,0
18.701,4

99

17.909,3

11.103,7
770,9
5.874,4
6,3
0,0
17.755,3

Gesamtvermögen

18.804,4

100

17.909,3

17.884,3

0,0

2,7
121,6
0,0
124,3

99

17.110,8

11.502,5
1.032,8
4.582,7
6,1
0,0
17.124,1

99

16.614,2

12.499,4
510,1
10.514,1
6,1
0,0
23.529,7 100

100

17.110,8

17.248,4 100

16.614,2

23.641,5 100

1

1

0,0

2,7
109,1
0,0
111,8

0

0,0

3,6
361,7
0,0
365,3

2

0,0

23.064,2

11.826,3
537,1
10.064,6
5,2
0,6
22.433,8

98

22.032,5

23.064,2

22.799,1 100

22.032,5

Kapital
Stammkapital
Allgemeine Rücklage
zweckgebundene Rücklage
Gewinn/Verlust
Gewinn Vorjahr
Ausschüttung an Einrichtungsträger
Einstellung in Rücklagen
Entnahme aus zweckgebundenen Rücklagen
Jahresgewinn
Eigenkapital
Sonderposten für Investitionszulage

25,0
11,3
66,1

25,0
11,3
60,0

25,0
11,3
60,0

25,0
11,3
60,0

40,0
111,3
60,0

1.109,5
1.078,0
0,0
27,0
1.147,0
1.307,9

7

0,0

1.205,5
1.147,0
0,0
6,1
491,0
651,9

4

0,0

555,6
490,9
0,0
0,0
226,1
387,1

2

0,0

290,7
226,1
0,0
0,0
837,8
998,7

4

0,0

902,4
837,8
0,0
0,0
1.400,1
1.676,0

7

0,0

0,0

0

0,0

0,0

0

0,0

0,0

0

0,0

500,0

2

500,0

217,4

1

47,6

96

15.249,7

2.204,2
11,6
402,3
11.148,5
1.787,4
364,8
942,5
0,0
16.861,3

98

15.050,5

1.917,4
14,6
327,1
11.974,6
2.454,7
406,0
3.285,2
1.763,2
22.142,8

94

20.695,0

1.521,8
10,0
870,9
12.069,2
2.492,0
561,8
3.380,0
0,0
20.905,7

92

18.503,0

100

15.249,7

17.248,4 100

15.050,5

23.641,5 100

20.695,0

22.799,1 100

18.503,0

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber dem Einrichtungsträger
sonstige Verbindlichkeiten
RAP
Fremdkapital

2.384,3
13,0
193,3
11.443,2
2.272,2
1.088,9
101,6
0,0
17.496,5

93

15.540,6

2.290,0
11,8
239,7
11.009,9
2.227,5
283,6
1.169,9
0,0
17.232,4

Kapital

18.804,4

100

15.540,6

17.884,3

45

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Bestandserhöhung-minderung unfertige
Leistungen
sonstige Erträge

2011
%

Tsd. EUR

2012
%

Tsd. EUR

2013
%

Tsd. EUR

2014 vorläufig
%

Tsd. EUR

%

27.052,2

103,0

25.850,5

102,2

25.384,0

98,1

26.183,8

96,1

30.266,2

100,4

-845,4
53,2

-3,2
0,2

-630,0
66,9

-2,5
0,3

399,6
98,4

1,5
0,4

985,5
74,7

3,6
0,3

-808,9
682,1

-2,7
2,3

26.260,0

100,0

25.287,4

100,0

25.882,0

100,0

27.244,0

100,0

30.139,4

100,0

17.826,3
8.309,8
34,0
1.432,0

67,9
31,6
0,1
5,5

16.905,7
8.108,3
39,7
1.482,8

66,9
32,1
0,2
5,9

18.049,0
8.107,5
47,1
1.514,2

69,7
31,3
0,2
5,9

18.988,9
8.190,8
35,0
1.246,0

69,7
30,1
0,1
4,6

18.221,3
10.914,4
89,9
1.670,3

60,5
36,2
0,3
5,5

Betriebliche Aufwendungen

27.602,1

105,1

26.536,5

104,9

27.717,8

107,1

28.460,7

104,5

30.895,9

102,5

Betriebsergebnis

-1.342,1

-5,1

-1.249,0

-4,9

-1.835,8

-7,1

-1.216,7

-4,5

-756,5

-2,5

81,4
2.414,4

0,3
9,2

-31,8
1.774,5

-0,1
7,0

-62,0
2.139,1

-0,2
8,3

-60,9
2.139,3

-0,2
7,9

-43,7
2.315,8

-0,1
7,7

6,7

0,0

2,6

0

15,2

0

24,0

0

15,5

0

1.147,0

4,4

491,0

1,9

226,1

0,9

837,8

3,1

1.500,1

5,0

Betriebliche Erträge
Aufwendungen für Lieferungen und Leistungen
Personalaufwand
Abschreibungen
übrige betriebliche Aufwendungen

Zinsergebnis
neutrales Ergebnis
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis

46

STÄDTISCHER ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB
MAGDEBURG (EIGENBETRIEB)
- SAB -

Organe des Eigenbetriebes
- die Betriebsleiterin
- der Betriebsausschuss
- der Oberbürgermeister
- der Stadtrat
Betriebsleitung:
Betriebsleiterin: Frau Doris König
Betriebsausschuss:
Vorsitzender: Herr Holger Platz
(Beigeordneter für Kommunales, Umwelt
und Allgemeine Verwaltung der
Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Tom Assmann (Stadtrat)
Frau Helga Boeck (Stadträtin)
Herr Daniel Kraatz (Stadtrat)
Herr Günther Kräuter (Stadtrat)
Herr Bernd Reppin (Stadtrat)
Frau Beate Wübbenhorst (Stadträtin)
Frau Monika Zimmer (Stadträtin)
Herr Reinhard Brett (Beschäftigtenvertreter)
Herr Jörg Richter (Beschäftigtenvertreter)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Sternstraße 13,
39104 Magdeburg
Tel. 0391/5404600, Fax 0391/5404605
E-Mail: abfallberatung@sab.magdeburg.de
Gründungsjahr: 1998
Stammkapital: 5,1 Mio. EUR
Rechtsform: Eigenbetrieb der LH MD
Unternehmensgegenstand:
Zweck des Unternehmens ist die im öffentlichen Interesse liegende Abfallsammlung
und Abfallentsorgung, die Straßenreinigung
und der Winterdienst der Landeshauptstadt
Magdeburg sowie der Betrieb, die Stilllegung, Sanierung und Nachsorge der
Deponien, des Weiteren die Instandhaltung
der städtischen Fahrzeuge sowie die
Konzeption und der Betrieb der WCAnlagen.

Stand: 30.09.2015

47

Der SAB beschäftigte im Geschäftsjahr 2014

Struktur des Eigenbetriebes

im Durchschnitt 287 (Vorjahr: 286) Mitarbeiter.
Die Beschäftigtenstellen gliedern sich wie folgt

Der Städtische Abfallwirtschaftsbetrieb (SAB)

auf:

gliedert sich in folgende Bereiche:
•

Abfallwirtschaft
Entsorgung

31.12.2013 01.01.2014 31.12.2014

(Einsammlung

von

Deponiebetrieb,

und

Arbeiter

Siedlungsabfällen,

Angestellte

238,90

239,15

234,75

50,90

52,13

51,63

Deponiestilllegung,

Deponienachsorge)

Des Weiteren bildet der Städtische Abfallwirt-

•

Stadtreinigung und Winterdienst

schaftsbetrieb Auszubildende in der Fachrich-

•

Werkstatt

tung Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirt-

•

Öffentliche Toiletten

schaft aus. Im Jahr 2014 hat ein Auszubildender mit der Ausbildung begonnen. Insgesamt

Der Eigenbetrieb SAB ist nach seiner Aufga-

lernen sechs Auszubildende im Städtischen

bengliederung folgendermaßen strukturiert:

Abfallwirtschaftsbetrieb.

•

Betriebsleiterin

•

Allgemeine

1

Verwaltung,

Organisation,

Stand der Erfüllung des

Vergaben, Personalwesen

öffentlichen Zwecks

•

Rechnungswesen, Kostenrechnung

•

Bearbeitung Anträge, Widersprüche, VerDie Erfüllung des öffentlichen Zweckes gemäß

waltungsrecht
•

Abfallrecht,

Abfallberatung,

§ 127 KVG LSA besteht in der Abfallentsor-

Abfallwirt-

schaftskonzept

gung und Straßenreinigung in der Landes-

•

Arbeitssicherheit

hauptstadt Magdeburg. Aufgabe des Städti-

•

Hausmüllabfuhr, Bioabfallabfuhr, Papier-

schen Abfallwirtschaftsbetriebes ist die Ge-

einsammlung, Behälterverwaltung, Tou-

währleistung einer langfristigen Entsorgungssi-

renplanung

cherheit bei bestmöglichem Service und ho-

•

Sperrmüllabfuhr,

Containerabfuhr

hem ökologischen Standard. Dabei ist es er-

ver-

forderlich, die Ausführung der Dienstleistungen

schiedener Abfallarten
Reini-

auf vielfältige abfallwirtschaftliche, umwelt-

gung der Containerstellplätze für Wert-

rechtliche und weitere Anforderungen unter-

stoffe,

schiedlicher Anspruchsgruppen auszurichten.

•

öffentliche Toiletten

Grundlage für die Umsetzung bilden die gel-

•

Kfz- und Reparaturwerkstatt für den eige-

•

•

Straßenreinigung,

Winterdienst,

tenden Straßenreinigungssatzung, Abfallwirt-

nen Fuhrpark und die Landeshauptstadt

schaftssatzung, das Abfallwirtschaftskonzept

Magdeburg

und Winterdienstkonzept.

Planung und Bau von Abfallentsorgungsanlagen, Deponiestilllegung, Nachsorge
Deponie

•

Deponiebetrieb, Wertstoffhöfe, Abfallbehandlung, Deponieanträge, Schadstoffsammlung
48

teranzahl leicht stieg. Das Behältervolumen für

Geschäftsverlauf 2014

Bioabfälle stieg gegenüber 2013 mit 67,1 Mio.
Liter auf 68,3 Mio. Liter im Jahr 2014.

Das aktuelle Abfallwirtschaftskonzept für den
Zeitraum 2013 bis 2017 war Grundlage für die

Folgende abfallwirtschaftliche Maßnahmen für

abfallwirtschaftlichen Maßnahmen des öffent-

die ordnungsgemäße Verwertung und die ge-

lich-rechtlichen Entsorgers im Entsorgungsge-

meinwohlverträgliche Beseitigung von Abfällen

biet der Landeshauptstadt Magdeburg. Um die

wurden im Wirtschaftsjahr 2014 durchgeführt:

Ziele der Kreislaufwirtschaft umsetzen zu können, hat der ÖRE den Stand der Abfallentsor-

• Kontinuierlicher Weiterbetrieb der Depo-

gung zu analysieren, Auswirkungen auf die

nie Hängelsberge, Umsetzung des Plan-

Stofftrennung sowie auf Logistikprozesse zu

feststellungsbeschlusses

analysieren und zu prüfen, welche Einzelfalllö-

• Kontinuierliche Nachsorge der Deponie

sungen am besten geeignet sind. Soweit es

Cracauer Anger unter Beachtung des Be-

technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar

triebes der Photovoltaikanlage durch ei-

ist, sind Papier, Metall-, Kunststoff- und

nen Dritten

Glasabfälle sowie Bioabfälle spätestens ab

• Antragstellung für die Altdeponie Hägels-

dem 01.01.2015 getrennt zu sammeln.

berge auf die Entlassung in die Nachsorgephase

Die Getrenntsammlung der Bioabfälle (Bioton-

• Durchführung

ne und Grünabfall) ist in der Landeshauptstadt

einer

Restabfallanalyse

zum Vergleich des Trennverhaltens vor

Magdeburg bereits umgesetzt. Das Sammel-

und nach der Umstellung des Systems

system für Bio- und Grünabfälle ist aus Sicht

der Wertstofferfassung LVP und PPK;

des SAB bereits optimal eingerichtet. Zu prü-

Feststellung des Wertstoffanteils in der

fen ist, ob der Anschlussgrad durch optimierte

Restabfalltonne

Abfallberatung weiter erhöht werden kann. Ein

• Optimierung der Vorsortierung von Wert-

Schwerpunkt im Abfallwirtschaftskonzept ist

stoffen (Kunststoffe) im Zuge der Sperr-

weiterhin die ständige Verbesserung der Quali-

müllsammlung und auf den Wertstoffhö-

tät und Quantität der Bioabfallerfassung.

fen
• Pilotprojekt Wertstoffmobil zur Sammlung

Durch die in 2014 durchgeführte Restabfallanalyse

wurde

erneut

deutlich,

dass

von Kleinteilen aus Kunststoff, Metall und

im

Elektrokleingeräten

Restabfall weiterhin Wertstoffe enthalten sind,
die durch verbesserte Abfalltrennung dem

• Kontinuierliche Erweiterung der Angebote

Restabfall entzogen werden könnten. Den

der Abfallberatung durch Informationsma-

größten Anteil im Restabfall nehmen die orga-

terial, Ausgabe des Abfallwegweisers für

nischen Abfälle (Bioabfall) ein.

jeden Haushalt für das Jahr 2014

Das Aufkommen an Hausmüll lag für das Jahr

Die Leistungen der Stadtreinigung wurden

2014 bei 196 kg je Einwohner (Vorjahr: 199

gemäß der Straßenreinigungssatzung und des

kg). Das Behältervolumen der Restabfallbehäl-

Winterdienstkonzeptes erbracht.

ter sank vom Jahr 2013 mit 487,5 Mio. Liter auf
476,9 Mio. Liter im Jahr 2014, wobei die Behäl49

Ertragslage
Die Umsatzerlöse für die Leistungen des Städtischen Abfallwirtschaftsbetriebes gliedern sich wie
folgt:

Umsatzerlöse

Vorläufiges

Wirtschaftsplan

IST 2014

2014

IST 2013

Tsd. EUR

Tsd. EUR

Tsd. EUR

25.980,6

28.171,9

28.134

21.076,6

21.605,4

21.277,5

550,7

515,2

887,5

2.407,0

2.352,2

2.366,3

Erträge Leistungen Straßenreinigung für Dritte

139,2

235,3

141,7

Werkstattleistung für Ämter

509,0

489,6

349,6

2.558,5

2.527,2

2.845

471,7
-1.732,1

447,0
0,0

447,0
-180,6

davon:
Abfallgebühren
Gebühreneinnahmen aus Anlieferung Deponie
Straßenreinigungsgebühren

Anteil Stadt Straßenreinigung/Winterdienst
Gebührenausgleichsrückstellung
- Inanspruchnahme
- Zuführung

Die Umsatzerlöse der Abfallentsorgung setzen sich aus verschiedenen Teilbereichen zusammen:

Veranlagung Abfallgebühren (Rest- und Bioabfall)

Vorläufiges

Wirtschaftsplan

IST 2014

2014

IST 2013

Tsd. EUR

Tsd. EUR

Tsd. EUR

20.027,1

20.627,1

20.245,3

38,2

34,4

39,4

884,9

833,3

885,1

Containerabfuhr Sperrmüll einschl. Servicegebühr

64,2

47,9

55,8

Containerabfuhr Grünabfälle

24,5

22,0

21,3

Containerabfuhr Baustellenabfälle, Bodenaushub

4,5

8,1

2,4

Abfallsäcke

9,7

9,6

8,3

550,7

515,2

887,5

23,6

23

16,9

Sonderabfuhren Rest- und Bioabfall
Containerabfuhr hausmüllähnlicher Gewerbeabfälle

Anlieferung auf der Deponie, Wertstoffhöfe
Behälteraustauschgebühr/Reinigung Behälter

50

Die Entwicklung des Abfallaufkommens zeigt sich wie folgt:
Zusammenfassung der abgelagerten Abfälle auf der Entsorgungsanlage Deponie Hängelsberge
(Abfälle zur Beseitigung) und der Anlieferungen zum Müllheizkraftwerk
Abfallart in t

2014

Hausmüll, Papierkorb,
Hausmüllähnlicher Gewerbeabfall
Sperrmüll

2013

2012

2011

2010

51.217

51.530

52.994

56.003

55.360

2.621

4.393

3.040

3.296

2.591

4.572

4.581

5.046

davon aus Hochwasser

1.888

Baustellenabfälle

1.704

12.547

darunter Boden/Steine
(Sand vom Hochwasser)

7.377

Straßenkehricht

140

165

143

140

180

Abfälle der Leichtfraktion/Gewerbeabfallsortierreste

2.714

2.513

3.183

920

1.832

davon Sortierreste Sperrmüll

2.173

1.949

Garten- und Parkabfälle

570

11

36

50

53

darunter: andere nicht biologisch abbaubare
Abfälle aus Quarantänegebiet ALB

520

Schlämme
Gießerei-, Putzerei- und Strahlensande,
Asche/Schlacken

1.546

494

1.106

300

283

8.033

23.275

1.372

3.551

5.893

Verbotswidrig abgelagerte Abfälle

561

697

628

897

1.245

Asbestzementabfälle

101

142

99

140

128

69.207

95.766

67.173

71.889

72.611

Gesamt

Folgende Abfälle wurden getrennt erfasst oder auf der Deponie zum Wegebau bzw. zur Abdeckung
der abgelagerten Abfälle verwertet:

Getrennt gesammelte
Wertstoffe (Verwertung)

Einheit 2014

2013

2012

2011

2010

Metallschrott

t

601

528

547

584

558

Sperrmüll (einschl. Altteppiche)

t

5.566

8.091

7.417

8.056

7.965

Altholz

t

2.961

t

10.298

6.330

6.706

6.973

8.813

Straßenkehricht

t

2.608

3.026

2.449

3.262

3.053

Kühlgeräte

t

268

261

268

234

220

Haushaltsgroßgeräte

t

258

236

173

156

250

Bildschirmgeräte/PC

t

672

660

713

674

642

Gasentladungslampen

t

7

Altreifen

t

53

52

49

57

48

Elektrokleingeräte

t

193

150

156

139

122

Bauschutt, Bodenaushub, gefährliche Bau-/Abbruch-abfälle

51

Getrennt gesammelte
Wertstoffe (Verwertung)

Einheit 2014

2013

2012

2011

2010

Bioabfall einschl. Grünabfall

t

26.842

23.378

24.340

24.725

23.130

Pappe/Papier/Karton

t

12.374

12.397

12.622

13.521

13.822

Glas (DSD)

t

3.782

3.815

3.680

4.019

3.982

Leichtverpackung (DSD)

t

7.806

7.161

6.874

7.171

7.675

Schadstoffhaltige Abfälle

kg

244.846

270.873

257.018

241.416

222.598

(ohne Hundetoiletten)

Stück

147.750

148.067

150.138

148.855

138.872

Hundetoiletten

Stück

3.741

3.306

3.436

3.165

3.180

Papierkorbentleerung

trug

Jahresabschluss 2014 und

der

öffentliche

Anteil

Straßenreini-

gung/Winterdienst 2.558,5 Tsd. EUR (vorläu-

Abschlussprüfung

fig).

Der Jahresabschluss unter Einbeziehung der

Dem Städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb wur-

Buchführung und des Lageberichts des Eigen-

de von der Landeshauptstadt Magdeburg die

betriebes „Städtischer Abfallwirtschaftsbetrieb

Bewirtschaftung sowie die bauliche Instandhal-

Magdeburg“ für das Geschäftsjahr 01.01. bis

tung der öffentlichen WC-Anlagen übertragen.

31.12.2014 wird vom Rechnungsprüfungsamt

Der

der Landeshauptstadt Magdeburg geprüft.

schaftsbetrieb Magdeburg" hat im Geschäfts-

Die Jahresabschlussprüfung erfolgt gemäß §

jahr 2014 eine Kostenerstattung der entstan-

142 KVG LSA, § 18 EigBG LSA und §§ 316 ff.

denen Aufwendungen in Höhe von 146,8 Tsd.

HGB sowie § 53 HGrG. Der Prüfbericht zum

EUR erhalten.

Jahresabschluss 2014 wird dem Stadtrat im

Die erwirtschaftete Eigenkapitalverzinsung des

Dezember 2015 zur Beschlussfassung vorge-

Jahres 2013 (841 Tsd. EUR) wurde an den

legt.

Haushalt der Landeshauptstadt abgeführt.

Eigenbetrieb

"Städtischer

Abfallwirt-

Auswirkungen des

Gesamtbezüge der Mitglieder der

Geschäftsjahres 2014 auf den

Organe

städtischen Haushalt
Auf Angabe der Bezüge der Betriebsleiterin
wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Entsprechend der jeweils gültigen Straßenreinigungsgebührensatzung trägt die Landeshauptstadt Magdeburg die Kosten für den öffentlichen Anteil an der Straßenreinigung und
dem Winterdienst. Im Geschäftsjahr 2014 be-

52

Ziel des SAB ist es, in den nächsten Jahren,

Kurz- und mittelfristige Ziele des
Eigenbetriebes

die Sammelmengen für die stoffliche Verwertung zu erhöhen und eine abfallarme Kreislaufwirtschaft umzusetzen. Der Erfolg der wirtschaftlichen stofflichen Verwertung ist abhän-

Von Bedeutung für die Zukunft der öffentlichen

gig von einer qualitativ hochwertigen getrenn-

Abfallentsorgung werden die Regelungen zur

ten Erfassung. Die Nutzung bzw. Annahme der

flächendeckenden Einführung der einheitlichen

Erfassungssysteme hängt immer von der

Wertstofftonne ab 2015 sein. Rechtliche Rah-

Nachvollziehbarkeit der Maßnahmen und der

menbedingungen für die Einführung einer

Mitwirkungsbereitschaft der

Wertstofftonne sind neben dem EU-Recht, das

Bürger ab. Dies

ist nur durch bürgernahe Abfallberatung und

novellierte Kreislaufwirtschaftsgesetz und die

Öffentlichkeitsarbeit zu erzielen.

Verpackungsverordnung, die Vertragssituation
und Anlagenkapazitäten vor Ort, die Abstim-

Im Abfallwirtschaftskonzept ist für das Jahr

mung der Dualen Systeme mit dem öffentlich-

2015 ein Prognosewert von 195 kg Hausmüll

rechtlichen Entsorger. Da der Beschluss zum

je Einwohner angegeben. Das Hausmüllauf-

Wertstoffgesetz auch im Juni 2015 noch aus-

kommen je Einwohner lag im Jahr 2014 bereits

steht, führt

bei 196 kg (Vorjahr: 199 kg).

der SAB das Pilotprojekt Wert-

stoffmobil und die getrennte Erfassung von

Ziel im Abfallwirtschaftskonzept ist es, bis zum

Kunststoffen und Metallen bei der flächende-

Jahr 2020 das Hausmüllaufkommen um weite-

ckenden Sperrmüllsammlung und bei den

re 10 kg/Einwohner auf 185 kg/Einwohner zu

Wertstoffhöfen weiter. Damit soll eine flächen-

reduzieren. Wege dazu sind die getrennte

deckende Wertstofferfassung in vergleichbarer

Erfassung von Wertstoffen und die Abfallver-

Qualität

meidung.

zur

Wertstofftonne

nachgewiesen

werden. Die getrennte Erfassung dient der
Erhöhung der stofflichen Verwertung.
Im Bereich der Abfallentsorgung und Straßen-

Die Aufstellung einer weiteren haushaltsnahen

reinigung sind durch den Städtischen Abfall-

Wertstofftonne ist den Bürgern aus Sicht des

wirtschaftsbetrieb die Umsetzung bzw. Weiter-

SAB zurzeit nicht vermittelbar.

führung folgender Maßnahmen geplant:

Wird eine Wertstofftonne gesetzlich vorgege-

-

ben, muss der SAB in Verhandlungen mit dem

Kontinuierlicher Weiterbetrieb der Deponie

verantwortlichen Systembetreiber zur gemein-

Hängelsberge bis zum Jahr 2023, Umset-

samen Nutzung der Gelben Tonne treten. Ziel

zung des Planfeststellungsbeschlusses
-

muss es sein, Gebührenstabilität zu erreichen

Kontinuierliche Nachsorge der Deponie

und Regelungen zur Wertstofftonne in der

Cracauer Anger unter Beachtung des Be-

Abfallwirtschaftssatzung aufzunehmen - u. a.

triebes der Photovoltaikanlage durch einen

Vollservice für die Abholung und das Zurück-

Dritten

stellen der Tonnen am satzungsgerechten

-

Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb

Standplatz. Um sich zukünftig an der Aus-

-

Anpassung Personalstruktur und Dienst-

schreibung Sammlung Gelbe Tonne bzw.

leistungen unter dem Gesichtspunkt der

Wertstofftonne bei Systemherrschaft durch die

demografischen Entwicklung
-

Systembetreiber zu beteiligen, ist die Zertifizie-

Erarbeitung Prognose zur Mengenentwicklung für Abfälle zur Deponierung ab 2017,

rung als Entsorgungsfachbetrieb für die Abfallsammlung unabdingbar.
53

-

-

-

-

um eine eventuell notwendige Erweiterung

lichkeit von Abfällen aus anderen Regionen

der Deponie zu prüfen

kann eine optimale Verfüllung des Restverfüll-

Auswertung Abfallwirtschaftsplan für das

volumens der Deponie erreicht werden. Än-

Land Sachsen-Anhalt ab 2016, insbeson-

dern sich gesetzliche Bestimmungen insbe-

dere

Entsor-

sondere für mineralischen Massenabfälle, ist

gungssicherheit mineralischer Massenab-

eine Verwertung technisch nicht mehr möglich

fälle

oder wirtschaftlich nicht mehr zumutbar, kann

Planung für den Umbau bzw. die Erweite-

der o. g. Abfall bei entsprechender Rechtslage

rung Wertstoffhof Silberbergweg unter Be-

als Abfall zur Beseitigung eingestuft werden,

achtung der demografischen Entwicklung

der im Zuständigkeitsbereich des örE liegt.

Weitere Maßnahmen zum Recycling von

Dadurch besteht ein mittleres Risiko, dass

Anteilen im Restabfall

durch Veränderung der Zuordnungskriterien

Schaffung von Anreizen zur umfangreiche-

und durch Zuweisung der Abfallbehörden für

ren Nutzung der Biogut-Tonne (Bioabfall)

bestimmte Abfallarten, darunter Schlacke und

durch die Gestaltung des Gebührensys-

gipshaltige Abfälle eine schnellere Verfüllung

Deponiekapazitäten

und

erreicht wird. Die Deponiekapazitäten des

tems und der angebotenen Leistungen
-

Landes und die Abfallströme werden zurzeit für

Erhöhung Anschlussgrad Biotonne, Kon-

die Aufstellung des Abfallwirtschaftsplanes des

trolle Eigenkompostierung (33,5 Prozent

Landes Sachsen-Anhalts ab 2016 durch das

der an die Restabfallentsorgung ange-

Landesverwaltungsverwaltungsamt analysiert.

schlossenen Grundstücke haben die Ei-

Das Restverfüllvolumen einschließlich Set-

genkompostierung angezeigt)
-

zungsmessungen ist mindestens jährlich zu

Umbau Betriebshof Liebknechtstraße (Be-

analysieren. Spätestens 2017 ist eine Progno-

hälterhof) – Erweiterung Annahme- und

seerstellung zur Mengenentwicklung und vor-

Lagermöglichkeit für den Gratisflohmarkt,

handener Kapazitäten zur Deponierung unter

Bau Behälterwaschanlage - Prüfung konti-

Beachtung des Abfallwirtschaftsplanes des

nuierlicher Reinigung der Bioabfalltonnen
-

Landes Sachsen-Anhalt vorzunehmen. In die-

Änderungen der Gesetze im Abfallrecht (u.

sem Zusammenhang sind die Erweiterung der

a. Elektro- und Elektronikgerätegesetz,

Deponie bzw. Entsorgungswege für Abfälle zur

Batteriegesetz, Gewerbeabfallverordnung,

Beseitigung über die Umladestation zu prüfen.

Wertstoffgesetz) analysieren und Organisationsabläufe anpassen
-

Durch die Abfallgebühren sind die Rückstel-

Erhöhung der Erfassungsquote für Elek-

lungen für die Altdeponie Hängelsberge und

trokleingeräte, Sammlung am Wertstoff-

die Deponie Cracauer Anger für die die Stillle-

mobil, Ausgabe einer Wertstofftasche
-

Auswertung

Winterdienstkonzept

gungsphase und einer mindestens 30 Jahre

2010/

andauernden Nachsorgephase unter Anwen-

2011

dung eines Abzinsungssatzes von 1,15 Prozent gebildet worden. Für die gebildeten Rückstellungsbeträge ist eine angemessene Ver-

Risiken der künftigen Entwicklung

zinsung der verbundenen Sonderkasse durch
den Aufgabenträger zu gewährleisten. Für die

Mit der Verlängerung der Deponiegenehmi-

langfristigen Finanzanlagen der bereits gebil-

gung bis zum Jahr 2023 für die Deponieerwei-

deten Rückstellungen ist aus betriebswirt-

terung Hängelsberge und der Annahmemög-

schaftlicher Sicht eine marktübliche Verzin54

sung vorzunehmen, um den Barwert der Fi-

Behandlung des Restabfalls ab 2020 durchge-

nanzmittel im Nachsorgezeitraum von 30 Jah-

führt werden. Entsprechend dem Vergabeer-

ren zu erzielen. Die Verzinsung des Geldver-

gebnis könnte es zu Veränderungen in der

kehrskontos muss für den Anteil der Rückstel-

Logistik und im Fahrzeug- und Personalbedarf

lungen der Altdeponien über die Laufzeit von

kommen.

25 Jahren (Anteil Deponie Cracauer Anger) bis
31 Jahren (Anteil Altdeponie Hängelsberge)

Durch gewerbliche Sammlung, insbesondere

durchschnittlich bei 1,15 Prozent liegen. Aus

Aufkaufstellen für Wertstoffe, werden dem örE

den Zinsmarktentwicklungen der letzten 20

in den letzten Jahren erhebliche Mengen an

Jahre ist der SAB davon ausgegangen, dass

Altpapier entzogen. Hier erhält der Abfallbesit-

ein durchschnittlicher Zinssatz von 1,15 Pro-

zer eine Erlösbeteiligung direkt ausgezahlt.

zent bei langfristigen Anlagen umzusetzen ist.

Damit gehen die zu erzielenden Erlöse zur

Das kalkulatorische Wagnis der Abweichung

Stabilisierung der Restabfallgebühr verloren.

des Zinssatzes wird bei der jährlichen Rück-

Für gewerbliche Sammlungen Altpapier wird

stellungsentwicklung einbezogen. Das Risiko,

der SAB in seinen Stellungnahmen auf die

dass der Barwert der Finanzmittel im Nachsor-

bereits bestehende flächendeckende haus-

gezeitraum nicht ausreichend ist, trägt die

haltsnahe Sammlung durch den örE und die

Stadt und sie wird bei Bedarf Fehlbeträge

Auswirkungen auf den Gebührenhaushalt ver-

durch Finanzmittel aus dem Haushalt decken.

weisen, um eine Untersagung durch das Landesverwaltungsamt zu erwirken. Bisher wur-

Die Landeshauptstadt Magdeburg hat in dem

den die gewerblichen Sammlungen Altpapier

Vertrag zur Behandlung und Entsorgung der

zugelassen, da die Funktionsfähigkeit des örE

Restabfälle mit dem Müllheizkraftwerk Rothensee

GmbH

eine

jährliche

nicht gefährdet wird. Eine Gebührenerhöhung

Mindestanliefe-

ist im gewissen Umfang hinzunehmen.

rungsmenge fixiert. Bei Unterschreitung der
Mindestmenge sind beide Vertragspartner zur

In den Betriebsbereichen werden Risikosituati-

Akquise von Ersatzmengen verantwortlich. Die

onen entsprechend den Verantwortlichkeiten

Entsorgungssicherheit ist gegeben, ein ver-

identifiziert, überwacht und gesteuert. Quar-

schuldetes Nichterreichen der Mindestmenge

talsweise wird der Betriebsausschuss über

durch die Landeshauptstadt Magdeburg ist

aktuelle Risiken im Zuge der Quartalsbericht-

nicht erkennbar. Es muss davon ausgegangen

erstattung informiert. Risiken, die den Bestand

werden, dass mit der Umsetzung des neuen

des Eigenbetriebes aus allgemein wirtschaftli-

Kreislaufwirtschaftsgesetzes die umzusetzende

Getrenntsammlung

von

Glas,

chen Gründen gefährden, sind zum Jahresab-

Papier,

schluss 2014 nicht erkennbar.

Kunststoffe, Bioabfälle ab 2015 zur weiteren
Reduzierung der Restabfallmengen führt. Die
Mengenentwicklung ist in den nächsten Jahren
weiter zu analysieren und eventuell sind Verhandlungen zur Aufrechterhaltung der bestmöglichen Gewährleistung der Entsorgungsund Gebührenstabilität aufzunehmen.
Im Jahr 2016/2017 sollte eine Restabfallanalyse zur Vorbereitung der Ausschreibung der
55

Vermögenslage SAB
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

%

31.12.2011

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2012

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2013

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2014 vorläufig

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen

65,7
25.179,1
0,0
25.244,8

Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Forderungen an den Aufgabenträger
Forderungen gegen beteil. Unternehmen
Sonstige Vermögensgegenstände
Kassenbestand
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

46,4
531,9
45.159,2
0,0
517,2
0,9
34,6
46.290,1

Gesamtvermögen

71.534,9

0,0

50,3
24.237,9
0,0
24.288,2

65

46.290,1

233,4
542,8
45.969,4
0,0
432,8
1,1
39,2
47.218,7

100

46.290,1

71.506,9

35

0,0

47,6
23.373,7
0,0
23.421,4

66

47.514,1

199,2
559,6
48.784,2
0,0
531,6
1,0
31,8
50.107,4

100

47.514,1

73.528,8

33

0,0

5.112,9
13.675,0
15.374,9
0,0
-1.362,3
3.970,4
36.770,8

0

0,0

0,0

34

0,0

46,4
22.585,1
0,0
22.631,5

68

50.107,4

221,1
378,2
50.928,2
0,0
421,5
1,6
30,6
51.981,2

70

51.981,2

228,5
392,0
51.648,5
0,0
430,5
1,4
32,8
52.733,6

100

50.107,4

74.612,6

100

51.981,2

75.409,6

100

52.733,6

50

0,0

5.112,9
16.198,9
15.374,9
0,0
-877,4
3.363,5
39.172,8

53

0,0

5.112,9
19.729,1
15.374,9
0,0
-1.885,2
467,2
38.799,0

51

0,0

0

0,0

0,0

0

0,0

0,0

0

0,0

50

6.485,3

0,0
32.557,4
507,8
1.965,3
219,5
0,0
184,1
5,9
35.439,9

47

4.475,6

0,0
34.470,4
332,3
1.479,6
136,6
0,0
185,7
5,9
36.610,6

49

3.908,8

100

6.485,3

74.612,6

100

4.475,6

75.409,6

100

3.908,8

32

30

0,0

60,0
22.616,0
0,0
22.676,0

30

0,0

70

52.733,6

Kapital
Stammkapital
Allgemeine Rücklage
Sonderrücklage gem. Art. 67 Abs. 3 EGHGB
Zweckgebundene Rücklage
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Jahresgewinn/-fehlbetrag
Eigenkapital
Sonderposten für Investitionszulage

5.112,9
9.460,4
0,0
0,0
-1.116,7
18.986,5
32.443,1

45

0,0

5.112,9
12.560,5
15.374,9
0,0
-1.617,2
2.359,0
33.790,2

0,0

0

0,0

0,0

67

8.558,2

0,0
33.953,9
676,4
1.771,0
191,9
0,0
156,0
8,7
36.757,9

100

8.558,2

73.528,8

Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Aufgabenträger
Verbindl. geg. beteil. Unternehmen
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

0,0
35.331,6
994,3
2.599,7
0,0
0,0
160,6
5,6
39.091,8

55

7.438,5

64,0
35.007,0
838,5
1.690,0
0,0
0,0
113,1
4,1
37.716,7

Kapital

71.534,9

100

7.438,5

71.506,9

56

Ertragslage SAB

2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen
Bestandsveränderung
Andere Erträge

2011
%

2012

Tsd. EUR

%

Tsd. EUR

2013
%

Tsd. EUR

2014 vorläufig
%

Tsd. EUR

%

26.487,6
0,0
0,0
23.369,2

53,1
0,0
0,0
46,9

26.738,5
0,0
0,0
6.938,2

79,4
0,0
0,0
20,6

26.574,2
0,0
39,3
7.605,3

77,7
0,0
0,1
22,2

28.134,0
0,0
0,0
8.006,9

77,8
0,0
0,0
22,2

25.980,6
0,0
0,0
6.037,7

81,1
0,0
0,0
18,9

49.856,9

100,0

33.676,7

100,0

34.218,8

100,0

36.140,9

100,0

32.018,3

100,0

12.573,3
11.022,6
3.702,3
42,3
3.106,3

25,2
22,1
7,4
0,1
6,2

11.928,0
11.269,2
3.232,1
41,7
4.501,4

35,4
33,5
9,6
0,1
13,4

11.933,3
11.746,8
2.714,3
40,3
3.493,4

34,9
34,3
7,9
0,1
10,2

12.025,3
12.128,8
3.068,6
37,9
5.138,5

33,3
33,6
8,5
0,1
14,2

11.878,5
12.478,6
2.844,8
39,5
3.985,1

37,1
39,0
8,9
0,1
12,4

Betriebsaufwand

30.446,8

61,1

30.972,5

92,0

29.928,1

87,5

32.399,0

89,6

31.226,5

97,5

Betriebsergebnis

19.410,1

38,9

2.704,2

8,0

4.290,7

12,5

3.741,9

10,4

791,8

2,5

0,0
-436,2
0,0

0,0
-0,9
0,0

0,0
-281,1
0,0

0,0
-0,8
0,0

0,0
-320,3
0,0

0,0
-0,9
0,0

0,0
-378,3
0,0

0,0
-1,0
0,0

0,0
-324,6
0,0

0,0
-1,0
0,0

18.973,9

38,1

2.423,1

7,2

3.970,4

11,6

3.363,5

9,3

467,2

1,5

1,8

0,0

-64,0

-0,2

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

18.975,7

38,1

2.359,0

7,0

3.970,4

11,6

3.363,5

9,3

467,2

1,5

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Beteiligungsergebnis
Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis
Ergebnis vor Ertragssteuern

Ertragssteuern
Jahresergebnis

57

STÄDTISCHE WERKE MAGDEBURG
GMBH & CO. KG
- SWM -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Am Alten Theater 1,
39104 Magdeburg
Tel. 0391/587-0, Fax 0391/587-2828
E-Mail: herdt@sw-magdeburg.de
Internet: www.sw-magdeburg.de
Gründungsjahr: 1993, Umwandlung in
Personengesellschaft in 2012
Handelsregister:
HR A 3748 beim Amtsgericht Stendal
Kommanditeinlagen: 50.000.000 EUR
Rechtsform: GmbH & Co. KG
Unternehmensgegenstand:
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, der Erwerb und der Betrieb von Anlagen der Versorgung vornehmlich der
Landeshauptstadt Magdeburg mit Strom, Gas,
Fernwärme und Wasser sowie die Abwasserund Abfallbeseitigung, ferner Telekommunikationsdienstleistungen.
Komplementärin:
Städtische Werke Magdeburg VerwaltungsGmbH
Kommanditisten:
- Landeshauptstadt Magdeburg
54,00 %
- EAV Beteiligungs-GmbH

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Städtische Werke Magdeburg
Verwaltungs-GmbH
Herr Ass. jur. Helmut Herdt
(Sprecher der Geschäftsführung)
Herr Dipl.- Ing. Johannes Kempmann
Herr Dipl.-Kfm. Carsten Harkner
Gesellschafterversammlung:
Herr Klaus Zimmermann
(Landeshauptstadt Magdeburg)
je ein Vertreter der Mitgesellschafter
Aufsichtsrat:
Herr Dr. Lutz Trümper
(Oberbürgermeister der
Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Reinhard Stern (Stadtrat)
Herr Henning R. Deters
(GELSENWASSER AG)
Herr Michael Söhlke (Avacon AG)
Herr Dieter Müller (Betriebsrat)
Herr Gerald Ziemann (Betriebsrat)

26,67 %

- GELSENWASSER Magdeburg GmbH
19,33 %

Stand: 30.09.2015

58

Struktur der Gesellschaft

Abwasserbeseitigung.

Die

öffentlichen

ist

Zwecks

Erfüllung
somit

des

weiterhin

gewährleistet.
Die Städtische Werke Magdeburg GmbH &
Co. KG (SWM Magdeburg) mit Sitz in der
Landeshauptstadt
mehrheitlich

Magdeburg

kommunales

ist

Geschäftsverlauf 2014

ein

Querverbund-

unternehmen. Mit rd. 481 Mio. EUR Umsatz

Nach dem Hochwasserereignis im Juni des

zählt die SWM Magdeburg zu den größeren

Jahres 2013 stellte sich im Jahr 2014 für die

Unternehmen Sachsen-Anhalts.

SWM relativ schnell wieder die Normalität
ein. Die entstandenen Schäden wurden

Die

SWM Magdeburg ist in folgenden

schnell beseitigt. An Konzepten zum Schutz

Geschäftsfeldern tätig:

der Anlagen bei ähnlichen Ereignissen wird
zielstrebig gearbeitet.

- Stromversorgung,
- Gasversorgung,

Klimatisch

- Trinkwasserversorgung,

besonderes. Was sich in den ersten Monaten

- Wärmeversorgung,

andeutete, wurde durch ein warmes 4.

- Abwasserbeseitigung,

Quartal zur Gewissheit. Das Jahr 2014 war

- sonstige Dienstleistungen.

nicht nur das wärmste in der Geschichte der
SWM,

war

sondern

das

Jahr

offensichtlich

2014

ein

auch

das

Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte die

wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der

SWM Magdeburg insgesamt 661 Mitarbeiter

Aufzeichnungen. Das hatte nicht nur die

und 38 Auszubildende.

erwarteten Auswirkungen auf die Absatzmengen in der Gas- und Wärmeversorgung.
Auch

in

der

Stromversorgung

waren

Stand der Erfüllung des

Rückgänge zu verzeichnen, die witterungs-

öffentlichen Zwecks

bedingt zu begründen sind. Entsprechend
der Entwicklung in Deutschland ging auch im
des

Stadtgebiet der Landeshauptstadt der Strom-

Beteiligungsberichtes wurde geprüft, ob die

verbrauch in 2014 um rd. 2,3 % zurück.

Beteiligung noch einen öffentlichen Zweck

Damit fiel der regionale Rückgang der

und damit die Grundvoraussetzung einer

Energienachfrage

wirtschaftlichen Betätigung der Gemeinde

gesamten Bundesgebiet geringer aus. Der

gemäß § 128 Abs. 1 Satz 1 KVG LSA erfüllt.

Marktanteil der SWM betrug 68 % - eine

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß

deutliche Steigerung gegenüber 2013. Diese

§ 128 KVG LSA besteht in der Sicherung der

resultiert aus einem kräftigen Anstieg bei den

Versorgung der Bevölkerung vornehmlich der

Sonderkunden – bei Kleinkunden wurde der

Stadt

Gas,

Marktanteil von 87 % im Wesentlichen

der

gehalten. Bei der Stromversorgung in der

Im

Rahmen

der

Magdeburg

Fernwärme

und

Erarbeitung

mit

Wasser

Strom,
sowie

in

Region konnte

59

im

in

allen

Vergleich

zum

Kundengruppen

zugelegt werden – der Absatz stieg um fast

erhielten einen uneingeschränkten Bestäti-

12 % gegenüber dem Vorjahr. Auch im

gungsvermerk. Die Prüfung umfasste neben

Handelsgeschäft

deutliche

der gemäß §§ 316 ff. HGB durchzuführenden

Zuwächse ergeben. Beim Gasabsatz war in

Abschlussprüfung die Prüfung der Ordnungs-

2014 ein Rückgang um rd. 15 % zu ver-

mäßigkeit der Geschäftsführung gemäß § 53

zeichnen. Während bei den Kleinkunden der

HGrG.

Marktanteil

haben

auch

sich

hier

nahezu

gehalten

werden konnte, ging der Marktanteil bei den

Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014

Sonderkunden

wurde vom Aufsichtsrat der Gesellschaft am

zurück.

Der

Marktanteil

betrug insgesamt rd. 74 %. Bei der Gasver-

29.04.2015

zustimmend

sorgung in der Region war ein leichter Rück-

genommen

und

gang

sammlung zur Beschlussfassung empfohlen.

zu

verzeichnen

Witterungsbedingungen

–

aufgrund

eine

sehr

der

Die

gute

der

zur

Kenntnis

Gesellschafterver-

Gesellschafterversammlung

hat

am

Entwicklung. Die Abgabemenge im Bereich

29.06.2015 den Jahresabschluss festgestellt.

Wärmeversorgung nahm witterungsbedingt

Der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat

um rd. 15 % ab. Der Trinkwasserabsatz lag

wurde für das Geschäftsjahr 2014 Entlastung

mit 10,3 Mio. m

3

erteilt. Der Jahresüberschuss in Höhe von

leicht über dem des

Vorjahres. Die Leistungen der Abwasser-

49.532,9

beseitigung

Insgesamt

Verrechnungskonten der Gesellschafter im

Schmutz- und Nieder-

Verhältnis ihrer festen Kommanditeinlagen

blieben

fielen 20,1 Mio. m

3

konstant.

EUR

wurde

den

gutgeschrieben. Dabei erfolgte der Abzug

schlagswasser an.
Ausgewählte

Tsd.

Leistungen

des

der Gewinnzuweisung gemäß Ausgleichsver-

Konzerns

stellen sich wie folgt dar:

einbarung in Höhe von 2.496,0 Tsd. EUR zu

Stromversorgung Netz: 964 GWh

Gunsten der Verrechnungskonten der Mitge-

Stromversorgung Vertrieb: 2.012 GWh

sellschafter und zu Lasten des Gewinnanteils
der

Gasversorgung Netz: 1.437 GWh

Landeshauptstadt

Magdeburg.

Zum

Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015

Gasversorgung Vertrieb: 1.541 GWh

wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wärmeversorgung: 448 GWh

Warth & Klein Grant Thornton AG bestellt.

Wasserversorgung: 10,3 Mio. m³
Abwasserentsorgung insgesamt: 20,1 Mio.m³

Auswirkungen des
Geschäftsjahres 2014 auf den
Jahresabschluss 2014 und

städtischen Haushalt

Abschlussprüfer
Die Gesellschaft erhält keine Zuschüsse aus
Der Jahresabschluss und der Lagebericht

dem städtischen Haushalt der Landeshaupt-

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden von

stadt Magdeburg.

der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth &
Klein

Grant

Thornton

AG

geprüft

und

60

Nach

Beschlussfassung

Beteiligungen

der

Gesellschafterversammlung zum Jahresabschluss 2014 erfolgte im Juni 2015 durch die

MDCC Magdeburg-City-Com GmbH

Landeshauptstadt

Ent-

Die SWM Magdeburg ist mit 49 % an der

nahme aus dem Verrechnungskonto bei der

MDCC Magdeburg-City-Com GmbH beteiligt.

Gesellschaft in Höhe von 22.299,9 Tsd.

Die MDCC Magdeburg-City-Com GmbH ist

EUR, die direkt dem städtischen Haushalt

weiterhin größter Anbieter von Sprach-,

zugeflossen ist.

Daten- und Multimediadienstleistungen für

Magdeburg

eine

Geschäfts- und Privatkunden in der Landeshauptstadt Magdeburg. Anfang 2015 konnte

Beteiligungen der Gesellschaft

der 25.000ste Internetkunde begrüßt werden.
Im Geschäftsjahr 2014 konnte ein Jahres-

Verbundene Unternehmen

ergebnis in Höhe von rd. 3,5 Mio. EUR erzielt
werden.

Abwassergesellschaft

Magdeburg

mbH

(AGM)

Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH (MHKW)

Die Abwassergesellschaft Magdeburg mbH

Darüber hinaus ist die SWM Magdeburg mit

(AGM) beseitigt die anfallenden Abwässer

49 % an der Müllheizkraftwerk Rothensee

der

Region.

GmbH beteiligt. Für die umweltgerechte und

Satzungsgebiet

wirtschaftliche Entsorgung des Abfalls der

zum

Klärwerk

Landeshautstadt und der Region leistet die

Magdeburg/Gerwisch über. Das operative

MHKW einen entscheidenden Beitrag. Rund

Geschäft

Risiken

600.000 Tonnen Abfall werden jährlich im

resultieren aus der steuerlichen Benach-

MHKW Rothensee angeliefert und in der

teiligung von privatwirtschaftlich organisierten

Abfallverwertungsanlage

Unternehmen im Bereich der Abwasser-

handelt. Für das Geschäftsjahr 2014 wird ein

beseitigung. Für das Geschäftsjahr 2014 wird

Jahresergebnis in Höhe von rd. 16,5 Mio.

ein Jahresergebnis von rd. 1,9 Mio. EUR

EUR ausgewiesen.

Landeshauptstadt

Neben

dem

leiten

weitere

und

eigentlichen
20

verlief

Orte

der

planmäßig.

thermisch

be-

ausgewiesen.
Stadtwerke - Altmärkische Gas-, WasserNetze Magdeburg GmbH

und Elektrizitätswerke GmbH Stendal (SWS)

Die Netze Magdeburg GmbH betreibt das

Mit einem Geschäftsanteil von 37,45 % an

Stromverteilungsnetz

<

der

der

Landeshauptstadt

Magdeburg.

Der

Wasser-

110

kV

in

Stadtwerke
und

–

Altmärkische

Elektrizitätswerke

Gas-,
GmbH

Geschäftsverlauf wurde wesentlich von den

Stendal (SWS) ist die SWM Magdeburg

gesunkenen Stromabsatzmengen an Netz-

maßgeblich an der wirtschaftlichen Ent-

kunden geprägt.

wicklung des Unternehmens beteiligt. Die
SWS hat sich als Versorger für Strom, Gas,
Wärme

und

Trinkwasser

sowie

als

Dienstleister der kommunalen Abwasser-

61

entsorgung weiterhin positiv entwickelt. In

Energie Mess- und Servicedienste GmbH

2014 konnte ein Jahresergebnis in Höhe von

(Enermess)

rd. 5,1 Mio. EUR erzielt werden.

Die

Energie

Mess-

und

Servicedienste

GmbH produziert, repariert, prüft und eicht
Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH

jährlich etwa 150.000 Gas- und Wasser-

(TWM)

zähler.

An der Trinkwasserversorgung Magdeburg

Wasserleitungen kontrolliert und gewartet.

GmbH (TWM) ist die SWM Magdeburg mit

Darüber hinaus bietet Enermess bundesweit

29,8

vielfältige

%

beteiligt.

Die

Trinkwasserlieferant
Versorger,

TWM

für

Stadtwerke,

ist

ein

kommunale
Verbände

Industrieunternehmen

im

Bundesweit

werden

Dienstleistungen

Gas-

im

und

Bereich

Metering-Services für Gas, Wasser und

und

Strom an. An dieser Gesellschaft ist die

nördlichen

SWM Magdeburg zu 40,5 % beteiligt. Das

Sachsen-Anhalt. Das Trinkwasser stammt

Geschäftsjahr

2014

schließt

mit

vorwiegend aus den großen Grundwasser-

Ergebnis in Höhe von 662 Tsd. EUR.

einem

ressourcen in der Colbitz-Letzlinger-Heide
und

im

Westfläming

Rappbodetalsperre im

der

Magdeburger Hafen GmbH (MHG)
Des Weiteren ist die SWM Magdeburg mit

Harz. Durch das

10 % an der Magdeburger Hafen GmbH

Wasserüberschuss-

beteiligt. Gegenstand des Unternehmens ist

Wassermangelgebieten

der Betrieb (einschließlich Umschlag), die

Ausgleich

zwischen

gebieten

und
Über

aus

einen

Leitungsverbundsystem

gesorgt.

sowie

wird

760.000

für

Menschen

Verwaltung,

in

von

die

Unterhaltung

Häfen

und

einschließlich

der

Sachsen-Anhalt erhalten Trinkwasser der

Ausbau

TWM. Für das Geschäftsjahr 2014 wurde ein

Nebenanlagen und Bahnanlagen sowie die

Jahresergebnis von rd. 1,6 Mio. EUR aus-

Förderung der Hafenentwicklung und der

gewiesen.

Binnenschifffahrt sowie alle jeweils damit
zusammenhängenden

Hochspannungsnetz

Magdeburg

Geschäfte.

aller

Im

Geschäftsjahr 2014 wies die MHG ein

GmbH

(HSN)

Jahresergebnis in Höhe rd. 1.041 Tsd. EUR

An der Hochspannungsnetze Magdeburg

aus.

GmbH (HSN) ist die SWM Magdeburg zu
25,1 % beteiligt. Die HSN wurde gegründet,

Windpark GmbH & Co. Rothensee KG

um

(WPR)

die Hochspannungsnetze der

Stadt

Magdeburg und des nördlichen Sachsen-

Von

der

Windpark

GmbH

&

Co.

KG

Anhalt unter einem gemeinsamen Dach zu

Rothensee KG wird die Windkraftanlage E-

betreiben sowie alle damit verbundenen

126 betrieben und der erzeugte Strom durch

Serviceleistungen und sonstigen technischen

die SWM vermarktet. Für 2014 wird ein

Dienste zu erbringen.

negatives Ergebnis von 211 Tsd. EUR
ausgewiesen. Die Beteiligung der SWM
Magdeburg beträgt 24 %.

62

Erdgas Mittelsachsen GmbH (EMS)

Entwicklung orientiert sich die Gesellschaft

Die SWM Magdeburg hält am regionalen

auch

Gasversorger 16,8 % der Geschäftsanteile.

Sachsen-Anhalt

Die EMS versorgt in der Region südlich der

Bundesländer. Die Kunden sollen zuverlässig

Landeshauptstadt rd. 25.000 Kunden vor-

versorgt und deren Müll und Abwasser

nehmlich mit Erdgas. Darüber hinaus werden

wirtschaftlich und umweltverträglich entsorgt

zunehmend Kunden mit Strom beliefert. Das

werden. Die SWM handelt wirtschaftlich zum

Jahresergebnis 2013 wird mit 7.695 Tsd.

gegenseitigen

EUR ausgewiesen.

Gesellschafter und Beschäftigten.

Stromversorgung Zerbst GmbH & Co. KG

Des Weiteren ist SWM Partner für die

/Stromversorgung Zerbst Verwaltungs-GmbH

Kommunen. Die Leistungen der SWM sind

(SVZ)

elementare Voraussetzungen für das Leben,

auf

das

regionale

Umfeld,

und

angrenzenden

die

Nutzen

für

d. h.

Kunden,

Wohnen und Wirtschaften. Ihre Qualität

Die Gesellschaft ist mit dem Betrieb des

beeinflusst

Stromnetzes von Niederspannung bis zur

unmittelbar

bedingungen

Mittelspannung, dem Vertrieb von Strom

und

die

Lebens-

Lebensqualität

der

Menschen und auch die wirtschaftlichen

sowie der Erbringung ernergienaher Dienst-

Rahmenbedingungen in der Landeshaupt-

leistungen befasst. Die SWM hält hier 30 %

stadt Magdeburg und der Region.

der Geschäfts- bzw. Kommanditanteile. Für
das Jahr 2014 erzielte die Stromversorgung

SWM setzt sich für die Umwelt ein. Die

Zerbst GmbH & Co. KG ein Jahresergebnis

Umweltorientierung bezieht sich dabei nicht

von 755 Tsd. EUR.

nur auf das Kerngeschäft, sondern ist auch
unternehmensintern wesentlicher Maßstab.

Gesamtbezüge der Mitglieder der
Das Wichtigste im Unternehmen sind die

Organe

Menschen,
Die

Gesamtbezüge

gemäß

die

dort

arbeiten.

Die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestalten in

§ 285 Nr . 9

hohem Maße den Erfolg der SWM selbst

Buchst. a HGB betrugen für das Geschäfts-

aktiv mit.

jahr 2014 für die Geschäftsführung 777 Tsd.
EUR und für den Aufsichtsrat 17 Tsd. EUR.

Risiken der künftigen Entwicklung
Kurz- und mittelfristige
Unternehmensziele

Insgesamt

sind

derzeit

erkennbar,

die

den

keine

Risiken

Fortbestand

des

Konzerns oder der Gesellschaft gefährden
Die Städtische Werke Magdeburg GmbH &
Co.

KG

(SWM)

ist

das

Ver-

könnten.

und

Magdeburg.

In

der

Rahmen

des

Risiko-

managementsystems der SWM werden die

Entsorgungsunternehmen für die Landeshauptstadt

Im

Risiken, die die Geschäftsentwicklung der

weiteren

SWM beeinflussen können, identifiziert und

63

bewertet. Dabei werden die Risiken ermittelt,
hinsichtlich

Schadenshöhe

und

Eintritts-

wahrscheinlichkeit bewertet und Gegenmaßnahmen festgelegt. Regelmäßig erfolgt die
Risikoberichterstattung, die auch neu erkannte Risiken beinhaltet.

Die zukünftige geschäftliche Entwicklung der
SWM wird auch weiterhin von der Sicherung
des Marktanteils im Kerngeschäft abhängen.
Zwar steht die SWM weiteren Kooperationen
und dem Ausbau des Beteiligungsportfolios
aufgeschlossen gegenüber, jedoch sind die
Chancen hierfür eher begrenzt einzustufen.
Insbesondere der regionale Markt bietet
hierfür wenig Ansatzpunkte.
Die Sicherung des Marktanteils orientiert sich
weiterhin

auf

das

angestammte

Ver-

sorgungsgebiet und die Region. Dabei erfolgt
die Konzentration auf Sachsen-Anhalt und
die angrenzenden Bundesländer. Bundesweit werden Chancen nur bei der Versorgung
von

Kunden

ausgewählter

Versorgungs-

nischen gesehen. Die Schwerpunkte der
Arbeit liegen daher auf Kundenerhalt und
Kundengewinnung.

Ständig

verbesserter

Service, hohe Zuverlässigkeit und letztendlich moderate marktorientierte Preise
verbinden sich mit dem Namen „SWM“ und
sind Kern der Wettbewerbsstrategie.

64

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

31.12.2011

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd.EUR

31.12.2012

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd.EUR

%

31.12.2014

31.12.2013

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR Tsd.EUR

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd.EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen

1.547,0
310.301,0
58.990,0
370.838,0

Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Forderungen gegen verbundene Untern.
Forder. gegen Untern. mit Beteiligungsver.
Forderungen gegen Gesellschafter
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

1.042,0
42.090,0
4.622,0
4.104,0
0,0
11.113,0
43.208,0
176,0
106.355,0

Gesamtvermögen

477.193,0 100 k.A.

78

1.805,0
306.085,0
58.867,0
0,0 366.757,0
1.211,0
27.724,0
2.397,0
2.354,0
16,0
11.873,0
42.784,0
158,0
88.517,0

22 k.A.

81

2.349,0
297.164,0
67.829,0
0,0 367.342,0
1.899,0
33.686,0
2.737,0
4.644,0
8.058,0
12.668,0
22.209,0
851,0
86.752,0

19 k.A.

455.274,0 100 k.A.

81

2.274,0
287.685,0
67.829,0
0,0 357.788,0
1.964,0
36.426,0
1.523,0
2.426,0
1.479,0
10.001,0
56.581,0
1.099,0
111.499,0

19 k.A.

454.094,0 100 k.A.

76

1.986,0
288.101,0
67.829,0
0,0 357.916,0

1.656,0
33.209,0
262,0
4.823,0
4.658,0
10.815,0
48.859,0
601,0
24 111.499,0 104.883,0

77

0,0

23 104.883,0

469.287,0 100 111.499,0 462.799,0 100 104.883,0

Kapital
Kapitalanteile (vorher: gez. Kapital)
Rücklagen
Gewinnvortrag
Jahresüberschuss
Eigenkapital
Sonderpost. für Ertrags- u. Invest.-zuschüsse

50.000,0
93.839,0
0,0
38.774,0
182.613,0

38

50.000,0
93.839,0
0,0
39.048,0
0,0 182.887,0

40

50.000,0
93.839,0
0,0
50.364,0
0,0 194.203,0

43

50.000,0
93.839,0
5.000,0
50.730,0
0,0 199.569,0

43

50.000,0
103.839,0
0,0
49.533,0
0,0 203.372,0

44

0,0

54.238,0

11

0,0

49.778,0

11

0,0

45.934,0

10

0,0

42.669,0

9

0,0

39.137,0

8

0,0

Sonderpost. für Schadstoffemissionsrechte

90,0

0

0,0

182,0

0

0,0

275,0

0

0,0

272,0

0

0,0

269,0

0

0,0

Rückstellungen für Pensionen
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verbindl. gegenüber Gesellschaftern
Verbindl. gegen verbundene Unternehmen
Verbindl. gegen Untern. mit Beteiligungsver.
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten

6.712,0
10.632,0
60.622,0
110.021,0
113,0
24.447,0
633,0
4.911,0
1.831,0
15.814,0
4.516,0

6.961,0
7.721,0
56.004,0
97.274,0
160,0
23.407,0
469,0
4.864,0
2.049,0
18.007,0
5.511,0

7.646,0
5.076,0
53.273,0
87.173,0
675,0
27.196,0
6,0
5.684,0
4.174,0
16.011,0
6.768,0

8.105,0
6.161,0
48.354,0
89.485,0
250,0
25.997,0
674,0
7.081,0
4.737,0
25.854,0
10.079,0

8.676,0
6.932,0
45.385,0
81.953,0
455,0
33.069,0
6,0
4.888,0
524,0
27.532,0
10.601,0

Fremdkapital

240.252,0

51 177.816,0 222.427,0

49 143.594,0 213.682,0

47 140.753,0 226.777,0

48 153.242,0 220.021,0

Kapital

477.193,0 100 177.816,0 455.274,0 100 143.594,0 454.094,0 100 140.753,0 469.287,0 100 153.242,0 462.799,0 100 196.497,0

65

48 196.497,0

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
Erträge aus aktivierten Eigenleistungen
Andere Erträge

2012*

2011
%

Tsd. EUR

%

Tsd. EUR

2013
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

410.069,0
-29,0
1.403,0
8.873,0

97,6
0,0
0,4
2,0

417.994,0
-12,0
1.820,0
9.622,0

97,4
0,0
0,4
2,2

434.594,0
335,0
1.430,0
7.902,0

97,8
0,1
0,3
1,8

474.848,0
95,0
1.958,0
12.505,0

97,0
0,0
0,4
2,6

480.557,0
-130,0
1.437,0
10.598,0

97,6
0,0
0,3
2,1

420.316,0

100,0

429.424,0

100,0

444.261,0

100,0

489.406,0

100,0

492.462,0

100,0

249.578,0
39.777,0
25.255,0
50.956,0

59,4
9,5
6,0
12,1

260.342,0
38.083,0
24.671,0
56.046,0

60,6
8,9
5,7
13,1

267.588,0
40.331,0
25.861,0
55.848,0

60,2
9,1
5,8
12,6

309.122,0
40.975,0
26.479,0
59.974,0

63,2
8,4
5,4
12,3

320.757,0
41.698,0
25.962,0
57.899,0

65,1
8,5
5,3
11,8

Betriebsaufwand

365.566,0

87,0

379.142,0

88,3

389.628,0

87,7

436.550,0

89,3

446.316,0

90,7

Betriebsergebnis

54.750,0

13,0

50.282,0

11,7

54.633,0

12,3

52.856,0

10,7

46.146,0

9,3

3.666,0
-1.485,0

0,9
-0,4

3.099,0
0,0

0,7
0,0

4.642,0
0,0

1,0
0,0

5.481,0
0,0

1,1
0,0

7.598,0
0,0

1,5
0,0

56.931,0

13,5

53.381,0

12,4

59.275,0

13,3

58.337,0

11,8

53.744,0

10,8

-18.157,0

-4,3

-14.333,0

-3,3

-8.911,0

-2,0

-7.607,0

-1,6

-4.211,0

-0,9

38.774,0

9,2

39.048,0

9,1

50.364,0

11,3

50.730,0

10,2

49.533,0

9,9

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Andere Aufwendungen

Finanzergebnis
Außerordentliches Ergebnis

Ergebnis vor Ertragssteuern
Ertragssteuern

Jahresergebnis
* ab 2012 Rechtsform GmbH & Co. KG

66

STÄDTISCHE WERKE MAGDEBURG
VERWALTUNGS-GMBH

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Am Alten Theater 1,
39104 Magdeburg
Tel. 0391/587-0, Fax 0391/587-2828
E-Mail: herdt@sw-magdeburg.de
Internet: www.sw-magdeburg.de
Gründungsjahr: 2012
Handelsregister:
HR B 18417 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 30.000 EUR
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Gegenstand des Unternehmens ist die
Beteiligung sowie die Übernahme der
persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei der Städtische Werke Magdeburg
GmbH & Co. KG.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
54,00 %
- EAV Beteiligungs-GmbH

26,67 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Ass. jur. Helmut Herdt
(Sprecher der Geschäftsführung)
Herr Dipl.- Ing. Johannes Kempmann
Herr Dipl.-Kfm. Carsten Harkner
Gesellschafterversammlung:
Herr Klaus Zimmermann
(Landeshauptstadt Magdeburg)
je ein Vertreter der Mitgesellschafter
Aufsichtsrat:
Herr Dr. Lutz Trümper
(Oberbürgermeister der
Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Reinhard Stern (Stadtrat)
Herr Henning R. Deters
(GELSENWASSER AG)
Herr Michael Söhlke (Avacon AG)
Herr Dieter Müller (Betriebsrat)
Herr Gerald Ziemann (Betriebsrat)

- GELSENWASSER Magdeburg GmbH
19,33 %

Stand: 30.09.2015

67

Fernwärme

Errichtung der Gesellschaft

und

Wasser

sowie

in

der

Abwasserbeseitigung. Dazu ist das Vorhalten
einer Komplementärgesellschaft notwendig.

Die Gründung der Gesellschaft erfolgte aus

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks ist

steuerrechtlichen Gründen, da die Landes-

somit gewährleistet.

hauptstadt Magdeburg einen steuerlichen
Querverbund zwischen der Magdeburger
Verkehrsbetriebe GmbH und der Städtische

Jahresabschluss 2014 und

Werke Magdeburg GmbH mittels Personen-

Abschlussprüfer

gesellschaftsmodell in 2012 hergestellt hat.
Dazu wurden die bisherige Städtische Werke

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

Magdeburg

bisherige

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden von

GmbH

der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth &

Magdeburger

GmbH

und

die

Verkehrsbetriebe

jeweils in eine Kommanditgesellschaft umge-

Klein

wandelt. Für die Übernahme der persön-

erhielten

lichen Haftung und der Geschäftsführung

stätigungsvermerk. Die Prüfung umfasste

wurde die Gründung von Komplementär-

neben der gemäß §§ 316 ff. HGB durchzu-

gesellschaften notwendig. Für die Städtische

führenden Abschlussprüfung die Prüfung der

Werke Magdeburg GmbH & Co. KG ist das

Ordnungsmäßigkeit

die

gemäß § 53 HGrG.

Städtische

Verwaltungs-GmbH.

Werke
Die

Magdeburg

Grant

Thornton

einen

AG

geprüft

und

uneingeschränkten

Be-

der

Geschäftsführung

Beteiligungsver-

hältnisse sind identisch mit der Städtische

Der Prüfbericht zum Jahresabschluss für das

Werke Magdeburg GmbH & Co. KG.

Geschäftsjahr 2014 wurde vom Aufsichtsrat
der Gesellschaft am 29.04.2015 zustimmend
zur

Struktur der Gesellschaft

Kenntnis

genommen

und

der

Gesellschafterversammlung zur Beschlussfassung empfohlen. Die Gesellschafterver-

Die

Städtische

Werke

Magdeburg

sammlung

Verwaltungs-GmbH beschäftigt kein eigenes

hat

am

29.06.2015

den

Jahresabschluss festgestellt. Der Geschäfts-

Personal, da sie keine Geschäftstätigkeit im

führung und dem Aufsichtsrat wurde für das

eigentlichen Sinne ausübt.

Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt. Der
Jahresüberschuss 2014 in Höhe von 3,2 Tsd.
EUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Stand der Erfüllung des

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr

öffentlichen Zwecks

2015

wurde

die

Wirtschaftsprüfungs-

gesellschaft Warth & Klein Thornton AG
Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß

bestellt.

§ 128 KVG LSA besteht zusammen mit der
SWM GmbH & Co. KG in der Sicherung der
Versorgung der Bevölkerung vornehmlich der
Stadt

Magdeburg

mit

Strom,

Gas,

68

Auswirkungen des
Geschäftsjahres 2014 auf den
städtischen Haushalt
Die Gesellschaft erhält keine Zuschüsse aus
dem

städtischen

Haushalt

der

Landeshauptstadt Magdeburg.

Beteiligungen der Gesellschaft
Die Gesellschaft ist als Komplementärin
ohne Einlage an der Städtische Werke
Magdeburg GmbH & Co. KG beteiligt.

Gesamtbezüge der Mitglieder der
Organe
Die Geschäftsführung erhält ihre Bezüge von
der Städtische Werke Magdeburg GmbH &
Co. KG. Der Aufsichtsrat erhält für seine
Tätigkeit keine separaten Bezüge.

69

Ertragslage

Vermögenslage
2013

2012
Tsd. EUR

%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

31.12.2012
%

gesamt

Tsd. EUR
5,0
0,0

5,0
0,3

5,0 k.A.

5,0 k.A.

5,3 k.A.

0,0
0,0
0,0
0,0
2,8

0,0
0,0
0,0
0,0
1,5

0,0
0,0
0,0
0,0
1,6

Betriebsaufwand

2,8 k.A.

1,5 k.A.

1,6 k.A.

Kapital

Betriebsergebnis

2,2 k.A.

3,5 k.A.

3,7 k.A.

0,0
0,0

0,0
0,0

0,1
0,0

Gezeichnetes Kapital
Gewinnvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

2,2 k.A.

3,5 k.A.

3,8 k.A.

Anlagevermögen
Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Ergebnis vor Ertragssteuern
Ertragssteuern

Jahresergebnis

-0,3

1,9 k.A.

-0,5

3,0 k.A.

-0,6

3,2 k.A.

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen

5,0
0,0

Umsatzerlöse
Andere Erträge

31.12.2013

kurzfristig

0,0

0

0,0

0,0

0

0,0

0,0

0

0,0

100

38,6

6,0
36,0
42,0

100

42,0

100

38,6

42,0

100

42,0

0,0

30,0
4,9
3,2
38,1

91

0,0

9

3,9

100

3,9

Forderungen gegen Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Liquide Mittel
Umlaufvermögen/RAP

6,0
28,8
34,8

100

34,8

0,0
38,6
38,6

Gesamtvermögen

34,8

100

34,8

38,6

0,0

30,0
1,9
3,0
34,9

10

3,7

3,2
0,7
3,9

100

3,7

42,0

Rückstellungen
Sonstige Verbindlichkeiten
Fremdkapital

Kapital

70

30,0
0,0
1,9
31,9

92

2,2
0,7
2,9

8

2,9

3,0
0,7
3,7

34,8

100

2,9

38,6

90

Unterabschnitt 3.2
Verkehr

71

FLUGHAFEN MAGDEBURG GMBH
- FMG -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Heinz-Krügel-Platz 1
39114 Magdeburg
Tel. 0391/4089689, Fax 0391/4089877
E-Mail: info@flugplatz-magdeburg.de
Internet: www.flugplatz-magdeburg.de
Gründungsjahr: 1991
Handelsregister:
HR B 102106 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 7.822.800 EUR
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Gegenstand des Unternehmens ist die Weiterentwicklung und die Verpachtung des Verkehrslandeplatzes Magdeburg. Die Gesellschaft kann
im Einklang mit § 116 GO LSA darüber hinaus
alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Tochterunternehmen zur
Erfüllung des Gesellschaftszwecks gründen und
sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen. Die Gründung von Tochtergesellschaften oder die Beteiligung an weiteren
Gesellschaften kann jedoch nur mit Zustimmung
der Gesellschafterversammlung und aufgrund
eines Stadtratsbeschlusses erfolgen.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg 100 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dipl.-Ing. Peter Fechner
Gesellschafterversammlung:
Herr Dr. Dieter Scheidemann
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Hugo Boeck (Stadtrat)
Herr Jürgen Canehl (Stadtrat)
Herr Bernd Heynemann (Stadtrat)
Frau Andrea Hofmann (Stadtrat)
Aufsichtsrat:
Herr Klaus Zimmermann
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Jens Hitzeroth (Stadtrat)
Herr Olaf Meister (Stadtrat)
Herr Frank Schuster (Stadtrat)
Herr Frank Theile (Stadtrat)

Stand: 30.09.2015

72

In Zusammenarbeit mit der FMB Flugplatz

Struktur der Gesellschaft

Magdeburg Betriebsgesellschaft mbH wurde
die Dachsanierung der Halle 2 fertiggestellt,

Aufgrund der Übertragung des operativen

die vom Land Sachsen-Anhalt

Geschäfts an die FBM Flugplatz Magdeburg

bezuschusst wurde.

Betriebsgesellschaft mbH beschäftigte die

Auf Basis des Pachtvertrages wurden dem

Flughafen

Pächter 22,4 Tsd. EUR für Instandhaltungs-

Magdeburg

GmbH

zum

31.12.2014 neben dem Geschäftsführer nur

mit 50 %

maßnahmen zur Verfügung gestellt.

eine Mitarbeiterin; beide sind anteilmäßig
auch für andere Gesellschaften tätig.

Im Berichtszeitraum wurden neue Investitionen durch die Flughafen Magdeburg GmbH
in den Grunderwerb vorbereitet. Dabei ist die

Stand der Erfüllung des

Gesellschaft auf Investitionszuschüsse des

öffentlichen Zwecks

Gesellschafters angewiesen.

Im Rahmen der Erarbeitung des Beteili-

Umsatzerlöse werden fast ausschließlich auf

gungsberichtes wurde geprüft, ob die Beteili-

Basis des Pachtvertrages mit der FMB Flug-

gung noch einen öffentlichen Zweck und

platz Magdeburg Betriebsgesellschaft mbH

damit die Grundvoraussetzung einer wirt-

und

schaftlichen Betätigung der Gemeinde ge-

besorgungsverträgen erzielt.

aus

abgeschlossenen

Geschäfts-

mäß § 128 Abs. 1 Satz 1 KVG LSA erfüllt.
Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß
§ 128 KVG LSA besteht in der Sicherung der

Jahresabschluss 2014 und

Versorgung der Landeshauptstadt Magde-

Abschlussprüfer

burg und des Oberzentrums mit einer angemessenen

Luftverkehrsanbindung

durch

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

Vorhaltung

und

der

ent-

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden von

Flugplatzeinrichtungen.

Der

der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft S & P

Flugbetrieb wird durch einen privaten Dritten

Audit GmbH geprüft und erhielten einen un-

gewährleistet. Die Erfüllung des öffentlichen

eingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die

Zwecks ist weiterhin gewährleistet.

Prüfung

sprechenden

Verpachtung

umfasste

neben

der

gemäß

§§ 316 ff. HGB durchzuführenden Abschlussprüfung die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit

Geschäftsverlauf 2014

der Geschäftsführung gemäß § 53 HGrG.

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2014 war im

Der Jahresabschluss 2014 wurde vom Auf-

Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass

sichtsrat der Gesellschaft am 17.08.2015

ein weiteres nicht für den Flugbetrieb not-

zustimmend zur Kenntnis genommen und

wendiges Grundstück im Gewerbegebiet des

der Gesellschafterversammlung zur Fest-

Verkehrslandeplatzes Magdeburg verkauft

stellung empfohlen. Gemäß der Empfehlung

wurde.

73

des Aufsichtsrates soll der Jahresfehlbetrag

Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat

in Höhe von 246.334,06 EUR mit den von

erfolgt im Rahmen der Aufsichtsrats-

der Landeshauptstadt Magdeburg gewährten

sitzungen.

Zuschüssen in Höhe von 79.700,00 EUR

Der Aufsichtsrat arbeitet ohne Geschäfts-

verrechnet,

ordnung.

ein

Betrag

in

Höhe

von

84.336,99 EUR aus der Kapitalrücklage entnommen

und

der

verbleibende

2. Die Flughafen Magdeburg GmbH wird den

Jahres-

fehlbetrag in Höhe von 82.297,07 EUR auf

Empfehlungen

des

Public

Corporate

neue Rechnung vorgetragen werden. Des

Governance Kodex mit den o. g. Aus-

Weiteren sollen dem Geschäftsführer und

nahmen auch im Geschäftsjahr 2015 ent-

dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2014

sprechen.“

Entlastung erteilt werden.

Auswirkungen des

Eine Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung

lag

bei

Geschäftsjahres 2014 auf den

Redaktionsschluss

noch nicht vor.

städtischen Haushalt
Die Gesellschaft erhielt im Jahr 2014 einen

Einhaltung des Public Corporate

unterjährigen Liquiditätszuschuss in Höhe

Governance Kodex im

von 79,7 Tsd. EUR von der Landeshaupt-

Geschäftsjahr 2014

stadt Magdeburg. Des Weiteren wurden Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung für EDV-Software in Höhe von

Gemäß dem Public Corporate Governance

0,6 Tsd. EUR finanziert.

Kodex (II.,Pkt. 5 – Bericht zum Kodex) wurde
von der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat der Flughafen Magdeburg GmbH

Beteiligungen der Gesellschaft

folgende gemeinsame Erklärung mit Datum
vom 10.06.2015 für das Geschäftsjahr 2014

Zum 31.12.2014 werden keine Anteile an

abgegeben:

verbundenen Unternehmen gehalten bzw.
bestehen keine Beteiligungen.

„1. Die Flughafen Magdeburg GmbH hat im
Geschäftsjahr 2014 den Empfehlungen
des Public Corporate Governance Kodex

Gesamtbezüge der Mitglieder der

mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Organe

Aufgrund der Unternehmensgröße besteht:
- kein Risikomanagement,

Die Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9

- keine Innenrevision,

Buchstabe a HGB betrugen für das Ge-

- für die Geschäftskonten des Unter-

schäftsjahr 2014 für den Aufsichtsrat 1,1 Tsd.

nehmens Einzelzeichnungsberechtigung.

EUR. Hinsichtlich der Vergütung des Ge-

74

schäftsführers wird von der Schutzklausel

Risiken der künftigen Entwicklung

des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Aufgrund der wirtschaftlichen Abhängigkeit

Kurz- und mittelfristige

der Flughafen Magdeburg GmbH vom Be-

Unternehmensziele

triebsergebnis der FMB Flugplatz Magdeburg
Betriebsgesellschaft mbH ist die Höhe der

Der Geschäftsbetrieb der Flughafen Magde-

Umsatzerlöse nicht bzw. nur minimal von der

burg GmbH ist im Wesentlichen konzentriert

Flughafen Magdeburg GmbH selbst beein-

auf die Verpachtung und Entwicklung des

flussbar.

Flugplatzes Magdeburg. Aufgrund des auf
mindestens 10 Jahre an die FMB Flugplatz

Zur

Magdeburg Betriebsgesellschaft mbH ver-

betriebes wird die Flughafen Magdeburg

pachteten Flugplatzgeländes wird sich die

GmbH

weitere Tätigkeit der Flughafen Magdeburg

wirksamen Aufwendungen für nicht durch

GmbH auf die zukünftige Entwicklung des

Verpachtung erzielte Umsätze durch Zu-

Verkehrslandeplatzes

in

schüsse des Gesellschafters ausgleichen

erster Linie Sicherung des Planfeststellungs-

müssen. Da die liquiditätsunwirksamen Ab-

beschlusses zur Optimierung des Flugplat-

schreibungen nicht durch Zuschüsse des

zes richten. Dabei ist die Flughafen Magde-

Gesellschafters gedeckt werden, wird der

burg GmbH zur Entfaltung von notwendigen

jährliche Fehlbetrag wesentlich durch die

Aktivitäten auf die Unterstützung des Gesell-

Höhe der Abschreibungen bestimmt. Dieser

schafters Landeshauptstadt Magdeburg an-

Fehlbetrag soll als Verlust vorgetragen wer-

gewiesen. Im November 2014 erfolgte im

den und führt zu einer Minderung des ge-

Stadtrat wiederholt eine Willensbekundung

zeichneten Kapitals.

Magdeburg

mit

des Gesellschafters zum Festhalten des
Planfeststellungsbeschlusses.

Inwieweit darüber hinaus eine Verbesserung
der planfestgestellten Anlage für den gewerblichen Luftverkehr gelingt, ist in erster
Linie von der Bereitstellung weiterer Investitionsmittel durch das Land Sachsen-Anhalt
und die Landeshauptstadt Magdeburg abhängig. Das Luftverkehrskonzept des Landes
Sachsen-Anhalt aus Dezember 2014 öffnet
Chancen zur Finanzierung dieser Investitionen am Verkehrslandeplatz Magdeburg-City
durch das Land Sachsen-Anhalt.

75

Aufrechterhaltung

auch

in

des

Zukunft

die

Geschäfts-

zahlungs-

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

%

31.12.2012

31.12.2011

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Anlagevermögen
Liefer- und Leistungsforderungen
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP
Gesamtvermögen

0,0
8.518,5
8.518,5

0,0

0,0
8.330,5
8.330,5

5

450,3

8,4
12,6
135,4
0,5
156,9

8.968,8 100

450,3

8.487,4

95
1

10,6
15,0
424,2
0,5
450,3

95

0,0

0,6
8.202,9
8.203,5

2

156,9

26,6
22,3
58,9
0,5
108,3

100

156,9

98

0,0

0,9
7.858,8
7.859,7

1

108,0

22,6
13,1
237,2
0,3
273,2

8.311,8 100

108,0

99

0,0

0,4
7.529,4
7.529,8

95

0,0

3

273,2

24,8
8,5
393,8
0,3
427,4

5

427,4

8.132,9 100

273,2

7.957,2 100

427,4

97

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Sonderrücklage für Investitionen
Eigenkapital

7.822,8
720,3
0,0
-293,7
250,0
8.499,4

95

0,0

7.822,8
505,0
0,0
-268,5
0,0
8.059,3

Noch nicht verrechnete Zuwendungen
der Stadt Magdeburg

130,5

1

130,5

66,5

Sonstige Rückstellungen
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

11,5
20,3
1,1
306,0
338,9

4

31,3

35,0
29,8
1,4
295,4
361,6

8.968,8 100

161,8

8.487,4

Kapital

0,0

7.822,8
303,0
0,0
-186,1
0,0
7.939,7

96

66,5

64,3

1

4

65,0

7,3
14,9
0,7
284,9
307,8

100

131,5

76

0,0

7.822,8
181,2
0,0
-169,2
0,0
7.834,8

0,0

7.822,8
84,3
0,0
-246,3
0,0
7.660,8

96

96

0,0

64,3

72,3

1

72,3

79,7

1

79,7

3

22,0

11,1
7,8
0,0
206,9
225,8

3

18,9

14,6
3,2
0,0
198,9
216,7

3

17,8

8.311,8 100

86,3

8.132,9 100

91,2

7.957,2 100

97,5

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Andere Erträge

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

2011
%

Tsd. EUR

2012
%

5,0
19,7

66,5
18,0

24,7 k.A.

84,5 k.A.

Tsd. EUR

2013
%

57,8
59,0

Tsd. EUR

2014
%

48,1
61,0

Tsd. EUR

%

39,0
76,0

116,8 k.A.

109,1 k.A.

115,0 k.A.

0,0
69,3
198,3
0,3
62,4

0,0
69,5
193,3
0,4
105,8

0,0
113,9
163,3
0,4
72,1

0,0
115,5
155,0
0,9
60,2

0,0
124,3
155,0
1,0
86,8

Betriebsaufwand

330,3 k.A.

369,0 k.A.

349,7 k.A.

331,6 k.A.

367,1 k.A.

Betriebsergebnis

-305,6 k.A.

-284,5 k.A.

-232,9 k.A.

-222,5 k.A.

-252,1 k.A.

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Ergebnis vor Ertragssteuern
Ertragssteuern

Jahresergebnis

4,4
7,5
-293,7 k.A.

5,0
11,0
-268,5 k.A.

0,0

-293,7 k.A.

0,0

-268,5 k.A.

77

0,8
46,0
-186,1 k.A.
0,0

-186,1 k.A.

0,3
53,0
-169,2 k.A.
0,0

-169,2 k.A.

1,0
4,8
-246,3 k.A.
0,0

-246,3 k.A.

MAGDEBURGER HAFEN GMBH
- MHG -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Saalestraße 20
39126 Magdeburg
Tel. 0391/5939162, Fax 0391/5939210
E-Mail: info@magdeburg-hafen.de
Internet: www.magdeburg-hafen.de
Gründungsjahr: 1992
Handelsregister:
HR B 103092 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 2.773.500 DM
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Gegenstand des Unternehmens sind der Betrieb (einschließlich Umschlag), die Verwaltung, die Unterhaltung und der Ausbau von
Häfen, einschließlich aller Nebenanlagen und
Bahnanlagen, die Förderung der Hafenentwicklung und der Binnenschifffahrt sowie
alle damit zusammenhängenden Geschäfte.
Die Gesellschaft ist berechtigt, zur Förderung
des Gesellschaftszwecks sich an anderen Unternehmen unmittelbar oder mittelbar zu beteiligen, derartige Unternehmen zu erwerben,
zu errichten oder anzupachten und ihre Geschäfte zu führen, auch außerhalb des Sitzes
der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist berechtigt, im Bundesland Sachsen-Anhalt Zweigniederlassungen zu errichten und wieder aufzuheben. Die Gesellschaft ist befugt, sich an
anderen Einrichtungen des Umschlages und
Transportes von Gütern zu beteiligen, diese
einzurichten und allein oder mit Dritten zu
betreiben.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
90 %
- Städtische Werke Magdeburg
GmbH & Co. KG
10 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Karl-Heinz Ehrhardt
Gesellschafterversammlung:
Frau Birgit Marxmeier (Landeshauptstadt
Magdeburg)
ein Vertreter der Städtische Werke
Magdeburg GmbH & Co. KG
Aufsichtsrat:
Herr Dr. Lutz Trümper (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Oliver Müller (Stadtrat)
Herr Bernd Reppin (Stadtrat)
Herr Helmut Herdt (GF der Städtische
Werke Magdeburg GmbH & Co. KG )

Stand: 30.09.2015

78

des öffentlichen Zwecks ist somit weiterhin

Struktur der Gesellschaft

gewährleistet.

Die Magdeburger Hafen GmbH beschäftigte

Geschäftsverlauf 2014

zum 31.12.2014 insgesamt 68 Mitarbeiter
(einschl. Geschäftsführung). Die Aufteilung
der

Mitarbeiter

auf

die

Der Gesamtumschlag in den Magdeburger

einzelnen

Häfen per 31.12.2014 nahm gegenüber dem

Geschäftsbereiche stellt sich wie folgt dar:

Vorjahr um insgesamt 281.485 t zu und belief
Spedition/Betrieb/Technik: 43 Mitarbeiter,

sich

auf

3.470.852

t.

Davon

entfielen

Hafenbahninfrastruktur: 7 Mitarbeiter,

2.987.945 t auf die Anlieger und 482.907 t

Verwaltung/Recht/Liegenschaften/Finanzen/

auf die MHG.

Personal: 6 Mitarbeiter,
Infrastruktur: 2 Mitarbeiter,

Das

Investitionsvolumen

betrug

im

Geschäftsführung: 2 Mitarbeiter,

Berichtsjahr 1.669,6 Tsd. EUR und es

Befristete Beschäftigte: 5 Mitarbeiter.

verteilte sich auf immaterielle Vermögensgegenstände (3,8 Tsd. EUR), Grundstücke

Mit zusätzlich 3 Auszubildenden leistet die

und Bauten (1.165,1 Tsd. EUR), technische

Magdeburger Hafen GmbH einen Beitrag zur

Anlagen und Maschinen (286,1 Tsd. EUR),

Schaffung

Betriebs- und Geschäftsausstattung (132,8

von

Berufsausbildungsmöglich-

keiten in der Landeshauptstadt Magdeburg.

Tsd. EUR) und Anlagen im Bau (81,8 Tsd.
EUR).

Stand der Erfüllung des

Die Umsatzerlöse sind

öffentlichen Zwecks

gegenüber

dem

Vorjahr um insgesamt 315,8 Tsd. EUR
(+ 3,9 %) höher ausgefallen; sie liegen mit
des

8.477,1 Tsd. EUR um 77,1 Tsd. EUR über

Beteiligungsberichtes wurde geprüft, ob die

dem Plan (+ 0,9 %). In fast allen Bereichen

Beteiligung noch einen öffentlichen Zweck

sind

und damit die Grundvoraussetzung einer

Vorjahr

wirtschaftlichen Betätigung der Gemeinde

Umschlagsbereich.

gemäß § 128 Abs. 1 Satz 1 KVG LSA erfüllt.

Disposition eines Großkunden derart aus,

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß

dass in diesem Bereich gegenüber dem

§ 128 KVG LSA besteht im Vorhalten der

Vorjahr 30 % weniger erlöst wurde.

Im

Rahmen

der

Erarbeitung

Erlössteigerungen
erzielt

worden,
Hier

gegenüber

dem

nur

nicht

im

wirkte

sich

die

Infrastruktur des Magdeburger Hafens sowie
von

Per 31.12.2014 konnte ein positives Ergebnis

des

in Höhe von 1.041,2 Tsd. EUR erzielt

der

werden. Geplant war ein positives Ergebnis

wesentlicher

von 818,0 Tsd. EUR. Gegenüber dem

Wirtschaftsfaktor der Region. Die Erfüllung

Vorjahr ist das Ergebnis um 464,1 Tsd. EUR

in

einer

aktiven

Ansiedlungspolitik

Unternehmen

auf

dem

Magdeburger

Hafens.

Magdeburger

Hafen

Gelände
Damit

ein

ist

höher ausgefallen.

79

Betriebskostenzuschuss.
Landeshauptstadt

Die

bei

Magdeburg

der

berück-

Jahresabschluss 2014 und

sichtigten Mittel in Höhe von 250,0 Tsd. EUR

Abschlussprüfer

wurden zur Darlehensverrechnung eingesetzt. Es erfolgte die Anrechnung auf das in

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

2012 als zweite Rate ausgegebene Darlehen

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden

zur

vom

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Spundwand in Höhe von 600,0 Tsd. EUR.

Herrn

Georg-Rainer

erhielten

Rätze

einen

geprüft

der

Prüfung

der

Sanierung

der

uneingeschränkten

gemäß

durchzuführenden

der

und

Beteiligungen der Gesellschaft

Bestätigungsvermerk. Die Prüfung umfasste
neben

Finanzierung

§§

316

ff.

HGB

Abschlussprüfung

Verbundene Unternehmen

die

Ordnungsmäßigkeit

der
Schönebecker Hafen GmbH (SHG)

Geschäftsführung gemäß § 53 HGrG.

Die Magdeburger Hafen GmbH hält 100 %
vom

der Anteile an der Schönebecker Hafen

Aufsichtsrat der Gesellschaft am 30.06.2015

GmbH. Das Stammkapital der Schönebecker

zustimmend zur Kenntnis genommen und

Hafen GmbH beträgt 100 Tsd. DM (51,1 Tsd.

der

zur

EUR). Gegenstand des Unternehmens ist

der

der Betrieb, die Verwaltung, die Unterhaltung

der

und der Ausbau des Schönebecker Hafens,

Der

Jahresabschluss

2014

wurde

Gesellschafterversammlung

Feststellung

empfohlen.

Empfehlung des

Gemäß

Aufsichtsrates

soll

Jahresüberschuss in Höhe von 1.041.226,42

einschließlich

EUR

vorgetragen

Bahnanlagen, die Förderung der Hafen-

werden. Des Weiteren sollen dem Geschäfts-

entwicklung und der Binnenschifffahrt, der

führer

Erwerb und die Veräußerung von Grund-

auf

neue

und

Geschäftsjahr

dem

Rechnung

Aufsichtsrat

2014

Entlastung

für

das

besitz

erteilt

aller

sowie

alle

Nebenanlagen

damit

und

zusammen-

hängenden Geschäfte. Die Beteiligung wurde

werden.

im

Jahr

1998

wegen

Eine Beschlussfassung der Gesellschafter-

Ertraglosigkeit

versammlung

wertberichtigt. Verluste der SHG wurden

lag

bei

Redaktionsschluss

auf

den

nachhaltiger

Erinnerungswert

regelmäßig durch die MHG ausgeglichen.

noch nicht vor.

Aufgrund der in 2011 erfolgten vollständigen

Auswirkungen des

Darlehenstilgung

wurde

im

Jahr

2012

Geschäftsjahres 2014 auf den

erstmals ein Jahresüberschuss von 23,9 Tsd.

städtischen Haushalt

EUR erzielt. In den Folgejahren setzte sich
diese positive Entwicklung fort. Es wurde ein
Jahresergebnis in Höhe von 10,0 Tsd. EUR

Die Gesellschaft erhielt im Jahr 2014 von der
Landeshauptstadt

Magdeburg

(Vorjahr: 19,0 Tsd. EUR) erzielt.

keinen

80

pachtung

erheblich

ausgebaut

und

auf

diesem Niveau stabilisiert werden. Durch die

Gesamtbezüge der Mitglieder der

Übernahme von Logistikdienstleistungen für

Organe

die

neuen

Ansiedler

UmschlagsHinsichtlich der Vergütung des Geschäfts-

und

werden

im

auch

im

Speditionsbereich

Mehrerlöse generiert.

führers wird von der Schutzklausel des § 286
Abs.

4

HGB

Gesamtbezüge

Gebrauch

bestehenden

Ansiedlungsflächen

weitere strategische Aufgabe darin liegen,

Geschäftsjahr 2014 für den Aufsichtsrat 0,3

neue Ansiedlungs- und Umschlagsflächen zu

Tsd. EUR.

schaffen, um den absehbaren Mehrbedarf

betrugen

Nr.

die

das

HGB

285

Da

weitestgehend vermarktet sind, wird eine

a

§

Die
9

Buchstabe

gemäß

gemacht.

für

decken und das Eigengeschäft ausbauen zu
können. Darüber hinaus ist vorgesehen, den

Kurz- und mittelfristige

Hochwasserschutz

Unternehmensziele

Hafenteile

und

für

die

die

Ortslage

nördlichen
Rothensee

wesentlich zu verbessern.
Mit der Fertigstellung der Niedrigwasserschleuse wurden die meisten der derzeit

Alles in allem hat das Unternehmen Grund

betriebenen

ganzjährig

genug, erwartungsvoll und optimistisch in die

wasserstandsunabhängig nutzbar, was die

Zukunft zu blicken. Unter dieser Prämisse

Vermarktung des „Systems Wasserstraße“

wurde auch der Wirtschaftsplan für 2015

erheblich erleichtert.

aufgestellt und für die Folgejahre fortge-

Hafenanlagen

schrieben. Danach wird für den PlanungsDie durch vorübergehende Dispositionen

zeitraum (bis 2018) mit deutlich positiven

eines Großkunden im abgelaufenen Jahr

Ergebnissen gerechnet.

ausgebliebenen

Umsatzerlöse

aus

dem

Umschlag von Betonfertigteilen werden in

Risiken der künftigen Entwicklung

2015 wieder aufgenommen. Das in 2014 mit
einem

neuen

Großkunden

begonnene
Dadurch,

dass

die

Primäraluminium und Aluminiumschrott wird

GmbH

mit

ihren

fortgeführt und entwickelt sich im Folgejahr

Geschäftsfeldern relativ breit aufgestellt ist,

zu einem stabilen Umsatzfaktor.

schlagen

Umschlags-

und

Lagergeschäft

für

witterungs-

Magdeburger

Hafen

unterschiedlichen

und

konjunkturell

bedingte Einflüsse nur partiell auf das
Die Vermarktungsaktivitäten für die noch

Unternehmen durch. Hinzu kommt, dass

verfügbaren

durch

Ansiedlungsflächen

verliefen

den

Branchenmix

innerhalb

der

sehr erfolgreich. Dadurch und durch die

Kundschaft Schwankungen auftreten, die

bisher erzielten Vermarktungserfolge konnte

sich sehr unterschiedlich und teilweise auch

das Geschäftsfeld Vermietung und Ver-

kompensierend auf die Geschäftstätigkeit
auswirken. Risiken, die den Bestand des

81

Unternehmens als Ganzes gefährden, sind
momentan nicht erkennbar.

Gleichwohl gibt es Risiken, die bei ihrem
Eintritt erhebliche Auswirkungen auf die
Ergebnis- und/oder die Liquiditätslage des
Unternehmens haben könnten. Aber selbst
das Hochwasser im Juni 2013 hat nicht zu
einer

Bestandsgefährdung

des

Unter-

nehmens geführt. Das ist jedoch nur durch
das

Aufbauhilfe-Programm

möglich

geworden,

Schadensbeseitigung
finanziell
Allerdings
Anlagen

nicht
kann

des

Bundes

wodurch
das

über
an

Unternehmen

Gebühr
den

insbesondere

die

belastet.

geschädigten
„Auf

dem

Trennungsdamm“ wegen der z. T. erheblichen Sanierungsarbeiten in diesem und in
den

nächsten

Jahren

keine

Geschäfts-

tätigkeit stattfinden, so dass das Umschlagsund

Lagerungsgeschäft

erheblich

beein-

trächtigt wird.

82

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

31.12.2011

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2012

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen
Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP
Gesamtvermögen

13,0
61.375,0
0,0
61.388,0

97

0,0

4,5
60.547,0
326,2
60.877,7

0,0

0,2
61.925,3
326,2
62.251,7

7

4.294,7

10,5
958,7
450,9
3.425,1
5,9
4.851,1

100

4.294,7

67.102,8

93

0,0

4,3
59.359,7
326,2
59.690,2

7

4.851,0

7,6
1.200,0
187,8
2.322,4
11,7
3.729,5

6

3.729,5

8,6
1.150,5
210,3
2.049,4
11,4
3.430,2

100

4.851,0

63.419,7

100

3.729,5

62.106,3

100

3.430,2

50

0,0

1.418,1
32.077,0
301,1
577,1
34.373,3

54

0,0

1.418,1
32.077,0
878,2
1.041,2
35.414,5

57

0,0

30

0,0

17.008,0

27

0,0

15.390,6

25

0,0

19

2.641,0

0,0
295,2
7.227,0
678,3
1.404,5
1.696,2
0,0
11.301,2

18

1.894,0

100

2.641,0

62.106,3

100

1.894,0

93

7,0
805,0
286,0
1.010,0
39,0
2.147,0

3

2.147,0

9,3
1.047,7
787,0
2.429,3
21,4
4.294,7

63.535,0

100

2.147,0

65.172,4

50

0,0

1.418,1
32.077,0
-905,8
1.206,9
33.796,2

33

0,0

19.907,9

20

2.686,0

0,0
383,7
6.505,3
1.143,9
2.108,7
1.896,8
0,0
12.038,4

100

2.686,0

63.419,7

94

0,0

5,8
58.344,1
326,2
58.676,1

94

0,0

6

3.430,2

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gewinn-/Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

1.418,1
32.077,0
-1.207,4
38,4
32.326,1

51

0,0

1.418,1
32.077,0
-1.169,0
263,2
32.589,3

Sonderposten für Investitionszuschüsse

23.013,0

36

0,0

21.460,3

Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten Gesellschafter
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

30,0
186,6
3.461,3
430,2
776,2
3.311,6
0,0
8.195,9

13

2.407,0

30,0
557,6
5.818,4
555,0
2.024,2
2.137,6
0,0
11.122,8

17

2.110,0

0,0
457,8
6.871,9
957,4
2.994,4
2.117,2
0,0
13.398,7

63.535,0

100

2.407,0

65.172,4

100

2.110,0

67.102,8

Kapital

83

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Bestandsänderungen
Andere aktivierte Eigenleistungen
Andere Erträge

2011
%

8.053,0
0,0
0,0
163,0

98,0
0,0
0,0
2,0

8.216,0

100,0

2.265,0
3.029,0
913,0
1.689,0
75,0

Betriebsaufwand
Betriebsergebnis

Betriebsleistung

Tsd. EUR
8.029,0
0,0
0,0
167,0

2012
%
98,0
0,0
0,0
2,0

Tsd. EUR
8.045,9
0,0
0,0
163,0

2013
%
98,0
0,0
0,0
2,0

Tsd. EUR
8.161,1
0,0
0,0
152,0

2014
%
98,2
0,0
0,0
1,8

Tsd. EUR
8.477,1
0,0
0,0
169,0

%
98,0
0,0
0,0
2,0

8.196,0 100,0

8.208,9 100,0

8.313,1 100,0

8.646,1 100,0

27,6
36,8
11,1
20,6
0,9

2.123,0
3.198,0
922,0
1.680,0
90,0

25,9
39,0
11,3
20,5
1,1

1.514,0
3.097,0
919,0
1.457,0
83,0

18,4
37,6
11,2
17,7
1,0

1.363,0
3.168,0
1.008,0
1.483,0
75,0

16,4
38,1
12,1
17,8
0,9

1.490,9
3.183,0
1.094,0
1.582,0
67,0

17,2
36,8
12,7
18,3
0,8

7.971,0

97,0

8.013,0

97,8

7.070,0

86,0

7.097,0

85,3

7.416,9

85,8

245,0

3,0

183,0

2,2

1.138,9

14,0

1.216,1

14,7

1.229,2

14,2

-205,0
-2,0

-2,5
0,0

-265,0
345,0

-3,2
4,2

-327,0
395,0

-4,0
4,8

-340,0
-299,0

-4,1
-3,6

-317,0
129,0

-3,7
1,5

Ergebnis vor Ertragssteuern

38,0

0,5

263,0

3,2

1.206,9

14,8

577,1

7,0

1.041,2

12,0

Ertragssteuern

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

38,0

0,5

263,0

3,2

1.206,9

14,8

577,1

7,0

1.041,2

12,0

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Andere Aufwendungen
Sonstige Steuern

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Jahresergebnis

84

MAGDEBURGER VERKEHRSBETRIEBE
GMBH & CO. KG
- MVB -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Otto-von-Guericke-Str. 25,
39104 Magdeburg
Tel. 0391/548-0, Fax 0391/5430046
E-Mail: info@mvbnet.de
Internet: www.mvbnet.de
Gründungsjahr: 1990, Umwandlung in
Personengesellschaft in 2012
Handelsregister:
HR A 3667 beim Amtsgericht Stendal
Kommanditeinlage: 21.985,6 Tsd. EUR
Rechtsform: GmbH & Co. KG
Unternehmensgegenstand:
Umsetzung der Betrauung mit der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung zur Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs, insbesondere des Nahverkehrs mit
Straßenbahnen, Kraftomnibussen und Fähren
für den Aufgabenträger Landeshauptstadt
Magdeburg sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte, insbesondere auch Gelegenheitsverkehre und Reisebusverkehr.
Die Gesellschaft kann im Einklang mit § 116
GO LSA darüber hinaus alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet
sind. Sie kann Tochterunternehmen zur Erfüllung des Gesellschaftszwecks gründen und
sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen. Die Gründung von
Tochtergesellschaften oder die Beteiligung
an weiteren Gesellschaften kann jedoch nur
mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung und aufgrund eines Stadtratsbeschlusses
erfolgen.
Kommanditist:
- Landeshauptstadt Magdeburg
Komplementär:
- MVB-Verwaltungs-GmbH

85

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
MVB-Verwaltungs-GmbH
Frau Birgit Münster-Rendel
Gesellschafterversammlung:
Herr Dr. Lutz Trümper (Oberbürgermeister
der Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Jürgen Canehl (Stadtrat)
Herr Günter Kräuter (Stadtrat)
Herr Dr. Klaus Kutschmann (Stadtrat)
Herr Chris Scheunchen (Stadtrat)
Aufsichtsrat:
Herr Dr. Scheidemann (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Tom Assmann (Stadtrat)
Herr Christian Hausmann (Stadtrat)
Herr Oliver Müller (Stadtrat)
Herr Gunter Schindehütte (Stadtrat)
Frau Birgit Steinmetz (Stadträtin)
Herr Reinhard Stern (Stadtrat)
Herr Frank Theile (Stadtrat)
Herr Werner Faber (Geschäftsführer VDV)
Herr Horst Eckert (Stadtsparkasse
Magdeburg)
Herr Rene Christjani (Arbeitnehmervertreter)
Herr Dietmar Jordan (Arbeitnehmervertreter)
Herr Markus Sacher (Arbeitnehmervertreter)
Herr Jens Wagner (Arbeitnehmervertreter)
Herr Ulf Wilke (Arbeitnehmervertreter)

Stand: 30.09.2015

Die Grundlage für die Leistungserbringung

Struktur der Gesellschaft

der MVB bilden die mit der Stadt Magdeburg
als

Aufgabenträger

abgeschlossene

Das Unternehmen wurde im Geschäftsjahr

Betrauungsvereinbarung sowie der Nahver-

2014 von einem Geschäftsführer und zwei

kehrsplan der Landeshauptstadt Magdeburg.

Prokuristen

geleitet.

Die

Unternehmensstruktur

ist

in

kaufmännische

drei

technische

und

Geschäftsbereiche

vier

untergliedert.

Das Geschäftsjahr 2014 war von einigen
Besonderheiten geprägt:

Hinzu

kommen noch drei Querschnittsabteilungen.

Nach dem Hochwasserereignis 2013 galt es,

Die Struktur des Personalbestandes stellte

die

sich per 31.12.2014 folgendermaßen dar:

erforderlichen Fördermittel – insbesondere

für

die

Beseitigung

der

Schäden

für die betroffenen Strecken zum Herrenkrug
Gesamtbeschäftigte

744

und zum Barleber See sowie für den

davon Angestellte

177

Ersatzneubau des Betriebshofs Nord im

davon Arbeiter

535

Gewerbegebiet Rothensee – zu beantragen.

davon Busfahrer

94

davon Straßenbahnfahrer

Bis

258

zum

31. Dezember 2014 hat die

Gesellschaft

davon Auszubildende

32

insgesamt

12

Fördermittel-

anträge eingereicht.

Für

Stand der Erfüllung des

das

Geschäftsjahr

Gesellschafter,

öffentlichen Zwecks

die

2014

hat

der

Landeshauptstadt

Magdeburg, der MVB zusätzliche Landesmittel gemäß § 8 ÖPNVG zur Beseitigung

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß

des Instandhaltungsstaus sowie der Schäden

§ 128 KVG LSA besteht in der Beförderung

an

von

Personen

im

Landeshauptstadt

ÖPNV

Magdeburg

den

im

Januar

2014

verunfallten

in

der

Straßenbahnen zur Verfügung gestellt. Die

und

der

Gesamtsumme

der
und

Mittel
war

damit

betrug

Umgebung. Die Erfüllung des öffentlichen

6.077 Tsd. EUR

um

Zwecks ist somit weiterhin gewährleistet.

2.577 Tsd. EUR höher als im Vorjahr. Infolge
dessen war im Geschäftsjahr 2014 ein
entsprechend höherer Instandhaltungsauf-

Geschäftsverlauf 2014

and zu verzeichnen.

Im Geschäftsjahr 2014 hat die Magdeburger

Die MVB bot auch weiterhin im Geschäftsjahr

Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB) die

2014 ihre ÖPNV-Leistung innerhalb des

Optimierung

weiter

Magdeburger

erwirtschaftete

trotz

Rahmenbedingungen

fortgeführt
äußerst
ein

und

schwieriger

Regionalverkehrsverbundes

marego an. Nachdem im Jahr 2013 eine

positives

umfangreiche

Betriebsergebnis.

Verkehrserhebung

zur

Revision und Evaluierung des Verbund-

86

erfolges

durchgeführt

Geschäftsjahr

2014

Aufteilung der

wurde,
ein

im

erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um

zur

1.395 Tsd. EUR auf 25.394 Tsd. EUR. Die

sollte

Verfahren

durch

Einnahmen mittels eines

die

MVB

leistungsbasierten Aufteilungsschlüssels ver-

verbundbedingten

einbart

Die

Verkehrsunternehmen,

31.

Harmonisierung

und

angewendet

Verhandlungen
Dezember
werden,

konnten

2014

werden.
bis

nicht

sodass

die

zum

Lasten

der

die

der

übrigen

durch

Tarife

die

entstehen,

betrugen im Jahr 2014 0 EUR (Vorjahr 237

abgeschlossen
Aufteilung

auszugleichenden

Tsd.

der

EUR).

In

2013

wurde

eine

Verkehrseinnahmen im Verbund marego für

gutachterliche Verifizierung der Höhe nach

das Geschäftsjahr 2014 – in Fortführung der

vorgenommen. Aufgrund dieses Gutachtens

bis zum 31. Dezember 2013 bestehenden

wurden die Ausgleichszahlungen an die

Vereinbarungen – mittels eines alteinnahme-

anderen

basierten Aufteilungsschlüssels erfolgte.

Verbundes ab April 2013 eingestellt. Die

Verkehrsunternehmen

des

Beträge wurden ab diesem Zeitpunkt in die
Nach dem Clearing der Verkehrseinnahmen

Aufteilungsmasse

aller Unternehmen konnte im Vergleich zum

sprechend

Vorjahr

lungsschlüssel verteilt.

eine

zugeschiedenen
zeichnet

Erhöhung

den

Verkehrseinnahmen

werden.

Wesentlichen

in

auf

Die

Erhöhung

die

Nachwirkung

und

ent-

alteinnahmebasiertem

Auftei-

verim

Der Anstieg des konsumtiven Zuschusses

der

gemäß § 8 ÖPNVG LSA i. H. v. 2.577 Tsd.

ist

Tarifmaßnahme im August 2013 mit einer

EUR

durchschnittlichen

Wesentlichen

Preissteigerung

gemeldet

von

gegenüber

dem

auf

Vorjahr
die

ist

im

Gewährung

17,94 % sowie eine weitere Tarifanpassung

zusätzlicher Mittel zur Instandsetzung der

zum 1. August 2014 zurückzuführen.

vorhandenen Infrastruktur im Geschäftsjahr
zurückzuführen.

Der

Ausbildungsverkehr

Fahrgastbeförderung und Verkehrsleistung

Zuschuss
(3.491

für

Tsd.

den
EUR,

Vorjahr 3.491 Tsd. EUR) wurde auf der
Die MVB beförderte in 2014 insgesamt 42,7

Grundlage

Mio. (Vorjahr 44,8 Mio.) Fahrgäste. Um eine

Landesgesetzgebung (§ 9 ÖPNVG LSA) und

aussagekräftige Vergleichbarkeit mit anderen

einer

Verkehrsunternehmen in Deutschland herzu-

Landeshauptstadt Magdeburg vereinnahmt.

stellen, wird seit 2012 die Ermittlung der

Unter Berücksichtigung der Zuschüsse und

Fahrgäste auf Grundlage der Unternehmens-

sonstigen

fahrten

Umsatzerlöse insgesamt um 4.122 Tsd. EUR

(ohne

Berücksichtigung

von

der

seit

2011

entsprechenden

gültigen

Satzung

Umsatzerlöse

nahmen

der

die

Umsteigern) vorgenommen.

zu.

Die auf der Grundlage eines alteinnahme-

Die

basierten Aufteilungsschlüssels durch den

Landeshauptstadt Magdeburg ihre Leistung

Verkehrsverbund marego zugeschriebenen

mittels

Verkehrseinnahmen

Buslinien im Tagesverkehr und jeweils drei

ohne

Zuschüsse

87

MVB

neun

erbringt

im

Auftrag

Straßenbahnlinien

und

der

13

Straßenbahn-

und

drei

Buslinien

Hierbei wird – trotz kontinuierlichem Abbau

im

des Instandhaltungsstaus – die Wirtschaft-

Anschlussverkehr.

lichkeit
Die

Erbringung

erfolgte

dabei

der

87

Unternehmens

stark

beeinträchtigt.

ÖPNV-Leistungen

mit

des

Straßenbahn-

triebwagen, 13 Straßenbahnbeiwagen und

Der in 2013 begonnene gemeinsame Dialog

52 Bussen. Im Jahr 2014 hat die MVB 9,0

zwischen Aufgabenträger und MVB sollte in

Mio.

den kommenden Jahren fortgeführt werden,

Fahrplankilometer

(Vorjahr

8,9 Mio.

um einen qualitativ und quantitativ hoch-

Fahrplankilometer) zurückgelegt.

wertigen ÖPNV unter Berücksichtigung der
Durch die Fremdvergabe von Busleistungen

vorhandenen Rahmenbedingungen weiterhin

an die Magdeburger Verkehrsgesellschaft

gewährleisten zu können.

mbH (MVG), korrespondierend zum Bedarf
werden

Die Leistungen der MVB sind in ihrer

Effizienzsteigerungen erzielt. Im Geschäfts-

Gesamtheit als zuverlässig, sicher und stabil

jahr 2014 wurden durchschnittlich ca. 35,5 %

zu bewerten.

an

Fahrleistungen

der

MVB,

der Busleistungen an die MVG vergeben.
Qualität und Umwelt
Nachdem

der

Pünktlichkeitsgrad

im

Straßenbahnbereich im Vorjahr aufgrund des

Die

Hochwasserereignisses

unternehmen im Norden Sachsen-Anhalts.

und

lang

anhal-

MVB

ist

das

Bereits

der 2. NSV, der Otto-von-Guericke-Straße

Busbereich

und der Strombrücke) bei unter 80 % lag,

Umweltmanagementzertifikat

konnte in 2014 wieder das Niveau von 2012

europäischen Normen ISO 9001 und 14001

erreicht werden (2014: 84,6 %, 2013: 79,4

erreicht.

%).

schlossen

Bereich

Bus

konnte

der

2001

Verkehrs-

tender Baumaßnahmen (Baumaßnah-men

Im

Anfang

größte

das

Am

Ende

sich

die

wurde

mit

dem

Qualitäts-

des

und

nach

Jahres

übrigen

den

2001

Unterneh-

Pünktlichkeitsgrad (2014: 86,0 %, 2013: 86,3

mensbereiche dieser qualitativen Heraus-

%) auf dem hohen Niveau des Vorjahres

forderung mit Erfolg an, die Übergabe der

gehalten werden. Hier wirkten sich die im

Zertifizierungsurkunden

Zuge der Inbetriebnahme des BA 3 der 2.

2002. Die QMS-UMS Zertifizierung wird

NSV optimierten Linienführungen positiv aus.

fortan regelmäßig fortgeschrieben und im

erfolgte

Anfang

Mai 2013 konnte die Re-Zertifizierung nach
Die Anforderungen an den ÖPNV, wie zum

DIN EN ISO 9001:2008 und 14001:2009 bis

Beispiel der Ausbau der Barrierefreiheit,

2016 erfolgreich abgeschlossen werden.

steigen kontinuierlich. Veränderte Rahmenbedingungen

bei

der

Investitionstätigkeit

Fördermittelbe-

reitstellung sowie die seit Jahren anhaltende
Optimierung verursachten in den vergan-

Das

genen Jahren einen Instandhaltungsstau.

Magdeburg vertretene ÖPNV-Konzept mit

88

seitens

der

Landeshauptstadt

seiner Orientierung auf die Straßenbahn als
Hauptträger der Verkehrsleistungen bleibt die

Jahresabschluss 2014 und

Richtschnur für die Geschäftstätigkeit der

Abschlussprüfer

MVB. So werden auch alle infrastrukturellen
Entwicklungsschritte daraufhin orientiert sein.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht
zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden von

Das Geschäftsjahr 2014 war durch eine

der CT Lloyd GmbH, Wirtschaftsprüfungs-

umfangreiche

gesellschaft, geprüft und im Ergebnis ein

Investitionstätigkeit

in

die

Infrastruktur und den Fahrzeugpark geprägt.

uneingeschränkter

Insgesamt

erteilt.

investierte

die

MVB

in

ihre

Bestätigungsvermerk

immateriellen Vermögensgegenstände und
Sachanlagen 6.640 Tsd. EUR. Für diese

Die Prüfung umfasste neben der gemäß §§

Investitionen wurden Investitionszuschüsse

316 ff. HGB durchzuführenden Abschluss-

von insgesamt 2.910 Tsd. EUR gewährt.

prüfung die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit

Wesentliche Anschaffungen und Investitions-

der Geschäftsführung gemäß § 53 HGrG.

projekte in 2014 waren:
Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014
•

Weiterführung

der

2.

NSV

wurde vom

(Bauabschnitte 2, 2a und 3)
•
•

Weiterführung

der

Aufsichtsrat am

26.06.2015

zustimmend zur Kenntnis genommen und

Planung

der

der Gesellschafterversammlung empfohlen,

Bauabschnitte 4 und 7 der 2. NSV

den Jahresabschluss zum 31.12.2014 mit

Barrierefreier

einer Bilanzsumme von 97.737.752,87 EUR

Ausbau

der

Halte-

stellen Zoo

und

Beginn des Projekts Erneuerung/

505.968,68

Modernisierung der Stromrichter für

Jahresüberschuss

NGT

schafterin auszuschütten, der Komplementä-

•

Installierung des ITCS

rin

•

Diverse Projekte zur Beseitigung der

Geschäftsjahr 2014 Entlastung zu erteilen

Hochwasserschäden 2013

sowie

•

einem

und

Jahresüberschuss
EUR

dem

zum

von

festzustellen,
nicht

an

Aufsichtsrat

Abschlussprüfer

die

den
Gesell-

für

für

das

das

Geschäftsjahr 2015 die CT Lloyd GmbH,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu bestellen.

Im kommenden Jahr 2015 sind neben der
Fortführung

der

jahresübergreifenden

Maßnahmen aus 2014 unter anderem die
weitere Umsetzung der Maßnahmen zur 2.
NSV

sowie

die

Hochwasserschäden

Beseitigung
geplant.

von

Weiterhin

begleitet die MVB die Baumaßnahmen zur
Eisenbahnüberführung

Ernst-Reuter-Allee

mit entsprechenden Investitionen.

89

Regionalverkehrsverbund GmbH (marego) in

Einhaltung des „Public Corporate

Höhe von 265 Tsd. EUR.

Governance Kodex“ im
Im

Geschäftsjahr 2014

Juni

2012

wurde

Landeshauptstadt
und

Gemäß dem Public Corporate Governance

der

zwischen

Magdeburg

MVB

eine

der

(Sozialamt)
Vereinbarung

geschlossen, in der sich die MVB verpflichtet,

Kodex (II., Pkt. 5 – Bericht zum Kodex)

Inhabern

wurde von der Geschäftsführung und dem

des

Fahrausweise

Aufsichtsrat der MVB eine gemeinsame

verkaufen.

Erklärung mit Datum vom 29.06.2015 für das

bei

abgerechnet.

bestätigt, dass die MVB im Geschäftsjahr

gegen
Die

monatlich

Geschäftsjahr 2014 abgegeben. Darin wurde

„Magdeburg

In

Passes“

Wertmarken

Wertmarken
der

zu

werden

Landeshauptstadt

diesem

Zusammenhang

erhielt die MVB im Jahr 2014 252 Tsd. EUR.

den Empfehlungen des Public Corporate

Für

Governance Kodex mit zwei Ausnahmen

die

Betreibung

Omnibusbahnhofes

entsprochen hat.

in

des

Zentralen

2014

wurden

gegenüber der Landeshauptstadt 116 Tsd.
EUR abgerechnet.

Weiterhin wurde versichert, dass die MVB
den Empfehlungen des Public Corporate

Weiterhin

Governance Kodex auch im Geschäftsjahr

sind

der

MVB

konsumtive

Zuwendungen gemäß § 8 ÖPNVG des

2015 entsprechen wird.

Landes Sachsen-Anhalt in Höhe von 6.077
Tsd. EUR und für den Ausgleich der

Auswirkungen des

Durchtarifierungsverluste aus den „marego-

Geschäftsjahres 2014 auf den

Tarif-Verträgen“ 512 Tsd. EUR zugeflossen.
Darüber hinaus erhielt die MVB Landesmittel

städtischen Haushalt

in Höhe von 130 Tsd. EUR, die entsprechend
vertraglicher Regelungen zum Ausgleich von

Im Jahr 2014 erhielt die MVB von der
Landeshauptstadt

Magdeburg

Harmonisierungs-verlusten der übrigen Ver-

als

tragspartner im Verbundgebiet erfolgsneutral

Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr

weitergeleitet wurden. Für die Finanzierung

Betriebskostenzuschuss-

der Magdeburger Regionalverkehrsverbund

vorauszahlungen in Höhe von 16.975 Tsd.

GmbH (marego) erhielt die MVB im Jahr

EUR (Vorjahr: 16.809 Tsd. EUR). Aus der

2014 Zuwendungen in Höhe von 265 Tsd.

Abrechnung des Jahres 2014 entsprechend

EUR. Die Zuwendungen beinhalten in Höhe

der Betrauungsvereinbarung resultiert ein

von 250 Tsd. EUR kommunale Mittel und in

Restanspruch der Landeshauptstadt in Höhe

Höhe von 15 Tsd. EUR Mittel des Landes

von 53 Tsd. EUR (Vorjahr: Restanspruch

Sachsen-Anhalt.

MVB in Höhe von 2.414 Tsd. EUR). Im
Geschäftsjahr 2014 enthält der Betriebskostenzuschuss
zur

öffentliche

Finanzierung

der

Zuwendungen
Magdeburger

90

Magdeburger Verkehrsgesellschaft mbH

Beteiligungen der Gesellschaft
Die 100%-ige Tochtergesellschaft MagdeDie MVB hält zum 31. Dezember 2014 zur

burger Verkehrsgesellschaft mbH wurde zur

Erfüllung ihres Unternehmenszwecks mehr-

Ausweitung

heitliche Beteiligungen an der

Busleistungen gegründet. Im Geschäftsjahr

der

Fremdvergabe

von

2014 wurden durchschnittlich ca. 35,5 % der
Magdeburger Weiße Flotte GmbH

Busleistungen erbracht. Das Stammkapital

(100 %)

beträgt zum 31. Dezember 2014 25.000,00

Magdeburger

Verkehrsgesellschaft

EUR, das Eigenkapital 91.365,20 EUR. Die

mbH (100 %)

Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2014

Mitteldeutsche

Verkehrsconsult

mit einem Jahresüberschuss von 7.158,73

GmbH (100 %)

EUR ab.

Mitteldeutsche Verkehrsflächen- und
Verkehrsmittelreinigung GmbH

Mitteldeutsche Verkehrsconsult GmbH

(51 %)
Gegenstand
Im

Geschäftsjahr

2014

konnten

die

Beratung,

des

Unternehmens

Planung

und

die

ist

die

weitere

Gesellschaften Magdeburger Weiße Flotte

Entwicklung und Forschung im Bereich des

GmbH, Magdeburger Verkehrsgesellschaft

Verkehrs- und Straßenbauwesens, deren

mbH und Mitteldeutsche Verkehrsflächen-

Baudurchführung und -überwachung sowie

und Verkehrsmittelreinigung GmbH Jahres-

die

überschüsse

Personalkonzeptionen und alle sonstigen

erwirtschaften.

Die

Beratung

für

Betriebsführungs-

und

Mitteldeutsche Verkehrsconsult GmbH weist

damit

für

Zusammenhang stehenden Geschäfte. Das

das

Geschäftsjahr

2014

einen

Jahresfehlbetrag aus.

unmittelbar

oder

mittelbar

im

Stammkapital beträgt 41.000,00 EUR. Das
Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2014

Magdeburger Weiße Flotte GmbH

225.853,99 EUR. Die Gesellschaft schloss
das

Gegenstand des Unternehmens ist das

Geschäftsjahr

2014

mit

einem

Jahresfehlbetrag von 42.471,20 EUR ab.

Betreiben der Schifffahrt, Durchführung und
Organisation

von

Veranstaltungen

ein-

Mitteldeutsche Verkehrsflächen- und

schließlich Märkte und sonstige Touristik-

Verkehrsmittelreinigung GmbH

und Serviceleistungen. Das Stammkapital
beträgt zum 31. Dezember 2014 150.000,00

Gegenstand des Unternehmens sind die

EUR. Alleinige Gesellschafterin ist die MVB.

Verkehrsmittel-

Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember

gung (insbesondere Fahrzeuge, Fahrwege,

2014 401.451,56 EUR. Die Gesellschaft

Gebäude) sowie sonstige Reinigungs- und

schloss das Geschäftsjahr 2014 mit einem

Pflegearbeiten.

Jahresüberschuss von 57.644,03 EUR ab.

(26.075,89 EUR) und Herr Günter Hartung,

91

und

Die

Verkehrsflächenreini-

MVB

hält

51

%

Duisburg, hält 49 % (25.053,30) der Anteile

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt

am Stammkapital. Das Eigenkapital zum 31.

25.000,00 EUR. Von der MVB werden 26 %

Dezember 2014 beträgt 131.066,70 EUR.

der Anteile (6.500,00 EUR) gehalten.

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr
2014

mit

einem

Jahresüberschuss

von

Darüber hinaus ist die MVB an der beka

1.063,60 EUR ab.

GmbH, Köln, mit einem Buchwert von
3.000,00 EUR beteiligt.

Beteiligungen

Magdeburger
GmbH – marego
Gegenstand

Gesamtbezüge der Mitglieder der

Regionalverkehrsverbund

Organe

des

Unternehmens

ist

die
Auf

Abstimmung, Ausgestaltung und Erfüllung
der

im

gemeinsamen

Interesse

der

Bezüge

des

Geschäftsführers wurde gemäß § 286 Abs. 4

der

HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge gemäß §

Gesellschafter zu koordinierenden Aufgaben

285 Nr. 9 Buchst. a HGB betrugen für das

im ÖPNV. Die MVB hält 39,9 % der Anteile.

Geschäftsjahr 2014 für den Aufsichtsrat

Das Stammkapital der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2014 beträgt

Angabe

7,6 Tsd. EUR.

25.000,00 EUR.

Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember
2014

70.278,36

EUR.

Die

Gesellschaft

Kurz- und mittelfristige

schloss das Geschäftsjahr 2014 mit einem

Unternehmensziele

Jahresüberschuss von 12.794,09 EUR ab.

Sport-

und

Surfclub

Dierhagen

Chancen

Strand

für

Entwicklung

Gesellschaft mbH & Co. KG

die

der

zukünftig

Gesellschaft

positive
sieht

die

Geschäftsführung in der im Jahr 2015
Der Gesellschaftszweck ist der Erwerb eines

abzuschließenden Revision des Verkehrs-

Erbbaurechts

in

verbundes marego. Die Revision soll den

Dierhagen sowie die Sanierung der auf dem

Erfolg der ersten Verbundjahre (Dezember

Grundstück stehenden Gebäude und die

2010 bis Dezember 2013) aufzeigen und die

Nutzung

deren

Grundlage für die Spitzabrechnung bilden.

haftende

Darüber hinaus werden die bis dato mittels

Gesellschafterin ist die Sport- und Surfclub

alteinnahmebasierten Einnahmeaufteilungs-

Dierhagen Strand Verwaltungs GmbH. Das

verfahren verteilten Einnahmen auf Basis

Kommanditkapital beträgt 1.041.100,00 EUR.

eines

Die MVB hält Kapitalanteile von 26 %

überprüft

(270.700,00 EUR).

Geschäftsführung

erwartet,

Gesellschaft

der

als

an

und

Grundstück

Ferienanlage

Vermietung.

Sport-

dem

und

Persönlich

Surfclub

Dierhagen

leistungsabhängigen
und

mit

ggf.

neu

Verfahrens
verteilt.

Die

dass

der

Anwendung

des

leistungsbasierten Verfahrens ein größerer

Strand

Anteil der Einnahmen aus der Tarifzone

Verwaltungs GmbH

92

Magdeburg zugeschieden wird und die bis

angelaufener

zum

Investitionsprojekte.

März

2013

durch

die

MVB

und

geplanter

auszugleichenden verbundbedingten Lasten
der

übrigen

Verkehrsunternehmen

Durch

nicht

die

Finanzkrise

ergaben

sich

angefallen sind und daher an die MVB

Downgradings amerikanischer − an US-

zurückfließen werden.

Cross-Border-Leasing Geschäften beteiligter
− Finanzpartner. Bei einigen kommunalen

Gemeinsam mit dem Aufgabenträger ist es

Unternehmen in Deutschland führte dies laut

das Ziel, auch im Jahr 2015 und in den

Medienberichten zu einem erforderlichen

Folgejahren einen qualitativ und quantitativ

Wechsel

hochwertigen ÖPNV für die Bürger der

zusätzlichen Besicherung. Durch die hohen

Landeshauptstadt

Sicherheitsanforderungen,

Magdeburg

sicherzu-

bereits

stellen.

der

bei

Institute

bzw.

zu

die

Vertragsabschluss

einer

die

MVB

an

diese

Geschäfte legte, war dies seit Ausbruch der
Finanzkrise bei unseren US-Cross-Border-

Risiken der künftigen Entwicklung

Leasing Geschäften nicht erforderlich. Einem
möglichen

Risiko

aus

dem

noch

Aufgrund der nicht kostendeckenden Tarife

bestehenden Geschäft begegnet die MVB

im ÖPNV erhält die Gesellschaft öffentliche

weiterhin

Zuwendungen. Diese Zuwendungen um-

Vertragsverpflichtungen.

fassen

Ausgleichszahlungen

Gesetz

zur

behinderter

Rehabilitation
Menschen

nach
und

(SGB

durch

aktives

Monitoring

der

dem
Die

Teilhabe

IX)

aus

dem

Juni-Hochwasser

resultierenden

sowie

Schäden

2013

stellen

die

Zuschüsse des Landes Sachsen-Anhalt und

Gesellschaft in 2015 und den Folgejahren

der

Stadt

Magdeburg.

Gesellschaft

auf

ist

die

weiterhin vor große Herausforderungen. Vor

öffentlichen

Zu-

allem

Damit

diese

der

nur

provisorisch

nutzbare

schüsse angewiesen und unterliegt somit in

Betriebshof Nord mit der zu integrierenden

besonderer

Hauptwerkstatt hat großen Einfluss auf die

Weise

politischen

Ent-

Betriebsabläufe

scheidungen und Gesetzesänderungen.

der

MVB.

Ohne

aus-

reichende Bereitstellung von Fördermitteln
Die

voranschreitende

ÖPNV

sowie

die

Aufgabenträgers

Liberalisierung

finanzielle
stellen

Lage

Risiken

wird

im

es

der

Gesellschaft

nur

schwer

gelingen, den Ersatzneubau zu realisieren.

des
mit

wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-,

Mit Datum vom 27. Januar 2015 wurden der

Finanz- und Ertragslage des Unternehmens

MVB Fördermittel gemäß der Richtlinie über

dar. Zudem haben die Einschränkungen bei

die

der

Beseitigung der Hochwasserschäden 2013

Gewährung

von

Fördermitteln

dem

Gewährung

von

Zuwendungen

Grunde und der Höhe nach wesentlichen

(Richtlinie

Einfluss

Anhalt 2013) für die Maßnahme Gleis- und

auf

die

Realisierung

bereits

Hochwasserschäden

zur

Sachsen-

Fahrleitungsanlage Herrenkrug inkl. End-

93

stellengebäude

i. H. v.

2.075 Tsd. EUR

gewährt. Die Beseitigung der Hochwasserschäden an der Strecke zum Herrenkrug soll
bis 2016 abgeschlossen sein.

In den Jahren 2012 und 2013 verhängte das
Bundeskartellamt

Bußgelder

gegen

Hersteller und Lieferanten von Schienen
wegen Preis- und Kundenschutzabsprachen
(sogenanntes „Schienenkartell“). Die MVB
wurde

im

Kartellzeitraum

Unternehmen

des

von

Kartells

einem

unmittelbar

beliefert und hat in 2013 gegen dieses
Strafanzeige erstattet sowie Schadensersatzansprüche geltend gemacht. Das Landesverwaltungsamt

Sachsen-Anhalt

prüft

derzeit, ob und in welchem Umfang die
Rückforderung von Fördermitteln in Betracht
kommen kann, da die Auszahlung der
Fördermittel

auf

einer

zu

hohen

Be-

messungsgrundlage beruht haben könnte.
In den Folgejahren werden umfangreiche
Baumaßnahmen sowohl der Gesellschaft als
auch der Landeshauptstadt Magdeburg und
anderer Unternehmen großen Einfluss auf
die Leistungserbringung der MVB haben.
Insbesondere

ist

hier

die

geplante

Maßnahme „Eisenbahnüberführung ErnstReuter-Allee“ zu nennen. Die MVB wird
während der gesamten Bauzeit die Baustelle
nur eingleisig passieren können und steht
daher vor der Herausforderung trotz dieser
Einschränkung während der mehrjährigen
Bauzeit einen attraktiven und reibungslosen
ÖPNV

anzubieten.

Abwanderung
umfangreichen
Liniennetzes

Dem

von

Risiko

der

soll

mit

Kunden
Anpassungen

sowie

einer

des

Leistungs-

erweiterung entgegengewirkt werden.

94

Beteiligungen der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (Stand: Juni 2015)

Magdeburger Weiße Flotte
GmbH

Magdeburger
Verkehrsgesellschaft mbH

Mitteldeutsche Verkehrsflächen- u. Verkehrsmittelreinigungs GmbH

Stammkapital 150 Tsd. EUR

Stammkapital 25 Tsd. EUR

Stammkapital 51,1 Tsd. EUR

100 % MVB

100 % MVB

51 % MVB

Mitteldeutsche
Verkehrsconsult GmbH
Stammkapital 41 Tsd. EUR

100 % MVB

Magdeburger Verkehrsbetriebe
GmbH & Co. KG
Stammkapital 22 Mio. EUR
100 % städtische Gesellschaft

Sport- und Surfclub Dierhagen
Strand Verwaltungs GmbH
Stammkapital 25 Tsd. EUR

26 % MVB

MVB-Verwaltungs-GmbH
Kompl.

beka GmbH

Magdeburger Regionalverbund GmbH-marego.

Sport- u. Surfclub Dierhagen
Strand Gesell. mbH & Co. KG

Stammkapital 335,3 Tsd. EUR

Stammkapital 25 Tsd. EUR

1 % MVB

Stammkapital 1.041,1 Tsd. EUR

39,9 % MVB

26 % MVB

M I T U N S B L E I B E N S I E B E W E G L I C H.
95

Sonstige wirtschaftliche Daten

Aufwandsdeckungsgrad (Zahlen in Tsd. EUR)

60.000

59.836

57.639
58.587

58.130
57.702

54.747
54.484 54.016
51.636
52.754 53.520

55.545

50.000
40.000

33.544

30.00032.658

32.569

31.793
33.224 35.385
34.791

31.517

34.420
32.361

35.618

32.846

20.000
10.000
0
2003 2004 2005 2006

2007 2008 2009 2010
2011 2012 2013 2014
Jahr
Erlöse ohne Zuschüsse
Aufwendungen

In der Verkehrswirtschaft wird im Bereich des ÖPNV der Aufwandsdeckungsgrad als Kennzahl zur
Wirtschaftlichkeit des Unternehmens ermittelt. Er weist aus, zu welchem Anteil die Erlöse die Aufwendungen des Unternehmens decken.
Für die Ermittlung des Aufwandsdeckungsgrades wurden gemäß dem Berechnungsschema des
Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen die erhaltenen Zuwendungen aus Landesmitteln sowie die Zuschüsse der Landeshauptstadt Magdeburg nicht berücksichtigt.
Danach errechnet sich folgender Deckungsgrad:
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014

54,6 %
57,3 %
59,7 %
58,6 %
59,1 %
59,7 %
61,4 %
61,6 %
63,9 %
61,5 %
61,3 %
61,3 %

96

Erträge aus Verkehrsleistungen (mit Ausgleichszahlungen Ausbildungsverkehr, Erstattung § 148 SGB IX)
35,00

27,9

30,00
27,1
25,0

Mio. EUR

25,00

29,7
28,5

28,3
26,1

25,7

25,1

25,8

26,5

26,5

26,8

24,4

20,00

15,00

10,00

5,00

0,00

2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Jahr

97

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

%

31.12.2011

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2013

31.12.2012

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2014

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen

1.300,0
77.621,0
539,0
79.460,0

Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Forderungen gegen verb. Unternehmen
Forderungen gegen beteil. Unternehmen
Sonstige Vermögensgegenstände
Wertpapiere
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

1.121,0
1.712,0
162,0
6,0
2.141,0
0,0
20.929,0
101,0
26.172,0

105.632,0

Gesamtvermögen

0,0

1.020,0
80.404,0
539,0
81.963,0

25

26.106,0

1.497,0
916,0
175,0
215,0
1.955,0
0,0
15.914,0
108,0
20.780,0

100

26.106,0

102.743,0

75

0,0

669,0
83.128,0
539,0
84.336,0

20

20.714,0

1.684,0
1.085,0
246,0
200,0
3.748,0
0,0
17.598,0
111,0
24.672,0

100

20.714,0

109.008,0

60

0,0

21.986,0
36.963,0
0,0
57,0
482,0
59.488,0

0

0,0

203,0

80

0,0

348,0
80.988,0
623,0
81.959,0

23

24.633,0

1.753,0
990,0
220,0
5,0
5.159,0
0,0
11.517,0
113,0
19.757,0

19

19.731,0

2.276,0
1.249,0
241,0
5,0
1.876,0
0,0
12.800,0
197,0
18.644,0

100

24.633,0

101.716,0

100

19.731,0

97.738,0

100

18.630,0

55

0,0

21.986,0
34.964,0
0,0
57,0
606,0
57.613,0

57

0,0

21.986,0
34.964,0
0,0
95,0
506,0
57.551,0

59

0,0

0

0,0

161,0

0

0,0

52,0

0

0,0

45

20.285,0

1.717,0
6.296,0
26.390,0
4.688,0
424,0
305,0
85,0
4.037,0
43.942,0

43

16.459,0

1.711,0
5.679,0
24.854,0
2.743,0
652,0
233,0
239,0
4.024,0
40.135,0

41

13.240,0

100

20.285,0

101.716,0

100

16.459,0

97.738,0

100

13.240,0

77

81

0,0

639,0
77.832,0
623,0
79.094,0

81

0,0

19

18.630,0

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage (ab 2012 Rücklagen)
Gewinnrücklagen
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

Sonderposten für Investitionszulage
Rückstellungen f. Pensionen u.ä.
Sonstige Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verbindl. geg. verb. Unternehmen
Verbindl. geg. beteil. Unternehmen
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

Kapital

21.986,0
37.687,0
3.776,0
33,0
553,0
64.035,0

61

0,0

21.986,0
35.187,0
3.777,0
57,0
536,0
61.543,0

288,0

0

0,0

245,0

40

14.065,0

2.033,0
7.603,0
26.371,0
4.586,0
382,0
297,0
3.970,0
4.075,0
49.317,0

100

14.065,0

109.008,0

2.007,0
11.764,0
17.805,0
3.528,0
317,0
102,0
1.049,0
4.737,0
41.309,0

39

14.710,0

2.055,0
8.570,0
21.366,0
3.480,0
348,0
234,0
697,0
4.205,0
40.955,0

105.632,0

100

14.710,0

102.743,0

98

Ertragslage
2010

2011

Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen
Andere Erträge

%

2013

2012

Tsd. EUR

%

Tsd. EUR

%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

31.505,0
149,0
19.533,0

61,5
0,3
38,2

32.282,0
48,0
19.154,0

62,7
0,1
37,2

33.382,0
321,0
19.299,0

63,0
0,6
36,4

33.540,0
60,0
22.692,0

59,6
0,1
40,3

37.662,0
20,0
20.954,0

64,2
0,1
35,7

51.187,0

100,0

51.484,0

100,0

53.002,0

100,0

56.292,0

100,0

58.636,0

100,0

11.130,0
28.618,0
6.602,0
20,0
3.697,0

21,7
55,9
12,9
0,0
7,2

12.684,0
28.722,0
6.328,0
81,0
4.063,0

24,6
55,8
12,3
0,2
7,9

13.481,0
28.031,0
6.238,0
78,0
3.886,0

25,4
52,9
11,8
0,1
7,3

14.041,0
28.297,0
6.697,0
90,0
4.555,0

24,9
50,3
11,9
0,2
8,1

16.266,0
29.557,0
6.460,0
86,0
4.868,0

27,7
50,5
11,0
0,1
8,4

Betriebsaufwand

50.067,0

97,8

51.878,0

100,8

51.714,0

97,6

53.680,0

95,4

57.237,0

97,7

Betriebsergebnis

1.120,0

2,2

-394,0

-0,8

1.288,0

2,4

2.612,0

4,6

1.399,0

2,3

56,0
-728,0
105,0

0,1
-1,4
0,2

0,0
-942,0
1.872,0

0,0
-1,8
3,6

116,0
-910,0
-12,0

0,2
-1,7
0,0

0,0
-1.028,0
-978,0

0,0
-1,8
-1,7

0,0
-893,0
0,0

0,0
-1,5
0,0

553,0

1,1

536,0

1,0

482,0

0,9

606,0

1,1

506,0

0,8

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

553,0

1,1

536,0

1,0

482,0

0,9

606,0

1,1

506,0

0,8

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Beteiligungsergebnis
Finanzergebnis
Neutrales Ergebnis

Ergebnis vor Ertragssteuern
Ertragssteuern

Jahresergebnis

99

MVB-VERWALTUNGS-GMBH

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Otto-von-Guericke-Str. 25,
39104 Magdeburg
Tel. 0391/548-0, Fax 0391/5430046
E-Mail: info@mvbnet.de
Internet: www.mvbnet.de
Gründungsjahr: 2012
Handelsregister:
HR B 18151 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 30.000 EUR
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Gegenstand des Unternehmens ist die
Beteiligung sowie die Übernahme der
persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei der Magdeburger Verkehrsbetriebe
GmbH & Co. KG.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
100 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Frau Birgit Münster-Rendel
Gesellschafterversammlung:
Herr Dr. Lutz Trümper
(Oberbürgermeister der
Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Jürgen Canehl (Stadtrat)
Herr Gunther Kräuter (Stadtrat)
Herr Dr. Klaus Kutschmann
(Stadtrat)
Herr Chris Scheunchen (Stadtrat)

Stand: 30.09.2015

100

Errichtung der Gesellschaft

Stand der Erfüllung des
öffentlichen Zwecks

Die MVB-Verwaltungs-GmbH wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß

18.04.2012 mit einem Stammkapital in Höhe

§ 128 KVG LSA besteht zusammen mit der

von 30.000,00 EUR gegründet und am

Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co.

18.05.2012 ins Handelsregister eingetragen.

KG in der Beförderung von Personen im
ÖPNV in der Landeshauptstadt Magdeburg

Die Gründung der Gesellschaft erfolgte aus

und der Umgebung. Dazu ist das Vorhalten

steuerrechtlichen Gründen, da die Landes-

einer Komplementärgesellschaft notwendig.

hauptstadt Magdeburg einen steuerlichen

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks ist

Querverbund zwischen der Magdeburger

somit gewährleistet.

Verkehrsbetriebe GmbH und der Städtische
Werke Magdeburg GmbH mittels Personengesellschaftsmodell in 2012 hergestellt hat.

Jahresabschluss 2014 und

Dazu wurden die bisherige Städtische Werke

Abschlussprüfer

Magdeburg GmbH und die bisherige Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH jeweils in

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

eine Kommanditgesellschaft umgewandelt.

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden von

Für die Übernahme der persönlichen Haftung

der CT Llyod GmbH, Wirtschaftsprüfungsge-

und der Geschäftsführung wurde die Grün-

sellschaft, geprüft und erhielten einen unein-

dung von Komplementärgesellschaften not-

geschränkten Bestätigungsvermerk. Die Prü-

wendig. Für die Magdeburger Verkehrsbe-

fung umfasste die gemäß §§ 316 ff. HGB

triebe GmbH & Co. KG ist das die MVB-

durchzuführende Abschlussprüfung.

Verwaltungs-GmbH. Die Beteiligungsverhältnisse sind identisch mit der Magdeburger

Der

Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG.

Gesellschafterversammlung

wird

empfohlen, der Geschäftsführung für das
Geschäftsjahr 2014 Entlastung zu erteilen,
den Jahresüberschuss 2014 in Höhe von

Struktur der Gesellschaft

194,34 EUR mit dem Verlustvortrag in Höhe
von 1.419,14 EUR zu verrechnen und den
Die

MVB-Verwaltungs-GmbH

beschäftigt

saldierten Betrag auf neue Rechnung vorzu-

kein eigenes Personal, da sie keine Ge-

tragen, zum Abschlussprüfer für das Ge-

schäftstätigkeit im eigentlichen Sinne ausübt.

schäftsjahr 2015 erneut die CT Llyod GmbH,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zu bestellen.

101

Auswirkungen des
Geschäftsjahres 2014
auf den städtischen Haushalt
Die Gesellschaft erhält keine Zuschüsse aus
dem städtischen Haushalt der Landeshauptstadt Magdeburg.

Beteiligungen der Gesellschaft
Die Gesellschaft ist als Komplementärin ohne Einlage an der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG beteiligt.

Gesamtbezüge der Mitglieder der
Organe
Die Geschäftsführung erhält ihre Bezüge von
der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH &
Co. KG.

102

Ertragslage

Vermögenslage
2013

2012
Tsd. EUR

%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

31.12.2012
%

gesamt

Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Andere Erträge

0,0
3,0

0,0
4,2

2,3 k.A.

3,0 k.A.

4,2 k.A.

0,0
0,0
0,0
0,0
2,2

0,0
0,0
0,0
0,0
4,6

0,0
0,0
0,0
0,0
4,1

Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Umlaufvermögen/RAP

0,9
30,8
31,7

Gesamtvermögen

31,7

Betriebsaufwand

2,2 k.A.

4,6 k.A.

4,1 k.A.

Kapital

Betriebsergebnis

0,1 k.A.

-1,6 k.A.

0,1 k.A.

Gezeichnetes Kapital
Gewinnvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

Anlagevermögen

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Ergebnis vor Ertragssteuern
Ertragssteuern

Jahresergebnis

0,1
0,0
0,2 k.A.
-0,1

0,1 k.A.

0,1
0,0
-1,5 k.A.
0,0

-1,5 k.A.

0,1
0,0
0,2 k.A.
0,0

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen

0,0
2,3

Betriebsleistung

31.12.2013

kurzfristig

Steuerrückstellungen
sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Fremdkapital

0,0

30,0
0,0
0,1
30,1

0

0,0

0,0

100

31,7

2,3
32,5
34,8

100

31,7

34,8

0,0

30,0
0,1
-1,5
28,6

95

0,0
1,5
0,1
1,6

5

1,6

0,0
3,2
3,0
6,2

31,7

100

1,6

34,8

0

0,0

0,0

0

0,0

100

34,8

1,2
32,0
33,2

100

33,2

100

34,8

33,2

100

33,2

0,0

30,0
-1,4
0,2
28,8

87

0,0

18

6,2

0,0
3,3
1,1
4,4

13

4,4

100

6,2

33,2

100

4,4

82

0,2 k.A.
Kapital

103

SCHIFFSHEBEWERK MAGDEBURG-ROTHENSEE NICHT
RECHTSFÄHIGE ANSTALT DES ÖFFENTLICHEN RECHTS
-SCHIFFSHEBEWERK-

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Landeshauptstadt Magdeburg,
Dezernat III/Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee
39090 Magdeburg
Tel. 0391/540 2666
Gründungsjahr: 2012
Rechtsform: nicht rechtsfähige Anstalt öff. Rechts
Unternehmensgegenstand:
Aufgabe der Anstalt ist das Schiffshebewerk
Magdeburg-Rothensee als technisches Denkmal für
die Benutzer in funktionierendem Betrieb erlebbar
zu machen. Die Landeshauptstadt Magdeburg
fördert die Wiederinbetriebnahme und den sicheren
Weiterbetrieb des Schiffshebewerkes sowie seine
Erhaltung in einem denkmalgerechten funktionsfähigen Zustand finanziell und personell durch ihre
gemeinnützige Anstalt.
Zu den Aufgaben der Anstalt gehört neben der
Erhaltung des Schiffshebewerkes als funktionsfähiges technisches Denkmal insbesondere
- die Wiederinbetriebnahme des Schiffshebewerkes
- die Sicherstellung des laufenden Betriebes bis
zum 31.10.2022
- die Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung
bei der Nutzung der Land- und Wasserflächen,
der Betriebsgebäude und der Anlagen
- der Schutz von Natur und Landschaft, der
Gewässer und des Bodens vor Wasser- und Bodengefährdenden Stoffe, die durch den Betrieb der
Anlage oder durch deren Nutzung entstehen
- Herstellung des vertrags- und denkmalgerechten
Zustandes der Nutzflächen und des Schiffshebewerkes bei Vertragsende.

Organe der Anstalt
Anstaltsgewalt:
Herr Dr. Lutz Trümper
Werkleitung:
leitender Ingenieur
Herr Marcel Bremer
Verwaltungsrat:
Herr Rainer Nitsche
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Jürgen Canehl (Stadtrat)
Herr Christian Hausmann (Stadtrat)
Herr Wigbert Schwenke (Stadtrat)
Frau Regina Frömert (sachkundige
Bürgerin)
Herr Hartewig (Sachverständiger
mit beratender Funktion)

Stand: 30.09.2015

104

• Instandhaltung der Schleusentore und

Struktur der Gesellschaft

die Schmierung der Anlage sowie
• Rostschutzmaßnahmen incl. Korro-

Zum 31.12.2014 waren im Schiffshebewerk

sionsschutz.

neben dem Betriebsleiter zwei gewerbliche
Arbeitnehmer beschäftigt.

Realisiert wurden die Maßnahmen mit Hilfe
von Fördermitteln des Landes SachsenAnhalt. Es wurden Mittel in Höhe von

Stand der Erfüllung des

4.291,14 EUR in die Planung und 166.878,11

öffentlichen Zwecks

EUR in die Instandsetzung investiert, um den
Erhalt und die sichere Betreibung zu gewährleisten.

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß
§ 128 KVG LSA besteht in der Erhaltung des
technischen Denkmals in einem funktionstüchtigen und denkmalgerechten Zustand.

Auswirkungen des

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks ist

Geschäftsjahres 2014 auf den

somit weiterhin gewährleistet.

städtischen Haushalt
Im Jahr 2014 wurden insgesamt 313.732

Geschäftsverlauf 2014

EUR für Personalausgaben und Maßnahmen
der Instandsetzung, Instandhaltung sowie
Nach der Wiederinbetriebnahme des Schiffs-

der Bewirtschaftung des Schiffshebewerkes

hebewerks Magdeburg-Rothensee im August

aufgewendet. Dem stehen Erträge in Höhe

2013 galt es im Jahr 2014 das Schiffshebe-

von 197.827 EUR gegenüber. Diese setzen

werk für den ersten saisonalen Betrieb zu

sich aus der Gewährung von Fördermitteln

rüsten. Bereits 2013 begonnene Instandset-

des Landes Sachsen-Anhalt in Höhe von

zungsmaßnahmen wurden fertiggestellt so-

146.500,00 EUR, Zuschüssen der umliegen-

wie mit der Planung und Umsetzung notwen-

den Kommunen in Höhe von 35.000,00 EUR,

diger Sicherungsmaßnahmen für den weite-

Spenden vom Verein Technische Denkmale

ren Betrieb begonnen und teilweise abge-

und

schlossen.

sonstige

Spenden

in

Höhe

von

10.629,00 EUR sowie Einnahmen aus Hebungen

Die wichtigsten Instandsetzungs- und In-

und

Führungen

im

Höhe

von

5.698,00 EUR zusammen.

standhaltungsmaßnahmen waren:
• die Sanierung der Niedergänge zu den
Trogkammern Süd/Nord,

Kurz- und mittelfristige

• die Erneuerung der KKS Anlage Trog-

Unternehmensziele

brücke (TK Nord und Süd),
• die Erneuerung der Kabel, Leitungen,

Nach der Wiederinbetriebnahme des Schiffs-

Anzeigen,

hebewerkes im Sommer 2013 sind der

105

sichere Weiterbetrieb des Schiffshebewerkes
sowie seine Erhaltung in einem denkmalgerechten funktionsfähigen Zustand vorrangiges Ziel. Die stärkere touristische Vermarktung des Schiffshebewerkes zum Beispiel
durch die Erweiterung von Führungen durch
das Schiffshebewerk, verschiedene Einzelaktionen und die Einbeziehung der Umlandgemeinden sind weitere Unternehmensziele.

106

Unterabschnitt 3.3
Wirtschafts- und
Beschäftigungsförderung

107

AQB GEMEINNÜTZIGE GESELLSCHAFT FÜR AUSBILDUNG,
QUALIFIZIERUNG UND BESCHÄFTIGUNG MBH
- AQB -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Morgenstr. 10,
39124 Magdeburg
Tel. 0391/727260-100, Fax 0391/72726-111
E-Mail: info@aqb-md.de
Gründungsjahr: 1991
Handelsregister:
HR B 102773 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 50.000 DM
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungsstruktur sowie die Wohlfahrtspflege, Jugend- und
Altenpflege in Magdeburg, insbesondere:
- Ausbildung und Qualifizierung
a) Erstausbildung von kaufmännischen und
technisch-gewerblich Auszubildenden, die von
Arbeitslosigkeit bedroht sind,
b) die Umschulung und Qualifizierung von
Arbeitslosen oder von Arbeitslosigkeit bedrohten
Arbeitnehmern,
c) die weitere, insbesondere auch praktische
Qualifizierung von Absolventen von Hoch- und
Fachhochschulen;
- Weiterbildung zur Aufholung eines technischen und
dienstleistungsbezogenen Rückstandes;
- Vorbereitung und begleitende Betreuung bei der
Durchführung von Projekten wie Sicherstellung der
Finanzierung, insbesondere unter Berücksichtigung
von Mitteln der Arbeitsförderung;
- Selbstlose Unterstützung von Personen mit nur
geringen Bezügen i.S.v. § 53 Nr. 2 AO;
- Mitwirkung bei der Betreuung von Jugendlichen und
alten Menschen.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
100 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Frau Alexandra Rießler
Gesellschafterversammlung:
Herr Günther Klaffehn
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Frau Birgit Steinmetz (Stadträtin)
Frau Jenny Schulz (Stadträtin)
Herr Daniel Kraatz (Stadtrat)
Herr Alfred Westphal (Stadtrat)
Verwaltungsrat:
Herr Frank Fahlke (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Wigbert Schwenke (Stadtrat)
Herr Manuel Rupsch (Stadtrat)
Frau Monika Zimmer (Stadträtin)
Frau Beate Wübbenhorst (Stadträtin)
Herr Tom Assmann (Stadtrat)
Herr Klaus Herbstreit (IHK
Magdeburg)
Herr Klaus-Günther Zehm
(Kreishandwerkerschaft Elbe-Börde)
Herr Günter Oelze (IG Metall
Magdeburg)
Herr Jürgen Mory (ver.di Magdeburg)

Stand: 30.09.2015

108

im Vergleich zum Vorjahr jedoch nicht we-

Struktur der Gesellschaft

sentlich verändert.

Die AQB Gemeinnützige Gesellschaft für

Nicht partizipiert von den wirtschaftlichen

Ausbildung, Qualifizierung und Beschäfti-

Verhältnissen haben die Personen, die schon

gung mbH beschäftigte zum 31.12.2014 im

seit längerer Zeit arbeitslos sind bzw. die

Management unbefristet 9 Mitarbeiter.

über multiple Vermittlungshemmnisse verfügen. Besonders betroffen sind Personen

Das Management gliedert sich in die Sach-

ohne

gebiete Finanzen mit drei Mitarbeitern sowie

Menschen mit gesundheitlichen Einschrän-

in die Sachgebiete Projektarbeit, Personal

kungen, Drogenkranke etc. Auch die fehlen-

und

de Mobilität stellt ein erhebliches Vermitt-

Arbeitssicherheit/Technik

mit jeweils

Schul-

und/oder

Berufsabschluss,

lungshemmnis dar.

zwei Mitarbeitern.

Es ist und bleibt die Hauptaufgabe der AQB,

Stand der Erfüllung des

gerade den Personen, die auf dem regulären

öffentlichen Zwecks

Arbeitsmarkt so gut wie chancenlos sind,
Unterstützung dahingehend zukommen zu
lassen, ihnen sinnvolle Beschäftigungsange-

Im Rahmen der Erarbeitung des Beteili-

bote zu unterbreiten, in denen sie sich neue

gungsberichtes wurde geprüft, ob die Beteili-

Kenntnisse aneignen, vorhandenes Wissen

gung noch einen öffentlichen Zweck und

und Können auffrischen, aber insbesondere

damit die Grundvoraussetzung einer wirt-

auch Schlüsselqualifikationen wie Pünktlich-

schaftlichen Betätigung der Gemeinde ge-

keit, Teamfähigkeit etc. erlangen. Eine Stei-

mäß § 128 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KVG LSA

gerung

erfüllt. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks

des

Selbstbewusstseins/Selbst-

wertgefühls der Teilnehmer ist in allen Maß-

gemäß § 128 KVG LSA besteht in der Be-

nahmen zu verzeichnen.

reitstellung von sozialverträglichen Alternativen zum 1. Arbeitsmarkt, um einen entschei-

Wie auch in den letzten Jahren hat sich die

denden Beitrag zur Milderung der Arbeitslo-

AQB intensiv an der Umsetzung des ar-

sigkeit und deren Folgen für die Landes-

beitsmarktpolitischen Programms der Lan-

hauptstadt Magdeburg zu leisten. Die Erfül-

deshauptstadt Magdeburg beteiligt. Die Fi-

lung des öffentlichen Zwecks ist somit wei-

nanzierung der arbeitsförderlichen Projekte

terhin gewährleistet.

erfolgte in 2014 hauptsächlich durch das
Jobcenter

Geschäftsverlauf 2014

Landeshauptstadt

Magdeburg,

den Europäischen Sozialfonds, Landesmittel
sowie den Verlustausgleich der Landeshauptstadt Magdeburg.

Das Jahr 2014 ist auf die Gesamtsituation
am Arbeitsmarkt in Deutschland gesehen als
ein positives Jahr zu bewerten, die Situation

Am 16. Dezember 2013 fand die jährliche

in der Landeshauptstadt Magdeburg hat sich

Trägerinformationsveranstaltung im Jobcen-

109

ter statt. Dort wurden die Vergleichszahlen

te

Beschäftigtenzahl

der letzten Jahre und auch die prognostizier-

(30.09.) mit (718).

lag

im

September

ten Eintrittszahlen für 2014 bekannt gegeben. In 2014 wurde ein Umfang von 4,1 Mio.

Am 8. Juli fanden die Rezertifizierung nach

EUR zur Maßnahmeförderung angekündigt.

AZAV sowie das Überprüfungsaudit des

Damit können ca. 1.320 Neueintritte in Ar-

Qualitätsmanagementsystems nach DIN ISO

beitsgelegenheiten in der Stadt Magdeburg

9001:2008 durch die TÜV Managementser-

finanziert werden. Die AQB hat fristgerecht

vice GmbH München erfolgreich statt.

die Interessensbekundungen für das Jahr
2014 im Jobcenter eingereicht (94 Maßnah-

Im Jahr 2014 konnten 31 Maßnahmeteil-

men mit 885 Teilnehmern). Wie bereits im

nehmer in den Arbeitsmarkt bzw. eine ge-

Vorjahr strebt das Jobcenter an, die Maß-

ringfügige Beschäftigung vermittelt werden

nahmen, die bis 31. Januar 2014 bewilligt

(davon 19 Frauen). 8 Teilnehmer wurden in

waren, fortzuführen.

eine Berufsausbildung/Umschulung vermittelt. Qualifizierungen sind im Rahmen von

So konnte die AQB das Jahr 2014 mit insge-

Arbeitsgelegenheiten seit dem 1. April 2012

samt 663 Mitarbeitern (davon 616 in Arbeits-

nicht mehr möglich.

gelegenheiten oder Bürgerarbeit) beginnen
(zum Jahresende 2013 waren insgesamt 670

Zum 01.10.2014 wurde der Bereich „Perso-

Personen beschäftigt). Verlängert werden

nalvermittlung“ wieder mit 2 Personen be-

konnten zum 1. Februar ohne Unterbrechung

setzt, um die Möglichkeit der Arbeitsvermitt-

9 Maßnahmen mit 129 Teilnehmern.

lung auf Vermittlungsgutschein als ein Aufgabengebiet wieder verstärkt in den Geschäftsbetrieb mit einzubeziehen.

Am durch das Bundesland Sachsen-Anhalt
initiierten Förderprogramm (Aktiv zur Rente
plus) beteiligte sich die AQB mit 4 Maßnah-

Jahresabschluss 2014 und

men und insgesamt 53 Teilnehmern.

Abschlussprüfer
Hinsichtlich der Bürgerarbeit war die Beschäftigtenentwicklung relativ konstant, wenn

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

auch sehr bewegt. Ein steter Anstieg der

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden von

Beschäftigtenzahlen in Arbeitsgelegenheiten

der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC AG

ist ab März zu verzeichnen. Parallel dazu ist

geprüft und dem Jahresabschluss ein unein-

das Auslaufen der Projekte im Programm

geschränkter

Bürgerarbeit ersichtlich. Fast alle Projekte

Die Prüfung umfasste neben der gemäß §§

konnten problemlos aus Bürgerarbeit in Ar-

316 ff. HGB durchzuführenden Abschluss-

beitsgelegenheiten überführt werden.

prüfung die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit

Bestätigungsvermerk

erteilt.

der Geschäftsführung gemäß § 53 HGrG.
Die geringste Beschäftigtenzahl wurde im

Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014

Dezember (31.12.) erreicht (524), die höchs-

wurde vom Verwaltungsrat der Gesellschaft

110

am 10.06.2015 zustimmend zur Kenntnis

2. Die Gemeinnützige Gesellschaft für Aus-

genommen und der Gesellschafterversamm-

bildung, Qualifizierung und Beschäftigung

lung zur Beschlussfassung empfohlen. Die

mbH wird den Empfehlungen des Public

Beschlussfassung durch die Gesellschafter-

Corporate Governance Kodex auch im

versammlung ist noch nicht erfolgt. Sollte der

Geschäftsjahr 2015 entsprechen.

Empfehlung des Verwaltungsrates gefolgt
werden, wird der Geschäftsführerin und dem

Gemäß dem Kodex Abschnitt I, Punkt 2.3.4,

Verwaltungsrat für das Geschäftsjahr 2014

4. Absatz wurde ein Bericht des Verwal-

Entlastung erteilt, der Jahresfehlbetrag mit

tungsrates an die Gesellschafterversamm-

dem geleisteten Verlustausgleich der Lan-

lung zum Geschäftsjahr 2014 am 10.06.2015

deshauptstadt Magdeburg verrechnet, der

erstellt. Inhaltlich entspricht er den Anforde-

nicht verrechenbare Verlustausgleich an den

rungen des Kodex.

städtischen Haushalt zurückgeführt und zum
Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015

Auswirkungen des Geschäfts-

die PwC AG bestellt.

jahres 2014 auf den städtischen
Haushalt

Einhaltung des „Public Corporate
Governance Kodex“ im

Die Gesellschaft erhielt im Jahr 2014 einen

Geschäftsjahr 2014

unterjährigen Verlustausgleich in Höhe von
1.498,6 Tsd. EUR aus dem Verwaltungs-

Gemäß dem Public Corporate Governance

haushalt der Landeshauptstadt Magdeburg.

Kodex (II.,Pkt. 5 – Bericht zum Kodex) wurde

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres

von der Geschäftsführung und dem Verwal-

2014 in Höhe von 1.316,4 Tsd. EUR soll

tungsrat der AQB folgende gemeinsame

vollständig mit dem an die Gesellschaft ge-

Erklärung mit Datum vom 04.03.2015 für das

leisteten Verlustausgleich verrechnet und der

Geschäftsjahr 2014 abgegeben:

Restbetrag in Höhe von 182,2 Tsd. EUR an
den städtischen Haushalt zurückgeführt wer-

„Geschäftsführung und Verwaltungsrat der

den. Eine diesbezügliche Empfehlung des

Gemeinnützigen Gesellschaft für Ausbildung,

Verwaltungsrates erfolgte in der Sitzung am

Qualifizierung und Beschäftigung mbH erklä-

10.06.2015. Der entsprechende Gesellschaf-

ren gemäß dem Public Corporate Gover-

terbeschluss liegt derzeit noch nicht vor.

nance Kodex:

1. Die Gemeinnützige Gesellschaft für Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung
mbH hat im Geschäftsjahr 2014 den
Empfehlungen

des

Public

Corporate

Governance Kodex entsprochen.

111

Beteiligungen der Gesellschaft

Der Bund legt für das Jahr 2015 das Programm „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ auf, ge-

Zum 31.12.2014 werden keine Anteile an

fördert werden 10.000 Stellen bundesweit bis

verbundenen Unternehmen gehalten bzw.

zum 31.12.2018. Die Teilnahme an diesem

bestehen keine Beteiligungen.

Programm soll bis 30.06.2015 durch die Jobcenter beim Bundesverwaltungsamt beantragt werden. Die AQB wird sich mit ca. 140

Gesamtbezüge der Mitglieder

Stellen in das Interessenbekundungsverfah-

der Organe

ren einbringen.

Hinsichtlich der Vergütung der Geschäftsfüh-

Das Land Sachsen-Anhalt hat einen Entwurf

rung wird von der Schutzklausel des § 286

für verschiedene Beschäftigungsprogramme

Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Ge-

beginnend ab 2016 aufgelegt, die Förderung

samtbezüge nach § 285 Abs. 9 Buchstabe a

erfolgt aus ESF-Mitteln. Die Beteiligung an

HGB betrugen für das Geschäftsjahr 2014 für

diesem Programm wird die AQB nach Pro-

den Verwaltungsrat 1,7 Tsd. EUR.

grammverabschiedung prüfen.

Da abzusehen ist, dass die Förderung über

Kurz- und mittelfristige

das Jobcenter – insbesondere Arbeitsgele-

Unternehmensziele

genheiten mit Mehraufwandsentschädigung
– in den nächsten Jahren weiterhin rückläufig

Da abzusehen ist, dass sich die finanziellen

sein wird, wurden beim TÜV Süd 5 Maß-

Mittel auf Bundesebene auch in den nächs-

nahmen (Aktivierung und berufliche Einglie-

ten Jahren verringern werden, wurde für das

derung) zur Zertifizierung beantragt.

Jahr 2014 erstmals in der Landeshauptstadt
Magdeburg ein neues Verfahren installiert.

Die AQB sieht auch in den nächsten 5 Jah-

Alle Bedarfsträger/Einsatzstellen haben bis

ren ihr Hauptziel weiterhin darin, Personen,

zu einem bestimmten Datum ihre Wünsche

die aufgrund multipler Vermittlungshemmnis-

auf arbeitsförderliche Maßnahmen bei der

se vom Arbeitsmarkt besonders benachteiligt

AQB eingereicht. Diese wurden listenmäßig

sind, zu beschäftigen, zu qualifizieren, zu

erfasst und nach einer festgelegten Bewer-

integrieren und für den regulären Arbeits-

tungsmatrix bewertet (öffentliches Interesse,

markt fit zu machen.

Vermittlungschancen,

Teilnehmerakquise).

Die Bewertung erfolgte nach einem Punk-

Risiken der künftigen Entwicklung

teschema, so dass es im Abschluss eine
Prioritätenliste gab, die dem Jobcenter als
Vorschlag für die Auswahl von Maßnahmen

Zur Durchführung von arbeitsförderlichen

zugegangen ist. Für das Jahr 2015 ff. ist die

Maßnahmen erhält die AQB Zuschüsse des

Verfahrensweise adäquat geregelt.

Bundes, des Landes, Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds und der Landeshaupt-

112

stadt Magdeburg. Somit ist die AQB stark
von politischen Entscheidungen und Entwicklungen abhängig.

Die Liquidität der AQB ist abhängig von der
Auszahlung der Zuschüsse durch die Gesellschafterin

(Landeshauptstadt

Magdeburg)

sowie der Zuschussgeber und unterliegt damit relativen Schwankungen.

Aufgrund der Verringerung der Förderung
insbesondere durch das Jobcenter der Landeshauptstadt Magdeburg, die finanzielle
Ausgestaltung der Förderprogramme des
Bundes und des Landes, in denen ausschließlich die Lohnkosten der Teilnehmer
gefördert werden, ist eine Veränderung der
Planungen innerhalb der AQB notwendig. Es
ist in Zukunft davon auszugehen, dass die
Eigenbeteiligung in den Projekten höher als
bisher ausfallen muss.

Das Risikomanagement der AQB ist in das
Qualitätsmanagementsystem, welches durch
die TÜV Zertifizierungsstelle jährlich überprüft wird, eingebunden. Regelmäßige Überwachungen innerhalb des Risikomanagements ermöglichen eine schnelle Reaktion
auf Veränderungen in den Förderkonditionen. Verschiedene Förderarten mit den verschiedensten Anforderungen an förderfähige
Ausgaben

erfordern

eine

konsequente

Überwachung aller Ausgabepositionen.

113

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

31.12.2011

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2012

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Anlagevermögen

10,4
411,6
422,0

12

0,0

8,0
429,8
437,8

18

0,0

5,6
381,1
386,7

18

0,0

41,1
298,1
339,2

17

0,0

55,4
276,7
332,1

22

0,0

Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

10,7
17,2
99,4
3.063,7
4,5
3.195,5

88

3.195,5

2,2
20,5
72,6
1.890,5
4,7
1.990,5

82

1.990,5

0,3
7,0
7,3
1.690,1
3,8
1.708,5

82

1.708,5

0,0
3,5
70,9
1.602,8
7,3
1.684,5

83

1.684,5

0,0
4,1
51,6
1.135,6
7,2
1.198,5

78

1.198,5

Gesamtvermögen

3.617,5 100

3.195,5

2.428,3 100

1.990,5

2.095,2 100

1.708,5

2.023,7 100

1.684,5

1.530,6 100

1.198,5

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Gewinnrücklagen
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Zum Verlustausgleich erhaltene
Zahlungen des Gesellschafters
Eigenkapital
Sonderposten f. Investitionszuschüsse

25,6
27,8
-795,4

25,6
27,8
-936,8

25,6
27,8
-1.127,9

25,6
27,8
-1.104,5

25,6
27,8
-1.316,4

795,4
53,4

1

0,0

936,8
53,4

2

0,0

1.127,9
53,4

3

0,0

1.104,5
53,4

3

0,0

1.316,4
53,4

3

0,0

133,2

4

0,0

167,5

7

0,0

157,4

7

0,0

157,8

8

0,0

160,8

11

0,0

Sonstige Rückstellungen
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verbindl.gegenüber Gesellschaftern
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

1.237,5
27,9
1.693,6
351,3
120,6
3.430,9

95

3.430,9

1.102,2
9,7
561,9
492,2
41,4
2.207,4

95

2.207,4

1.082,4
62,3
317,4
422,3
0,0
1.884,4

90

1.884,4

981,6
8,7
391,7
425,3
5,2
1.812,5

89

1.812,5

931,1
4,9
182,2
198,2
0,0
1.316,4

86

1.316,4

Kapital

3.617,5 100

3.430,9

2.428,3 100

2.207,4

2.095,2 100

1.884,4

2.023,7 100

1.812,5

1.530,6 100

1.316,4

114

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Fördermittel und Zuschüsse
Andere Erträge

2011
%

5.864,0
468,6

92,6
7,4

6.332,6

100,0

726,4
5.704,6
114,0
8,3
656,2

Betriebsaufwand
Betriebsergebnis

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Ergebnis vor Ertragssteuern
Ertragssteuern

Jahresergebnis

Tsd. EUR
4.825,7
482,3

2012
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

5.663,2
336,7

94,4
5,6

4.355,9
221,5

95,2
4,8

5.308,0 100,0

6.234,3 100,0

5.999,9

100,0

4.577,4

100,0

11,5
90,1
1,8
0,1
10,4

378,1
7,1
5.345,4 100,7
116,9
2,2
7,4
0,1
680,5 12,8

172,9
2,8
6.927,1 111,1
122,7
2,0
28,1
0,5
679,1 10,9

148,0
6.533,5
93,0
-2,7
706,0

2,5
108,9
1,6
0,0
11,8

116,7
5.326,9
92,9
6,4
561,3

2,5
116,4
2,0
0,1
12,3

7.209,5

113,8

6.528,3 122,9

7.929,9 127,2

7.477,8

124,6

6.104,2

133,3

-876,9

-13,8

-1.220,3 -22,9

-1.695,6 -27,2

-1.477,9

-24,6

-1.526,8

-33,3

20,4
63,0

0,3
1,0

1,1
8,0

-12,5
386,2

-0,2
6,4

-19,7
230,4

-0,4
5,0

-793,5

-12,5

-1.126,2 -18,1

-1.104,2

-18,4

-1.316,1

-28,7

-1,9

0,0

0,0

-0,3

0,0

-0,3

0,0

-795,4

-12,5

-1.127,9 -18,1

-1.104,5

-18,4

-1.316,4

-28,7

0,1
5,3

-935,4 -17,5
-1,4

0,0

-936,8 -17,5

115

6.039,6
194,7

2013
%
96,9
3,1

2,8
282,1

90,9
9,1

Tsd. EUR

69,2
500,2

-1,7

BETREIBERGESELLSCHAFT FORSCHUNGS- UND
ENTWICKLUNGSZENTRUM MAGDEBURG MBH
- FEZM -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Breitscheidstr. 51,
39114 Magdeburg
Tel. 0391/8107100, Fax 0391/8107111
E-Mail: andreas.geiger@hs-magdeburg.de
Internet: www.fez-magdeburg.de
Gründungsjahr: 1997
Handelsregister:
HR B 110260 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 26.200 EUR
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Errichten und Betreiben eines Forschungs-,
Entwicklungs- und Gründerzentrums für moderne Technologien. Zweck der Gesellschaft
ist die Förderung innovativer und technologieorientierter Unternehmensgründungen und
Unternehmenssicherungen sowie die Förderung und Entwicklung der Zusammenarbeit
und Kooperation zwischen Wirtschaftsunternehmen und Wissenschaftseinrichtungen,
einschließlich der Erbringung diesbezüglicher
Dienstleistungen auf vertraglicher, entgeltlicher Basis.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
50,4 %
- Hochschule Magdeburg-Stendal
19,9 %
- IGZ Magdeburg GmbH
9,9 %
- PRO FH Magdeburg e.V.
9,9 %
- ESA Erfinderzentrum
Sachsen-Anhalt GmbH
9,9 %

Organe der Gesellschaft:
Geschäftsführung:
Herr Prof. Dr. Andreas Geiger
Gesellschafterversammlung:
Herr Günther Klaffehn
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Dr. Jürgen Ude (IGZ Magdeburg
GmbH)
Herr Dr. Volkmar Fischer (ESA
Erfinderzentrum Sachsen-Anhalt
GmbH)
Herr Prof. Dr. Andreas Geiger (PRO
FH Magdeburg e.V.)
Herr Frank Richter [Hochschule
Magdeburg- Stendal (FH)]
Aufsichtsrat:
Herr Rainer Nitsche (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Thomas Brestrich (Stadtrat)
Herr Udo Riedel (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Prof. Dr. Goldau [Hochschule
Magdeburg-Stendal (FH)]
Frau Melanie Driesner (IGZ
Magdeburg GmbH)
Herr Prof. Dr. Andreas Geiger (PRO
FH Magdeburg e.V.)
Herr Dr. Volker Fischer (ESA GmbH)
Herr Thomas Neumann (Ministerium
für Wirtschaft und Arbeit des Landes
Sachsen-Anhalt)

Stand: 30.09.2015

116

sichern. Das ursprüngliche Kerngeschäft, die

Struktur der Gesellschaft

Vermietung von Büro- und Laborflächen,
erweist sich einerseits auf Grund des großen

Die Betreibergesellschaft Forschungs- und

Angebotes an IGZ-Flächen in Magdeburg

Entwicklungszentrum Magdeburg mbH be-

und Umgebung erwartungsgemäß als nicht

schäftigte neben dem Geschäftsführer zum

einfach. Andererseits liegt die vermietbare

31.12.2014 im Rahmen eines Geschäftsbe-

Hauptnutzungsfläche mit ca. 1.500 m² weit

sorgungsauftrages einen Mitarbeiter, sowie

unter der kritischen Grenze von 5.000 m²,

eine weitere Mitarbeiterin in einem geringfü-

oberhalb der sich ein wirtschaftlicher Betrieb

gigen Beschäftigungsverhältnis.

aus der Vermietung heraus grundsätzlich im Speziellen über eigenes Personal - realisieren lässt.

Stand der Erfüllung des
öffentlichen Zwecks

Die FEZM konnte im Berichtszeitraum eine
nahezu konstante Auslastung von ca. 84 %

Im Rahmen der Erarbeitung des Beteili-

der vermietbaren Hauptnutzungsfläche erzie-

gungsberichtes wurde geprüft, ob die Beteili-

len. Die bisher erreichte Steigerung und Ver-

gung noch einen öffentlichen Zweck und

stetigung der Mietauslastung wurde durch

damit die Grundvoraussetzung einer wirt-

die Erhöhung der Attraktivität für potentielle

schaftlichen Betätigung der Gemeinde ge-

Mieter, durch Schaffung eines Anreizsystems

mäß § 128 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KVG LSA

über die verfügbaren Dienste und Unterstüt-

erfüllt. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks

zungsmechanismen der eingerichteten Ser-

gemäß § 128 KVG LSA besteht in der Wirt-

vice-Ebene sowie durch entsprechende Öf-

schaftsförderung, konkret der Ansiedlung von

fentlichkeitsarbeit in der Gründerszene des

Forschungsunternehmen

der

Landes realisiert. Von 22 Unternehmen sind

Hochschuleinrichtungen. Damit werden Vo-

etwa 30 % mit Aktivitäten von Wissenschaft-

raussetzungen für eine aktive Ansiedlungs-

lern

politik mittelständischer Unternehmen ge-

(FH) wirtschaftlich verbunden.

im

Umfeld

der

Hochschule

Magdeburg-Stendal

schaffen. Die Erfüllung des öffentlichen
Die Finanz- und Ertragssituation der Gesell-

Zwecks ist somit weiterhin gewährleistet.

schaft stellte sich, ausgelöst u. a. durch das
Überangebot an IGZ-Flächen in Magdeburg

Geschäftsverlauf 2014

und den seit Jahren stetigen Preisverfall bei
Büromieten in Magdeburg, angespannt je-

Das Geschäftsjahr 2014 stand im Zeichen

doch beherrschbar dar.

der weiteren Profilierung der Gesellschaft als
Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirtschaft. Ziel war es, die Aktivitäten der FEZM
als Mittler zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter zu stärken und dadurch die
Rentabilität der Gesellschaft langfristig zu

117

sichtsrat erhielt für seine Tätigkeit keine Ver-

Jahresabschluss 2014 und

gütung.

Abschlussprüfer
Kurz- und mittelfristige

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

Unternehmensziele

zum 31.12.2014 der Gesellschaft werden
vom Wirtschaftsprüfer und Steuerberater,
Herrn Rainer Rätze, geprüft. Die Prüfung

Zielsetzungen

umfasst neben der gemäß §§ 316 ff. HGB

FEZM GmbH sind die nachhaltige Stabilisie-

durchzuführenden

die

rung des Betriebes und die Intensivierung

Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Ge-

der Wirkung der Leistungen der Hochschule

schäftsführung gemäß § 53 HGrG.

Magdeburg-Stendal (FH) auf Wirtschaft und

Abschlussprüfung

der

Geschäftsführung

der

Gesellschaft mit primärem Focus auf die
Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014

Partner der Region. Hierzu bietet die FEZM

liegt aktuell noch nicht vor.

die Infrastruktur für die Vermittlung und mittelfristig geplante Durchführung bedarfsorientierter d. h. nachgefragter Dienste in bzw. für

Auswirkungen des

die Wirtschaft/Gesellschaft. Die FEZM fun-

Geschäftsjahres 2014 auf den

giert als Innovations- und Gründerzentrum

städtischen Haushalt

unter dem besonderen Aspekt der unmittelbaren Kooperation mit der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) in allen Diensten. Hier-

Die Gesellschaft erhält keine Zuschüsse aus

zu wurde und wird auch zukünftig, in enger

dem städtischen Haushalt der Landeshaupt-

Zusammenarbeit mit dem Technologie und

stadt Magdeburg.

Wissenstransferzentrum

der

Hochschule

(TWZ), in der FEZM die „Schnittstelle zwi-

Beteiligungen der Gesellschaft

schen Hochschule und Wirtschaft“ konsequent ausgebaut und betrieben. Bestehende

Zum 31.12.2014 werden keine Anteile an

und

in

ihren

Diensten

verbundenen Unternehmen gehalten bzw.

schaft/Gesellschaft

bestehen keine Beteiligungen.

Einrichtungen bzw. Initiativen in den Räumen

weiter

für

die

Wirt-

auszubauende

der FEZM sind:

Gesamtbezüge der Mitglieder

•

Das Technologie- und Wissenstransferzentrum der Hochschule

der Organe

(TWZ)
Hinsichtlich der Vergütung der Geschäftsfüh-

(Zentrale Einrichtung als Anlaufstelle

rung wird von der Schutzklausel des § 286

für externe Partner)
•

Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Der Auf-

Das Steinbeis Transferzentrum der
Hochschule (STZ)

118

•

•

•

(Forschungskooperationen mit Part-

University Association (EUA), deren Mitglied

nern der Wirtschaft)

die Hochschule ist, sind Hochschulen und

Das Career Center der Hochschule

Universitäten gefordert eine nachhaltige Wir-

(Personaltransfer und Personalaus-

kung in der Wirtschaft/Gesellschaft der Regi-

tausch mit der Wirtschaft/sonstigen

on zu erzeugen. Als Voraussetzung zur ef-

Einrichtungen)

fektiven Erfüllung dieses Auftrages wurden

Das Kompetenzzentrum des Kom-

die genannten Service-Einrichtungen der

petenznetzwerkes für Angewandte

„Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirt-

und Transferorientierte Forschung

schaft“ in der FEZM eingerichtet. Diese bietet

(KAT)

alle entsprechenden Kommunikations- und

(Wissens- und Technologietransfer

Dienstleistungseinrichtungen

für KMU aus Sachsen-Anhalt)

prozesse zwischen Wissenschaft und Wirt-

Das Wissenschaftsmarketing der

schaft der Region.

für

Transfer-

Hochschule (KAT)

•

•

(Partnerakquisition und Projektent-

Da selbst bei guter Mietauslastung und

wicklung)

schlankem Betriebskonzept die Einnahmen

Koordinationsstelle für den Be-

aus der Miete keinen dauerhaft wirtschaftlich

trieb

sicheren Betrieb garantieren (Rücklagen für

der

Industrielabore

der

Hochschule

Reparaturen etc.), wurden Einnahmen aus

(Administrative Koordination des Be-

Dienstleistungen forciert avisiert. Entspre-

triebes, Projektleitung)

chende Dienstleistungen werden über die

Patentverwertungsagentur

Einrichtungen der „Service-Ebene“ entwickelt

Sach-

und über die FEZM GmbH durchgeführt.

sen-Anhalt (Mieter)
und

Wichtigste Säulen für den nachhaltigen wirt-

Verwertung innovativer F&E- Ergeb-

schaftlichen Betrieb sind u. a. das eingerich-

nisse)

tete Technologie- und Wissenstransferzent-

Unterstützung von Existenzgrün-

rum (TWZ), das eingerichtete Career Center,

dungen und Coaching junger Un-

das Wissenschaftsmarketing und die Initiati-

ternehmen

ven für wissenschaftliche Weiterbildung im

(Gründerberatung durch das Büro

Sinne der Anpassungsqualifizierung für die

des „TEGSAS“-Gründernetzwerkes)

Wirtschaft der Region.

(Schutzrechtliche

•

Sicherung

Die in langjähriger Aufbauarbeit über um-

Weitere

fangreiche

realisierten

Dienstleistungen, Studien etc. für Einrichtun-

Service-Einrichtungen dienen in ihrer pri-

gen und An-Institute der Hochschule. In die-

mären Zielstellung dem effektiven regionalen

sem Zusammenhang ist die FEZM GmbH in

Engagement der Hochschule Magdeburg-

der Lage, auf der Basis der verfügbaren re-

Stendal (FH). Nach den Forderungen des

gionalen Wirtschaftskompetenz, Strategien

Wissenschaftsrates

und

Drittmittelprojekte

der

Bundesrepublik

wertschöpfende

dezidierte

Aktivitäten

Entwicklungskonzepte

sind

für

bedarfsorientierte Forschung, Dienstleistung

Deutschland, gleiches gilt für die European

119

und Weiterbildung, als vorbereitende Infor-

das Entwicklungspotential der Einrichtungen

mationsakquisition für die Hochschule, zu

der Service-Ebene im FEZ mit großem En-

erarbeiten.

gagement weiterführend gefördert und ausgeschöpft wird.

Risiken der künftigen Entwicklung
Aufgrund der Mietpreisentwicklung auf dem
Gebiet der Vermietung von neuen gleichermaßen weitaus komfortableren Büroflächen
in Magdeburg zeichnet sich bereits zum aktuellen Zeitpunkt ab, dass die FEZ GmbH als
reine Immobilie nicht mehr konkurrenzfähig
ist, d. h. in der Konsequenz, dass weder der
Vermietungsstand noch der aktuelle Mietpreis künftig zu realisieren sind.

Somit muss die Gesellschaft in der Lage
sein, durch neue Geschäftsfelder Zusatzeinnahmen zu generieren. Die Definition neuer
Geschäftsfelder und Leistungen sowie die
Bestimmung der „Unternehmerischen Absatzpotentiale“ wie auch die Entwicklung der
Marketingkonzepte für die Teilleistungen sind
bekanntermaßen aufwendig und erfordern
einen entsprechenden Personaleinsatz.

Hier liegt auch ein weiteres Risikopotential in
der Realisierung eines nachhaltig stabilen
Betriebes, das in der Tatsache begründet ist,
dass das FEZ mit ihrer unterkritischen
Hauptnutzungsfläche,

bislang

primär

nur

über erhebliches ehrenamtliches Engagement betrieben werden kann und freie personelle Ressourcen für operative, taktische
und strategische Arbeiten äußerst begrenzt
sind.

In diesem Kontext muss es in zunehmendem
Maße die Kernaufgabe der involvierten Gesellschafter sein, dafür Sorge zu tragen, dass

120

Vermögenslage
31.12.2009
gesamt

Tsd. EUR

31.12.2010

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2011

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2012

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Ingangsetzung Geschäftsbetrieb
Sachanlagen
Anlagevermögen
Liefer- und Leistungsforderungen
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP
Gesamtvermögen

0,0
2.748,3
2.748,3

99

0,0

0,0
2.669,7
2.669,7

0,0

0,0
2.592,0
2.592,0

1

35,6

39,1
0,1
2,5
1,8
43,5

100

35,6

2.635,5

99

0,0

0,0
2.514,8
2.514,8

2

43,5

24,3
0,2
2,4
1,8
28,7

1

28,7

11,5
0,2
1,9
1,9
15,5

100

43,5

2.543,5

100

28,7

2.453,7

100

15,5

-8

0,0

26,2
-236,8
-210,6

-8

0,0

26,2
-243,9
-217,7

-9

0,0

72

0,0

1.849,4

73

0,0

1.793,5

73

0,0

35

21,9

7,3
856,5
5,9
0,0
7,9
0,3
877,9

36

65,8

100

21,9

2.453,7

100

65,8

98

7,2
1,5
13,0
1,4
23,1

1

23,1

25,7
0,6
7,7
1,6
35,6

2.771,4

100

23,1

2.705,3

-8

0,0

26,2
-228,3
-202,1

72

0,0

1.905,2

36

55,0

7,3
882,8
3,6
0,0
10,7
0,3
904,7

100

55,0

2.543,5

99

0,0

0,0
2.438,2
2.438,2

99

0,0

1

15,5

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Verlustvortrag/Bilanzverlust
Eigenkapital
Sonderposten für Investitionszuschüsse
Sonstige Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital
Kapital

26,2
-249,7
-223,5

-8

0,0

26,2
-231,5
-205,3

2.016,9

73

0,0

1.961,1

35

47,0

7,4
910,0
2,8
0,0
11,9
0,3
932,4

100

47,0

2.635,5

8,0
944,6
11,3
0,0
13,4
0,7
978,0

35

53,0

8,0
924,4
4,1
0,0
11,9
1,1
949,5

2.771,4

100

53,0

2.705,3

121

Ertragslage
2009
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
Andere Erträge

2010
%

Tsd. EUR

2011
%

Tsd. EUR

221,5
55,9
0,2

79,8
20,1
0,1

255,4
55,9
0,2

82,0
17,9
0,1

277,6

100,0

311,5

100,0

46,8
77,9
4,7
90,6

16,9
28,1
1,7
32,6

55,7
77,6
4,7
98,8

17,9
24,9
1,5
31,7

50,1
77,7
4,7
92,9

Betriebsaufwand

220,0

79,3

236,8

76,0

Betriebsergebnis

57,6

20,7

74,7

24,0

-57,5
3,3

-20,7
1,2

-56,6
0,0

-18,2
0,0

Ergebnis vor Ertragssteuern

3,4

1,2

18,1

5,8

3,2

Ertragssteuern

0,0

0,0

0,0

0,0

3,4

1,2

18,1

5,8

Betriebsleistung
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Jahresergebnis

122

226,7
55,9
0,5

2012
%

Tsd. EUR

2013
%

Tsd. EUR

%

80,1
19,7
0,2

199,6
55,9
0,0

78,1
21,9
0,0

195,4
55,9
0,0

77,8
22,2
0,0

283,1 100,0

255,5

100,0

251,3

100,0

17,7
27,4
1,7
32,8

42,3
77,2
5,2
86,6

16,6
30,2
2,0
33,9

50,4
77,0
5,1
76,8

20,1
30,6
2,0
30,6

225,4

79,6

211,3

82,7

209,3

83,3

57,7

20,4

44,2

17,3

42,0

16,7

-54,5 -19,3
0,0
0,0

-52,7
0,0

-20,6
0,0

-48,7
-0,4

-19,4
-0,1

1,1

-8,5

-3,3

-7,1

-2,8

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

3,2

1,1

-8,5

-3,3

-7,1

-2,8

GESELLSCHAFT FÜR INNOVATION, SANIERUNG
UND ENTSORGUNG MBH
- GISE -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Schönebecker Str. 56,
39104 Magdeburg
Tel. 0391/4095100, Fax 0391/4095101
Internet: www.reinhard.kuhne@gise-md.de
Gründungsjahr: 1991
Handelsregister:
HR B 101846 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 26.000 EUR
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Gegenstand des Unternehmens ist - auf der Grundlage der gesetzlichen Regelungen gemäß SGB II
und SGB III – die Reintegration durch Beschäftigung und Qualifizierung von Arbeitslosen, von
Arbeitnehmern, die von Arbeitslosigkeit bedroht
sind sowie von Sozialhilfeempfängern und Arbeitssuchenden unter besonderer Berücksichtigung der
Integration von Frauen, Behinderten, Jugendlichen,
älteren und schwer vermittelbaren Personen. Der
Gegenstand soll hauptsächlich erreicht werden
durch Planung, Anbahnung, Vorbereitung, Koordinierung und Durchführung von Projekten im
öffentlichen Interesse als Maßnahmeträger oder
Betreuer in Anwendung der gesetzlichen Regelungen sowie unter Nutzung weiterer gegebener
Fördermöglichkeiten, insbesondere auch durch
intensive Zusammenarbeit mit regionalen Wirtschaftsunternehmen und durch Kooperation mit
anderen Sozialbetrieben.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
100 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dr. Reinhard Kuhne
Gesellschafterversammlung:
Herr Günther Klaffehn (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Frau Birgit Steinmetz (Stadtrat)
Frau Jenny Schulz (Stadtrat)
Herr Daniel Kraatz (Stadtrat)
Herr Alfred Westphal (Stadtrat)
Verwaltungsrat:
Herr Frank Fahlke (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Wigbert Schwenke (Stadtrat)
Herr Manuel Rupsch (Stadtrat)
Frau Monika Zimmer (Stadtrat)
Herr Tom Assmann (Stadtrat)
Frau Beate Wübbenhorst (Stadträtin)
Herr Klaus Herbstreit (IHK Magdeburg)
Herr Klaus-Günther Zehm
(Kreishandwerkerschaft Elbe-Börde)
Herr Günter Oelze (IG Metall
Magdeburg)
Herr Jürgen Mory (ver.di Magdeburg)

Stand: 30.09.2015

123

Struktur der Gesellschaft

Geschäftsverlauf 2014

Die GISE-Gesellschaft für Innovation, Sanie-

Das am 01.04.2012 in Kraft getretene Gesetz

rung und Entsorgung mbH beschäftigte zum

zur Verbesserung der Eingliederungschan-

31.12.2014 im Management 7 Mitarbeiter

cen am Arbeitsmarkt bildet auch 2014 die

unbefristet und weitere 8 Mitarbeiter befristet.

Grundlage der Arbeit. Durch die Neuordnung
bei den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten

Das Management gliedert sich in die Berei-

gab es in 2014 seitens des Jobcenters über-

che Geschäftsführung, Personalbereich mit

wiegend Zuweisungen für Arbeitsgelegenhei-

den Untergruppen Personalverwaltung, Teil-

ten mit Mehraufwandsentschädigung (AGH-

nehmerbetreuung und Aktivierung/Vermitt-

MAE), ergänzt durch das Landesprogramm

lung, Projektbereich mit den Untergruppen

„Aktiv zur Rente (AzR+). Die Auswirkungen

der Bereichsleiter, Arbeitssicherheit und An-

im Sparkurs des Bundes bei Eingliederungs-

tragswesen sowie den kaufmännischen Be-

zuschüssen haben sich in 2014 verstärkt.

reich mit den Untergruppen Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung und Datenverarbei-

So sind die Mittel für Marktersatz beginnend

tung.

ab 2010 von 19,2 Mio. EUR auf 4,55 Mio.
EUR in 2014 gesunken. Damit verbundenen
ist die Verringerung der Zahl von Personen in

Stand der Erfüllung des

geförderten Projekten, von 611 in 2013 auf

öffentlichen Zwecks

474 in 2014. Dem gegenüber steht ein weiterhin sehr hoher Bedarf an geförderter Be-

Im Rahmen der Erarbeitung des Beteili-

schäftigung, denn obwohl sich die Arbeitslo-

gungsberichtes wurde geprüft, ob die Beteili-

senquote in Magdeburg von 11,0 % im De-

gung noch einen öffentlichen Zweck und

zember 2013 auf 10,6 % im Dezember 2014

damit die Grundvoraussetzung einer wirt-

verringerte, sank die Zahl der Arbeitslosen im

schaftlichen Betätigung der Gemeinde ge-

SGB II nur von 10.150 auf 10.056, d. h. um

mäß § 128 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KVG LSA

96 Personen.

erfüllt. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks
gemäß § 128 KVG LSA besteht in der Be-

In den insgesamt 59 von der Gesellschaft

reitstellung von sozialverträglichen Alternati-

vorbereiteten

ven zum 1. Arbeitsmarkt, um einen entschei-

wurden in 2014 durchschnittlich 352 Teil-

denden Beitrag zur Milderung der Arbeitslo-

nehmer

sigkeit und deren Folgen für die Landes-

31.12.2014 ergibt sich eine Zahl von 352

hauptstadt Magdeburg zu leisten. Die Erfül-

Teilnehmern in AGH-MAE. Zu den AGH-

lung des öffentlichen Zwecks ist somit wei-

MAE gehören die zusätzlichen Beschäfti-

terhin gewährleistet.

gungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose

pro

und

realisierten

Monat

AGH-MAE

eingesetzt.

Per

aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds
„Aktiv zur Rente“ und „Aktiv zur Rente –
Plus“.

124

nehmer erfolgten über die zuständige Grundsicherungsstelle.

Mit diesem Programm setzte das Land die
bewährte Förderung älterer Arbeitnehmer
fort. Hier werden Arbeitnehmer über 50 Jahre

Die Beschäftigungsphase hatte im Januar

gefördert, die kein Arbeitsverhältnis begrün-

2011 begonnen und lief über 36 Monate,

den. Im Jahre 2014 wurden der GISE mbH 9

damit liefen im Jahr 2014 die von der Gesell-

Projekte mit 95 Arbeitnehmern bewilligt.

schaft betreuten 13 Maßnahmen aus.
Sonstige Tätigkeitsfelder

Sonderprogramme (SP)
•

Die Tätigkeitsfelder in der Kreislaufwirtschaft

JobPerspektive nach § 16a/§ 16e

werden kontinuierlich qualitativ und quantita-

SGB II – Leistungen zur Beschäf-

tiv erweitert. Die Wiederholungsaudits für

tigungsförderung

den Entsorgungsfachbetrieb in den BereiIm Rahmen dieser Förderung werden er-

chen Elektroaltgeräte und Sperrmüll wurden

werbsfähige Hilfebedürftige mit Vermittlungs-

2014 wiederum erfolgreich absolviert. Zu

hemmnissen in den Arbeitsprozess einge-

beiden Bereichen liegen unbefristete Unbe-

gliedert. Der erwerbsfähige Hilfebedürftige

denklichkeitserklärungen von IHK und Kreis-

muss langzeitarbeitslos sein und mindestens

handwerkerschaft vor.

durch zwei weitere in seiner Person liegende
beein-

Zur Erweiterung des Betätigungsfeldes hat

trächtigt sein. Die Arbeitnehmer begründen

die GISE mbH am 10.09.2012 die Zertifizie-

ein Arbeitsverhältnis ohne Anspruch auf Ar-

rung nach AZV (Akkreditierungs- und Zulas-

beitslosenversicherung.

sungsverordnung Arbeitsförderung) bestan-

Vermittlungshemmnisse

besonders

Zum

31.12.2014

den und ist damit zur Teilnahme an Maß-

bestand noch ein Beschäftigungsverhältnis.

nahmen zur Aktivierung und Vermittlung
•

berechtigt. Vor dem Hintergrund, dass der

Modellprojekt „Bürgerarbeit“

„Zertifizierer“ gewechselt wurde, war 2014
Mit dem Bundesprogramm „Bürgerarbeit“

ein Einstiegsaudit erforderlich, welches mit

wurde ein mehrstufiges Verfahren geschaf-

Erfolg absolviert wurde. In 2015 soll die

fen, mit dem arbeitslose erwerbsfähige Hilfs-

Maßnahmezertifizierung erfolgen und danach

bedürftige in den Arbeitsmarkt integriert wer-

die inhaltliche Umsetzung durch praktische

den sollten. Gefördert wurden sozialversiche-

Arbeit.

rungspflichtige Arbeitsplätze ohne Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung

Seit 2014 haben die Träger arbeitsförderli-

mit 30 Stunden wöchentlich. Die Finanzie-

cher Projekte, damit auch die GISE, eine

rung der Lohnkosten sowie der Sozialversi-

Auflage der Jobcenter zu erfüllen. So muss

cherungsabgaben erfolgte durch Zuwendun-

verpflichtend ab 01.04.2014 bei Projekten mit

gen des Bundes über den Europäischen

einer

Sozialfonds. Die Zuweisungen der Arbeit-

die

Teilnehmerzahl
elektronische

ab

20

Personen

Maßnahmeabwicklung

- eM@w - erfolgen. Dafür musste von IT-

125

Dienstleistern zertifizierte Software gekauft

das Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt,

und Personal geschult werden. Die Kosten

der

können zwar in die Verwaltungskostenpau-

1.146.892,40 EUR mit dem geleisteten Ver-

schale einfließen, gehen damit aber zu Las-

lustausgleich der Landeshauptstadt Magde-

ten der Gesamtmaßnahmepauschale.

burg verrechnet, die Differenz aus Jahres-

Jahresfehlbetrag

in

Höhe

von

fehlbetrag und Liquiditätshilfe in Höhe von
Die Kooperation mit der Wirtschaft wird wei-

383,60 EUR an den städtischen Haushalt

terhin nachhaltig verfolgt. Auf Grund der Re-

zurückgeführt und zum Abschlussprüfer für

duzierungen in der Arbeitsförderung verrin-

das Geschäftsjahr 2015 die Wirtschaftsprü-

gerte sich das an die regionale Wirtschaft

fungsgesellschaft WTR Hedderich Hoppe

vergebene Auftragsvolumen von 3,3 Mio.

Huskamp Partnerschaft bestellt.

EUR in 2010 auf 1,4 Mio. EUR in 2014. Dieser Betrag stellt immer noch einen erhebli-

Auswirkungen des

chen Wirtschaftsbeitrag dar.

Geschäftsjahres 2014 auf den
städtischen Haushalt

Jahresabschluss 2014
und Abschlussprüfer

Die Gesellschaft erhielt im Jahr 2014 einen
unterjährigen Liquiditätszuschuss in Höhe

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

von 1.147,3 Tsd. EUR aus dem Verwal-

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden von

tungshaushalt der Landeshauptstadt Magde-

der

WTR

burg. Der Jahresfehlbetrag des Geschäfts-

Hedderich Hoppe Huskamp Partnerschaft

jahres 2014 in Höhe von 1.146,9 Tsd. EUR

geprüft und dem Jahresabschluss ein unein-

soll vollständig mit den an die Gesellschaft

geschränkter

erteilt.

geleisteten Liquiditätszuwendungen verrech-

Die Prüfung umfasste neben der gemäß §§

net werden und der verbleibende Betrag in

316 ff. HGB durchzuführenden Abschluss-

Höhe von 0,4 Tsd. EUR an den städtischen

prüfung die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit

Haushalt zurückgeführt werden. Eine diesbe-

der Geschäftsführung gemäß § 53 HGrG.

zügliche Empfehlung des Verwaltungsrates

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bestätigungsvermerk

erfolgte in der Sitzung am 10.06.2015. Der
Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014

entsprechende Gesellschafterbeschluss liegt

wurde vom Verwaltungsrat der Gesellschaft

derzeit noch nicht vor.

am 10.06.2015 zustimmend zur Kenntnis
genommen und der Gesellschafterversamm-

Beteiligungen der Gesellschaft

lung zur Beschlussfassung empfohlen. Die
Beschlussfassung durch die Gesellschafterversammlung ist im III. Quartal 2015 vorge-

Zum 31.12.2014 werden keine Anteile an

sehen. Sollte der Empfehlung des Verwal-

verbundenen Unternehmen gehalten bzw.

tungsrates gefolgt werden, wird dem Ge-

bestehen keine Beteiligungen.

schäftsführer und dem Verwaltungsrat für

126

nehmern hinaus noch ca. 330 Neueintritte in

Gesamtbezüge der Mitglieder

Projekte angekündigt, mit denen ab Februar

der Organe

2015 begonnen wurde. Dazu kommen noch
95 Arbeitnehmer im Landesprogramm „Aktiv
zur Rente Plus“.

Hinsichtlich der Vergütung der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286
Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Ge-

Diese Zahlen liegen zwar unter dem von der

samtbezüge nach § 285 Abs. 9 Buchstabe a

GISE mbH angebotenen Leistungsvermö-

HGB betrugen für das Geschäftsjahr 2014 für

gen, stellen aber eine belastbare Ausgangs-

den Verwaltungsrat 1,6 Tsd. EUR.

basis für das Geschäftsjahr dar.

Für die arbeitsförderlichen Projekte 2015

Kurz- und mittelfristige

wurde wie im Vorjahr erstmals praktiziert,

Unternehmensziele

eine Prioritätenliste der Landeshauptstadt
erarbeitet. Die Dezernate und Eigenbetriebe

Da auf Grund der reduzierten Verpflich-

waren aufgefordert, die von ihnen als Unter-

tungsermächtigungen für 2015 die Maßnah-

stützung gewünschten Projekte in den Priori-

men

zum

täten 1 bis 3 zusammenzustellen. Daraus

31.12.2014 befristet und nur ein Teil danach

wurde unter Teilnahme der Stabsstelle Ar-

verlängert wurden, hat sich der „Winterknick“

beitsmarktpolitik, der Gesellschaften AQB

im Februar 2015 eingestellt, was sich eigent-

und GISE sowie begleitend des Jobcenters

lich nicht wiederholen sollte.

nach einer von der Abteilung Arbeitsmarktpo-

aus

2014

überwiegend

bis

litik erarbeiteten Matrix eine GesamtprioritäDas Instrument Arbeitsgelegenheiten mit

tenliste erstellt. In dieser Liste sind letztend-

Mehraufwand (AGH – MAE) ist auch 2015

lich 123 Projekte der Priorität eins in einer

Schwerpunkt der geförderten Beschäftigung,

Rangfolge aufgelistet. Eine finanzielle Absi-

da das Sonderprogramm Bürgerarbeit zum

cherung besteht aktuell nur bis zur Nr. 44 der

31.12.2014 ausgelaufen ist und die Projekt-

Prioritätenliste.

laufzeit aus "Aktiv zur Rente Plus“ bis maxiBedeutende Projekte für 2015 sind Maß-

mal 2015 reicht.

nahmen zum Hochwasserschutz, die UnterIn Vorbereitung auf das Bundesprogramm

stützung des Schiffshebewerks und des El-

„Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ sind dem

bauenparks, die Gestaltung des Areals Wis-

Jobcenter 7 Projekte mit 215 Maßnahme-

senschaftshafen sowie die Bereiche der

plätzen gemeldet worden. Mit der Umsetzung

Kreislaufwirtschaft.

soll ab Januar 2016 für die Dauer von 3 Jahren begonnen werden.

Aktuell sind seitens des Jobcenters über die
bewilligten Verlängerungen von 138 Teil-

127

greift, d. h. nach 24 Monaten in arbeitsförder-

Risiken der künftigen Entwicklung

lichen Maßnahmen darf die betreffende Person erst nach 3 Jahren „Pause“ wieder zu-

Unkalkulierbar sind die von der Bundesagen-

gewiesen werden. Dadurch werden gerade

tur für Arbeit zur Verfügung gestellten Mittel

die arbeitswilligen Personen, für die noch die

für Eingliederungshilfen, die wie beschrieben

besten Vermittlungschancen bestehen, vom

über die Jahre gekürzt wurden.

geförderten Arbeitsmarkt ausgeschlossen.

Dazu kommt, dass bereits das zweite Mal die

Dadurch wird es für die GISE schwerer aus

Vorgaben aus der Trägerinformationsveran-

den vom Jobcenter zugewiesenen Teilneh-

staltung, die die Basis der Jahresplanung

mern Anleitungskräfte zu finden. Anleiter,

sind, bereits im ersten Quartal des Folgejah-

Vorbereiter und Betreuer müssen deshalb

res durch das Jobcenter selbst erheblich

am Markt akquiriert werden. Dieses Anlei-

„nach unten“ korrigiert wurden. Somit ist kein

tungs- und Betreuungspersonal ist dringend

Planungsvorlauf mehr gegeben und bereits

erforderlich, da das zugewiesene Klientel

geschlossene Verträge müssen erfüllt wer-

eine immer größere Marktferne aufweist und

den.

intensive Begleitung notwendig ist. Konnte in
der Vergangenheit eine Fachkraft mehrere

Ein weiterer Fakt ist, dass das Jobcenter

Projekte gleichzeitig betreuen, so ist das jetzt

Jahr für Jahr mehr Geld aus dem Eingliede-

nicht mehr möglich, d. h. fast jede „Baustelle“

rungstitel für den eigenen Verwaltungsbedarf

erfordert einen Leiter. Dem eigentlich not-

verwendet. Auf die Bundesrepublik bezogen

wendigen Zeitbedarf zur Stabilisierung bzw.

wurden 2012 mehr als 150 Mio. EUR, 2013

Festigung der Teilnehmer stehen die bewil-

schon 445 Mio. EUR und 2014 bereits 522

ligten Laufzeiten der Projekte kontraproduktiv

Mio. EUR aus dem Eingliederungstitel in den

entgegen.

Verwaltungshaushalt umgeleitet.

Diese Situation haben AQB und GISE in
einem gemeinsamen Brief, unterzeichnet

Ein objektives Risiko für die Arbeit der GISE

auch vom Verwaltungsratsvorsitzenden, an

mbH bzw. ein erschwerender Umstand ist

Frau Ministerin Nahles geschildert und um

darin zu sehen, dass Stellen, die zu Beginn

Aufhebung dieser Festlegung gebeten.

der Maßnahme noch nicht besetzt sind, finanziell erst ab Besetzung berücksichtigt

Das Risiko in der Bewertung der Umsatz-

werden. Das hat zur Folge, dass für die un-

steuerproblematik durch die Finanzbehörde

besetzten Stellen keine Maßnahmepauscha-

bleibt weiterhin aktuell, da von der Behörde

le gezahlt wird, aber z. B. Toiletten, Bauwa-

auf Grund der Spezifik der Arbeitsförderung,

gen, Fahrzeuge, Anleiter, Verwaltung usw.

keine verbindliche Auskunft zu bekommen

personenunabhängig anfallen und bedient

ist.

werden müssen.
Das
Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass seit

Thema

Mindestlohn

steht

seit

01.01.2015 und betrifft nicht nur die Ange-

dem 1. April 2014 der § 16d Abs. 6 SGB II

128

stellten in der GISE mbH. So sind auch die in
den Projekten AzR+ eingesetzten Personen
nach Mindestlohn zu bezahlen, da dieses
Instrument ein sozialversicherungspflichtiges
Arbeitsverhältnis zum Inhalt hat. Das gilt
auch für das bereits genannte Bundesprogramm. In Folge erhöht sich der Finanzbedarf, was im Wirtschaftsplan dokumentiert
wurde. Die perspektivisch zu erwartende
Steigerung im Mindestlohn gilt es zu berücksichtigen.

129

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

31.12.2011

kurzfristig

gesamt

31.12.2012

31.12.2013

kurzfristig gesamt

kurzfristig gesamt

31.12.2014

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR % Tsd. EUR Tsd. EUR % Tsd. EUR Tsd. EUR % Tsd. EUR Tsd. EUR % Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Anlagevermögen

19,7
754,3
774,0

16

0,0

30,2
627,9
658,1

10

0,0

27,6
484,9
512,5

10

0,0

25,3
384,3
409,6

13

0,0

26,9
324,7
351,6

13

0,0

87

2.384,7

Liefer- und Leistungsforderungen
Forderungen gegen Zuwendungsgeber
Sonstige Vermögensgegenstände
Fertige Erzeugnisse und Waren
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

69,5
2.042,9
34,9
4,6
1.872,9
36,9
4.061,7

84

4.061,7

70,7
4.287,9
133,6
6,0
1.232,9
21,4
5.752,5

90

5.752,5

67,5
2.828,8
23,3
1,3
1.621,9
21,5
4.564,3

90

4.564,3

52,7
1.345,0
58,3
4,3
1.264,0
24,9
2.749,2

87

2.749,2

73,3
1.038,9
67,4
4,2
1.149,8
51,1
2.384,7

Gesamtvermögen

4.835,7 100

4.061,7

6.410,6 100

5.752,5

5.076,8 100

4.564,3

3.158,8 100

2.749,2

2.736,3

100

2.384,7

26,0
-1.169,2
0,0 -1.143,2 -36

0,0

26,0
-1.146,9
-1.120,9

-41

0,0

0,0

0,0

218,5

8

0,0

4.048,6

0,0
1.291,5
72,4
1.147,3
868,8
258,7
0,0
3.638,7

133

3.638,7

4.048,6

2.736,3

100

3.638,7

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Jahresfehlbetrag/Bilanzverlust
Eigenkapital
Sonderposten Zuschüsse Anlagevermögen

26,0
-1.263,3
-1.237,3 -26
470,5

10

Erhaltene Anzahlungen
Sonstige Rückstellungen
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verbindl. gegenüber Gesellschaftern
Verbindl. gegenüber Zuwendungsgebern
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

0,0
1.600,4
108,2
1.276,0
2.190,0
427,9
0,0
5.602,5 116

Kapital

4.835,7 100

26,0
-1.175,2
0,0 -1.149,2 -18

26,0
-1.169,6
0,0 -1.143,6

0,0

0,0

433,5

7

5.602,5

0,0
1.431,1
43,9
1.175,5
4.159,9
315,9
0,0
7.126,3 111

5.602,5

6.410,6 100

301,9

-23
6

253,4

8

7.126,3

0,0
1.567,2
91,5
1.169,6
2.835,5
254,7
0,0
5.918,5 117

5.918,5

0,0
1.377,1
82,0
1.169,6
1.160,7
259,2
0,0
4.048,6 128

7.126,3

5.076,8 100

5.918,5

3.158,8 100

130

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Erträge aus Zuwendungen
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
Andere Erträge

2011
%

784,6
8.390,7
143,9
64,4

8,4
89,4
1,5
0,7

9.383,6

100,0

1.145,6
5.554,7
275,8
16,3
3.674,4

12,2
59,2
2,9
0,2
39,2

Betriebsaufwand

10.666,8

113,7

Betriebsergebnis

-1.283,2

-13,7

19,9
0,0

0,2
0,0

-1.263,3

-13,5

0,0

0,0

-1.263,3

-13,5

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Finanzergebnis
Neutrales Ergebnis

Ergebnis vor Ertragssteuern
Ertragssteuern

Jahresergebnis

Tsd. EUR
857,2
4.609,8
140,3
388,0

2012
%

2014
%

Tsd. EUR

%

15,8
80,5
3,2
0,5

677,7
3.506,8
117,2
12,0

15,7
81,3
2,7
0,3

5.995,3 100,0

5.130,0 100,0

4.468,3

100,0

4.313,7

100,0

554,8
4.049,7
237,0
12,7
2.338,5

480,5
3.602,9
207,2
9,7
1.882,2

9,4
70,2
4,0
0,2
36,7

440,6
3.477,0
205,4
10,2
1.783,5

9,9
77,8
4,6
0,2
39,9

355,9
3.536,8
165,3
9,1
1.467,1

8,3
82,0
3,8
0,2
34,0

7.192,7 120,0

6.182,5 120,5

5.916,7

132,4

5.534,2

128,3

-1.197,4 -20,0

-1.052,5 -20,5

-1.448,4

-32,4

-1.220,5

-28,3

0,1
-2,4

19,3
259,9

0,4
5,8

-4,4
78,0

-0,1
1,8

-1.169,6 -22,8

-1.169,2

-26,2

-1.146,9

-26,6

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

-1.169,6 -22,8

-1.169,2

-26,2

-1.146,9

-26,6

0,4
0,0

-1.175,2 -19,6
0,0

0,0

-1.175,2 -19,6

131

Tsd. EUR
707,5
3.595,8
141,6
23,4

9,3
67,5
4,0
0,2
39,0

865,4
4.122,0
132,0
10,6

2013
%
16,9
80,3
2,6
0,2

22,2
0,0

14,3
76,9
2,3
6,5

Tsd. EUR

6,8
-123,9

0,0

GWM GESELLSCHAFT FÜR WIRTSCHAFTSSERVICE
MAGDEBURG MBH
- GWM -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Ölweide 12,
39114 Magdeburg
Tel. 0391/532940, Fax 0391/5329430
E-Mail: tyszkiewicz@gwm-magdeburg.de
Internet: www.gwm-magdeburg.de
Gründungsjahr: 1993
Handelsregister:
HR B 106003 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 2.306.000 EUR
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Einen Beitrag für den Aufbau und die
Sicherung von Arbeitsplätzen am Standort
Magdeburg und in der Region zu leisten.
Dies soll insbesondere in den wirtschaftlichen Kompetenzfeldern geschehen, die
jeweils vom Stadtrat zu beschließen sind.
Für die Erreichung dieses Zwecks kann die
Gesellschaft auf der Grundlage gesonderter
Stadtratsbeschlüsse Projektmanagement betreiben (z. B. Errichtung und Management
von Gewerbe-, Technologie- und Gründerzentren). Insbesondere erbringt die Gesellschaft Managementleistungen auf den
Handlungsfeldern Cluster-Service und
Cluster-Marketing.
Durch die Bereitstellung von Informationsleistungen, wie Marktanalysen, wird eine
zielgerichtete Ansiedlungswerbung und
eine umfassende Investorenbetreuung
unterstützt. Damit sollen die Kompetenzfelder gestärkt werden.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
95,2 %
- Stadtsparkasse Magdeburg
4,8 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Geschäftsführer (strategisch)
Herr Rainer Nitsche
Geschäftsführer (operativ)
Herr Ralph Tyszkiewicz
Gesellschafterversammlung:
Herr Klaus Zimmermann
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Hugo Boeck (Stadtrat)
Herr Bernd Reppin (Stadtrat)
Frau Birgit Steinmetz (Stadträtin)
Herr Horst Eckert (Stadtsparkasse
Magdeburg)
Beirat:
Herr Dr. Andreas Hartung
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Frau Andrea Hofmann (Stadträtin)
Herr Karsten Köpp (Stadtrat)
Herr Hans-Jörg Schuster (Stadtrat)
Herr Jens Eckhardt (Stadtsparkasse
Magdeburg)
Herr Burghard Grupe
(Handwerkskammer Magdeburg)
Herr Sven Horn (Industrie- und Handelskammer Magdeburg)
Herr Prof. Dr.-Ing. Thomas Götze
(Hochschule Magdeburg-Stendal)

Stand: 30.09.2015

132

Struktur der Gesellschaft

Geschäftsverlauf 2014

In der GWM Gesellschaft für Wirtschaftsser-

Clustermanagement

vice Magdeburg mbH (GWM) waren zum

Die Arbeit in den vier Clusterbereichen/

31.12.2014 neben einem hauptamtlichen und

Kompetenzfeldern – Gesundheitswirtschaft,

einem ehrenamtlichen Geschäftsführer ins-

Kreativwirtschaft, Kreislaufwirtschaft/Umwelt-

gesamt 6 Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt.

technik sowie Maschinen- und Anlagenbau –
wurde entsprechend dem Bedarf von Unter-

Im Wesentlichen ist die GWM, neben der

nehmen der vier Branchen fortgesetzt. Dabei

Bewirtschaftung des 2002 fertiggestellten

wurde die kooperative Zusammenarbeit mit

Gewerbezentrums Berliner Chaussee, in den

diversen Partnern weiter gepflegt bzw. ent-

Kompetenzfeldern

Maschinen-

sprechende Partner vermittelt, um bei relativ

und Anlagenbau, Kreislaufwirtschaft/Umwelt-

begrenzten eigenen Budgets finanzielle Mit-

technik, Gesundheitswirtschaft und Kreativ-

tel von Dritten einzuwerben. Dadurch ist es

wirtschaft tätig

auch 2014 gelungen, Projekte gemeinsam

(Clustern)

mit Partnern zu realisieren, die ohne Kooperation von den Beteiligten einzeln nicht hät-

Stand der Erfüllung des

ten realisiert werden können.

öffentlichen Zwecks
Neben den Regelaktivitäten waren weitere
Schwerpunkte der Arbeit der GWM in 2014:

Im Rahmen der Erarbeitung des Beteiligungsberichtes wurde geprüft, ob die Beteili-

Cluster Kreislaufwirtschaft/Umwelttechnik

gung noch einen öffentlichen Zweck und

In diesem Cluster ist die GWM vom Zuwen-

damit die Grundvoraussetzung einer wirt-

dungsempfänger der Fördermittel des BMBF-

schaftlichen Betätigung der Gemeinde ge-

4

Projektes MD-E

mäß § 128 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KVG LSA

Magdeburg – mit der weiteren Projektkoordi-

erfüllt. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks

nation in den Jahren 2012 bis 2016 beauf-

gemäß § 128 KVG LSA besteht in der Wirtschaftsförderung,

sprich

Ansiedlung

tragt. So wird aus den Fördermitteln auch der

und

Aufwand der GWM bei Projektkoordination

Unternehmenssicherung in wirtschaftlichen

und -steuerung in der Förderphase bis 2016

Kompetenzfeldern in Magdeburg und der

sowie die Bearbeitung von Teilaufgaben in

Region. Damit werden Voraussetzungen für

einzelnen Projekten finanziert.

eine aktive Ansiedlungspolitik mittelständischer

Unternehmen

sowie

im

– der Landeshauptstadt

Ergebnis
Cluster Gesundheitswirtschaft

Arbeitsplätze gesichert und geschaffen. Die

Die Clustermanagerin Gesundheitswirtschaft

Erfüllung des öffentlichen Zwecks ist somit

der GWM organisiert und gewährleistet wie

weiterhin gewährleistet.

in den vergangenen Jahren den Betrieb der
Geschäftsstelle des Vereins InnoMed Netzwerk für Medizintechnik Sachsen-Anhalt e.V.

133

gegen Entgelt. Der Verein hat zur Zeit rund

rund 30 Gewerbeeinheiten. Das Gewerbe-

35 Mitglieder. Der Geschäftsführer der GWM,

zentrum hatte im Berichtszeitraum einen

Herr Tyszkiewicz, wurde auf der Mitglieder-

durchschnittlichen Auslastungsgrad von rd.

versammlung 2014 zum neuen Vorsitzenden

95 %, dies lag geringfügig über dem Planan-

des Vereins gewählt.

satz von 92 %. Die Bewirtschaftung erfolgt
unverändert kostendeckend.

Cluster Kreativwirtschaft
Im Ende 2012 neu hinzugekommenen Clus-

Kultur-

und

Kreativwirtschaftszentrum

ter Kreativwirtschaft wurden die Kontakte zu

„Forum Gestaltung“ in der Brandenburger

bereits bestehenden Netzwerken der Bran-

Straße 9 - 10

che auf- und ausgebaut. In 2014 wurde be-

Gemäß Stadtratsbeschluss vom 04.07.2013

gonnen, die Kreativwirtschaft auch mit ande-

[Nr. 1864-65(V)13] hat die GWM den Stand-

ren Wirtschaftsbereichen informell zu vernet-

ort Brandenburger Straße 9 – 10 zu einem

zen; insbesondere die Veranstaltungsreihe

sich selbst tragenden Kultur- und Kreativwirt-

„Kreativsalon“ verfolgt dieses Ziel.

schaftszentrum zu entwickeln; ein diesbezüglicher Überlassungsvertrag wurde zwischen

Cluster Maschinenbau

dem Gebäudeeigentümer Stadt Magdeburg

In 2014 wurden verschiedene Maßnahmen

und der GWM im Dezember 2014 abge-

und Projekte unterstützt, die zu Lösungen

schlossen. Die GWM übernimmt seitdem

des zunehmenden Problems des fehlenden

schrittweise

Fachkräftenachwuchses beitragen. Der mmb

Hauptnutzer Hochschule Magdeburg-Stendal

Magdeburger Maschinenbau e.V. wird von

und vermietet diese.

Räume

vom

gegenwärtigen

der GWM durch die Gewährleistung der Geschäftsstellenfunktion gegen Entgelt unterstützt. Gegenwärtig sind rund 55 Firmen,

Jahresabschluss 2014 und

wissenschaftliche Einrichtungen und Privat-

Abschlussprüfer

personen Mitglied. Es wurden erneut Drittmittel von beteiligten Partnern und Institutio-

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

nen eingeworben.

der Gesellschaft zum 31.12.2014 wurden
vom Wirtschaftsprüfer und Steuerberater,

Im Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Magdeburg

Herrn Georg-Rainer Rätze, geprüft und

vertritt die GWM den Mitgliederkreis Wirt-

erhielten

schaft, wobei der Schwerpunkt auf der Wer-

einen

uneingeschränkten

Be-

stätigungsvermerk. Die Prüfung umfasste

bung von Nachwuchs für technische Berufe

neben der gemäß §§ 316 ff. HGB durchzu-

liegt.

führenden Abschlussprüfung die Prüfung der
Ordnungsmäßigkeit

Gewerbezentrum Berliner Chaussee

der

Geschäftsführung

gemäß § 53 HGrG.

Die Gesellschaft ist Eigentümer und Betreiber des Gewerbezentrums Berliner Chaus-

Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014

see (Handwerker- und Gewerbehof) mit rund

wurde vom Beirat der Gesellschaft am

10.000 m² vermietbarer Fläche, aufgeteilt auf

134

12.05.2015 zustimmend zur Kenntnis ge-

mitglieder erhielten für ihre Tätigkeit keine

nommen und der Gesellschafterversamm-

Vergütung.

lung zur Beschlussfassung empfohlen. Mit
Gesellschafterbeschluss soll der Jahresabschluss 2014 festgestellt und dem Ge-

Kurz- und mittelfristige

schäftsführer sowie dem Beirat für das

Unternehmensziele

Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt werden. Der Jahresüberschuss in Höhe von

Clustermanagement

1.506,86 EUR soll mit dem Verlustvortrag in

Für alle vier bisherigen Schwerpunktbereiche

Höhe von 918.329,20 EUR verrechnet und

steht die kontinuierliche Fortsetzung des

auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Netzwerkmanagements im Mittelpunkt. Die

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr

GWM wird sich den Unternehmen weiterhin

2015 soll der Wirtschaftsprüfer und Steuer-

als verlässlicher Ansprechpartner darstellen.

berater Georg-Rainer Rätze bestellt werden.

Der in der GWM vorhandene Kenntnisstand
über Unternehmen, Strukturen, das Kontaktpotential sowie der erreichte Stand der Un-

Auswirkungen des

ternehmens-Akzeptanz der GWM als Partner

Geschäftsjahres 2014 auf den

werden bei der Lösung von Problemen im

städtischen Haushalt

Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel
fortgeschrieben und ausgebaut. Damit reali-

Die GWM erhielt im Jahr 2014 einen unter-

siert sie den flexiblen, fall- und bedarfsweise

jährigen Liquiditätszuschuss in Höhe von 240

orientierten Service für die Unternehmen und

Tsd. EUR von der Landeshauptstadt Magde-

leistet ihren Beitrag für das Image der Wirt-

burg.

schaftsregion Magdeburg. Die GWM ist Geschäftsstelle von InnoMed e.V. und arbeitet
weiter im Vorstand mit. Für den mmb Ma-

Beteiligungen der Gesellschaft

schinenbau Magdeburg e.V. ist die GWM
ebenfalls

weiterhin

Geschäftsstelle

unter

Die GWM hält 75 % der Gesellschafteranteile

Fortsetzung ihrer Mitarbeit im Vorstand. Ihr

an der KGE Kommunalgrund Grundstücks-

Mitwirken im FASA. e.V. (Zweckverband zur

beschaffungs- und Erschließungsgesellschaft

Förderung des Maschinen- und Anlagen-

mbH.

baus) wird gleichfalls fortgesetzt. Die GWM
unterstützt diese Aktivitäten auch im organisatorischen Bereich, da dies der Aufgaben-

Gesamtbezüge der Mitglieder der

stellung des Clusterservices entspricht. Zu-

Organe

gleich ergeben sich vielfältige Synergien zu
Unternehmen und Einrichtungen, die den

Hinsichtlich der Vergütung der Geschäftsfüh-

genannten Vereinen nicht angehören. Die

rung wird von der Schutzklausel des § 286

Aktivitäten im Bereich Kreativwirtschaft wer-

Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Beirats-

den ausgebaut.

135

Gewerbezentrum Berliner Chaussee

Die aus dem BMBF-Projekt „Energieeffizien-

Der Vermietungsstand soll wieder auf min-

te Stadt“ zu erwartenden zweckgebundenen

destens 94 % geführt werden. Die Mieterzu-

Fördermitteleinnahmen bestimmen noch in

friedenheit wird durch entsprechendes Ser-

den kommenden zwei Jahren entscheidend

vice-Handeln

Realistischer-

den Arbeitsinhalt im Cluster Kreislaufwirt-

weise ist stets mit Schwankungen des Ver-

schaft/Umwelttechnik. Die Einwerbung von

mietungsstandes aus verschiedensten Grün-

Förder- und Projektmitteln sowie sonstige

den, wie z. B. Geschäftsaufgabe, Betriebs-

Einnahmen von Dritten wird seitens der Ge-

verlagerung usw., zu rechnen. Frei geworde-

sellschaft weiterhin angestrebt, kann aber auf

ne Mietflächen werden wie bisher stets kurz-

Grund der vielfältigen Unwägbarkeiten im

fristig wieder erfolgreich neu angeboten.

Bereich der Fördermittel nicht verlässlich

Allen Planungen wird daher ein durchschnitt-

über einen längeren Zeitraum geplant wer-

licher Vermietungsstand von 94 % zugrunde

den.

gewährleistet.

gelegt.
Bei der Bewirtschaftung des GewerbezentKultur-

und

Kreativwirtschaftszentrum

rums Berliner Chaussee besteht das im

„Forum Gestaltung“ in der Brandenburger

Vermietungsgeschäft generell existierende

Straße 9 – 10

Risiko des Wegbrechens von Mieteinnahmen

Hier wird weiterhin versucht, tatsächlich zah-

in größerem Umfang infolge Ausfalls von

lungsfähige Mietinteressenten für das Objekt

Mietern und Mietzahlungen. Die bisher stets

zu gewinnen, die der Branche Kultur/Kreativ

gegebene Kostendeckung ist erst bei einem

zuzurechnen sind und eine tatsächliche wirt-

länger anhaltenden Rückgang des Vermie-

schaftliche Betätigung ausüben.

tungsstandes auf unter 75 % gefährdet.

Die kostendeckende Bewirtschaftung des

Risiken der künftigen Entwicklung

gesamten Gebäudekomplexes für das Kulturund Kreativwirtschaftszentrum „Forum Ge-

Risiken für die künftige Entwicklung der

staltung“ in der Brandenburger Straße in

GWM könnten sich ergeben, wenn in den

2016 bezüglich ausreichender Mietverträge

kommenden Jahren eine Reduzierung der

wird von der Geschäftsführung der GWM

vom Hauptgesellschafter Landeshauptstadt

gegenwärtig als unrealistisch gesehen.

Magdeburg gewährten Zuschüsse erfolgt.
Auch wenn die in Höhe von 340 Tsd. EUR
geplanten jährlichen Zuschüsse in den vergangenen Jahren nicht in voller Höhe ausgeschöpft wurden, ist bei einer weiteren Kürzung die Aufgabenerfüllung im Bereich Clustermanagement als Dienstleistungsangebot
der Stadt Magdeburg an die Wirtschaft gefährdet.

136

Vermögenslage
31.12.2011

31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2012

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen

Liefer- und Leistungsforderungen
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP
Gesamtvermögen

0,0
6.180,8
0,0
6.180,8

0,0

0,0
5.807,0
0,0
5.807,0

10

682,8

2,0
101,0
498,0
7,0
608,0

6.863,6 100

682,8

3,0
98,6
572,9
8,3
682,8

90

0,0

0,0
5.433,0
0,0
5.433,0

9

608,0

8,0
100,0
421,0
7,0
536,0

6.415,0 100

608,0

91

0,0

0,0
5.059,2
100,0
5.159,2

9

536,0

8,4
96,9
360,8
8,5
474,6

5.969,0 100

536,0

91

0,0

0,0
4.689,5
100,0
4.789,5

92

0,0

8

474,6

12,0
10,5
378,7
8,1
409,3

8

409,3

5.633,8 100

474,6

5.198,8 100

409,3

92

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

2.306,0
0,0
-942,3
13,6
1.377,3

20

Sonderposten für Investitionszuschüsse

3.748,9

54

Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verb.gegenüber Gesellschaftern
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

5,5
31,0
1.624,9
1,1
0,0
71,2
3,7
1.737,4

Kapital

0,0

2.306,0
0,0
-929,0
3,0
1.380,0

0,0

2.306,0
0,0
-926,0
1,0
1.381,0

22

0,0

3.497,0

54

25

303,5

1,0
30,0
1.434,0
1,0
0,0
66,0
6,0
1.538,0

6.863,6 100

303,5

23

0,0

3.245,0

55

24

295,0

0,0
32,0
1.242,0
1,0
0,0
66,0
2,0
1.343,0

6.415,0 100

295,0

137

0,0

2.306,0
100,0
-924,5
6,2
1.487,7

0,0

2.306,0
100,0
-918,3
1,5
1.489,2

26

29

0,0

0,0

2.993,0

54

0,0

2.741,0

52

0,0

22

292,0

1,0
27,4
1.051,4
0,3
0,0
69,8
3,2
1.153,1

20

261,0

1,0
28,2
860,3
1,7
0,0
75,0
2,4
968,6

19

268,0

5.969,0 100

292,0

5.633,8 100

261,0

5.198,8 100

268,0

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Auflösung Sonderposten
Erträge aus Beteiligungen
Andere Erträge

2011
%

Tsd. EUR

2012
%

Tsd. EUR

2013
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

486,4
251,9
0,0
94,9

58,4
30,2
0,0
11,4

475,0
252,0
0,0
120,0

56,1
29,8
0,0
14,2

472,0
252,0
0,0
89,0

58,1
31,0
0,0
10,9

487,7
252,0
0,0
84,3

59,2
30,6
0,0
10,2

533,6
252,0
27,0
92,0

59,0
27,9
3,0
10,2

833,2

100,0

847,0

100,0

813,0

100,0

824,0

100,0

904,6

100,0

138,2
463,2
375,5
19,0
51,1

16,6
55,6
45,1
2,3
6,1

148,0
465,0
376,0
19,0
48,0

17,5
54,9
44,4
2,2
5,7

141,0
472,0
376,0
21,0
54,0

17,3
58,1
46,2
2,6
6,6

153,6
483,8
375,3
20,8
52,8

18,6
58,7
45,5
2,5
6,4

195,4
447,6
375,0
20,9
60,9

21,6
49,5
41,5
2,3
6,7

Betriebsaufwand

1.047,0

125,7

1.056,0

124,7

1.064,0

130,9

1.086,3

131,8

1.099,8

121,6

Betriebsergebnis

-213,8

-25,7

-209,0

-24,7

-251,0

-30,9

-262,3

-31,8

-195,2

-21,6

-72,1
304,1

-8,7
36,6

-63,0
275,0

-7,4
32,5

-59,0
311,0

-7,3
38,3

-51,1
321,1

-6,2
39,0

-43,4
240,1

-4,8
26,4

Ergebnis vor Ertragssteuern

18,2

2,2

3,0

0,4

1,0

0,1

7,7

0,9

1,5

0,2

Ertragssteuern

-4,6

-0,6

0,0

0,1

0,0

0,1

-1,5

-0,1

0,0

0,0

13,6

1,6

3,0

0,4

1,0

0,1

6,2

0,8

1,5

0,2

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Jahresergebnis

138

INNOVATIONS- UND GRÜNDERZENTRUM
MAGDEBURG GMBH
- IGZ -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Steinfeldstraße 3,
39179 Barleben
Tel. 039203/82222, Fax 039203/82229
E-Mail: info-igz@igz-md.de
Internet: www.igz-md.de
Gründungsjahr: 1991
Handelsregister:
HR B 103278 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 50.000 DM
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Förderung innovativer und technologieorientierter
Unternehmensgründungen und Unternehmenssicherungen zur Verbesserung der Wirtschaftsstruktur in der Region Magdeburg.
Zur Erfüllung des Gesellschaftszwecks kann die
Gesellschaft Unternehmen Räumlichkeiten und
Einrichtungen mit hoher Flexibilität beim Ausbau
und Gestalten der Nutzflächen preiswert zur Verfügung stellen und sie bei der Gründung, Produktentwicklung und Markteinführung beraten, unterstützen und betreuen. Die Gesellschaft kann die
wirtschaftliche Verwertung von Innovationen
unterstützen, um Unternehmensgründungen zu
initiieren, Kooperationen und Synergien aus dem
räumlichen Verbund im IGZ sowie aus den Verbindungen zu anderen Unternehmen und der
industrienahen Forschung der Region Magdeburg
herstellen, fördern und für alle Beteiligten nutzbar
machen, Fachseminare, Workshops, Weiterbildungsveranstaltungen, Messen und Ausstellungen organisieren und vermitteln. Sie kann sich an Kompetenzzentren beteiligen, Gründungsprogramme und den
Innovations- und Technologietransfer forcieren.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
30,0 %
- Industrie- und Handelskammer Magd. 25,2 %
- Stadtsparkasse Magdeburg
25,2 %
- Gemeinde Barleben
10,0 %
- Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg
9,6 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dr. Jürgen Ude
Gesellschafterversammlung:
Herr Wolfgang März (Industrie- und
Handelskammer Magdeburg)
Herr Klaus Zimmermann (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Jens Eckhardt (Stadtsparkasse
Magdeburg)
Herr Franz-Ulrich Keindorff (Gemeinde
Barleben)
Herr Prof. Jens Strackeljan (Otto-vonGuericke-Universität Magdeburg)
Beirat:
Herr Dr. Klaus Hieckmann (Symacon
GmbH)
Herr Hans-Joachim Hennings (MWA)
Herr Jens Eckhardt (Stadtsparkasse
Magdeburg)
Herr Rainer Nitsche (Landeshauptstadt
Magdeburg )
Herr Prof. Ulrich Jumar (ifak – Institut für
Automation und Kommunikation e.V.)
Herr Prof. Michael Schenk (Fraunhofer
Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung)
Herr Prof. Volkmar Leßmann (Otto-vonGuericke-Universität Magdeburg )
Herr Thomas Webel (Minister für
Landesentwicklung und Verkehr des LSA)
Herr Manfred Maas (Investitionsbank
Sachsen-Anhalt)
Herr Hans Walker (Landkreis Börde)
Herr Dr. Harald Schmicker (H&B OMEGA
Europa GmbH)
Herr Prof. Jan Mugele [Hochschule
Magdeburg- Stendal (FH)]

Stand: 30.09.2015

139

Struktur der Gesellschaft

-

Initiierung, Coaching und Qualifizierung
von Existenzgründungen,

Die Innovations- und Gründerzentrum Mag-

-

hohe Flexibilität beim technologischen

deburg GmbH beschäftigte neben dem Ge-

Ausbau und Gestaltung der Nutzerflä-

schäftsführer zum 31.12.2014 insgesamt 7

chen,

Mitarbeiter.

-

Ausgründungsunterstützung,

-

Projektanbahnung und Kooperationsvermittlung,

Stand der Erfüllung des
öffentlichen Zwecks

-

Marketingaktivitäten,

-

Weiterbildungsveranstaltungen und

-

Mitwirkung bei regionalen Wirtschaftsfördermaßnahmen.

Im Rahmen der Erarbeitung des Beteiligungsberichtes wurde geprüft, ob die Beteiligung noch einen öffentlichen Zweck und

Auf einer Fläche von ca. 25.000 m² arbeite-

damit die Grundvoraussetzung einer wirt-

ten Ende 2014 im IGZ am Standort Barleben

schaftlichen Betätigung der Gemeinde ge-

und Magdeburg 70 Unternehmen mit ca. 500

mäß § 128 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KVG LSA

Arbeitsplätzen. Die Auslastung betrug 88 %.

erfüllt. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks
gemäß § 128 KVG LSA besteht in der Wirt-

2014 wurden 210 Veranstaltungen schwer-

schaftsförderung, konkret der Ansiedlung

punktmäßig

und Unternehmenssicherung von innovativen

z. B. im IT-Bereich, Marketing oder Internet-

und technologieorientierten Unternehmen im

bereich, zu technologischen Problemen, zum

näheren und weiteren Umfeld des IGZ. Damit

Gründungsgeschehen, zur Innovationsum-

werden Voraussetzungen für eine aktive

setzung und zur Fremdsprachenqualifizie-

Ansiedlungspolitik mittelständischer Unter-

rung durchgeführt. Innerhalb des IGZ finden

nehmen geschaffen. Die Erfüllung des öffent-

jährlich Aktivitäten im Rahmen der Öffent-

lichen Zwecks ist somit weiterhin gewährleis-

lichkeitsarbeit statt. Nachfolgend eine Aus-

tet.

wahl für das Jahr 2014:

für

Weiterbildungsseminare,

Freiwilligenpass der Stadt Magde-

Geschäftsverlauf 2014

burg,
Mitglied proM,

Das Geschäftsjahr 2014 war geprägt durch

Stadtteilprojekt „Neue Neustadt“,

weitere Unternehmensgründungen und Un-

Kooperationsvereinbarung mit der

ternehmenserweiterungen sowie der damit

Investitions- und Marketing Gesell-

im Zusammenhang stehenden technologie-

schaft (IMG) und der Investitions-

orientierten Erweiterung der Infrastruktur,

bank (IB),

einschließlich der Einwerbung von Bera-

4. IGZ-Fußballturnier September

tungsleistungen durch die IGZ GmbH.

2014 und

Schwerpunkte der Arbeit des IGZ waren:

140

Beteiligung am Gründermarkt im City

Die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen

Carré.

Einrichtungen wurde insbesondere mit dem
Fraunhofer-Institut

Eine weitere wichtige Säule der Wirtschaft-

für

Fabrikbetrieb

und

-automatisierung Magdeburg, mit der Otto-

lichkeit ist die technologieorientierte Bera-

von-Guericke Universität Magdeburg und der

tungsleistung in Form des Wissens- und

Hochschule Magdeburg-Stendal gepflegt.

Technologietransfers. Dazu wurde 2014 ein
in 2013 initiiertes Projekt beendet.

Jahresabschluss 2014 und
Die IGZ GmbH war in folgende Projekte ein-

Abschlussprüfer

bezogen:
•

•

Kombi – Kompetenzen entwickeln

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

und Fachkräfte binden sowie Verein-

zum 31.12.2014 der Gesellschaft werden von

barkeit von Beruf und Familie (Lauf-

der

zeit 01.09.2012 - 31.12.2014)

Fasselt und Schlage geprüft. Die Prüfung

durchzuführenden

vationsfähigkeit von KMU vor dem
der

PKF

umfasst neben der gemäß §§ 316 ff. HGB

Erfassung und Steigerung der Inno-

Hintergrund

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Abschlussprüfung

die

Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Ge-

demografischen

schäftsführung gemäß § 53 HGrG.

Entwicklung (Laufzeit 15.06.2012 –
31.12. 2014)
Das Ministerium für Wissenschaft und Wirt-

Auswirkungen des

schaft des Landes Sachsen-Anhalt fördert

Geschäftsjahres 2014 auf den

die Qualifizierung von Existenzgründern und

städtischen Haushalt

-gründerinnen. Im Rahmen von berufsbegleitenden Schulungen werden Kenntnisse ver-

Die Gesellschaft erhält keine Zuschüsse aus

mittelt, die für den Alltag eines Unterneh-

dem städtischen Haushalt der Landeshaupt-

mens unerlässlich sind.

stadt Magdeburg.

Von 2008 bis 2014 konnten 394 Teilnehmer

Beteiligungen der Gesellschaft

für diese Qualifikationsmaßnahme gewonnen
und qualifiziert werden. Der Anteil von Frauen am Gesamtprojekt lag bei 54,1 %. Das

Betreibergesellschaft Forschungs- und Ent-

IGZ Magdeburg hatte bis zum Jahr 2014 die

wicklungszentrum Magdeburg mbH

Projektträgerschaft. Die Gesellschaft übernahm die Trägerschaft in 2014 für den

Das IGZ ist mit 9,9 % an der Betreibergesell-

ego.Piloten der Landeshauptstadt Magde-

schaft Forschungs- und Entwicklungszent-

burg bis 30.06.2015.

rum Magdeburg mbH (Stammkapital der
Gesellschaft 26.200,00 EUR) beteiligt. Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist

141

das Errichten und Betreiben eines For-

Grundlage dafür war der bei der Investitions-

schungs-, Entwicklungs- und Gründerzent-

bank gestellte Antrag. Dieses Projekt hat

rums für moderne Technologien.

eine Laufzeit von Juli 2015 bis Dezember
2016.

Ziel ist die Förderung innovativer und technoUnternehmensgründungen

Die Kooperationsbeziehungen des IGZ zu

und Unternehmenssicherungen sowie die

wissenschaftlichen Einrichtungen, zu Unter-

Förderung und Entwicklung der Zusammen-

nehmen aus Wirtschaft, zu Kammern und

arbeit

Wirt-

Verbänden und zu den politischen Bereichen

schaftsunternehmen und Wissenschaftsein-

sind weiter auszubauen und zu nutzen.

richtungen, einschließlich der Erbringung

Schwerpunkt,

diesbezüglicher Dienstleistungen auf vertrag-

Kontext, wird weiter der Ausbau des Projek-

licher, entgeltlicher Basis.

tes Automotive sein. Dazu wird, in Zusam-

logieorientierter

und

Kooperation

zwischen

auch

im

landespolitischen

menarbeit mit dem Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-

Gesamtbezüge der Mitglieder

Anhalt, das IGZ die Vermarktung dieses

der Organe

Themas international im Rahmen zukünftiger
Projekte übernehmen. Strategisch wird eine

Hinsichtlich der Vergütung der Geschäftsfüh-

Konzentration auf das Thema „Elektromobili-

rung wird von der Schutzklausel des § 286

tät“ erfolgen.

Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Der Beirat
Insbesondere die Regionale Innovationsstra-

erhielt für seine Tätigkeit keine Vergütung.

tegie (RIS) des Landes Sachsen-Anhalt hat
für das IGZ besondere Bedeutung. Die z. Zt.

Kurz- und mittelfristige

erarbeiteten Grundlagen gelten für die Jahre

Unternehmensziele

2014 - 2020. Die Strategie sieht Leitmärkte
vor, in denen sich zukünftig Spezialisie-

Das Hauptaugenmerk des IGZ ist und bleibt

rungsvorteile Sachsen-Anhalts weiterentwi-

die Umsetzung von innovativen Ideen. Hier-

ckeln müssen.

bei sind Methoden und Modelle zu entwickeln, die zielgerichtet auf die Umsetzung

Für das IGZ spielt der Leitmarkt der Mobilität

von überführungsfähigen Innovationen abzie-

eine entscheidende Rolle. Hier sind auch die

len. Gleichzeitig sind Unterstützungsmaß-

Landesinitiative ELISA und das

nahmen für technologieorientierte Unterneh-

MAHREG Automotive eingebunden.

Cluster

mensgründer wirkungsvoll einzusetzen.

Risiken der künftigen Entwicklung

Die Existenzgründerinitiative und die Arbeit
des ego.Piloten für die Landeshauptstadt

Risiken wurden minimiert. Grund ist die Erfül-

Magdeburg wird in Trägerschaft des IGZ

lung der Zweckbindung beim Ausbau des

Magdeburg bis 2016 weiter durchgeführt.

Innovations- und Gründerzentrums in 39179

142

Barleben, Steinfeldstr. 5. Hierzu erfolgte die
Bestätigung mit Schreiben der Investitionsbank vom 16.05.2014.

Für das IGZ wurde ein umfassendes Risikofrüherkennungssystem unter Einbeziehung
aller erkennbaren Risiken erarbeitet. Das
Risikofrüherkennungssystem

wird

ständig

ausgewertet, um Gefahren rechtzeitig zu
erkennen, damit entsprechende Maßnahmen
eingeleitet werden können. Die Risiken werden als Betriebs-, Finanz-, Personal- und
Marktrisiken definiert.

143

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

31.12.2011

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2012

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen
unfertige Leistungen
Liefer- und Leistungsforderungen
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

Gesamtvermögen

1,4
15.106,4
2,5
15.110,3

0,0

1,5
13.813,3
2,5
13.817,3

7

1.058,5

0,0
251,3
35,1
772,5
28,3
1.087,2

16.168,8 100

1.058,5

0,0
321,0
22,7
687,0
27,8
1.058,5

93

0,0

1,4
12.734,9
2,5
12.738,8

7

1.087,2

4,0
165,7
44,4
927,1
22,5
1.163,7

14.904,5 100

1.087,2

93

0,0

1,4
11.741,0
2,5
11.744,9

8

1.163,7

0,8
279,6
49,8
964,2
119,9
1.414,3

13.902,5 100

1.163,7

92

0,0

1,4
10.749,4
2,6
10.753,4

90

0,0

11

1.414,3

4,8
170,1
12,3
851,1
117,9
1.156,2

10

1.156,2

13.159,2 100

1.414,3

11.909,6 100

1.156,2

89

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital
Sonderposten für Investitionszuschüsse
Sonderposten mit Rücklageanteil

Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital
Kapital

25,6
-607,7
12,4
-569,7

-4

11.541,6
36,7

0,0

25,6
-595,3
75,8
-493,9

-3

71

0,0

10.522,5

0

0,0

31,2

32

436,8

0,0
232,8
4.189,8
61,9
357,4
2,8
4.844,7

16.168,8 100

436,8

0,0
222,9
4.451,9
96,8
376,7
11,9
5.160,2

0,0

25,6
-519,5
125,2
-368,7

-3

71

0,0

9.680,4

0

0,0

25,7

33

421,3

0,0
231,0
3.912,4
70,2
342,9
8,6
4.565,1

14.904,5 100

421,3

144

0,0

25,6
-394,3
172,1
-196,6

0,0

25,6
-222,2
17,8
-178,8

-1

-1

0,0

70

0,0

8.904,8

68

0,0

8.123,5

68

0,0

0

0,0

20,2

0

0,0

14,6

0

0,0

33

470,2

17,5
225,4
2.368,7
132,6
1.682,7
3,9
4.430,8

33

717,1

26,2
212,5
2.087,7
160,2
1.440,0
23,8
3.950,4

33

624,9

13.902,5 100

470,2

13.159,2 100

717,1

11.909,7 100

624,9

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Erträge aus der Auflösung der Sonderposten
Andere Erträge

2011
%

1.805,6
1.291,2
335,5

52,6
37,6
9,8

3.432,3

100,0

447,1
306,7
1.646,0
46,4
719,5

Betriebsaufwand
Betriebsergebnis

Tsd. EUR

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

66,2
24,3
9,5

1.741,5
786,8
154,9

64,9
29,3
5,8

3.361,5 100,0

2.745,2 100,0

2.900,7

100,0

2.683,2

100,0

13,0
8,9
48,0
1,3
21,0

496,4
324,8
1.301,9
35,6
907,9

14,8
9,7
38,7
1,1
27,0

514,0
331,1
1.083,6
41,5
819,7

18,7
12,1
39,5
1,6
29,9

491,2
337,7
995,7
4,7
748,7

16,9
11,6
34,3
0,1
25,8

453,3
350,8
1.006,1
6,7
710,3

16,9
13,1
37,5
0,0
26,5

3.165,7

92,2

3.066,6

91,2

2.789,9 101,7

2.578,0

88,7

2.527,2

94,0

266,6

7,8

294,9

8,8

-44,7

-1,7

322,7

11,3

156,0

6,0

-254,2
0,0

-7,4
0,0

-241,5
25,0

-7,2
0,7

-225,1
395,0

-8,2
14,4

-170,9
37,8

-5,9
1,3

-129,2
-0,3

-4,8
0,0

Ergebnis vor Ertragssteuern

12,4

0,4

78,4

2,3

125,2

4,5

189,6

6,7

26,5

1,2

Ertragssteuern

0,0

0,0

2,6

0,1

0,0

0,0

17,5

0,6

8,7

0,3

12,4

0,4

75,8

2,2

125,2

4,5

172,1

6,1

17,8

0,9

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Jahresergebnis

145

1.882,1
842,1
21,0

2013
%

1.921,5
703,6
275,6

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

57,8
30,3
11,9

Tsd. EUR

68,6
30,7
13,3

Betriebsleistung

1.942,5
1.019,1
399,9

2012
%

ZENTRUM FÜR NEUROWISSENSCHAFTLICHE
INNOVATION UND TECHNOLOGIE GMBH
- ZENIT Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Leipziger Str. 44,
39120 Magdeburg
Tel. 0391/6117400, Fax 0391/6117401
E-Mail: zenit@zenit-magdeburg.de
Internet:www.zenit-magdeburg.de
Gründungsjahr: 1994
Handelsregister:
HR B 108169 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 50.000 DM
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Errichten und Betreiben eines auf dem Gelände
der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
stehenden Forschungs- u. Transferzentrums für
anwendungsorientierte neurowissenschaftliche
und medizinisch-technische Forschung und Entwicklung. In diesem Forschungs- und Transferzentrum forschen, erproben und realisieren die
relevanten Fakultäten der Universität sowie die
An-Institute der Universität als Unternehmen
konzentriert und interdisziplinär innovative Technologien in den Leistungsfeldern:
- Neuropharmakologie,
- Neuromedizinische Technik,
- Angewandte Neuroinformatik,
- Medizinische Technik.
Die Ergebnisse dieser interdisziplinären und
synergetischen Zusammenarbeit dienen insbesondere dazu:
1. Voraussetzungen für aktive Ansiedlungspolitik
für mittelständische Unternehmen in SachsenAnhalt zu schaffen und diese zu fördern,
2. die industrielle Struktur in Sachsen-Anhalt zu
unterstützen und auszubauen,
3. neue Produkt- und Verfahrenstechnik, einschließlich zugehöriger Organisationsmethoden
der gewerblichen Wirtschaft in Sachsen-Anhalt
zugänglich zu machen.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
51 %
- Otto-von-Guericke-Universität
49 %

Organe der Gesellschaft
(Stand 30.09.2015)
Geschäftsführung:
Herr Joachim von Kenne
Gesellschafterversammlung:
Herr Prof. Dr. Matthias Puhle
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Prof. Dr. Jens Strackeljan (Ottovon-Guericke-Universität Magdeburg)
Aufsichtsrat:
Herr Rainer Nitsche (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Heiko Zippenfennig (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt)
Frau Veronika Rätzel (Otto-vonGuericke-Universität Magdeburg)
Frau Birgit Steinmetz (Stadträtin)
Frau Andrea Nowotny (Stadträtin)
Herr Matthias Boxhorn (Stadtrat)
Herr Prof. Georg Reiser (Otto-vonGuericke-Universität Magdeburg)
Wissenschaftlicher Beirat:
- Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg
Herr Prof. Georg Reiser
Herr Prof. Peter Malfertheiner
Herr Prof. Dieter Schinzer
Herr Prof. Georg Rose
Herr Prof. Burkhart Schraven
Herr Prof. Herbert Schwegler
- Leibniz Institut für Neurobiologie Magdeburg
Herr Prof. Eckart Gundelfinger
- Max Planck Institut
Herr Prof. Udo Reichl
- KeyNeurotek AG
Herr Dr. Frank Striggow
- FAN GmbH
Herr Prof. Klaus Reymann
- IMTM GmbH
Herr Prof. Michael Täger

Stand: 30.09.2015

146

wurden für den Erweiterungsbau nunmehr

Struktur der Gesellschaft

dahingehend geändert, dass nur noch 20 %
der Flächen an nicht gewerbliche Mieter ver-

Die Zentrum für Neurowissenschaftliche In-

geben werden dürfen. Dies wurde bei der

novation und Technologie GmbH beschäftig-

Vergabe der Flächen entsprechend berück-

te zum 31.12.2014 insgesamt 4 Mitarbeiter.

sichtigt.

Im ZENIT I werden die nicht gewerblichen

Stand der Erfüllung des

Flächen fast ausschließlich von der Otto-von-

öffentlichen Zwecks

Guericke Universität genutzt. Der größte
Anteil der von der Universität genutzten Flä-

Im Rahmen der Erarbeitung des Beteili-

chen wird von der medizinischen Fakultät in

gungsberichtes wurde geprüft, ob die Beteili-

Anspruch genommen. Die im ZENIT II an

gung noch einen öffentlichen Zweck und

nicht gewerbliche Nutzer vergebenen Flä-

damit die Grundvoraussetzung einer wirt-

chen werden von der medizinischen Fakultät

schaftlichen Betätigung der Gemeinde ge-

in Anspruch genommen.

mäß § 128 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KVG LSA
erfüllt. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks
gemäß § 128 KVG LSA besteht in der Wirt-

Der Rest der Flächen kann von gewerblichen

schaftsförderung, konkret der Ansiedlung von

Nutzern beansprucht werden, wobei eine

Forschungsunternehmen im Umfeld der uni-

Belegung mit gewerblichen Nutzern über das

versitären Einrichtungen. Damit werden Vo-

nach den Förderrichtlinien gestattete Maß

raussetzungen für eine aktive Ansiedlungs-

jederzeit möglich ist. Eine vollständige Nut-

politik mittelständischer Unternehmen ge-

zung durch gewerbliche Mieter ist möglich,

schaffen. Die Erfüllung des öffentlichen

wobei aus steuerlichen Gründen eine Ver-

Zwecks ist somit weiterhin gewährleistet.

mietung nur an Nutzer möglich ist, die vorsteuerabzugsberechtigt sind.

Geschäftsverlauf 2014
Jahresabschluss 2014 und
Abschlussprüfer

Die Haupttätigkeit im Geschäftsjahr war der
Betrieb des Forschungszentrums für neurowissenschaftliche Innovation und Technolo-

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

gie. Die Gebäude werden von gewerblichen

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden von

Nutzern und nicht gewerblichen Nutzern wie

den

der Universität in Anspruch genommen.

Hoppe, Huskamp, geprüft und erhielten ei-

Nach den Bestimmungen der Förderung

nen

dürfen im ZENIT I maximal 49 % der Flächen

merk. Die Prüfung umfasste neben der ge-

an nicht gewerbliche Nutzer vergeben wer-

mäß §§ 316 ff. HGB durchzuführenden Ab-

den. Diese Vorgaben wurden in den vergan-

schlussprüfung die Prüfung der Ordnungs-

genen Jahren eingehalten. Die Auflagen

147

Wirtschaftsprüfern

uneingeschränkten

WTR

Hedderich,

Bestätigungsver-

mäßigkeit der Geschäftsführung gemäß § 53

Gesamtbezüge der Mitglieder

HGrG.

der Organe
Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014
wurde vom Aufsichtsrat der Gesellschaft am

Hinsichtlich der Vergütung der Geschäftsfüh-

12.06.2015 zustimmend zur Kenntnis ge-

rung wird von der Schutzklausel des § 286

nommen und der Gesellschafterversamm-

Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Ge-

lung zur Beschlussfassung empfohlen. Dem

samtbezüge nach § 285 Abs. 9 Buchstabe a

Geschäftsführer und dem Aufsichtsrat soll für

HGB betrugen für das Geschäftsjahr 2014 für

das Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt

den Aufsichtsrat 1,3 Tsd. EUR.

werden. Der Jahresüberschuss 2014 soll
zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue
Rechnung vorgetragen und zum Abschluss-

Kurz- und mittelfristige

prüfer für das Geschäftsjahr 2015 soll die

Unternehmensziele

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WTR Hedderich, Hoppe, Huskamp bestellt werden.

Das

Eine Beschlussfassung in der Gesellschaf-

Innovation und Technologie (ZENIT) wurde

terversammlung ist noch nicht erfolgt.

mit dem Ziel erbaut, den neurowissenschaft-

Zentrum

für

Neurowissenschaftliche

lichen Standort Magdeburg für den Transfer
von Grundlagenwissen in verwertbare Pro-

Auswirkungen des

duktentwicklungen zu nutzen.

Geschäftsjahres 2014 auf den
Die weitere Zielsetzung von ZENIT lässt sich

städtischen Haushalt

folgendermaßen charakterisieren:
Die Gesellschaft erhält keine Zuschüsse aus

• Förderung des anwendungsorientierten

dem städtischen Haushalt der Landeshaupt-

medizintechnischen und neurowissen-

stadt Magdeburg.

schaftlichen Wissens- und Personaltransfers in Sachsen-Anhalt
• Anwendungsorientierte und grundlagen-

Beteiligungen der Gesellschaft

orientierte Forschung auf Drittmittelbasis
• Überführung von Ergebnissen der Grund-

Zum 31.12.2014 werden keine Anteile an

lagenforschung in wirtschaftlich verwert-

verbundenen Unternehmen gehalten. Es

bare Produktentwicklungen

besteht eine Beteiligung an der Bio Mittel-

• Ansiedlung von Anwendungsforschung

deutschland GmbH im Nennwert von 6,2

• Ansiedlung von entsprechenden Firmen

Tsd. EUR.

bzw. Forschungs-GmbH’s aus dem Bereich der Neurowissenschaften

Folgende wissenschaftliche Bereiche sind
dabei zentraler Schwerpunkt:

148

ZENIT I der Fall war. Nachteilig ist dies für
Neuropharmakologie

die Nutzer nicht, da die Anforderungen nicht

• Arzneimittel-Trägersysteme zur kontinu-

immer so hoch sind und häufig auch mit ge-

ierlichen Langzeitabgabe von Medika-

ringerer Ausstattung ausgekommen werden

menten

kann. Wer eine hohe Ausstattung benötigt

• Arzneimittel-Entwicklung

kann dies im ZENIT I finden.

• Neuroprotektiva-Entwicklung
• Neuroendokrinologie

Durch die Erweiterung wurde eine konse-

• Neuromedizinische Technik

quente

• Neuronale Computer

ermöglicht und das Profil von Magdeburg als

• Biosensoren

neurowissenschaftlich - medizintechnischer

• Mikrosystemtechnik

Standort weiter geschärft.

Weiterentwicklung

des

Standorts

• Expertensysteme und Bildgebung
• Neuroprothetik

Risiken der künftigen Entwicklung

Angewandte Neuroinformatik
Die Risiken der Gesellschaft waren in den

• Bildgebende Verfahren

vergangenen Jahren im Wesentlichen durch

• Computergestützte neuropsychologische

den Grad der Vermietung gekennzeichnet.

Diagnostik und Rehabilitation
• Medizinische Daten- und Signalverarbei-

Die Prognose der Belegung von ZENIT kann

tung

aufgrund von nur schwer vorhersehbaren

• Multimediale Dialogsysteme

Entwicklungen in der Zukunft nur mit Ein-

• Informationsverarbeitung mit künstlichen

schränkungen erfolgen. Während für Nutzer

neuronalen Netzen

wie die Otto-von-Guericke Universität oder

• Computergraphik

das Leibniz Institut für Neurobiologie die
zukünftige Entwicklung vergleichsweise si-

Im Hinblick auf die gute Auslastung der vor-

cher zu prognostizieren ist, hängt die Nach-

handenen Einrichtungen und die wachsende

frage nach Flächen, die von gewerblichen

Nachfrage haben die Gesellschafter die Er-

Nutzern benötigt werden, entscheidend von

richtung eines Erweiterungsbaus in unmittel-

den

barer Nähe des ZENIT I Gebäudes be-

wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen

schlossen, der in den Jahren 2005 bis 2007

und von den gültigen Förderprogrammen ab.

realisiert wurde.

Diese haben sich in den vergangenen Jahren
verschlechtert, weshalb unter anderem Aus-

Der Erweiterungsbau umfasst 3.400 m²

und Neugründungen stark zurückgegangen

Hauptnutzfläche. Die Konzeption des Erwei-

sind.

terungsbaus sieht eine konsequente Ergänzung der bestehenden Verhältnisse vor, d. h.
der Erweiterungsbau wurde nicht mehr mit so
aufwändiger Technik realisiert, wie dies im

149

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

31.12.2011

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2012

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Sachanlagen
Anlagevermögen

Unfertige Leistungen
Liefer- und Leistungsforderungen
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP
Gesamtvermögen

26.019,2
26.019,2

92

0,0

25.242,2
25.242,2

0,0

24.520,9
24.520,9

7

2.034,1

608,2
90,4
209,3
775,8
4,4
1.688,1

100

2.034,1

26.209,0

93

869,0
158,0
129,7
1.179,5
5,3
2.341,5

8

2.341,5

744,6
170,7
170,1
943,6
5,1
2.034,1

28.360,7

100

2.341,5

27.276,3

4

0,0

25,6
0,4
1.159,5
10,6
1.196,1

0,0

23.797,8
23.797,8

6

1.688,1

523,9
22,7
223,4
477,7
5,1
1.252,8

100

1.688,1

25.050,6

5

0,0

25,6
0,4
1.170,1
-214,9
981,2

94

0,0

23.077,5
23.077,5

96

0,0

5

1.252,8

527,4
8,4
95,4
431,2
7,4
1.069,8

4

1.069,8

100

1.252,8

24.147,3

100

1.069,8

4

0,0

25,6
0,4
955,2
99,9
1.081,1

4

0,0

95

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Gewinnrücklage
Gewinnvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

Sonderposten für Investitionszuschüsse
Sonderposten mit Rücklageanteil
Erhaltene Anzahlungen
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital
Kapital

25,6
0,0
915,7
235,0
1.176,3

4

0,0

25,6
0,0
1.150,7
9,1
1.185,4

23.912,1

84

0,0

23.252,7

86

0,0

22.593,7

86

0,0

21.934,9

87

0,0

21.278,4

89

0,0

0,0

0

0,0

0,0

0

0,0

0,0

0

0,0

0,0

0

0,0

0,0

0

0,0

10

2.838,2

721,0
0,0
145,5
1.402,0
112,7
28,0
10,0
2.419,2

9

2.419,2

690,4
0,0
99,7
1.165,7
86,5
81,0
11,2
2.134,5

9

2.134,5

590,3
0,0
100,3
1.013,7
46,5
34,7
2,3
1.787,8

7

1.787,8

100

2.838,2

26.209,0

100

2.419,2

25.050,6

100

2.134,5

24.147,3

100

1.787,8

1.012,8
46,8
36,9
1.890,6
139,3
137,1
8,8
3.272,3

12

1.553,0

925,8
0,0
54,6
1.626,4
112,9
108,9
9,6
2.838,2

28.360,7

100

1.553,0

27.276,3

150

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
Auflösung Sonderposten
Andere Erträge

2011
%

Tsd. EUR

%

73,3
-1,9
28,6
0,0

2.395,6

100,0

844,9
205,0
757,4
37,3
165,3

35,3
8,6
31,6
1,6
6,9

759,3
213,7
725,8
32,8
203,5

34,6
9,8
33,1
1,5
9,3

630,5
213,7
724,4
17,3
406,3

Betriebsaufwand

2.009,9

84,0

1.935,1

88,3

Betriebsergebnis

385,7

16,0

256,4

-92,0
47,9

-3,8
2,0

Ergebnis vor Ertragssteuern

341,6

Ertragssteuern

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Jahresergebnis

75,5
-5,7
30,1
0,1

Tsd. EUR

1.754,2
-45,2
685,8
0,8

Betriebsleistung

1.654,8
-124,4
659,4
1,7

2012
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

63,2
-6,6
31,8
11,6

1.033,7
-84,3
658,8
12,6

63,8
-5,2
40,6
0,8

1.050,6
3,5
656,4
78,0

58,7
0,2
36,7
4,4

2.073,2 100,0

1.620,8

100,0

1.788,5

100,0

30,4
10,3
34,9
0,8
19,6

636,9
215,7
723,9
21,9
295,9

39,3
13,3
44,7
1,4
18,3

582,8
218,5
720,3
21,9
123,9

32,6
12,2
40,3
1,2
6,9

1.992,2

96,1

1.894,3

116,9

1.667,4

93,2

11,7

81,0

3,9

-273,5

-16,9

121,1

6,8

-78,0
-170,9

-3,6
-7,8

-71,8
0,0

-3,5
0,0

-61,6
118,6

-3,8
7,3

-52,4
31,2

-2,9
1,7

14,2

7,5

0,3

9,2

0,4

-216,5

-13,4

99,9

5,6

-106,6

-4,4

1,6

0,1

1,4

0,1

1,6

0,1

0,0

0,0

235,0

9,8

9,1

0,4

10,6

0,5

-214,9

0,5

99,9

5,6

2.191,5 100,0

151

1.310,2
-136,4
659,0
240,4

2013

ZENTRUM FÜR PRODUKT-, VERFAHRENS- UND
PROZEßINNOVATION GMBH
- ZPVP Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Sandtorstraße 23,
39106 Magdeburg
Tel. 0391/54486-19201, Fax 0391/54486-19203
E-Mail: reinhard.fietz@exfa.de
Internet: www.exfa.de
Gründungsjahr: 1996
Handelsregister:
HR B 109781 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 50.000 DM
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Errichten und Betreiben eines auf dem Gelände
der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg
stehenden Forschungs- und Transferzentrums
für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Produkt-, Verfahrens- und Prozessinnovation für Industrieunternehmen und der dazu benötigten Einrichtungen. In diesem Forschungs- und Transferzentrum forschen, erproben und realisieren die
relevanten Fakultäten der Otto-von-GuerickeUniversität Magdeburg sowie die An-Institute
als Unternehmen konzentriert und interdisziplinär innovative Technologien in den
Leistungsfeldern:
- Unternehmensstrategie und Marktpositionierung,
- Produktfindung und Produktgestaltung,
- Materialien und Werkstoffe,
- Prozessgestaltung in der Produktion,
- virtuelle-explorative Unternehmensplanung,
- Unternehmens-, Informations- und Kommunikations-Infrastruktur,
- Unternehmensentwicklung durch Arbeitsgestaltung und Unternehmenskultur,
- spezifische Automatisierungstechniken.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
51 %
- Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg
49 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dr. Reinhard Fietz
Gesellschafterversammlung:
Herr Jens Koch (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Prof. Jens Strackeljan (Otto-vonGuericke-Universität Magdeburg)
Aufsichtsrat:
Herr Jörg Böttcher (Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Volker Zehle (Otto-vonGuericke-Universität Magdeburg)
Herr Günther Kräuter (Stadtrat)
Herr Rene Hempel (Stadtrat)
Herr Daniel Kraatz (Stadträtin)
Herr Prof. Karl-Heinrich Grote
(Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg)
Herr Thomas Neumann (Ministerium
für Wissenschaft und Wirtschaft des
Landes Sachsen-Anhalt)
Wissenschaftlicher Beirat:
- Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg
Herr Prof. Leßmann,
Herr Prof. Tschöke,
Herr Prof. Grote, Herr Prof.
Kühnle, Herr Prof. Bernhard
Karpuschewski
(Fak. f. Maschinenbau)
Herr Prof. Tönnies, Herr Prof.
Kruse (Fak. f. Informatik)
Herr Prof. Styczynski, Herr Prof.
Vick (Fak. f. Elektrotechnik)
Herr Prof. Böllinghaus (BAM)
Herr Prof. Thevenin (Fak. f.
Verfahrens- und Systemtechnik)
- RWTH Aachen
Herr Prof. Jörg Feldhusen (Institut
für allg. Konstruktionstechnik)
- Sitech-Gruppe u. Honorarprofessor
Herr Prof. Bernd Wilhelm
- NC-Gesellschaft e.V.
Herr Thomas K. Pflug
Stand: 30.09.2015

152

speicherkraftwerk“ und „InDiWa“ und dem

Struktur der Gesellschaft

neuen Netzwerk „Assistenz in der Logistik“.

Die Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und

Am 12.06.2014 wurde die Medizintechnikfor-

Prozeßinnovation GmbH beschäftigte zum

schung in Magdeburg nach der einjährigen

31.12.2014 insgesamt 9 Mitarbeiter (davon 5

Vorbereitungsphase als einer von zehn

Pauschalkräfte).

nationalen

„Forschungscampus“

bestätigt

und wird vom Bund langfristig mit bis zu 30
Mio. EUR gefördert. Das auf dem Campus

Stand der Erfüllung des

der

öffentlichen Zwecks

burg

Otto-von-Guericke-Universität
angesiedelte

Magde-

Forschungsvorhaben

STIMU-LATE gehört zu den zehn Gewinnern
Im Rahmen der Erarbeitung des Beteili-

im Wettbewerb des Bundesministeriums für

gungsberichtes wurde geprüft, ob die Beteili-

Bildung und Forschung. Bundesweit hatten

gung noch einen öffentlichen Zweck und

sich 100 Initiativen aus allen Wirtschaftsbe-

damit die Grundvoraussetzung einer wirt-

reichen beworben.

schaftlichen Betätigung der Gemeinde gemäß § 128 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KVG LSA

Inzwischen wurden für dieses Schwerpunkt-

erfüllt. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks

vorhaben der Universität Magdeburg alle

gemäß § 128 KVG LSA besteht in der Wirt-

verfügbaren Raumkapazitäten der Experi-

schaftsförderung, konkret der Ansiedlung von

mentellen Fabrik, außer der Halle, angemie-

Forschungsunternehmen im Umfeld der uni-

tet. Große Mietzuwächse sind dabei aller-

versitären Einrichtungen. Damit werden Vo-

dings nicht zu erwarten, da der Großteil der

raussetzungen für eine aktive Ansiedlungs-

Flächen bereits im Langzeitmietvertrag der

politik mittelständischer Unternehmen ge-

Universität enthalten ist und nur für dieses

schaffen. Die Erfüllung des öffentlichen

Thema umgenutzt wird.

Zwecks ist somit weiterhin gewährleistet.
Die Experimentelle Fabrik ist nach wie vor
als Veranstaltungsort für zahlreiche offizielle

Geschäftsverlauf 2014

Anlässe, wie der Langen Nacht der Wissenschaft, Fachtagungen, Fraunhofer Wissen-

Das Jahr 2014 war wieder gekennzeichnet

schaftstagen und anderen Events der Uni-

durch die intensive Arbeit an den etablierten

versität und der Region gefragt. In diesem

Forschungsschwerpunkten. Dies galt für die

Zusammenhang weiß man die infrastrukturel-

Schwerpunkte

Otto-von-Guericke-Uni-

le Ausstattung der Experimentellen Fabrik

versität Medizintechnik und Elektromagneti-

und den modern ausgestatteten Konferenz-

sche Verträglichkeit, die in der Experimentel-

bereich zu schätzen.

der

len Fabrik verortet sind, als auch für die
ZPVP-eigenen industrienahen Forschungs-

Im Jahre 2014 intensivierte die Experimentel-

netzwerke „Fluss-Strom“, „Urbanes Energie-

le Fabrik aber auch die Arbeiten an ihren

153

innovativen Forschungs- und Entwicklungs-

GmbH nach wie vor nicht nur von der Ver-

themen und wissenschaftlichen Veröffentli-

mietung leben können und ist gehalten, wei-

chungen. Auch in 2014 traf das EMV-

terhin eigene Projekte zu akquirieren, deren

Seminar mit Hausmesse zum zwölften Mal

Erlös der Gesellschaft zugutekommt.

bei weit über 150 Teilnehmern auf reges
Interesse. In diesem Forschungsfeld soll das

Die ZPVP GmbH orientiert sich weiterhin auf

Potential des Absorberraumes durch den

Förderprogramme wie ZIM-NEMO. Der er-

Einbau eines großen Tores auf der Rückseite

forderliche Eigenanteil für die Koordinie-

der Experimentellen Fabrik wesentlich ver-

rungsfunktion wird von den Mitgliedern des

bessert werden. So können größere Nutz-

entsprechenden

fahrzeuge (Krankenwagen und Transporter)

werkes finanziert.

Produktentwicklungsnetz-

dieses Labor nutzen, was insbesondere zur
Bereicherung der Arbeiten im Forschungs-

Jahresabschluss 2014 und

schwerpunkt Automotive und Elektromobilität

Abschlussprüfer

beiträgt.

Der Vermietungsgrad im Geschäftsjahr 2014

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

stellte sich auf 90 % ein. Insolvenzbedingte

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden

Mieterausfälle waren auch im Jahre 2014

vom Wirtschaftsprüfer Georg-Rainer Rätze

nicht zu verzeichnen.

geprüft und dem Jahresabschluss wurde ein
uneingeschränkter Bestätigungsvermerk er-

Die An-Institute METOP GmbH (Mensch

teilt. Die Prüfung umfasste neben der gemäß

Technik Organisation Planung) und LUS

§§ 316 ff. HGB durchzuführenden Ab-

GmbH, arbeiten nach wie vor erfolgreich und

schlussprüfung die Prüfung der Ordnungs-

stellen, wie bisher zusammen mit dem For-

mäßigkeit der Geschäftsführung gemäß § 53

schungscampus STIMULATE und der Otto-

HGrG.

von-Guericke-Universität die größten Mieter
dar.

Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014
lag bei Redaktionsschluss vor, wurde vom

Die ZPVP GmbH engagierte sich zusammen

Aufsichtsrat der Gesellschaft zustimmend zur

mit dem An-Institut METOP GmbH sehr in-

Kenntnis genommen und der Gesellschafter-

tensiv in dem Anfang 2012 bewilligten Pro-

versammlung zur Beschlussfassung empfoh-

jekt

len.

TEGSAS

Universität

zur

technologischer

der

Otto-von-Guericke-

Förderung

technisch-

Existenzgründungen

aus

Universitäten und Hochschulen des nördlichen Sachsen-Anhalts.

Auch wenn sich der Vermietungsgrad in
2014 und 2015 stabilisiert hat, wird die ZPVP

154

•

Verstärkte Anstrengungen auf dem Sek-

Auswirkungen des

tor der alternativen Energien (Technolo-

Geschäftsjahres 2014 auf den

giekompetenz Fluss-Strom), um den der-

städtischen Haushalt

zeitigen Aufwind im Kundeninteresse zu
nutzen. Auch hier erfolgt eine weitere

Die Gesellschaft erhält keine Zuschüsse aus

Untersetzung von Einzelthemen in Um-

dem städtischen Haushalt der Landeshaupt-

setzungsprojekte

stadt Magdeburg.

partner bei Bund und Land. Ziel ist es,

für

die

Netzwerks-

auf Basis der vorhandenen Testumgebung einen fakultätsübergreifenden For-

Beteiligungen der Gesellschaft

schungsschwerpunkt

und

eine

For-

schungs- und Erprobungsstätte für deZum 31.12.2014 werden keine Anteile an

zentrale Energiegewinnung an der Uni-

verbundenen Unternehmen gehalten bzw.

versität Magdeburg und der Experimen-

bestehen keine Beteiligungen.

tellen Fabrik zu etablieren.
•

Seit Oktober 2012 ist die Experimentelle
Fabrik offiziell als Beratungsunterneh-

Gesamtbezüge der Mitglieder

men im Rahmen von go-inno im Modul

der Organe

„go-innovativ“ gelistet und bearbeitet dort
erfolgreich Projekte, die weiter auszu-

Hinsichtlich der Vergütung der Geschäftsfüh-

bauen sind.
•

rung wird von der Schutzklausel des § 286

Weitere Akquisition von Projekten auf

Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Der Auf-

den Technologiefeldern der Experimen-

sichtsrat erhielt für seine Tätigkeit keine Ver-

tellen Fabrik, wobei zukünftig die Medi-

gütung.

zintechnik ein weiteres Standbein ist.
•

Verstärktes Engagement im Technologietransfer der Universität Magdeburg

Kurz- und mittelfristige

(TUGZ).

Unternehmensziele
Risiken der künftigen Entwicklung

Neben der Vermietung begründet sich die
Hoffnung der Geschäftsleitung für eine gesicherte Zukunft des Unternehmens auf fol-

Aufgrund ihrer, gemessen an anderen ver-

gende Fakten:

gleichbaren Einrichtungen, relativ geringen
Größe ist die Experimentelle Fabrik auf einen

•

Nutzung der positiven Effekte und des

hohen Vermietungsgrad und die entspre-

öffentlichen Interesses aus dem innovati-

chende Miethöhe angewiesen, um alle lau-

ven Wachstumskern „Fluss-Strom plus“

fenden Kosten zu decken.

für neue Produktentwicklungen.

155

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass
bei positiver gesamtwirtschaftlicher Lage in
Sachsen-Anhalt auch eine positive Fortführung der Gesellschaft gegeben ist.

156

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

31.12.2011

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2012

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Anlagevermögen
Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Forderungen gegen Gesellschafter
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP
Gesamtvermögen

2,9
6.109,0
6.111,9

89

0,0

2,6
5.683,4
5.686,0

0,0

9,9
5.284,1
5.294,0

12

761,2

177,2
113,4
1,7
194,7
362,3
19,2
868,5

100

761,2

6.162,5

88

145,9
129,2
21,2
57,4
364,8
23,5
742,0

11

742,0

142,2
104,5
6,5
90,3
400,7
17,0
761,2

6.853,9

100

742,0

6.447,2

15

0,0

25,6
871,1
46,6
12,1
955,4

70

0,0

4.163,9

0,0

8,5
4.881,2
4.889,7

14

868,5

220,0
70,5
8,1
151,5
364,5
4,0
818,6

14

818,6

220,0
103,0
44,5
234,5
349,9
3,3
955,2

100

868,5

5.708,3

100

818,6

5.444,2

100

955,2

16

0,0

25,6
871,1
58,7
12,3
967,7

17

0,0

25,6
871,1
71,0
-13,2
954,5

18

0,0

68

0,0

3.841,9

68

0,0

3.520,6

65

0,0

86

86

0,0

7,2
4.481,8
4.489,0

82

0,0

18

955,2

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

25,6
871,1
65,1
53,9
1.015,7

15

0,0

25,6
871,1
119,0
-72,3
943,4

Sonderposten für Investitionszuschüsse

4.823,6

70

0,0

4.485,9

Erhaltene Anzahlungen
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

129,7
0,4
49,0
0,0

134,4
0,0
61,0
0,0

126,1
0,0
38,7
0,0

129,1
0,0
40,6
0,0

152,0
0,0
45,9
0,0

2,4
42,3
43,0
747,8
1.014,6

15

1.014,6

16,6
41,0
63,8
701,1
1.017,9

16

1.017,9

15,5
28,2
185,3
649,4
1.043,2

16

1.043,2

0,8
30,1
98,2
599,9
898,7

15

898,7

2,4
35,6
160,1
573,1
969,1

17

969,1

Kapital

6.853,9

100

1.014,6

6.447,2

100

1.017,9

6.162,5

100

1.043,2

5.708,3

100

898,7

5.444,2

100

969,1

157

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Bestandsveränderung unfertige Leistungen
Erträge Zuwendung Forschung
Auflösung Sonderposten
Andere Erträge

2011
%

371,0
3,5
152,3
413,1
168,7

33,5
0,3
13,7
37,3
15,2

1.108,6

100,0

160,4
230,6
507,3
11,3
154,2

14,5
20,8
45,8
1,0
13,9

Betriebsaufwand

1.063,8

96,0

Betriebsergebnis

44,8

4,0

7,1
4,0

Ergebnis vor Ertragssteuern
Ertragssteuern

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Jahresergebnis

Tsd. EUR
375,1
-3,7
121,6
337,6
117,6

2012
%
39,6
-0,4
12,8
35,6
12,4

948,2 100,0

158,9
251,1
433,1
11,3
171,5

Tsd. EUR
381,3
35,0
229,5
0,0
415,6

2013
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

35,9
3,3
21,6
0,0
39,2

409,3
42,8
208,0
322,0
138,4

36,5
3,8
18,6
28,7
12,4

441,4
0,0
152,5
321,3
207,0

39,3
0,0
13,6
28,6
18,5

1.061,4 100,0

1.120,5

100,0

1.122,2

100,0

16,8
26,5
45,7
1,2
18,1

186,3
271,6
411,2
12,4
174,9

17,6
25,6
38,7
1,2
16,5

246,0
265,8
411,5
12,4
182,1

22,0
23,7
36,7
1,1
16,3

227,8
281,1
410,6
12,4
206,0

20,3
25,0
36,6
1,1
18,4

1.025,9 108,3

1.056,4

99,6

1.117,8

0,0

1.137,9

101,4

-77,7

-8,3

5,0

0,4

2,7

100,0

-15,7

-1,4

0,6
0,4

8,0
-2,6

0,8
-0,3

7,1
0,0

0,7
0,0

7,4
0,1

0,7
0,0

8,5
-6,0

0,8
-0,5

55,9

5,0

-72,3

-7,8

12,1

1,1

10,2

0,0

-13,2

-1,1

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

2,1

0,2

0,0

0,0

55,9

5,0

-72,3

-7,8

12,1

1,1

12,3

0,2

-13,2

-1,1

158

Unterabschnitt 3.4
Freizeit, Kultur und Stadtentwicklung

159

GESELLSCHAFT ZUR DURCHFÜHRUNG DER
MAGDEBURGER WEIHNACHTSMÄRKTE MBH

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Schönebecker
Straße 11 - 13, 39104 Magdeburg
Tel. 0391/2538501, Fax 0391/2538502
E-Mail: info@weihnachtsmarkt-magdeburg.de
Internet: www.weihnachtsmarkt-magdeburg.de
Gründungsjahr: 2003
Handelsregister:
HR B 114041 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 25.000 EUR
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Vorbereitung und Organisation von
Weihnachtsmärkten und ähnlichen Veranstaltungen in Magdeburg, insbesondere die
Festlegung der Rahmenbedingungen, die
Schaffung und Vorhaltung der Infrastruktur
und des Equipments sowie die Vergabe der
Standrechte. Die Gesellschaft kann alle
Geschäfte betreiben, die dem Gegenstand des
Unternehmens unmittelbar oder mittelbar zu
dienen geeignet sind oder diesen fördern. Sie
kann zu diesem Zweck weitere Gesellschaften
gründen, sich an Unternehmen mit einem
gleichen oder ähnlichen Gesellschaftszweck
beteiligen oder solche Unternehmen übernehmen.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
52 %
- Interessengemeinschaft Innenstadt
Magdeburg e.V.
12 %
- Magdeburger Schaustellerverein e.V. 12 %
- Stadtmarketing „Pro Magdeburg“ e.V. 12 %
- Verein selbständiger gewerbetreibender
Markt- und Messereisender e.V.
12 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Alfred Raabe
Gesellschafterversammlung:
Herr Holger Platz
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Marcel Guderjan (Stadtrat)
Herr Burkhard Lischka (Stadtrat)
Herr Wigbert Schwenke (Stadtrat)
Herr Arno Frommhagen
(Interessengemeinschaft
Innenstadt Magdeburg e.V.)
Herr Olaf Haase (Magdeburger
Schaustellerverein e.V.)
Herr Georg Bandarau (Stadtmarketing „Pro Magdeburg“ e.V.)
Herr Karl Welte (Verein
selbständiger Gewerbetreibender,
Markt- und Messereisender e.V.)

Stand: 30.09.2015

160

warben der Verein selbständiger Gewerbe-

Struktur der Gesellschaft

treibender, Markt- und Messereisender e. V.,
der Magdeburger Schaustellerverein e. V.,

Alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft

die Interessengemeinschaft Innenstadt Mag-

zur Durchführung der Magdeburger Weih-

deburg e. V. und der Stadtmarketing „Pro

nachtsmärkte mbH ist Herr Alfred Raabe.

Magdeburg“ e. V. jeweils einen Geschäftsan-

Weitere Mitarbeiter sind in der Gesellschaft

teil zu 12 %.

nicht angestellt. Über eine im Rahmen des
Geschäftsführervertrages

geregelte

Büro-

Stand der Erfüllung des

pauschale erhält Herr Raabe personelle Un-

öffentlichen Zwecks

terstützung.

Die Gesellschaft wurde im Jahr 2003 ge-

Im Rahmen der Erarbeitung des Beteili-

gründet und war ursprünglich auf 10 Jahre

gungsberichtes wurde geprüft, ob die Beteili-

befristet. Die Landeshauptstadt Magdeburg

gung noch einen öffentlichen Zweck und

besaß

einen

damit die Grundvoraussetzung einer wirt-

Gesellschaftsanteil von 52 % und die übrigen

schaftlichen Betätigung der Gemeinde ge-

Anteile waren zu je 12 % auf vier Mitgesell-

mäß § 128 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KVG LSA

schafter (der Verein selbständiger Gewerbe-

erfüllt. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks

treibender, Markt- und Messereisender e. V.;

gemäß § 128 KVG LSA besteht in der Vor-

der Magdeburger Schaustellerverein e. V.;

haltung und der Förderung der Tradition und

die Interessengemeinschaft Innenstadt Mag-

des Kultur- und Freizeitangebotes für die

deburg e. V.; der Stadtmarketing „Pro Mag-

Bürger von Magdeburg sowie deren Besu-

deburg“ e. V.) auf Grundlage eines Auswahl-

cher in der Weihnachtszeit. Aber auch die

verfahrens verteilt. In Abstimmung mit der

Vorbereitung und Organisation anderer Ver-

Kartellbehörde wurde ein Zeitraum von 10

anstaltungen in Magdeburg, insbesondere

Jahren für diese GmbH-Konstruktion als

die Schaffung und Vorhaltung der Infrastruk-

rechtskonform erachtet, um den ausgewähl-

tur sowie der technischen Ausrüstung, sollen

ten Mitgesellschaftern keine dauerhafte Ein-

das “kulturelle Leben” in der Stadt bereichern

flussnahme auf die GmbH-Geschäfte zu

und den Stadttourismus fördern. Die Erfül-

gewähren.

lung des öffentlichen Zwecks ist somit wei-

als

Mehrheitsgesellschafter

terhin gewährleistet.
Zum Ende der zehnjährigen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erwarb die Landes-

Geschäftsverlauf 2013/2014

hauptstadt Magdeburg 100 % der Geschäftsanteile. In einem nächsten Schritt
wurde die Gesellschaft entfristet und die vier

Die Gesellschaft zur Durchführung der Mag-

Geschäftsanteile zu je 12 % neu ausge-

deburger Weihnachtsmärkte mbH ist ein

schrieben sowie in einem vom Stadtrat be-

mehrheitlich kommunales Unternehmen. Auf

stätigten Auswahlverfahren neu vergeben.

Grund der Hauptausrichtung der Gesellschaft

Mit notarieller Urkunde vom 23.09.2013 er-

161

beginnt das Geschäftsjahr der Weihnachts-

Vorgesehen ist, dem Geschäftsführer für das

markt GmbH gemäß Gesellschaftsvertrag

Geschäftsjahr 2013/2014 Entlastung zu ertei-

stets am 01.04. eines Jahres und endet am

len. Ein Abschlussprüfer für den Jahresab-

31.03. des darauf folgenden Jahres. Im

schluss zum 31.03.2015 wurde noch nicht

abgeschlossenen

bestellt.

Geschäftsjahr

vom

01.04.2013 bis 31.03.2014 wurde der Weihnachtsmarkt 2014 durchgeführt. An weiteren

Auswirkungen des

Veranstaltungen war die Gesellschaft nicht

Geschäftsjahres 2013/2014 auf den

beteiligt.

städtischen Haushalt
Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 13,9 Tsd. EUR ab-

Die Gesellschaft erhält keine Zuschüsse aus

geschlossen. Damit lag das erzielte Ergebnis

dem städtischen Haushalt der Landeshaupt-

um 8,6 Tsd. EUR über der Planung. Insge-

stadt Magdeburg.

samt konnten im Wirtschaftsjahr Erlöse in
Höhe von 496,1 Tsd. EUR erzielt werden.

Erwirtschaftete Gewinne sollen direkt in die

Dem standen Aufwendungen in Höhe von

Qualitätsverbesserung der Veranstaltungen,

487,6 Tsd. EUR gegenüber.

insbesondere des Weihnachtsmarktes investiert werden.

Insgesamt kann der Weihnachtsmarkt 2014
von der Konzeption und Durchführung aber

Direkte Auswirkungen auf den städtischen

auch auf Grund seiner überregionalen Aus-

Haushalt ergeben sich nicht.

strahlung als erfolgreich bezeichnet werden.

Beteiligungen der Gesellschaft
Jahresabschluss 2013/2014 und
Abschlussprüfer

Zum 31.03.2014 werden keine Anteile an
verbundenen Unternehmen gehalten bzw.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

bestehen keine Beteiligungen.

zum 31.03.2014 wurden vom Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Hans-O. Rühmkorb geprüft und
erhielten einen uneingeschränkten Bestäti-

Gesamtbezüge der Mitglieder der

gungsvermerk. Die Prüfung umfasst neben

Organe

der gemäß §§ 316 ff. HGB durchzuführenden
Abschlussprüfung die Prüfung der Ord-

Hinsichtlich der Bezüge des Geschäftsfüh-

nungsmäßigkeit der Geschäftsführung ge-

rers wird von der Schutzklausel des § 286

mäß § 53 HGrG.

Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Beschlussfassung durch die Gesellschafterversammlung ist noch nicht erfolgt.

162

erkennbar, die die künftige Entwicklung der

Kurz- und mittelfristige

Gesellschaft im Hinblick auf die Vermögens-,

Unternehmensziele

Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnten.

Der Weihnachtsmarkt 2015 soll auf den Erfahrungen der bisher von der Gesellschaft
durchgeführten Weihnachtsmärkte aufbauen.
Entsprechende vorbereitende Maßnahmen
wurden bereits ergriffen. Der Umfang der
Aktivitäten und der finanziellen Dispositionen
entspricht in etwa denen des Vorjahres.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft bestrebt,
das Niveau des Weihnachtsmarktes weiter
zu erhöhen und durch die Beseitigung von
Schwachstellen sowie durch Schaffung neuer Attraktionen den Beliebtheitsgrad bei den
Bürgern und den Besuchern von Magdeburg
weiter auszubauen. Dabei sollen z. B. Märchenaufführungen, ein mittelalterlicher Markt
und Fahrgeschäfte einschließlich Riesenrad
insbesondere die Kinder ansprechen, für die
größeren Besucher soll u. a. das Angebot an
regionalen Spezialitäten weiter ausgebaut
werden.

Ein weiteres Ziel der Gesellschaft ist, auf
eine sparsame Verwendung von Wasser und
Energie sowie auf eine fachgerechte Entsorgung der verwendeten Betriebsmittel zu achten.

Risiken der künftigen Entwicklung
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass
aktuelle bestandsgefährdende Risiken nicht
bestehen und dass das Unternehmen auch
in der Zukunft positive Ergebnisse erwirtschaften wird. Es sind derzeit keine Risiken

163

Vermögenslage
31.03.2011*

31.03.2010*
gesamt

Tsd. EUR

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.03.2012*

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.03.2013*

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.03.2014*

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Anlagevermögen

1,7
0,6
2,3

3

0,0

0,3
0,3
0,6

1

0,0

0,0
0,2
0,2

0

Warenbestand
Liefer- und Leistungsforderungen
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

0,0
10,9
15,3
51,7
4,9
82,8

97

82,8

0,0
8,9
5,0
73,7
1,4
89,0

99

89,0

0,0
17,6
8,1
60,7
3,1
89,5 100

Gesamtvermögen

85,1 100

82,8

89,6 100

89,0

89,7 100

0,0

0,0
20,1
20,1

89,5

0,0
11,8
16,5
29,6
3,2
61,1

75

61,1

0,0
12,9
15,4
38,5
2,4
69,2

79

69,2

89,5

81,2 100

61,1

87,8 100

69,2

25

0,0

0,0
18,6
18,6

21

0,0

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Gewinnvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

25,0
24,2
2,7
51,9

Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Fremdkapital

2,0
12,7
1,6
16,9
33,2

Kapital

0,0

25,0
26,8
7,7
59,5

39

33,2

5,9
8,8
0,2
15,2
30,1

85,1 100

33,2

61

0,0

25,0
34,6
-7,8
51,8

34

30,1

7,2
9,2
0,3
21,2
37,9

89,6 100

30,1

66

* abweichendes Geschäftsjahr vom Kalenderjahr – jeweils vom 01.04. bis 31.03.

164

0,0

25,0
26,8
-16,9
34,9

42

37,9

1,9
9,9
12,9
21,6
46,3

57

46,3

2,9
10,0
2,0
24,1
39,0

44

39,0

89,7 100

37,9

81,2 100

46,3

87,8 100

39,0

58

43

0,0

25,0
9,9
13,9
48,8

56

0,0

Ertragslage
2009/10*
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Andere Erträge

2010/11*
%

Tsd. EUR

2011/12*
%

Tsd. EUR

2012/13*
%

Tsd. EUR

2013/14*
%

Tsd. EUR

%

490,5
2,5

99,5
0,5

501,2
1,8

99,6
0,4

480,8
1,6

99,7
0,3

460,7
11,9

97,5
2,5

496,1
4,4

99,1
0,9

493,0

100,0

503,0

100,0

482,4

100,0

472,6

100,0

500,5

100,0

409,6
29,1
1,9
48,4

83,1
5,9
0,4
9,8

412,7
30,3
1,6
46,8

82,1
6,0
0,3
9,3

408,3
28,6
0,5
54,2

84,7
5,9
0,1
11,2

404,4
28,5
0,7
55,9

85,7
6,0
0,1
11,8

392,0
33,0
1,5
57,7

78,4
6,6
0,3
11,5

Betriebsaufwand

489,0

99,2

491,4

97,7

491,6

101,9

489,5

103,6

484,2

96,8

Betriebsergebnis

4,0

0,8

11,6

2,3

-9,2

-1,9

-16,9

-3,6

16,3

3,2

0,2
0,0

0,0
0,0

0,0
0,0

0,0
0,0

0,0
0,0

0,0
0,0

0,0
0,0

0,0
0,0

0,0
-0,4

0,0
-0,1

Ergebnis vor Ertragssteuern

4,2

0,8

11,6

2,3

-9,2

-1,9

-16,9

-3,6

15,9

3,1

Ertragssteuern

-1,5

-0,3

-3,9

-0,8

1,4

0,3

0,0

0,0

-2,0

-0,3

2,7

0,5

7,7

1,5

-7,8

-1,6

-16,9

-3,6

13,9

2,8

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Jahresergebnis

* abweichendes Geschäftsjahr vom Kalenderjahr – jeweils vom 01.04. bis 31.03.

165

KONSERVATORIUM
GEORG PHILIPP TELEMANN
(EIGENBETRIEB)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Breiter Weg 110,
39104 Magdeburg
Tel. 0391/5406861, Fax 0391/5406870
E-Mail: info@ms.magdeburg.de
Internet: www.Telemann-Konservatorium.de
Gründungsjahr: 2008
Stammkapital: 25.000 EUR
Rechtsform: Eigenbetrieb der LH MD
Unternehmensgegenstand:
Zweck des Eigenbetriebes ist die Pflege und
Förderung künstlerisch-kreativer,
insbesondere musikalischer Fähigkeiten bei
Kindern und Jugendlichen, die Heranbildung
des Nachwuchses für das Laienmusizieren,
die Begabtenfindung und –förderung, die
vorberufliche Fachausbildung bis zur
Hochschulreife sowie die musikalische
Erwachsenenbildung und –fortbildung.
Der Eigenbetrieb kann darüber hinaus seine
betriebszweckfördernden und ihn
wirtschaftlich berührenden Hilfs- und
Nebengeschäfte betreiben.

Organe des Eigenbetriebes
- der Betriebsleiter
- der Betriebsausschuss
- der Oberbürgermeister
- der Stadtrat
Betriebsleitung:
Betriebsleiter: Herr Stephan Schuh
Betriebsausschuss:
Vorsitzender: Herr Prof. Dr. Mathias Puhle,
(Beigeordneter für Kultur, Schule und
Sport der Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Matthias Boxhorn (Stadtrat)
Herr Sören Herbst (Stadtrat)
Frau Andrea Hofmann (Stadträtin)
Herr Dennis Jannack (Stadtrat)
Herr Dr. Klaus Kutschmann (Stadtrat)
Herr Hans-Joachim Mewes (Stadtrat)
Frau Steffi Meyer (Stadträtin)
Herr Dietmar Hörold (Beschäftigtenvertreter)
Herr Bernhard Schneyer (Beschäftigtenvertreter)

Stand: 30.09.2015

166

Hierzu zählen vor allem die "Gratwanderung"

Struktur des Eigenbetriebes

zwischen Breitenausbildung und Spitzenförderung sowie die Notwendigkeit, im Musikleben

Das Magdeburger Konservatorium ist mit sei-

der Stadt und der Region auf vielfältige Weise

nen 2.680 Schülerinnen und Schülern seit

präsent zu sein. Die Förderung der „klassi-

vielen Jahren die größte Musikschule Sach-

schen“ musikalischen Ausbildung ist ebenso

sen-Anhalts. Das Ausbildungskonzept umfasst

selbstverständlich wie die nachhaltige Förde-

neben der pädagogisch-künstlerischen Arbeit

rung „moderner" Musik und der Jazz-, Rock-

auch die kontinuierliche Erarbeitung von päda-

und Popmusik.

gogischen Modellen und Modell-Lösungen.

Das Konservatorium „Georg Philipp Telemann“ in Zahlen:
Schülerzahl im Dezember 2014:

2.680 Schüler, ein historischer Höchststand
(im Vorjahr: 2.605)
weiblich:

1.504

männlich: 1.176
Lehrer:

104 hauptamtliche Lehrkräfte
(vollbeschäftigte und teilbeschäftigte Lehrkräfte einschließlich des
Schulleiters und seines Stellvertreters)

Unterrichtsstunden:

1.565 Unterrichtsstunden/Woche (Vorjahr: 1.550)

Anzahl der Unterrichtsfächer:

42

Anzahl der Ensembles:

34 (Jugendsinfonieorchester, Kammerorchester, Großes Streichorchester, Kleines Streichorchester, Zupforchester, Schülerzupforchester, Kleines Zupforchester, Big Band, Kinderchöre, kammermusikalische Besetzungen aller Art, Spielkreise, Bands etc.)

Veranstaltungen und Konzerte:

360 Veranstaltungen mit etwa 47.000 Zuhörern und Besuchern

Durch das institutionalisierte und öffentliche

Stand der Erfüllung des

Vorhalten dieser Aufgaben- und Leistungsan-

öffentlichen Zweckes

gebote,

ist die Erfüllung des öffentlichen

Zwecks gemäß § 128 KVG LSA gewährleistet.
Beim

Eigenbetrieb

Konservatorium

Philipp

Georg Telemann handelt es sich nicht um ein

Geschäftsverlauf 2014

gewinnorientiertes wirtschaftliches Unternehmen, sondern um eine öffentliche BildungseinPädagogische und musikalische Aktivitäten

richtung sui generis an der Nahtstelle zwischen

des Konservatoriums

Schulwesen, außerschulischer Jugendbildung

•

und Weiterbildung, die als eigenständige Ein-

Einrichtung der studienvorbereitenden
Ausbildung und Zusammenarbeit mit

richtung darüber hinaus auch weitere Aufga-

mehreren deutschen Musikhochschulen

ben der Kunst- und Kulturpflege erfüllt.

•

Einrichtung

der

Geschäftsstelle

des

Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“
167

•

• mehrere abendfüllende Dozentenkonzerte

Zusammenarbeit mit mehreren Magdeburger Grundschulen, Gymnasien und

mit Lehrkräften der Magdeburger Musik-

Kindertageseinrichtungen im Bereich der

schule,
• Vorbereitungs- und Preisträgerkonzerte

musikalischen Bildung
•

des Wettbewerbs „Jugend musiziert“,

Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der

• gemeinsame Konzerte des Konservatori-

Großstadt-Musikschulen

ums mit der Georg – Philipp – Telemann Des Weiteren beteiligten sich Lehrkräfte und

Musikschule Zary (Polen) in Magdeburg

Schüler auch an einer großen Zahl von Veran-

und Zary (dort anlässlich des dortigen Te-

staltungen und Konzerten außerhalb der Mu-

lemann - Festivals im Dezember),

sikschularbeit, zum Beispiel an Veranstaltun-

• Preisträgerkonzert des Regionalwettbe-

gen der Landeshauptstadt Magdeburg und des

werbs „Jugend musiziert“ im Opernhaus

Landes Sachsen-Anhalt, an Festveranstaltun-

mit Übergabe der Urkunden an die nahe-

gen diverser Institutionen und Träger sowie an

zu 200 Preisträger der Nordregion von

Ausstellungseröffnungen,

Sachsen - Anhalt durch Bürgermeister Dr.

Weihnachtsveran-

staltungen, Hochzeitsjubiläen etc.

Rüdiger Koch,
• Austragung des Landeswettbewerb „Ju-

Die Stiftung Kunst und Kultur der Stadtspar-

gend musiziert“ in Magdeburg (der größte

kasse Magdeburg vergab bereits zum 19. Mal

Teil davon in der Magdeburger Musik-

Stipendien an Schüler des Konservatoriums -

schule),
• das bereits 43. jährliche Absolventenkon-

2014 in Höhe von insgesamt 7,5 Tsd. EUR.

zert mit ehemaligen Schülern der MagdeAus der Fülle der Veranstaltungen des

burger Musikschule, die eine musikalische

Konservatoriums 2014 ragten im Jahr des

Studien- und Berufslaufbahn eingeschla-

60jährigen Bestehens des Konservatoriums

gen haben,

heraus:

• gemeinsame Konzerte des Konservatoriums mit der Musikschule der Partnerstadt

• repräsentative

Schülerkonzerte in der

Le Havre (Frankreich), in Le Havre und in

Pauluskirche, im Kloster Unser Lieben

Magdeburg sowie ein gemeinsames Jazz-

Frauen, im Gartensaal des Gesellschafts-

Konzert mit dem Institut français im

hauses sowie im Konzertsaal des Kon-

Thiem20,

servatoriums,

• der gut besuchte „Tag der Offenen Tür“

• Auftritte des Kinderchores in Opern-

mit zahlreichen musikalischen Veranstal-

produktionen in Zusammenarbeit mit dem

tungen,

Theater Magdeburg,

• mehrere große Veranstaltungen der Ab-

• mehrere Konzerte der Big-Band des Kon-

teilung Jazz/Rock/Pop in der Außenstelle

servatoriums,

des Konservatoriums am Thiemplatz 20,

• Konzert der Stipendiaten der Stiftung

• ein über den üblichen Rahmen hinausge-

Kunst und Kultur der Stadtsparkasse

hendes Orchesterkonzert des Jugendsin-

Magdeburg,

fonieorchesters im Opernhaus als Benefizkonzert der beiden Magdeburger Rotary

168

Clubs sowie ein abendfüllendes Gastkon-

vier Delegierungen zum Bundeswettbe-

zert dieses großen Ensembles in Werni-

werb

gerode,

• 4 Preise und Auszeichnungen auf Bun-

• Konzerte des Kammerorchesters, auch

desebene beim Bundeswettbewerb "Ju-

außerhalb von Magdeburg sowie die
Konzertveranstaltung

„Junges

gend

Podium“

musiziert"

in

Braunschweig

/Wolfenbüttel, darunter ein zweiter Preis

(Musikschüler musizierten als Solisten mit
• ein 1. Preis für das Klaviertrio des Kon-

dem Kammerorchester im Domremter im

servatoriums

Rahmen der Domfestspiele),

13. Telemann-Festivals in Zary (Polen)

unter anderem mit ehemaligen Schülern

• 1 Preisträger beim Jütting-Wettbewerb

der Magdeburger Musikschule,
• das Klaviertrio des Konservatoriums gas-

in Stendal

tierte im Rahmen eines Konzertes sehr

• 7 Stipendiat(inn)en der Stiftung Kunst

erfolgreich in der Musikschule Sarajevo,

und Kultur der Stadtsparkasse Magde-

• ein Zeitzeugengespräch zum Holocaust

burg

mit der Cellistin von Auschwitz – Frau

• 4 Stipendiat(inn)en des Lionsclubs Kai-

Anita Lasker Wallfisch,

ser Otto I. Magdeburg

• die mit viel Applaus bedachte Aufführung
musikalischen

Telemann-Wettbe-

werb für Kammermusik im Rahmen des

• zahlreiche abendfüllende Gastkonzerte,

einer

beim

• 1

„Weihnachts-

Preisträger

beim

21.

Kompositions-Wettbewerb

geschichte“ mit Solisten und Ensembles

künstlerverbandes

des Konservatoriums.

Jugenddes

Ton-

Sachsen-Anhalt,

an

welchem junge Komponisten aus der
ganzen

Preise und Auszeichnungen für Schülerin-

Bundesrepublik

teilgenommen

haben

nen und Schüler des Konservatoriums

• insgesamt 12 Stipendien des Fördervereins des Konservatoriums

Neben den zahlreichen Vorspiel- und Podiumsveranstaltungen, bei denen Musikschüler

• des Weiteren wurden das Klaviertrio des

des Konservatoriums vor Publikum musiziert

Konservatoriums sowie der Magdeburg

und damit für eine vitale und lebendige Musik-

Knabenchor

schularbeit gesorgt haben, sind auch die zahl-

Stipendium zur Förderung des ge-

reichen in 2014 errungenen Preise von Mag-

meinschaftliche

deburger Musikschülern - im Folgenden hinter

zeichnet

den Spiegelstrichen tabelliert - besonders er-

mit

dem

Axel-Evers-

Musizierens

ausge-

• ausgezeichnet wurde auch der

Vokal-

kreis des Konservatoriums beim 9.

wähnenswert:

Deutschen Chorwettbewerb in Weimar in

• 77 Preisträger beim Regionalwettbewerb

der Kategorie B Frauenchöre

"Jugend musiziert", davon 36 Delegierun-

mit dem

Prädikat „mit sehr gutem Erfolg teilge-

gen zum Landeswettbewerb

nommen“, damit war der 2. Preis ver-

• 33 Preisträger beim Landeswettbewerb

bunden

"Jugend musiziert" in Magdeburg, davon

169

Weitere erwähnenswerte Fakten

Jahresabschluss 2014

Kurz vor dem Schuljahreswechsel 2014/2015 –
konkret inmitten des Jahres 2014, nämlich
genau zum 01. Juli 2014 – fand die Staffel-

Die Prüfung des Jahresabschlusses 2014 er-

stabübergabe des alten und neuen Direktors

folgte durch das Rechnungsprüfungsamt der

des Konservatoriums Georg Philipp Telemann

Landeshauptstadt Magdeburg. Der Prüfbericht

statt.

zum Jahresabschluss 2014 mit dem uneinge-

Auf den 18 Jahre im Amt gewesenen Direktor

schränkten Bestätigungsvermerk soll im No-

Dr. Helmut Keller, der einen sehr kultivierten

vember 2015 vom Stadtrat bestätigt werden.

und reich bestellten Garten hinterlassen hat,
folgte Direktor Stephan Schuh, dessen Stu-

Auswirkungen des Geschäftsjahres

dienstationen Linz, Wien, Salzburg und später

2014 auf den städtischen Haushalt

Neapel, Trient und Palermo und sehr erfolgreiche Leitungs- resp. Wirkungsstätten Linz,

Gemäß dem bestätigten Wirtschaftsplan hat

Salzburg, Coburg, Bamberg, Darmstadt und

der Eigenbetrieb einen Zuschuss aus dem

Ulm hießen.

städtischen Haushalt für die laufende Ge-

Mehrere Schüler der Musikschule haben im

schäftstätigkeit des Konservatoriums erhalten.

zurückliegenden Schuljahr die Aufnahmeprü-

Bezuschusst werden über einen weiteren Zu-

fung an deutschen Musikhochschulen bzw.

schuss u. a. die Abschreibungen, die finanziel-

Musikausbildungsstätten bestanden und konn-

len Leistungen gegenüber den städtischen

ten somit ein Musikstudium beginnen. Zum

Ämtern, Fachbereichen und Eigenbetrieben. In

Ankauf von Instrumenten bzw. zur Unterstüt-

2014 wurde aufgrund der durch die Tarifauf-

zung von Schülern und zur Förderung von
Orchesterproben-Wochenenden
Konservatorium

Fördergelder

erhielt
vom

wüchse erheblich gestiegenen Personalkosten

das

erstmals ein Fehlbetrag erzielt.

„Rotary

Club Magdeburg“, vom „Rotary Club Otto von
Guericke“, von der SWM, der ÖSA, vom

Gesamtbezüge der Mitglieder der

„Lionsclub Kaiser Otto I.“ sowie vom Förder-

Organe

verein des Konservatoriums. Im Verlauf der
Schuljahre 2013/14 und 2014/15 konnten wieAuf Angabe der Bezüge des Betriebsleiters

der zwei Jugendliche am Magdeburger Kon-

wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

servatorium ein Freiwilliges Kulturelles Jahr
absolvieren. Die Magdeburger Musikschule hat
sich auch 2014 an der Aktion „Kulturschultüte

Kurz- und mittelfristige

für die Magdeburg Erstklässler“ der Magdebur-

Ziele des Eigenbetriebes

gischen Gesellschaft beteiligt. Darüber hinaus
hat das Konservatorium wiederum - und zu-

Wirtschaftliches Ziel des Eigenbetriebes ist es,

nächst letztmalig - eine Neuausgabe der Mu-

in den folgenden Jahren wieder ein finanziell

sikschulzeitschrift „Notenschlüssel“ herausge-

ausgeglichenes und unter Beachtung der in-

geben. Andere Publikationen werden folgen.

haltlichen Aufgabenstellung erfolgreiches Betriebsergebnis zu erreichen. Den erreichten
170

Kostendeckungsgrad zu halten bzw. diesen zu

erwirtschafteten Mittel geplant werden. Die

verbessern ist ein wichtiger Bestandteil dieses

Personalkosten werden jedoch voraussichtlich

Zieles.

darüber hinaus aufgrund von Tarifaufwüchsen
weiter steigen. Soweit die Planungen im jeweils aktuellen Wirtschaftsjahr abschließend

Risiken der künftigen Entwicklung

keine Änderungen und notwendige Aktualisierungen erfahren können, wird dies unweiger-

Der Eigenbetrieb Konservatorium Georg Phi-

lich zur deutlichen Reduzierung der bisher

lipp Telemann erhebt als öffentliche

Einrich-

beschäftigten Dozenten, damit der Unterrichts-

tung auf der Grundlage der jeweils vom Stadt-

angebote und damit zur Absenkung des Ge-

rat beschlossenen Gebührensatzung für die

bührenaufkommens führen.

Inanspruchnahme

seiner

Leistungen

nach

einem stark differenziertem Tarif Gebühren. Da

Der Zugang zu den Leistungsangeboten des

ausschließlich das Gebührenaufkommen als

Konservatoriums muss dauerhaft für alle, auch

Umsatzerlös den Kostendeckungsgrad und

wirtschaftlich schlechter gestellten Bürgern,

das Betriebsergebnis nennenswert beeinflusst,

sicher gestellt sein. Dieses Ziel muss jedoch

steht die Frage nach Zeitpunkt, Höhe und

gleichzeitig unter Beachtung der langfristigen

Ausgestaltung einer Anpassung dauerhaft auf

Nivellierung des städtischen Zuschusses erfol-

der Agenda der Betriebsleitung.

gen. Die Sicherstellung des Gleichgewichtes

Am 22.05.2014 wurde durch den Stadtrat eine

bei der Erfüllung dieser Punkte, bleibt auch in

Neufassung der Gebührensatzung ab dem

Zukunft entscheidend für die Arbeit des Kon-

Schuljahr

servatoriums.

2014/2015

beschlossen

(DS0057/14). Die Neufassung der Gebührensatzung umfasst eine durchschnittliche Gebührenanpassung um etwa 4,24 %. Zuletzt wurden
die Gebühren zum Schuljahr 2012/2013 um
ca. 5,5% angepasst. Um den Zuschussbedarf
gemäß den Vorgaben der Landeshauptstadt
weiter zu reduzieren, ist die nächste Anpassung für das Schuljahr 2016/2017 geplant.

Die Personalaufwendungen stellen mit Abstand die bedeutsamste Aufwandsposition im
Erfolgsplan dar und sind unmittelbar an die
jeweiligen Tarifabschlüsse gekoppelt und entziehen sich insoweit auch einer nur mittelbaren
stadteigenen / institutseigenen Beeinflussung
oder Steuerung. Um den Vorgaben der konsolidierten kommunalen Haushaltsplanung nachzukommen, können Steigerungen der Personalkosten ausschließlich in Höhe der selbst

171

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt
Tsd. EUR

kurzfristig

gesamt

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011
kurzfristig

gesamt

kurzfristig

gesamt

31.12.2014

kurzfristig

gesamt

% Tsd. EURin Tsd. EUR % Tsd. EURin Tsd. EUR % Tsd. EURin Tsd. EUR % Tsd. EUR in Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Anlagevermögen
Betriebs- und Geschäftsaussattung

411,4

65

407,7

37

397,4

65

399,6

64

380,6

97

Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen gegen die Stadt
Sonstige Vermögensgegenstände

10,1
208,4
0,7

2
33
0

2,3
690,6
0,6

0
63
0

7,3
206,3
1,0

1
34
0

9,8
210,2
1,1

2
34
0

10,5
0,0
3,1

3
0
1

Gesamtvermögen

630,6 100

1101,2 100

612,0 100

620,7 100

394,2 100

Kapital
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (Stammkapital)
Jahresgewinn
Rücklage
Sonderposten mit Rücklageanteil
Rückstellungen (Sonstige)

25,0
249,3
50,0

4
40
8

25,0
78,2
120,0

2
7
11

25,0
160,3
120,0

4
26
20

25,0
193,4
120,0

4
31
19

25,0
-13,8
120,0

6
-4
30

34,7

6

32,3

3

29,9

5

30,7

5

28,2

7

193,5

31

68,0

218,4

20

95,8

207,7

34

101,1

187,7

30

107,9

145,6

37

35,0

194,7

46,3

59,7

Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber der
Landeshauptstadt Magdeburg
Sonstige Verbindlichkeiten

66,2
2,4

0

620,1
1,7

0

61,9
3,7

1

59,7
11,0

2

85,2
13,5

3

39,2
24,6

6
4

240,9
377,5

22
34

58,1
0,1

9
0

48,6
0,1

8
0

71,4
0,3

18
0

Rechnungsabgrenzungsposten

11,9

2

7,2

1

7,2

1

4,2

1

4,0

1

Kapital

630,6 100

1101,2 100

172

612,0 100

620,7 100

88,3
27,5

394,2 100

Ertragslage

2011

2010

2013

2012

2014

in Tsd. EUR

%

in Tsd. EUR

%

in Tsd. EUR

%

in Tsd. EUR

%

in Tsd. EUR

%

818,7
0,0
18,2

20,9

22,0

904,3

22,2

954,8

22,4

1.000,2

23,7

0,5

867,0
0,0
41,8

1,1

9,5

0,2

10,0

0,2

19,2

0,5

836,9

21,4

908,8

23,0

913,8

22,4

964,8

22,7

1.019,4

24,1

2.646,2
414,2
13,3

67,7
10,6
0,3

2.626,6
407,7
2,4

66,6
10,3
0,1

2.755,3
411,0
2,4

67,5
10,1
0,1

2.866,5
419,2
3,2

67,4
9,9
0,1

2.787,6
416,7
3,4

65,9
9,9
0,1

Zuschüsse

3.073,7

78,6

3.036,7

77,0

3.168,7

77,6

3.288,9

77,3

3.207,7

75,9

Betriebsleistung

3.910,6

100,0

3.945,5

100,0

4.082,5

100,0

4.253,7

100,0

4.227,1

100,0

95,5
3.047,6
51,2
455,6

2,4
77,9
1,3
11,7

106,4
3.206,0
62,2
489,6

2,7
81,3
1,6
12,4

109,8
3.300,8
65,9
441,4

2,7
80,9
1,6
10,8

109,7
3.414,8
70,5
461,5

2,6
80,3
1,7
10,8

103,0
3.667,5
71,7
396,5

2,4
86,8
1,7
9,4

Betriebsaufwand

3.649,9

93,3

3.864,2

97,9

3.917,9

96,0

4.056,5

95,4

4.238,7

100,3

Betriebsergebnis

260,7

6,7

81,3

2,1

164,6

4,0

197,2

4,6

-11,6

-0,3

-3,4
0,0
8,0

-0,1
0,0
0,2

-3,1
0,0
0,0

-0,1
0,0
0,0

-4,3
0,0
0,0

0,1
0,0
0,0

-3,8

-0,1

-2,2

-0,1

0,0

0,0

0,0

0,0

249,3

6,4

78,2

2,0

160,3

3,9

193,4

4,5

-13,8

-0,3

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebserträge
Zuschüsse der LH MD
Zuweisungen vom Land
Auflösung Sonderposten

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Aufwendungen

Zinsergebnis
sonstige Steuern
Außerordentliche Aufwendungen
Jahresergebnis

173

KULTURSTIFTUNG KAISER OTTO
MAGDEBURG

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Otto-von-Guericke-Str. 68,
39104 Magdeburg
Tel. 0391/540 3500, Fax 0391/540 3510
E-Mail:
Gabriele.Köster@museen.magdeburg.de
Gründungsjahr: 2003
Grundstockkapital: 899.848 EUR
Rechtsform: rechtsfähige Stiftung des
bürgerlichen Rechts
Stiftungszweck: Zweck der Stiftung sind die
Förderung, der Erhalt und die Entwicklung
der kulturellen Vielfalt in der Stadt
Magdeburg sowie Magdeburg dauerhaft als
europäische Metropole des Mittelalters
bekannt zu machen.
Der Stiftungszweck wird durch geeignete
Maßnahmen verwirklicht, insbesondere auf
den Gebieten der bildenden und
darstellenden Kunst, der Musik, der
Literatur, des Theaters, des studentischen
Lebens sowie durch Förderung der
Magdeburger Museen.
Zur Pflege der Bedeutung Magdeburgs wird
ein Kaiser-Otto-Preis für überregional
bekannte Persönlichkeiten, die sich um die
europäische Verständigung sowie um die
Kultur und die kommunale Selbstverwaltung
in Deutschland besonders verdient gemacht
haben, ausgelobt.
Stiftungsträger:
- Landeshauptstadt Magdeburg
50 %
- Stadtsparkasse Magdeburg
50 %

Organe der Stiftung
Geschäftsführung:
Frau Dr. Gabriele Köster
Kuratorium
Herr Dr. Lutz Trümper (Oberbürgermeister
der Landeshauptstadt Magdeburg)
Frau Karin Meinecke
Herr Eberhardt Seifert
Herr Horst Eckert (Stadtsparkasse
Magdeburg)
Herr Wolfgang Gründer (Notar)
Herr Dr. Willi Polte
Vorstand:
Herr Dr. Rüdiger Koch (Vorsitzender,
Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Alfred Westphal
Herr Helmut Herdt (SWM Magdeburg)

Stand: 30.09.2015

174

Vielfalt

Struktur der Stiftung

in

der

Magdeburg

Stadt

Magdeburg

dauerhaft

als

sowie

europäische

Metropole des Mittelalters bekannt zu machen.
Die Stiftung wird von einem Geschäftsführer
und den Stiftungsorganen Kuratorium mit

Der Stiftungszweck wird durch geeignete

sechs Mitgliedern und einem Vorstand mit drei

Maßnahmen verwirklicht, insbesondere auf

Mitgliedern geführt.

den Gebieten der bildenden und darstellenden
Kunst, der Musik, der Literatur, des Theaters,

Die Kulturstiftung Kaiser Otto wird von der

des

Landeshauptstadt

Förderung der Magdeburger Museen.

Stadtsparkasse

Magdeburg
Magdeburg

und

der

Lebens

sowie

durch

gemeinsam

getragen.

Zur Pflege der Bedeutung Magdeburgs wird
ein

Das

studentischen

Aufsichtsorgan

der

Stiftung

ist

das

Kaiser-Otto-Preis

für

Persönlichkeiten,

Personengruppen oder Institutionen ausgelobt,

Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt.

die sich um die europäische Verständigung
sowie

um

Kultur

und

kommunale

Selbstverwaltung in Deutschland besonders

Bedeutung der Stiftung

verdient gemacht haben.
Bisherige Preisträger des Kaiser-Otto-Preises

„Zu

Beginn

des

21.

Jahrhunderts

sollte

waren 2005 der Bundespräsident Richard von

nachdrücklich daran erinnert werden, welch

Weizsäcker

großen Beitrag das Geschlecht der Ottonen

Lettlands – Prof. Dr. Vaira Vike-Freiberga,

aus seinem Kerngebiet zwischen Harz und

2009 der ehemalige polnische Außenminister

Elbe für die frühmittelalterliche deutsche und

Wladyslaw

europäische Geschichte leistete.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und 2013

a.D.,

2007

die

Bartoszewski,

Präsidentin

2011

die

Egon Bahr.
Die 27. Europaratsausstellung „Otto der Große
– Magdeburg und Europa“ zeigte einem

Die mit der Gründung der Stiftung verfolgten

großen

bedeutenden

Zwecke

allem

kommunaler Aufgabenerfüllung gemäß §§ 2, 4

Publikum,

Fachöffentlichkeit

und

einer
vor

den

Magdeburgern selbst, dass der erste römische

bewegen

sich

im

Rahmen

GO LSA.

Kaiser deutscher Nation – Otto I. – unsterblich
mit Magdeburg verbunden ist.

Geschäftsverlauf 2014

Dieser Unsterblichkeit verhelfen wir mit der
Gründung der ersten städtischen Kulturstiftung
zur Fortdauer.“ (Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper)

Zum 31. Dezember 2014 weist die Stiftung ein
Stiftungskapital in Höhe von 899.848,00 EUR
(Vorjahr: 899.848,00 EUR) aus.

Stiftungszweck
Die Stiftung hat im Jahr 2014 Zins- und
Zweck der Stiftung sind die Förderung, der

Wertpapiererträge

Erhalt und die Entwicklung der kulturellen
175

aus

der

Anlage

des

Stiftungskapitals in Höhe von 16.004,04 EUR

der GOB Steuerberatungsgesellschaft mbH

eingenommen. Die Rückgabe einer laufzeit-

erstellt. Der Jahresabschluss ist in Anlehnung

gebundenen

an

Wertpapieranlage

führte

zu

die

für

kleine

Kapitalgesellschaften

einem Verlust in Höhe von 2.160 EUR. Des

vorgeschriebene Gliederung aufgestellt. Dabei

Weiteren erfolgte eine Spendenzuwendung in

wurden die Vorschriften der §§ 316 ff HGB

Höhe von 160.000 EUR.

beachtet.

ein

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr

Jahresüberschuss vor Ergebnisverwendung in

vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014 wurde

Höhe von -437,32 EUR ausgewiesen. Unter

ordnungsgemäß aus den Konten der Stiftung

Berücksichtigung des Mittelüberschusses aus

entwickelt. Die Vermögens- und Schuldposten

dem Vorjahr sowie der Veränderungen der

sind ausreichend nachgewiesen und richtig

Rücklagen kumuliert sich der Mittelvortrag in

und vollständig erfasst.

Für

das

Geschäftsjahr

2014

wird

Höhe von 57.365,59 EUR, der auf neue
Die

Rechnung vorgetragen wird.

Stiftungserträge

sind

satzungsgemäß

verwandt worden und das Vermögen der
Stiftung ist ungeschmälert erhalten geblieben.

Aus dem Jahresüberschuss wurde gemäß §
58 Nr. 7 a Abgabenordnung (AO) ein Teil des
Überschusses
Unkosten

aus

der
der

Einnahmen

über

die

Auswirkungen des

Vermögensverwaltung

Geschäftsjahres 2014 auf den

(995,00 EUR) in die Kapitalerhaltungsrücklage
eingestellt.

Das

städtischen Haushalt

Eigenkapital

der

Stiftung

beträgt

Das

992.924,74 EUR, davon wurden 830.858,42
EUR

in

festverzinslichen

Geschäftsjahr

2014

hatte

auf

den

städtischen Haushalt keine Auswirkungen. Das

Wertpapieren

seitens der Landeshauptstadt Magdeburg bei

angelegt.

Stiftungsgründung eingebrachte Grundstockkapital wurde seitdem durch die Stadt nicht
erhöht und stellt ein Sondervermögen dar.

Jahresabschluss 2014 und
Abschlussprüfer

Gesamtbezüge Mitglieder der
Der Jahresabschluss der Kulturstiftung Kaiser

Organe

Otto Magdeburg zum 31.12.2014 ist aufgestellt
und wurde vom zuständigen Gremium – dem

Für die Geschäftsführertätigkeit entstanden

Kuratorium – am 27.05.2015 beschlossen.

der Stiftung insgesamt Aufwendungen in Höhe
von 2.572,00 EUR.

Der Jahresabschluss der Kulturstiftung Kaiser
Otto Magdeburg zum 31.12.2014, bestehend
aus

der

Vermögensrechnung

und

der

Einnahmen-/Ausgaben-Rechnung, wurde von

176

Kurz- und mittelfristige
Stiftungsziele
Zur Verwirklichung des Stiftungszweckes kann
die

Stiftung

Fördervereine

Zweckbetriebe
gründen

und

unterhalten,
Sammlungen

durchführen, Hilfspersonen heranziehen und
ihre

Mittel

teilweise

steuerbegünstigten

anderen,

ebenfalls

Rechtspersonen

zur

Verfügung stellen.

Risiken der künftigen Entwicklung
Die Erfüllung des Stiftungszwecks ist dauerhaft
angelegt. Die Kosten für die Auslobung des
Kaiser-Otto-Preises

soll

die

Kulturstiftung

Kaiser Otto perspektivisch aus den Erträgen
des Stiftungsvermögens selbst tragen, so dass
die

Landeshauptstadt

Magdeburg

keine

finanziellen Belastungen aus der Auslobung
dieses Preises entstehen.

Im Rahmen des steuerlich Zulässigen können
zur Werterhaltung Teile der jährlichen Erträge
einer freien Rücklage oder dem Stiftungsvermögen zugeführt werden.

177

Verm ögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

%

31.12.2011

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2012

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2013

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2014

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Anlagevermögen

1.

Imm. Vermögensgegenst.
Sachanlagen
dav . Stif tungsausstattung

2.

480,6

45

0,0

652,3

58

0,0

533,2

52

0,0

694,5

69

0,0

865,5

0,0
0,0

0,0
0,0

10,2
37,5
9,0

4,7
33,5
7,9

0,0
34,6
5,9

Finanzanlagen

480,6

652,3

485,5

656,3

830,9

dav . Wertpapiere

480,6

652,3

485,5

656,3

830,9

Umlaufvermögen/RAP

588,0

1.

Guthaben bei Kreditinstituten
dav . Kasse
dav . Kontokorrentkonto
dav . Tagesgeldkonto

588
0,1
355,7
232,2

2.

Sonstige Vermögensgegenstände

Gesamtvermögen

55

588,0

479,3

42

479,3

479,3
0,1
241,0
238,2

0,0

483,0

48

483,0

483
0,1
32,8
450,1

0,0

314,3

31

314,3

314,3
0,1
18,7
295,5

0,0

127,4

87

0,0

13

127,4

127,4
0,1
5,4
121,9

0,0

0,0

1.068,6

100

588,0

1.131,6

100

479,3

1.016,2

100

483,0

1.008,8

100

314,3

992,9

100

127,4

1.065,6

100

0,0

1.129,3

98

0,0

997,4

98

0,0

981,0

97

0,0

980,6

99

0,0

Kapital
Eigenkapital
1.

2.

3.

Stif tungskapital
dav . Grundstockkapital
dav . Zustif tungen
Ergebnisrücklagen
dav . Kapitalerhaltungsrücklagen
dav . gebundene Rücklagen
(Projektrücklagen)
Mittelv ortrag

899,8
799,8
100,0
14,4
14,4

899,8
899,8
0,0
15,9
15,9

899,8
899,8
0,0
18,0
18,0

899,8
899,8
0,0
19,6
19,6

899,8
899,8
0,0
23,4
18,4

0,0
151,4

0,0
213,6

0,0
79,6

0,0
61,6

5,0
57,4

Rückstellungen
sonstige Rückstellungen

2,5
2,5

0

2,5

3,2
3,2

0

3,2

3,4
3,4

0

13,2
13,2

1

3,0
3,0

0

Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lief .+Leist.
sonstige Verbindlichkeiten

0,5

0

0,5

16,3
8,8
7,5

0

16,3

15,4
0,6
14,8

2

14,6
12,5
2,1

1

9,3
7,0
2,3

1

100

3,0

1.148,8

100

19,5

1.016,2

100

1.008,8

100

992,9

100

Kapital

0,5
1.068,6

178

0,0

0,0

0,0

Einnahme- und Ausgaberechnung
2010
Erträge

Spenden
andere Zuwendungen
Zinserträge
sonst. Zuschüsse
sonst. nicht steuerbare Einnahmen
Aufwand

Abschreibungen auf Finanzanlagen
Abschreibung Anlagevermögen
Aufwendungen für Stiftungszweck
dav.: a) Preise
b) übrige Kosten
Mietaufwendungen
Personalkosten/Fahrtkosten
Werbematerial
Aufwendungen f.Vermögensverwaltung
Vergütung Geschäftsführung
Kosten Prüfung Jahresabschluss
sonstige Kosten
Zustiftungen
Jahresüberschuss

Mittelüberschuss aus dem Vorjahr
Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
Einstellg.i.d.Kapitalerhaltungsrücklage
Einstellungen in die Ergebnisrücklagen
Mittelüberschuss

2011

2013

2012

Tsd. EUR
300,1

%
100,0

Tsd. EUR
199,7

%
100,0

275,0
0,0
25,0
0,1

91,6
0,0
8,3
0,0

130,0
0,0
20,0
49,7

65,1
0,0
10,0
24,9

140,3

46,8

135,9

0,0

0,0

29,6
0,0
27,3
0,0
0,0
0,0
1,2
6,9
2,5
0,1
100,0
159,8

2014

Tsd. EUR
140,5

%
100,0

Tsd. EUR
264,5

%
100,0

Tsd. EUR
306,3

%
100,0

0,0
25,3
110,9
4,3

0,0
0,0
18,0
78,9
3,1

160,0
0,0
21,1
83,4

60,5
0,0
8,0
31,5
0,0

160,0
0,0
13,8
117,2
15,3

52,2
0,0
4,5
38,3
5,0

68,1

272,6

194,0

280,7

106,1

306,7

100,1

0,0

0,0

9,9
0,0
9,1
0,0
0,0
0,0
0,4
2,3
0,8
0,0
33,3

37,0
0,0
36,0
7,5
74,7
0,0
1,1
7,3
4,0
4,3
0,0

18,5
0,0
18,0
3,8
37,4
0,0
0,6
3,7
2,0
2,2
0,0

0,0
11,5
64,4
0,0
64,4
17,4
162,5
0,0
0,8
5,5
3,5
7,0
0,0

0,0
8,2
45,8
0,0
45,8
12,4
115,7
0,0
0,6
3,9
2,5
5,0
0,0

0,0
12,7
68,1
0,0
68,1
10,3
172,4
0,0
1,0
2,1
3,9
10,2
0,0

0,0
4,8
25,7
0,0
25,7
3,9
65,2
0,0
0,4
0,8
1,5
3,9
0,0

0,0
18,0
93,7
0,0
93,7
7,7
171,0
0,0
1,3
2,6
4,2
8,2
0,0

0,0
5,9
30,6
0,0
30,6
2,5
55,8
0,0
0,4
0,8
1,4
2,7
0,0

53,2

63,8

31,9

-132,1

-94,0

-16,2

-6,1

-0,4

-0,1

-6,6
0,0
-1,9
0,0

151,3
0,0
-1,5
0,0

213,6
0,0
-2,0
0,0

79,5
0,0
-1,7
0,0

61,6
2,2
-1,0
-5,0

151,3

213,6

79,5

61,6

57,4

179

MAGDEBURG MARKETING, KONGRESS UND
TOURISMUS GMBH
- MMKT -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Domplatz 1b,
39104 Magdeburg
Tel. 0391/8380-321, Fax 0391/8380-397
E-Mail: presse@magdeburg-tourist.de
Internet: www.magdeburg-tourist.de
Gründungsjahr: 1999
Handelsregister:
HR B 111786 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 27.700 EUR
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Entwicklung und Umsetzung eines tourismusbezogenen Stadtmarketingkonzeptes mit dem
Ziel, den Bekanntheitsgrad und die Attraktivität
der Landeshauptstadt Magdeburg zu erhöhen und
den Städtetourismus zu fördern. Dazu gehören
insbesondere der Aufbau und die Weiterentwicklung touristischer Angebote und Dienstleistungen. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte
betreiben, die dem Gegenstand des Unternehmens
unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet
sind oder diesen fördern. Sie kann zu diesem
Zweck weitere Gesellschaften gründen, sich an
Unternehmen mit einem gleichen oder ähnlichen
Gesellschaftszweck beteiligen oder solche Unternehmen übernehmen, wenn die Gesellschafterversammlung dem aufgrund eines Stadtratsbeschlusses zustimmt.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
66,8 %
- Stadtsparkasse Magdeburg
8,3 %
- Interessengemeinschaft Innenstadt e.V. 8,3 %
- Ströer City-Marketing GmbH,
8,3 %
- DEHOGA Sachsen-Anhalt e. V.
8,3 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Frau Sandra Yvonne Stieger
Gesellschafterversammlung:
Herr Klaus Zimmermann
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Jürgen Canehl (Stadtrat)
Herr Christian Hausmann (Stadtrat)
Herr Bernd Reppin (Stadtrat)
Herr Frank Theile (Stadtrat)
Herr Horst Eckert (Stadtsparkasse
Magdeburg)
Herr Christopher Freytag (Ströer CityMarketing GmbH)
Frau Andrea Imwalle
(Interessengemeinschaft Innenstadt e. V.)
Herr Ingo Rektorik (DEHOGA SachsenAnhalt e. V.)
Aufsichtsrat:
Herr Rainer Nitsche (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Tom Assmann (Stadtrat)
Herr Thomas Brestrich (Stadtrat)
Herr Jens Hitzeroth (Stadtrat)
Herr Hubert Salzborn (Stadtrat)
Frau Jenny Schulz (Stadträtin)
Herr Prof. Dr. Jürgen Maretzki
(Hochschule Magdeburg-Stendal)
Herr Horst Eckert (Stadtsparkasse
Magdeburg)
Herr Christopher Freytag (Ströer CityMarketing GmbH)
Frau Margaret Stange-Gläsener
(Interessengemeinschaft Innenstadt e. V.)
Herr Ingo Rektorik (sachsenanhaltinischer Gaststättenverband e. V. im
DEHOGA e.V., Magdeburg)

Stand: 30.09.2015

180

schaft stand somit ein um 100 Tsd. EUR

Struktur der Gesellschaft

brutto höherer städtischer Zuschuss als in
den Vorjahren zur Verfügung.

Die Magdeburg Marketing, Kongress und
Tourismus GmbH (MMKT) beschäftigte 2014

Im Jahr 2014 hat sich die touristische Nach-

im Jahresdurchschnitt neben dem Geschäfts-

frage in Magdeburg – gemessen an den

führer 15 feste Mitarbeiter und eine Auszu-

Übernachtungszahlen – um 6 % erhöht. Die

bildende sowie mehrere zeitweilig tätige

Zahl der Übernachtungen in gewerblichen

Praktikanten und Aushilfskräfte.

Betrieben (ab zehn Betten) stieg auf nunmehr 569.791 Übernachtungen.

Stand der Erfüllung des

Neben dem Domplatz OpenAir und der Te-

öffentlichen Zwecks

lemann-Festtage mit der Oper Otto war das
Tourismusjahr 2014 von einer normalen

Im Rahmen der Erarbeitung des Beteili-

Saisonalität des

Tourismusgeschäfts

ge-

gungsberichtes wurde geprüft, ob die Beteili-

prägt. Die MMKT konnte die Umsätze ge-

gung noch einen öffentlichen Zweck und

genüber dem „Hochwasserjahr 2013“ erwar-

damit die Grundvoraussetzung einer wirt-

tungsgemäß wieder leicht steigern. Die Wei-

schaftlichen Betätigung der Gemeinde ge-

terführung der Ottostadt-Kampagne mit den

mäß § 128 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KVG LSA

Maßnahmen Tourismus und Lebensqualität,

erfüllt. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Otto macht Mode, Otto reitet sowie dem Kai-

gemäß § 128 KVG LSA besteht in der Wahr-

ser-Otto-Fest ist mittlerweile zu einem festen

nehmung der Aufgaben des Destinationsma-

Bestandteil der Marketingaktivitäten der Ge-

nagements und -marketings für Magdeburg

sellschaft geworden.

und die Region. Ziel ist es, die Besucherzahlen zu steigern und insgesamt zu einer positiven Umsatzentwicklung in der Hotellerie, im

Jahresabschluss 2014 und

Einzelhandel, in der Gastronomie und in

Abschlussprüfer

weiteren Dienstleistungsbranchen beizutragen. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

ist somit weiterhin gewährleistet.

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden von
der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG geprüft und erhielten

Geschäftsverlauf 2014

einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Prüfung umfasste neben der ge-

Grundlage für den Geschäftsverlauf der Ge-

mäß §§ 316 ff. HGB durchzuführenden Ab-

sellschaft bildete der am 09.12.2013 vom

schlussprüfung die Prüfung der Ordnungs-

Stadtrat beschlossene Wirtschaftsplan für

mäßigkeit der Geschäftsführung gemäß § 53

das Jahr 2014 mit dem darin vorgesehenen

HGrG.

Betriebskostenzuschuss für die MMKT in
Höhe von 950 Tsd. EUR brutto. Der Gesell-

181

Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014

HGB betrugen für das Geschäftsjahr 2014 für

wurde vom Aufsichtsrat der Gesellschaft am

den Aufsichtsrat 1,0 Tsd. EUR.

16.06.2015 zustimmend zur Kenntnis genommen und der Gesellschafterversammlung zur Beschlussfassung empfohlen. Mit

Kurz- und mittelfristige Unterneh-

Gesellschafterbeschluss soll der Jahresab-

mensziele

schluss 2014 festgestellt und dem Geschäftsführer sowie dem Aufsichtsrat für das

Die MMKT setzt sich vor dem Hintergrund

Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt wer-

der positiven touristischen Entwicklung der

den. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von

vergangenen Jahre fünf Hauptziele:

24.703,94 EUR soll mit dem Gewinnvortrag
in Höhe von 31.530,95 EUR verrechnet und

Erweiterung des Kongress- und Tagungs-

der Betrag 6.827,01 EUR auf neue Rech-

geschäfts

nung vorgetragen werden.

Die Gesellschaft plant die in 2011 eingeführte Marketingkooperation „Kongress-Allianz
für Magdeburg“ weiter auszubauen und ver-

Auswirkungen des

stärkt Tagungen und Kongresse für Magde-

Geschäftsjahres 2014 auf den

burg zu akquirieren. Dabei steht die Kon-

städtischen Haushalt

gress-Allianz mit inzwischen 21 festen Partnern bereits auf einem soliden Fundament,

Die Gesellschaft erhielt im Jahr 2014 von der

indem die Leistungsträger die Marketing-

Landeshauptstadt Magdeburg einen unter-

Aufwendungen der Allianz mitfinanzieren.

jährigen Liquiditätszuschuss in Höhe von 950

Insbesondere die neuen, wissenschaftlichen

Tsd. EUR.

Partner,

wie

die

Otto-von-Guericke-Uni-

versität, die Hochschule Magdeburg-Stendal
und das

Beteiligungen der Gesellschaft

Universitätsklinikum

Magdeburg

bieten aus Sicht der MMKT Chancen, verstärkt Tagungen und Kongresse auszurichten.

Zum 31.12.2014 werden keine Anteile an
verbundenen Unternehmen gehalten bzw.

Erhöhung der Einnahmen

bestehen keine Beteiligungen.

Die MMKT hat das gesetzte Ziel bereits
mehrfach erreicht, die Umsatzerlöse auf

Gesamtbezüge der Mitglieder der

mehr als 500.000 EUR zu steigern. Aller-

Organe

dings ist die Gesellschaft dabei von touristischen Großereignissen relativ stark abhängig. Durch zunehmenden privaten Wett-

Hinsichtlich der Bezüge des Geschäftsfüh-

bewerb in den Geschäftsfeldern Gäste-

rers wird von der Schutzklausel des § 286

führungen und Souvenirverkauf sowie durch

Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Ge-

die Höhe der städtischen Zuschüsse und die

samtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 Buchst. a

182

damit verbundenen Einschränkungen auch in

Risiken der künftigen Entwicklung

der Vermarktung eigener Leistungen wird die
Steigerung

der

Einnahmen

zunehmend

schwieriger. Ziel bleibt die Steigerung bzw.

Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit wird

Stabilisierung der Erträge oberhalb von 500

insgesamt von der konjunkturellen Entwick-

bis 600 Tsd. EUR.

lung in Deutschland mitbestimmt. Die Städtereise als Zweit- oder Drittreise ist unmittelbar

Steigerung der Übernachtungszahlen

an einen gewissen Lebensstandard der Rei-

Die Übernachtungszahlen konnten im Jahr

senden gekoppelt.

2014 auf nahezu 570.000 Übernachtungen
gesteigert werden. Jedoch rechnet die Ge-

Die Wettbewerbsrisiken haben sich aufgrund

sellschaft perspektivisch zunächst mit einer

der Zunahme privater und anderer Anbieter

Stagnation bei den Übernachtungszahlen, da

in der Branche erhöht. Zudem sind die

diese in Magdeburg stark vom Geschäftstou-

Umsätze des Unternehmens abhängig von

rismus geprägt sind und gesetzliche Rah-

Großereignissen und Sonderaktionen, die

menbedingungen, wie z. B. der Mindestlohn,

den finanziellen Spielrahmen der MMKT

hier Auswirkungen haben.

erweitern. Des Weiteren sind die zusätzlichen Möglichkeiten beim Betrieb des Dop-

Erhöhung der Anzahl der Tagesbesucher

peldecker-Busses der MMKT ohne weitere

Den Tagesbesuchern mit durchschnittlichen

Investitionen beschränkt.

Ausgaben von über 25 Euro pro Person und
Tag kommt eine ökonomisch überragende

Die Gesellschaft ist zukünftig auf eine aus-

Bedeutung zu, so dass die Steigerung der

reichende Zuschussgewährung seitens des

Anzahl der Tagesbesucher in Magdeburg

Gesellschafters angewiesen, um ihre vielfäl-

erklärtes Unternehmensziel der MMKT ist.

tigen Aufgaben als Tourismusmarketingge-

Die wichtigsten Motive für Tagesbesucher

sellschaft auch weiterhin in hoher Qualität

liegen in den ausgezeichneten Shopping-

und umfassend wahrnehmen zu können.

Möglichkeiten und in den vielfältigen Ausstellungen, Veranstaltungen und Events.

Imageverbesserung
Alle Aktivitäten der MMKT dienen einer
nachhaltigen Imageverbesserung der Landeshauptstadt Magdeburg. In der kontinuierlichen Verfolgung dieses Zieles sieht die
Gesellschaft ihr Dauerbetätigungsfeld.

183

Organigramm der Magdeburg Marketing, Kongress und Tourismus GmbH (MMKT)

184

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

31.12.2011

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2012

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Anlagevermögen

21,4
229,6
251,0

Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

85,3
43,5
2,9
136,7
11,6
280,0

Gesamtvermögen

0,0

19,9
199,5
219,4

53

280,0

74,8
70,5
2,1
28,8
12,0
188,2

531,0 100

280,0

47

0,0

7,8
159,5
167,3

46

188,2

66,8
90,0
3,5
118,9
13,7
292,9

407,6 100

188,2

54

0,0

12,6
136,1
148,7

64

292,9

64,6
22,2
5,7
29,7
15,5
137,7

48

137,7

61,6
48,6
6,1
133,6
11,5
261,4

70

261,4

460,2 100

292,9

286,4 100

137,7

374,7 100

261,4

36

52

0,0

14,9
98,4
113,3

30

0,0

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

27,7
24,1
22,8
74,6

14

Sonderposten für Investitionszuschüsse

33,1

6

Sonstige Rückstellungen
Verb. gegenüber Kreditinstituten
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verb. gegenüber Gesellschaftern
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

130,0
89,1
0,0
74,1
1,1
31,2
97,8
423,3

Kapital

0,0

27,7
46,9
-6,7
67,9

0,0

27,7
40,2
-9,4
58,5

17

0,0

18,4

5

80

341,6

96,0
113,9
0,0
87,8
0,0
23,6
0,0
321,3

531,0 100

341,6

13

0,0

4,6

1

78

247,0

77,0
72,7
0,0
104,3
0,0
35,5
107,6
397,1

407,6 100

247,0

185

0,0

27,7
30,8
0,7
59,2

0,0

27,7
31,5
-24,7
34,5

21

9

0,0

0,0

2,6

1

0,0

1,3

0

0,0

86

225,6

55,4
106,5
0,0
34,9
0,0
27,5
0,3
224,6

78

114,3

51,7
54,7
0,0
75,2
0,0
20,7
136,6
338,9

91

294,0

460,2 100

225,6

286,4 100

114,3

374,7 100

294,0

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
Auflösung Sonderposten
Andere Erträge

2011
%

Tsd. EUR

2012
%

Tsd. EUR

2013
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

456,1
0,0
14,8
908,2

33,1
0,0
1,1
65,8

538,6
0,0
14,7
925,3

36,4
0,0
1,0
62,6

583,4
0,0
13,7
907,5

38,8
0,0
0,9
60,3

559,2
0,0
2,0
917,9

37,8
0,0
0,1
62,1

585,3
0,0
1,3
1.025,7

36,3
0,0
0,1
63,6

1.379,1

100,0

1.478,6

100,0

1.504,6

100,0

1.479,1

100,0

1.612,3

100,0

172,1
530,4
57,8
0,7
595,1

12,4
38,4
4,2
0,1
43,2

239,4
583,7
60,8
0,7
604,8

16,2
39,5
4,1
0,0
40,9

272,7
577,9
58,4
6,2
593,0

18,1
38,4
3,9
0,4
39,4

205,2
582,5
36,5
0,6
649,2

13,9
39,4
2,5
0,0
43,9

194,7
576,8
68,1
17,6
774,8

12,1
35,8
4,2
1,1
48,0

Betriebsaufwand

1.356,1

98,3

1.489,4

100,7

1.508,2

100,2

1.474,0

99,7

1.632,0

101,2

Betriebsergebnis

23,0

1,7

-10,8

-0,7

-3,6

-0,2

5,1

0,3

-19,7

-1,2

-8,7
8,5

-0,6
0,6

-7,3
11,4

-0,5
0,7

-5,8
0,0

-0,4
-0,1

-4,4
0,0

-0,3
-0,1

-2,8
-2,2

-0,2
-0,2

Ergebnis vor Ertragssteuern

22,8

1,7

-6,7

-0,5

-9,4

-0,6

0,7

0,0

-24,7

-1,6

Ertragssteuern

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

22,8

1,7

-6,7

-0,5

-9,4

-0,6

0,7

0,0

-24,7

-1,6

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Jahresergebnis

186

MESSE- UND VERANSTALTUNGS-GESELLSCHAFT
MAGDEBURG GMBH -MVGM-

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Tessenowstr. 5a,
39114 Magdeburg
Tel. 0391/593450, Fax 0391/5934510
E-Mail: info@mvgm.de
Internet: www.mvgm.de
Gründungsjahr: 1996 (in Mainz)
Handelsregister:
1997 Sitz verlegt nach Magdeburg, HR B 110085
beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 7.745.000 EUR
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Errichtung, Vermietung und Verpachtung von
Messe- und Veranstaltungshallen und Freiflächen an
Veranstalter sowie die Durchführung von Veranstaltungen, Kongressen, Ausstellungen und Messen
aller Art. Darüber hinaus beschäftigt sich die
Gesellschaft mit der Geschäftsbesorgung des durch
die Bundesgartenschau Magdeburg 1999 geschaffenen Areals des Natur- und Kulturparks Elbaue im
Auftrage der Natur- und Kulturpark Elbaue GmbH.
Die Gesellschaft kann unter Beachtung der
Beschränkungen auf den öffentlichen Zweck gemäß
§ 116, Abs. 1, Nr. 1 GO LSA darüber hinaus alle
Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck
unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind.
Sie kann unter Beachtung § 116 Abs. 1, Nr. 1 GO
LSA Zweigniederlassungen errichten und sich an
gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen
beteiligen.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
91 %
- Stadtsparkasse Magdeburg
9%

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Steffen Schüller
Gesellschafterversammlung:
Herr Prof. Dr. Matthias Puhle
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Timo Gedlich (Stadtrat)
Herr Dennis Jannack (Stadtrat)
Herr Gunter Schindehütte (Stadtrat)
Frau Beate Wübbenhorst (Stadträtin)
Herr Jens Eckhardt (Stadtsparkasse
Magdeburg)
Aufsichtsrat:
Herr Dr. Lutz Trümper
(Oberbürgermeister der
Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Marcel Guderjahn (Stadtrat)
Herr Bernd Heynemann (Stadtrat)
Herr Jens Hitzeroth (Stadtrat)
Herr Olaf Meister (Stadtrat)
Herr Andreas Schumann (Stadtrat)
Herr Jens Eckhardt (Stadtsparkasse
Magdeburg)
Herr Carsten Harkner (Geschäftsführer
der Städtische Werke Magdeburg
GmbH & Co. KG)
Herr Frank Meyer (Rechtsanwalt)

Stand: 30.09.2015

187

öffentlichen Zwecks ist somit weiterhin ge-

Struktur der Gesellschaft

währleistet.

Die MVGM beschäftigte zum 31.12.2014

Geschäftsverlauf 2014

neben dem Geschäftsführer 60 Mitarbeiter.
Im

beigefügten

Organigramm

sind

der

Arbeits-

Durch die Gesellschaft MVGM waren im

bereiche und Zuständigkeiten innerhalb der

Geschäftsjahr 2014 folgende Objekte zu

Gesellschaft ersichtlich.

betreiben und zu unterhalten:

Organisationsaufbau,

wesentliche

•

GETEC-Arena

Stand der Erfüllung des

•

Stadthalle

öffentlichen Zwecks

•

AMO Kultur- und Kongresshaus

•

Johanniskirche

•

Messehallen Magdeburg 1 bis 3 incl.

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß
§ 128 Absatz 1 Nr. 1 KVG LSA besteht in der

Freigelände
•

Errichtung, Vermietung und Verpachtung von
Messehallen und Freiflächen in Magdeburg

Elbauenpark

mit

Jahrtausendturm

und Seebühne
•

zur Durchführung von Messen und Veranstal-

MDCC Arena

tungen aller Art sowie in dem wirtschaftlichen
Betreiben der Stadthalle, des AMO Kultur-

Die Gesellschaft erzielte unter Berücksichti-

und Kongresshauses, der Johanniskirche, des

gung der Betriebskostenzuschüsse in Höhe

Elbauenparks, der GETEC-Arena und der

von 2.200,0 Tsd. EUR ein positives Jahres-

MDCC-Arena. Die MVGM veranstaltet eigene

ergebnis in Höhe von 781,8 Tsd. EUR und

Messen und vermietet die Messehallen auch

konnte im Vergleich zum Vorjahr das Ergeb-

an andere Veranstalter. Die Messen bieten

nis um 683,8 Tsd. EUR verbessern. Die Um-

vor allem regionalen Unternehmen die Mög-

satzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum

lichkeit, sich öffentlich zu präsentieren, neue

Vorjahr um 1.052,8 Tsd EUR, während sich

Kunden zu finden bzw. vorhandene Kunden

der Materialaufwand im Vergleichszeitraum

zu binden. Die Messen sind somit ein Instru-

lediglich um 354,1 Tsd. EUR erhöhte.

ment der Wirtschaftsförderung und wirken als
Wirtschaftsfaktor, der der Region einen zu-

Die positive Erlösentwicklung wurde vor al-

sätzlichen Kapitalzufluss sichert. Zur Deckung

lem durch den Anstieg der veranstaltungsbe-

der sozialen und kulturellen Bedürfnisse der

dingten Erlöse in allen Objekten erreicht.

örtlichen Bevölkerung und der Besucher der
Landeshauptstadt Magdeburg wird durch die

Zur Entwicklung der Objektergebnisse

MVGM ein breites Freizeit- und Kulturangebot
in den Veranstaltungshäusern und auf den

Grundsätzlich ist es der Gesellschaft gelun-

Freiflächen vorgehalten. Die Erfüllung des

gen, die Auslastung und den Umsatz der
einzelnen Veranstaltungsstätten durch die

188

Vermark-

rungen um 152 Tsd. EUR. Damit verbunden

tungsoffensive insgesamt deutlich zu erhö-

waren Kostensteigerungen von 60 Tsd. EUR.

hen.

Das negative Betriebsergebnis der Johannis-

begonnenen

Maßnahmen

zur

kirche verbesserte sich im Vergleich zum
Vorjahr um 92 Tsd. EUR auf 62 Tsd. EUR.

GETEC-Arena
Die Erlöse des Objektes verbesserten sich

Messegeschäft

um 36 Tsd. EUR im Vergleich zum Vorjahr
und die Kosten konnten um 8 Tsd. EUR ge-

Die Erlöse haben sich im Vergleich zum Vor-

senkt werden. Das positive Betriebsergebnis

jahr um 269 Tsd. EUR erhöht. Dies ist so-

der GETEC-Arena beträgt 26 Tsd. EUR.

wohl auf hohe Steigerungen im Bereich der
Eigenmessen, als auch auf einmalige Veranstaltungen in der Vermietung zurückzufüh-

Stadthalle
Bedingt durch die über halbjährige Schlie-

ren. Bedingt durch die geringeren Instandhal-

ßung der Stadthalle sind das Vorjahr und

tungskosten verringerten sich die Kosten im

damit verbundene Erlösrückgänge einerseits

Vergleich zum Vorjahr um 85 Tsd. EUR.

und Versicherungszahlungen andererseits

Damit verbesserte sich das negative Be-

nicht mit dem aktuellen Geschäftsjahr ver-

triebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um

gleichbar. Die Verminderung der Erlöse des

353 Tsd. EUR auf 256 Tsd. EUR.

vergangenen Jahres konnte im aktuellen
Elbauenpark

Geschäftsjahr allerdings wieder mehr als
kompensiert werden. Aufgrund der im Vor-

Die Erlöse stiegen um 132 Tsd. EUR an, die

jahr ebenfalls auf der Kostenseite vorhande-

insbesondere in der Position „Veranstal-

nen Sondereffekte (Flutsanierung, erhöhter

tungserlöse“

Strombedarf für Trocknung) reduzierten sich

79 Tsd. EUR verbunden waren. Weiterhin

die Kosten im Vergleich zum Vorjahr. Das

sind auch die Erlöse aus „Mieten/Pachten“

negative

um 50 Tsd. EUR gestiegen, was durch die

Betriebsergebnis

der

Stadthalle

mit

einem

Zuwachs

von

Umsetzung der Vermarktungsoffensive für

beträgt 421 Tsd. EUR.

die Seebühne, den Jahrtausendturm und die
Festwiese des Parks erreicht wurde.

AMO Kultur- und Kongresshaus
Die Erlöse erhöhten sich im Vergleich zum
Vorjahr um 9 Tsd. EUR. Auf der Seite der

Die Kosten erhöhten sich gegenüber dem

Kosten ist eine Erhöhung von 33 Tsd. EUR

Vorjahr um 165 Tsd. EUR. Diese wurden

zu verzeichnen. Insgesamt hat sich das ne-

insbesondere durch Erhöhung der Personal-

gative Betriebsergebnis im Vergleich zum

kosten

Vorjahr um 19 Tsd. EUR auf 210 Tsd. EUR

Kosten verursacht. Insgesamt ergibt sich

verschlechtert.

daraus eine Verschlechterung des negativen

und

der

veranstaltungsbedingten

Betriebsergebnisses auf 46 Tsd. EUR.
Johanniskirche
Die Erlöse erhöhten sich im Vergleich zum
Vorjahr u. a. durch spezielle Kundenanforde-

189

MDCC Arena
Die Erlöse konnten um 32 Tsd. EUR gestei-

Auswirkungen des

gert werden. Die Kosten haben sich insbe-

Geschäftsjahres 2014 auf den

sondere durch Instandhaltungskosten und

städtischen Haushalt

Personalkosten um 100 Tsd. EUR erhöht.
Das negative Betriebsergebnis der MDCC

Die Gesellschaft erhielt im Jahr 2014 von der

Arena beträgt 425 Tsd. EUR.

Landeshauptstadt Magdeburg einen unterjährigen Liquiditätszuschuss in Höhe von
2.200,0 Tsd. EUR und einen Tilgungszu-

Jahresabschluss 2014 und

schuss von 457,8 Tsd. EUR. Darüber hinaus

Abschlussprüfer

wurden der Gesellschaft 302,0 Tsd. EUR
Investitions- und Instandhaltungszuschüsse

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

ausgezahlt.

der Gesellschaft zum 31.12.2014 wurden von
der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewa-

Beteiligungen der Gesellschaft

terhouseCoopers AG (PWC) geprüft. Die
Prüfung umfasste neben der gemäß §§ 316
ff. HGB durchzuführenden Abschlussprüfung

Zum 31.12.2014 werden keine Anteile an

die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Ge-

verbundenen Unternehmen gehalten und es

schäftsführung gemäß § 53 HGrG.

bestehen keine Beteiligungen.

Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014
wurde vom Aufsichtsrat der Gesellschaft am

Gesamtbezüge der Mitglieder der

01.07.2015 zustimmend zur Kenntnis ge-

Organe

nommen und der Gesellschafterversammlung zur Beschlussfassung empfohlen. Die

Auf die Angabe der Bezüge des Geschäfts-

Beschlussfassung durch die Gesellschafter-

führers wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB

versammlung ist noch nicht erfolgt. Sollte der

verzichtet. Die Gesamtbezüge gemäß § 285

Empfehlung des Aufsichtsrates gefolgt wer-

Nr. 9 Buchst. a HGB betrugen für das Ge-

den, wird dem Geschäftsführer und dem

schäftsjahr 2014 für den Aufsichtsrat 1,0 Tsd.

Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2014 Ent-

EUR.

lastung erteilt, das Jahresergebnis mit dem
Verlustvortrag

verrechnet

und

zum

Ab-

Kurz- und mittelfristige

schlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 die
WIBERA Wirtschaftsberatung AG bestellt.

Unternehmensziele
Für das Geschäftsjahr 2015 wird ein weiterer
leichter Anstieg der Umsatzerlöse angestrebt, der jedoch nicht in der Dimension des
Ergebnisses des Jahres 2014 liegen wird.

190

Dies soll durch die Weiterführung der Vermarktungsoffensive für alle Veranstaltungsstätten der Gesellschaft erreicht werden.
Voraussetzung ist hierbei im Jahr 2015 eine
Optimierung der Organisation der Gesellschaft und der technischen Rahmenbedingungen für die Veranstalter. Durch neue
Veranstaltungskonzepte im Elbauenpark und
den Hallen sollen neue Erlösquellen generiert werden.

Risiken der künftigen Entwicklung
Das Hauptrisiko der Gesellschaft liegt in
möglichen weiteren Kürzungen der für die
Gesellschaft unabdingbaren Betriebskostenzuschüsse. Auch unter der Annahme einer
verbesserten Erlössituation und einer weitergehenden Kostenkonsolidierung

wird

die

Gesellschaft auf Dauer auf Betriebskostenzuschüsse der Landeshauptstadt Magdeburg
angewiesen sein. Generell stellt der nicht
planbare Anstieg der Energiekosten ein weiteres Kostenrisiko dar.

191

MVGM GmbH

Struktur der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft
Magdeburg GmbH (MVGM)

Werbung/
Öffentlichkeitsarbeit

Geschäftsführung

Kaufmännischer
Bereich

K

Bereich
Technik

Veranstaltungstechnik

CP

KO

Bereich
Veranstaltungen

Haustechnik

Vermarktung

192

Elbauenpark

Messe

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

%

31.12.2011

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

31.12.2012

kurzfristig

%

Tsd. EUR

gesamt

Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen
Liefer- und Leistungsforderungen
Forderungen gegen Gesellschafter
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP
Gesamtvermögen

5,6
11.636,0
0,0
11.641,6

0,0

15,9
10.757,6
14.625,5
25.399,0

7

908,9

547,0
0,0
283,2
284,9
5,7
1.120,8

12.550,5 100

908,9

280,1
0,0
256,6
366,1
6,1
908,9

93

0,0

25,5
9.976,2
14.295,5
24.297,2

4

1.120,8

491,5
0,0
151,3
434,4
5,0
1.082,2

26.519,8 100

1.120,8

96

0,0

17,0
9.275,6
13.950,5
23.243,1

4

1.082,2

461,5
0,0
145,3
637,6
7,3
1.251,7

25.379,4 100

1.082,2

96

0,0

29,5
8.857,0
13.589,7
22.476,2

92

0,0

5

1.251,7

602,8
0,0
304,5
1.050,5
5,5
1.963,3

8

1.963,3

24.494,8 100

1.251,7

24.439,5 100

1.963,3

95

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

7.745,0
-6.253,5
-48,7
1.442,8

11

Sonderposten für Investitionszulage

2.107,5

17

Rückstellungen
Verbindl. gegenüber Kreditinstituten
erhaltene Anzahlungen auf Bestellung
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verb. gegenüber Gesellschaftern
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

912,0
6.132,2
178,7
445,5
1.187,8
65,4
78,6
9.000,2

Kapital

0,0

7.745,0
-6.302,2
-398,8
1.044,0

4

0,0

1.904,8

7

72

1.680,0

930,3
20.361,2
201,4
498,5
1.325,0
43,9
210,7
23.571,0

12.550,5 100

1.680,0

0,0

7.745,0
-6.701,0
39,2
1.083,2

4

0,0

1.783,4

7

89

2.139,0

978,0
19.615,2
144,1
619,3
1.044,7
67,6
43,9
22.512,8

26.519,8 100

2.139,0

193

0,0

7.745,0
-6.661,8
98,0
1.181,2

0,0

7.745,0
-6.563,8
781,8
1.963,0

5

8

0,0

0,0

1.637,6

7

0,0

1.627,0

7

0,0

89

1.902,0

944,4
18.833,8
142,1
585,0
922,7
85,1
162,9
21.676,0

88

1.898,0

881,0
18.015,2
161,3
582,9
965,9
68,3
174,9
20.849,5

85

6.123,4

25.379,4 100

1.902,0

24.494,8 100

1.898,0

24.439,5 100

6.123,4

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Auflösung Sonderposten
Andere Erträge

2011
%

Tsd. EUR

2012
%

Tsd. EUR

2013
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

5.495,4
203,7
1.859,1

72,7
2,7
24,6

5.622,2
202,7
2.262,1

69,5
2,5
28,0

5.991,3
227,1
2.890,5

65,8
2,5
31,7

5.873,7
351,8
3.102,7

62,9
3,8
33,3

6.926,6
278,8
3.076,3

67,4
2,7
29,9

7.558,2

100,0

8.087,0

100,0

9.108,9

100,0

9.328,2

100,0

10.281,7

100,0

717,1
2.975,3
839,5
98,1
2.753,0

9,5
39,4
11,1
1,3
36,4

995,1
2.984,2
889,5
136,5
3.119,3

12,3
36,9
11,0
1,7
38,6

1.628,3
3.139,6
917,7
163,8
2.918,7

17,9
34,5
10,1
1,8
32,0

1.516,4
3.095,1
923,1
169,9
3.254,5

16,3
33,2
9,9
1,8
34,8

1.873,4
3.300,5
715,8
135,8
3.253,3

18,2
32,1
7,0
1,3
31,6

Betriebsaufwand

7.383,0

97,7

8.124,6

100,5

8.768,1

96,3

8.959,0

96,0

9.278,8

90,2

Betriebsergebnis

175,2

2,3

-37,6

-0,5

340,8

3,7

369,2

4,0

1.002,9

9,8

-363,4
139,5

-4,8
1,9

-305,9
-55,3

-3,8
-0,6

-330,3
28,7

-3,6
0,3

-281,8
10,6

-3,0
0,1

-255,0
33,9

-2,5
0,3

-48,7

-0,6

-398,8

-4,9

39,2

0,4

98,0

1,1

781,8

7,6

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

-48,7

-0,6

-398,8

-4,9

39,2

0,4

98,0

1,1

781,8

7,6

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis
Ergebnis vor Ertragssteuern
Ertragssteuern
Jahresergebnis

194

NATUR- UND KULTURPARK ELBAUE GMBH
- NKE -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Tessenowstraße 5a,
39114 Magdeburg
Tel. 0391/593450, Fax 0391/5934190
E-Mail:info@mvgm.de
Internet: www.mvgm.de
Gründungsjahr: 1995
Handelsregister:
HR B 108801 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 25.600 EUR
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und
unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des
Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck der Gesellschaft ist die
Förderung des Natur-, Umwelt- und Landschaftsschutzes, des Sports, der Kultur sowie Bildung und
Erziehung. Der Geschäftszweck wird insbesondere durch die Weiterführung des durch die
Bundesgartenschau Magdeburg 1999 geschaffenen Areals als geschlossener eintrittspflichtiger
Natur- und Kulturpark erreicht. Die Gesellschaft
kann alle Geschäfte betreiben, die dem Zweck des
Unternehmens unmittelbar oder mittelbar zu dienen
geeignet sind oder diesen fördern. Die Gesellschaft kann sich zur Durchführung ihrer Aufgaben
Dritter bedienen.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
100 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Steffen Schüller
Gesellschafterversammlung:
Herr Prof. Dr. Matthias Puhle
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Dennis Jannack (Stadtrat)
Herr Gunter Schindehütte
(Stadtrat)
Frau Beate Wübbenhorst
(Stadträtin)
Aufsichtsrat:
Herr Dr. Lutz Trümper
(Oberbürgermeister der
Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Jens Hitzeroth (Stadtrat)
Herr Frank Schuster (Stadtrat)
Frau Monika Zimmer (Stadträtin)

Stand: 30.09.2015

195

selbstlos zu fördern. Die Erfüllung des öffent-

Struktur der Gesellschaft

lichen Zwecks ist somit weiterhin gewährleistet.

Die gesamte Geschäftstätigkeit zur Bewirtschaftung der gemeinnützigen Gesellschaft

Geschäftsverlauf 2014

Natur- und Kulturpark Elbaue GmbH (NKE)
wird seit dem 01.01.2006 von der Messeund Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg

Die Erfüllung aller Aufgaben der Geschäftstä-

GmbH (MVGM) vorgenommen.

tigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr
2014 erfolgte auf der Basis und in Umset-

Entsprechend wird die Gesellschaft mitarbei-

zung des mit der Messe- und Veranstal-

terlos geführt, wobei die NKE als Gesell-

tungsgesellschaft

schaft rechtlich durch einen Geschäftsführer

(MVGM) am 20. Dezember 2005 abge-

nach außen vertreten wird.

schlossenen Geschäftsbesorgungsvertrages.

Magdeburg

GmbH

Grundlage der Tätigkeit war der bestätigte
Wirtschaftsplan für das Jahr 2014.

Stand der Erfüllung des
öffentlichen Zwecks

Vorrangige Aufgabe der NKE in der bestehenden Gesellschaftsstruktur ist es, den

Im Rahmen der Erarbeitung des Beteili-

normalen Parkbetrieb, die Pflege und In-

gungsberichtes wurde geprüft, ob die Beteili-

standhaltung der Anlagen und Objekte sowie

gung noch einen öffentlichen Zweck und

die Sicherung der Turmausstellung zu ge-

damit die Grundvoraussetzung einer wirt-

währleisten. Gleichzeitig obliegt der NKE die

schaftlichen Betätigung der Gemeinde ge-

Betreuung des normalen Besucheraufkom-

mäß § 128 Absatz 1 Nr. 1 KVG LSA erfüllt.

mens sowie der Dauerkartenbesucher. Akti-

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß

vitäten innerhalb des Elbauenparks, die mit

§ 128 KVG LSA besteht in der Förderung

Sonderveranstaltungen und Marketingmaß-

des Natur-, Umwelt-, und Landschaftsschut-

nahmen

zes, des Sports, der Kultur sowie der Bildung

sind, werden in Verantwortung der MVGM im

und Erziehung. Im Mittelpunkt steht dabei die

Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages

Vorhaltung eines Freizeit-, Erholungs- und

umgesetzt.

(Sondereintrittspreis)

verbunden

Kulturparks für die Bürger der LandeshauptDie Gesellschaft hat sich im Jahr 2014 posi-

stadt Magdeburg und deren Besucher.

tiv entwickelt. Die Umsatzerlöse sind im VerIm Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte

gleich zum Vorjahr vor allem durch die an-

Zwecke“ der Abgabenordnung verfolgt die

gewachsenen

Gesellschaft

gemeinnützige

Besucher) und die damit verbundenen erhöh-

Zwecke, d. h. ihre Tätigkeit ist unmittelbar

ten Eintrittsgelder um 109,7 Tsd. EUR ge-

darauf gerichtet, die Allgemeinheit auf mate-

stiegen. Der Materialaufwand erhöhte sich

riellem, geistigem und sinnlichem Gebiet

gegenüber dem Vorjahr um 76,1 Tsd. EUR.

ausschließlich

Besucherzahlen

(314.670

Dies ist im Wesentlichen auf höhere Aufwen-

196

und

Betrag mit dem Gewinnvortrag verrechnet.

-reinigung (+83,0 Tsd. EUR) sowie die Kas-

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr

sendienstleistungen und Bewachungskosten

2015 wurde die Anochin – Roters & Kollegen

(+18 Tsd. EUR) zurückzuführen. Im Gegen-

GmbH

zug verminderten sich die Instandhaltungs-

bestellt.

dungen

für

die

Grünanlagenpflege

(Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)

aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr vor
allem durch den Abbau der Panoramabahn

Auswirkungen des

um 47,0 Tsd. EUR.

Geschäftsjahres 2014 auf den
Das negative Ergebnis verbesserte sich im

städtischen Haushalt

Vergleich zum Vorjahr um 25,4 Tsd. EUR.
Die NKE erhielt im Jahr 2014 einen unterjährigen

Jahresabschluss 2014 und

Liquiditätszuschuss

in

Höhe

von

1.830,0 Tsd. EUR von der Landeshauptstadt

Abschlussprüfer

Magdeburg. Außerdem wurden der Gesellschaft für notwendige Investitions- und In-

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

standhaltungsmaßnahmen

der Gesellschaft zum 31.12.2014 wurden von

ausgezahlt.

65,0 Tsd. EUR

der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte
& Touche GmbH, Niederlassung Magdeburg,

Beteiligungen der Gesellschaft

geprüft und erhielten einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Prüfung umfasste neben der gemäß §§ 316 ff. HGB

Zum 31.12.2014 werden keine Anteile an

durchzuführenden

verbundenen Unternehmen gehalten bzw.

Abschlussprüfung

die

Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Ge-

bestehen keine Beteiligungen.

schäftsführung gemäß § 53 HGrG.

Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014

Gesamtbezüge der Mitglieder der

wurde vom Aufsichtsrat der Gesellschaft am

Organe

01.07.2015 zustimmend zur Kenntnis genommen und der Gesellschafterversamm-

Hinsichtlich der Bezüge des Geschäftsfüh-

lung zur Beschlussfassung empfohlen. Die

rers wird von der Schutzklausel des § 286

Beschlussfassung durch die Gesellschafter-

Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Ge-

versammlung ist noch nicht erfolgt. Sollte der

samtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 Buchst. a

Empfehlung des Aufsichtsrates gefolgt wer-

HGB betrugen für das Geschäftsjahr 2014 für

den, wird dem Geschäftsführer und dem

den Aufsichtsrat 0,7 Tsd. EUR.

Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt, der Jahresfehlbetrag mit den
geleisteten Zuwendungen der Landeshauptstadt Magdeburg und der übersteigende

197

Kurz- und mittelfristige

Risiken der künftigen Entwicklung

Unternehmensziele
Risiken werden von Geschäftsführung in wie
folgt gesehen:

Die Geschäftsführung geht u. a. auf Grund
erfolgreicher Vermarktung des Parks und

•

damit verbundener Erhöhung der Vermie-

weitere Kürzungen für geförderte

tungszahlen der Festwiese, des Turmes und

Maßnahmen

der Seebühne für das Jahr 2015 von einer

maßnahmen der GISE mbH)
•

Steigerung der Erlöse um fünf Prozent ge-

(Arbeitsbeschaffungs-

nicht mehr realisierbare Betreibung

genüber dem Vorjahr aus. Weiterhin werden

des Jahrtausendturmes durch die Ot-

auf

to-von-Guericke-Gesellschaft

Grund

neuer

Veranstaltungsformate

durch

leicht ansteigende Besucherzahlen erwartet,

Kürzungen für geförderte Arbeitsbe-

die sich erlössteigernd auswirken.

schaffungsmaßnahmen
•

negative Veränderungen bei der Be-

Auf der Kostenseite werden Einsparungen

sucherentwicklung bei Veranstaltun-

nur im geringen Umfang möglich sein. Erwar-

gen im Park
•

tete Kostensteigerungen im Bereich der

der Erbringung von notwendigen Er-

Dienstleistungen, der Energie, als auch zu

satzinvestitionen im Zusammenhang

kompensierende Maßnahmen der Arbeitsför-

mit dem zunehmenden Alterungs-

derung, können deshalb nur mit Einnahme-

grad der gesamten Bausubstanz
•

erhöhungen finanziert werden. Eine Anpassung des Eintrittspreises ist daher aus Sicht

als Park letztendlich in einer ungünstigen Wettersituation

der Geschäftsführung unumgänglich.

Die weitere Entwicklung der Gesellschaft
wird insbesondere von der Umsetzung des
neuen Betreiberkonzeptes abhängen, für
welches die Gewährung von Fördermitteln
unabdingbar ist. Da der Betrieb des Elbauenparks nicht kostendeckend erfolgen kann,
ist die Gesellschaft auf Dauer auf Liquiditätshilfen der Landeshauptstadt Magdeburg angewiesen.

198

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

31.12.2011

kurzfristig

gesamt

31.12.2012

kurzfristig

gesamt

31.12.2013

kurzfristig

gesamt

31.12.2014

kurzfristig

gesamt

kurzfristig

% Tsd. EUR Tsd. EUR % Tsd. EUR Tsd. EUR % Tsd. EUR Tsd. EUR % Tsd. EUR Tsd. EUR % Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Anlagevermögen
Liefer- und Leistungsforderungen
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP
Gesamtvermögen

0,6
56.281,8
56.282,4

0,0

0,3
54.936,0
54.936,3

1

538,8

98,3
95,5
139,2
132,3
465,3

56.821,2 100

538,8

36,9
65,4
369,4
67,1
538,8

99

99

0,0

0,2
53.631,0
53.631,2 99
35,0
80,9
223,0
63,5
402,4

0,0

0,0
52.304,1
52.304,1

1

402,4

5,3
70,7
184,5
70,5
331,0

402,4

1

465,3

55.401,6 100

465,3

54.033,6 100

25,6
51.502,6
-3.106,6
48.421,6 90

99

0,0

1

331,0

52.635,1 100

331,0

0,0
51.072,2
51.072,2 100
50,0
60,2
114,5
1,3
226,0

0,0

0

226,0

51.298,2 100

226,0

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

0,0

25,6
52.842,1
-3.055,5
49.812,2

90

0,0

0,0

1.826,5

3

0,0

1.768,4

7

3.821,6

20,9
72,4
3.667,3
2,2
0,1
3.762,9

7

3.762,9

16,9
114,3
3.711,0
1,3
0,1
3.843,6

56.821,2 100

3.821,6

55.401,6 100

3.762,9

25,6
53.423,0
-2.350,9
51.097,7

90

Sonderposten für Investitionszuschüsse

1.901,9

3

Sonstige Rückstellungen
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verbindl. gegenüber Gesellschaftern
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

14,5
84,9
3.721,3
0,8
0,1
3.821,6

Kapital

199

0,0

25,6
50.060,0
-3.047,2
47.038,4

90

0,0

1.670,9

3

7

3.843,6

9,1
77,8
3.836,8
2,0
0,1
3.925,8

54.033,6 100

3.843,6

3

0,0

25,6
48.826,8
-3.021,8
45.830,6

89

0,0

0,0

1.611,5

3

0,0

7

3.925,0

9,1
55,2
3.781,3
10,4
0,1
3.856,1

8

3.856,0

52.635,1 100

3.925,0

51.298,2 100

3.856,0

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Auflösung Sonderposten
Andere Erträge

2011
%

Tsd. EUR

2012
%

Tsd. EUR

2013
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

484,0
114,4
14,4

79,0
18,7
2,3

585,5
75,0
33,8

84,3
10,8
4,9

556,6
94,0
268,2

60,6
10,2
29,2

479,3
114,0
196,8

60,7
14,4
24,9

589,0
105,0
122,0

72,1
12,9
15,0

612,8

100,0

694,3

100,0

918,8

100,0

790,1

100,0

816,0

100,0

2.250,3
1.390,9
-1,7
80,5

367,2
227,0
-0,3
13,1

2.291,1
1.367,9
0,9
100,2

330,1
197,0
0,1
14,4

2.604,6
1.345,9
1,0
79,6

283,4
146,5
0,1
8,7

2.364,0
1.343,2
2,8
96,7

299,2
170,0
0,4
12,2

2.440,1
1.327,8
2,9
74,2

299,0
162,7
0,4
9,1

Betriebsaufwand

3.720,0

607,0

3.760,1

541,6

4.031,1

438,7

3.806,7

481,8

3.845,0

471,2

Betriebsergebnis

-3.107,2

-507,0

-3.065,8

-441,6

-3.112,3

-338,7

-3.016,6

-381,8

-3.029,0

-371,2

-4,7
761,0

-0,8
124,2

1,3
9,0

0,2
1,3

0,7
5,0

0,1
0,5

0,4
-31,0

0,1
-4,0

0,2
7,0

0,0
0,9

-2.350,9

-383,6

-3.055,5

-440,1

-3.106,6

-338,1

-3.047,2

-385,7

-3.021,8

-370,3

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

-2.350,9

-383,6

-3.055,5

-440,1

-3.106,6

-338,1

-3.047,2

-385,7

-3.021,8

-370,3

Betriebsleistung
Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis
Ergebnis vor Ertragssteuern

Ertragssteuern
Jahresergebnis

200

PUPPENTHEATER DER STADT MAGDEBURG
(EIGENBETRIEB) - PTM Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Warschauer Straße 25
39104 Magdeburg
Tel. 0391/5403300, Fax 0391/5403336
E-Mail:
Simone.Riedl@ptheater.magdeburg.de
Internet: www.pupentheater-magdeburg.de
Gründungsjahr: 2007
Stammkapital: 150.000 EUR
Rechtsform:
Eigenbetrieb der LH MD
Unternehmensgegenstand:
Der satzungsgemäße Zweck des Eigenbetriebes Puppentheater der Stadt Magdeburg ist
die Pflege und Förderung der darstellenden
Kunst/Figurentheater und alle den Betriebszweck fördernden Geschäfte. Der Eigenbetrieb umfasst die Kunstgattung Puppenspiel
und führt im Rahmen der Zweckbestimmung
die Bespielung der Spielstätten in der Landeshauptstadt Magdeburg, Umgebung sowie
in- und ausländische Gastspiele mit einem
Aufführungsangebot für Kinder und Erwachsene durch. Gepflegt und bewahrt werden die
bedeutenden Traditionen des Puppentheaters
in der LH MD sowie das kulturelle und humanistische Erbe Deutschlands und die Vermittlung und Pflege gesellschaftlicher Wertvorstellungen. Der EB Puppentheater Magdeburg ist im Wechsel eines 2-Jahres-Rhythmusses Ausrichter eines traditionell stattfindenden Internationalen Figurentheaterfestivals u. der Kinderkulturtage in Magdeburg.
Mit der Eröffnung des Mitteldeutschen Figurentheaterzentrums (MDFTZ) im November
2012 wird eine ständige Puppentheaterausstellung in Magdeburg präsentiert, die
darüber hinaus dem Bereich der kulturellen
Bildung erweiterte Chancen bietet. Dem
Eigenbetrieb angeschlossen ist die Jugendkunstschule der Stadt Magdeburg. Gemäß der
Eigenbetriebssatzung übernimmt das Puppentheater gemeinsam mit der Jugendkunstschule Aufgaben der kulturell-ästhetischen
Bildung.

201

Organe des Eigenbetriebes
- der Theaterbetriebsleiter
- der Betriebsausschuss
- der Oberbürgermeister
- der Stadtrat
Betriebsleitung:
Betriebsleiter: Herr Michael Kempchen
Betriebsausschuss:
Vorsitzender: Herr Prof. Dr. Matthias Puhle
(Beigeordneter für Kultur, Schule und
Sport der Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Dr. Falko Grube (Stadtrat)
Herr Marcel Guderjahn (Stadtrat)
Herr Christian Hausmann (Stadtrat)
Herr Oliver Müller (Stadtrat)
Herr Bernd Reppin (Stadtrat)
Frau Carola Schumann (Stadträtin)
Herr Alfred Westphal (Stadtrat)
Herr Mathias Gotot(Beschäftigtenvertreter )

Stand: 30.09.2015

Struktur des Eigenbetriebes

Stand der Erfüllung des
öffentlichen Zweckes

Das

Puppentheater

organisatorisch,

Magdeburg

wird

und

Der Eigenbetrieb Puppentheater der Stadt

finanzwirtschaftlich gesondertes Unternehmen

Magdeburg ist ein kommunaler Kulturbetrieb,

ohne

(Eigen-

der nicht auf die Erzielung eines Gewinns,

betrieb) nach den geltenden Gesetzen und

sondern auf die Versorgung der Bevölkerung

Verordnungen, insbesondere der Gemeinde-

mit dem Kulturgut ‚Puppen‘Theater ausge-

ordnung für das Land Sachsen-Anhalt, den

richtet ist. Die Erfüllung des öffentlichen

Bestimmungen des Gesetzes über kommunale

Zwecks gemäß § 116 GO Land Sachsen-

Eigenbetriebe im Land Sachsen-Anhalt sowie

Anhalt besteht darin, vor allem Kinder und

den Bestimmungen der Eigenbetriebssatzung

Jugendliche, aber auch die erwachsenen

geführt.

Besucher mit der Kunst und den Traditionen

eigene

verwaltungsmäßig

als

Rechtspersönlichkeit

des Puppentheaters vertraut zu machen, sie
Der Eigenbetrieb Puppentheater der Stadt

für die Entwicklung dieser Kunst zu begeistern

Magdeburg ist finanzwirtschaftlich als Sonder-

und das Kulturgut „Puppen’Theater“, und hier

vermögen der Landeshauptstadt Magdeburg

insbesondere

zu verwalten und nachzuweisen. Laut Eigen-

puppentheater, regional zu pflegen und zu

betriebssatzung verfolgt das Puppentheater

erhalten sowie überregional zu überzeugen.

ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige

Der

Zwecke. Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht

betriebes Puppentheater der Stadt Magdeburg

in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

ist die Pflege und Förderung der darstellenden

die

Form

satzungsgemäße

der

Zweck

Ensemble-

des

Eigen-

Kunst/Figurentheater und alle den BetriebsDas Puppentheater ist für den Betrieb gewerb-

zweck fördernden Geschäfte. Der Eigenbetrieb

licher Art körperschaftssteuer- und gewerbe-

umfasst die Kunstgattung Puppenspiel und

steuerpflichtig. Im Übrigen ist der Eigenbetrieb

führt im Rahmen der Zweckbestimmung die

wegen der Verfolgung gemeinnütziger Zwecke

Bespielung der Spielstätten in der Landes-

von der Körperschafts- und Gewerbesteuer

hauptstadt Magdeburg, Umgebung sowie in-

befreit. Im Sinne des Umsatzsteuergesetzes

und ausländische Gastspiele mit einem Auf-

sind die Erlöse aus Theateraufführungen

führungsangebot für Kinder und Erwachsene

einschließlich der damit üblicherweise ver-

durch.

bundenen Nebenleistungen steuerfrei. Im Wirtschaftsjahr 2014 waren im Eigenbetrieb PTH

Gepflegt und bewahrt werden die bedeutenden

durchschnittlich 36 Mitarbeiter beschäftigt.

Traditionen des Puppentheaters in der Landeshauptstadt Magdeburg sowie das kulturelle
und humanistische Erbe Deutschlands und die
Vermittlung und Pflege gesellschaftlicher Wertvorstellungen.
Das Puppentheater wirkt damit im Sinne des
Artikels

202

36

der

Verfassung

des

Landes

Sachsen-Anhalt: „…Kunst, Kultur und Sport

Geschäftsverlauf 2014

…sind zu schützen und zu fördern.“
Dem

Eigenbetrieb

Jugendkunstschule

angeschlossen
der

Stadt

ist

die

Spielplan

Magdeburg.

Gemäß der Eigenbetriebssatzung übernimmt
das

Puppentheater

gemeinsam

mit

Durch

der

stützung

ästhetischen Bildung.

durch

Stadt

und

Land

sowie

das Puppentheater Magdeburg in den letzten

ist im Wechsel eines 2-Jahres-Rhythmusses

15 Jahren von einem Repertoire- und En-

Ausrichter eines der bedeutendsten Interund

und

zahlreicher Sponsoren und Förderer, konnte

Der Eigenbetrieb Puppentheater Magdeburg

Figurentheaterfestivals

vorausschauende

engagierte Arbeit des Theaters, mit Unter-

Jugendkunstschule Aufgaben der kulturell-

nationalen

intelligente,

semblepuppentheater mit vorrangigem Spiel-

der

betrieb für Kinder von 3 bis 10 Jahren sowie

KinderKulturTage in Magdeburg. 2012 konnte

sporadischen

mit großem Erfolg die Mitteldeutsche Figuren-

Angeboten

für

erwachsenes

Publikum, in einen komplexen Kulturbetrieb

theater-Sammlung eröffnet werden. Präsentiert

gewandelt werden.

wird eine Theaterausstellung, die in einzigartiger Form die Geschichte der Entwicklung

Das Magdeburger Puppentheater konnte sich

des Puppenspiels von seinen Ursprüngen bis

künstlerisch an die Spitze der Ensemble-

heute unter Beachtung der jeweiligen gesell-

puppentheater Deutschlands spielen und gilt in

schaftlichen und sozialen Verhältnisse be-

der Reflexion der Fachpresse und Fach-

leuchtet und die darüber hinaus dem Bereich

kollegen als eines der innovativsten Puppen-

der kulturellen Bildung erweiterte Chancen

theater der Republik.

bietet.
Die stetig steigenden Anforderungen an die

Das Ergebnis all dessen spiegelt sich in den

Arbeit des Theaters in den Bereichen der
kulturellen

und

sozialen

Bildung

Besucherzahlen des Jahres 2014: 56.436

werden

Besucher (diese Besucherzahl spiegelt das

seitens des Landes nicht der gesellschaftlichen

beste Ergebnis seit 1994 wider) beweisen,

Bedeutung entsprechend gefördert. So gehen

dass

diese Angebote immer stärker zu Lasten des

sich

das

Theater

erfolgreich

als

komplexer, alle Altersgruppen ansprechender

theatralen Angebotes.

Kulturbetrieb positioniert hat. Der vor Jahren
beschrittene Weg, sich neuen Publikums-

Die öffentliche Förderung aber muss Garant

kreisen zu öffnen, Kinder zwischen 10 und 14

dafür sein, dass diese Angebote nicht allein

Jahren sowie verstärkt dem erwachsenen

durch steigende Preise gesichert werden, um

Publikum

eine Exklusivität der Angebote für nur einzelne

sinkender,

Schichten der Bevölkerung zu verhindern.

vor

dem

dann

Hintergrund

stagnierender

zunächst
Geburten-

zahlen, war die richtige Entscheidung und
erstmals in der Geschichte des Theaters
konnten trotz gleichbleibender Vorstellungszahlen und optimaler Auslastung im Kindertheaterspielplan, mehr erwachsene Besucher
als Kinder begrüßt werden.
203

Fünf Repertoire-Premieren und ein freies

Darüber hinaus feierte die Inszenierung DER

Projekt prägten 2014 den Spielplan des

UNTERTAN nach Heinrich Mann im Abend-

Puppentheaters

zeigten

spielplan Premiere. 2014 jährte sich der 100.

erneut die ganze Bandbreite der zeitge-

Jahrestag des Beginns dieses Krieges, doch

nössischen Figurentheaterkunst für alle Alters-

vor allem thematisiert Heinrich Mann in diesem

stufen.

Jahrhundertroman das urdeutsche Phänomen

Magdeburg

und

des kritiklosen Untertans, das es dringend
In der ersten Jahreshälfte beschäftigte sich

immer wieder zu beleuchten gilt im Ringen um

das Theater noch mit dem Spielzeitmotto

einen toleranten, humanistischen und welt-

„HeldenZeit“. Dieser Thematik widmeten sich

offenen Staat.

insbesondere die Produktionen IVAN OLSEN,
DER GUMMIHELD für Menschen ab 6 Jahren

Das Hofspektakel 2014 stand ganz im Zeichen

und

Erstaufführung

eines anderen Helden: Louis de Funès! Der

JOJO AM RANDE DER WELT für Menschen

große Komiker hätte im Jahr 2014 seinen 100.

ab 12 Jahren. Während die literarische Vorlage

Geburtstag gefeiert. Es lag also nahe, sich

für die Inszenierung IVAN OLSEN, DER

diesem Helden der Bühne und Leinwand in

GUMMIHELD von Ole Lund Kirkegaard eine

einer Inszenierung zu widmen. Das gesamte

Wiederentdeckung darstellt (drei Monate nach

Ensemble

der Premiere wurde der Kinderroman in

Vorstellungen der Inszenierung „OSCAR, ein

Deutschland erstmals wiederverlegt unter dem

Missverständnis in drei Akten“, mit dem Louis

Titel „Stark für einen Tag“) und das Thema

de Funès seine Bühnenkarriere startete.

Schul-Mobbing thematisiert, konnte mit JOJO

Die Produktion war derart erfolgreich und

AM RANDE DER WELT ein mit Auszeich-

bejubelt, dass sich das Theater entschloss,

nungen geehrter französischer Theatertext zur

den Herbst des Jahres dafür zu nutzen, diese

Erstaufführung gelangen, der das Thema

Produktion für die Saalbühne zu inszenieren.

Jugend, Wunschfreiheit und Gefühlsängste

Die enorm erfolgreiche Premiere eröffnete die

zum

Spielzeit 2014/15, die unter dem Motto „Wilde

die

deutschsprachige

Inhalt

hatte.

Damit

wurden

zwei

Alltags einem Publikum nahegebracht, die das

literatur. Mit H. C. Andersens SCHNEE-

Die Inszenierungen wurden überaus positiv

KÖNIGIN für Menschen ab 4 setzte das

aufgenommen und bestärken die Absicht des
Weg

zu

ausverkauften

der wohl längsten Märchenreise der Kinder-

Underdogs transparent machten.

dem

20

Somit widmete sich die Weihnachtsproduktion

Spielzeitmotto vor allem aus der Sicht der

auf

in

Reisen“ steht.

thematisch sehr unterschiedliche Helden des

Theaters

brillierte

Theater seine erfolgreiche Zusammenarbeit

einem

mit dem weißrussischen Regisseur Alexei

emanzipierten, politischen Kinder- und Jugend-

Leliavski fort. 42 ausverkaufte Vorstellungen

theater. Vor allem die neu definierte Zielgruppe

bestätigten die Richtigkeit der Wahl dieses

ab 12 Jahren konnte mit altersgerechter

Stoffes.

Thematik und einer auf sie gearbeiteten
Regiekonzeption für das Theater mit Puppen

Sehr

begeistert werden.

KULINARISCHE REISE und THEATER ZUR

erfolgreich

wurden

die

Formate

NACHT fortgesetzt. In der Reihe THEATER

204

ZUR NACHT feierte das Freie Projekt (initiiert

Fangemeinde

fortwährend

vergrößert.

Im

durch Ensemblemitglieder) ZUKUNFT, DAS

Kaleidoskop von Performance- und Konzept-

WAR DOCH DAS GESTERN als Science-

kunst, der bespielten theatralen Installation

Fiction-Salon in Interaktion mit dem Publikum,

jenseits der klassischen Theaterkonvention,

Songs und literarischen Texten Premiere und

dem Objekttheater, der lecture performance,

erlebte eine kompakte Spielserie.

der Korrespondenz der darstellenden Kunst
mit moderner Medientechnik bis hin zum Spiel

Festival

aus der Verpflichtung zur Tradition unseres

Der Juni 2014 stand ganz im Zeichen des 10.

Genres im individuell definierten Verhältnis von

Internationalen Figurentheaterfestivals BLICK-

Darsteller und Theaterpuppe, befinden sich die

WECHSEL. Das Festival war bereits für Juni

Künstler auf der Suche nach unverwech-

2013 geplant und musste auf Grund des Elbe-

selbarem Ausdruck und spiegeln so den

Hochwassers (u. a. waren geplante Spiel-

endgültigen Grenzfall innerhalb der Kategorien

stätten im Stadtteil Buckau überflutet, Firmen,

der Darstellenden Kunst.

Gewerke

und

Personal

wurden

für

den
Unter dem Titel „LA NOTTE 6 - Buckauer Fan-

Katastropheneinsatz benötigt) unmittelbar vor

tasie“ wurde der Fokus des Festival-Prologs

der Eröffnung abgesagt werden. Die große

auf folgende Aspekte gelenkt:

Solidarität der Magdeburger Bevölkerung, der
internationalen Künstler sowie der Partner, die

1. das erweiterte Areal des Puppentheaters

das Festival gefördert und unterstützt haben,

in Korrespondenz mit den Gegebenheiten

gab uns den Optimismus, das Festival vom 20.

und Potentialen des Stadtteils Buckau als

– 26. Juni 2014 zu reorganisieren. Dafür wurde

ehemaliges Industrie- und Arbeiterquartier

die bestehende Konzeption überarbeitet und

mit

erweitert (u. a. standen Spielflächen, Spiel-

schaftshaus, Klosterbergegarten, Lager-

stätten und einige Theater und Künstler nicht

halle Weststraße sowie Passagen in dem

mehr zur Verfügung) bzw. rückten neue Inhalte

Stadtteil;

den

Spielstätten

Werk4,

Gesell-

in den Fokus.
2. die künstlerische Tendenz nationaler und
Das Festival präsentierte sich erstmalig in der

internationaler Theater und Künstler, sich

Struktur von zwei Festivaleröffnungstagen mit

mit einer rasant verändernden Gegenwart

dem Titel LA NOTTE 6 - Buckauer Fantasie

nicht mehr nur über die konventionelle

(20. und 21.06.14), einem FamilienFestivalTag

Theatervorstellung auseinanderzusetzen.

(22.06.14) sowie dem Bühnenprogramm (23. -

Vielmehr rückt in den letzten Jahren die

26.06.14).

künstlerische Beschäftigung mit Inhalten
über die Form der Rauminstallation sowie

34 Theatergruppen, Solisten und Theaterhochschulen

aus

11

Ländern

deren performativer Bespielung in den

gewährten

Fokus der Künstler und des Publikums.

während der Festivalwoche unter dem Titel
FREIHEIT

Die dadurch gegebene interaktive und

DER WAHL Einblicke in das

verstärkt individuelle Einbeziehung des

überaus virulente Schaffen eines Genres, das

Publikums in die Welt gedachter Räume

zunehmend Aufmerksamkeit erfährt und seine

und künstlerischer Gegebenheiten schafft

205

eine veränderte Offenheit der Besucher,

Figurentheater mit der Fantasie des Zu-

da unmittelbar körperlich einher geht

schauers zu spielen und ihn zum Komplizen

damit auch eine veränderte Spiel- und

seiner künstlerischen Arbeit zu machen. Die

Darstellungsweise der Künstler;

Geschichten
unseren

spiegeln

Alltag,

unsere

unsere

Sehnsüchte,

Hoffnungen

und

3. die Zusammenarbeit mit den Studien-

Ängste. Sie sind berührend und beglückend,

gängen Puppen- und Figurentheater der

grandios unterhaltend, todtraurig oder fremd-

Hochschulen in Berlin und Stuttgart sowie

artig skurril. Das Festival konnte insgesamt

der New Stage Minsk als Kurzzeit-

mehr als 6.000 Besucher, darunter ca. 800

residenzen im Sinne der Nachwuchs-

Gäste aus Teilen Europas (u. a. Italien, Groß-

förderung und der internationalen Zu-

britannien, Dänemark, Frankreich Weißruss-

sammenarbeit;

land) verzeichnen und war mit 95 % der zur
Verfügung stehenden Platzkapazitäten ausge-

4. die

Positionierung

des

lastet.

Magdeburger

Puppentheaters mit seinen erweiterten
Möglichkeiten

(Theater,

Festivalbeobachter:

Sammlung,

Außenbereiche und Orte, die für einen

Das 10. Internationale Figurentheaterfestival

klassischen

BLICKWECHSEL konnte erneute eine Vielzahl

Vorstellungsbetrieb

ausgestattet

sind)

Kulturbetrieb

und

als

nicht

komplexer

nationaler

und

internationaler

Festival-

perspektivisches

beobachter interessieren - 3 Theater und Festi-

FigurenTheaterZentrum Mitteldeutschland

valleiter aus Frankreich (Paris, Vendome,

im Bewusstsein der Magdeburger, die

Frouard), 2 Vertreter der UNIMA der Nieder-

nicht regelmäßige Besucher des Theaters

lande, 1 Vertreter der UNIMA Japan, 1 Vertre-

sind,

und

ter des Art Workshops in Bangladesh, Theater-

der

leiter aus Dänemark und Luxemburg sowie

sowie

in

der

internationalen

nationalen

Wahrnehmung

Fachkollegen.

Festivalleiter aus Stuttgart, Bochum und Berlin.

Die Festivaleröffnung wurde am 20. und 21.

Zu resümieren bleibt, dass das Magdeburger

Juni 2014 als ausverkaufte Veranstaltungen
durchgeführt und lockte mehr

als

Puppentheater

2.000

suchern

spektakuläre

den

Be-

Begegnungen

der

internationalen

weiteren erfolgreichen Schritt in die Richtung

Buckau. Die sich anschließenden Tage des
ermöglichten

seinem

Figurentheaterfestival BLICKWECHSEL einen

Magdeburger und Gäste in den Stadtteil

Bühnenprogramms

mit

der Etablierung eines Mitteldeutschen Figuren
TheaterZentrums getan hat.
Nicht zuletzt auch durch die Auftragspro-

besonderen Art, in dem sie gemeinsam mit

duktionen und in Kurzzeitresidenzen ent-

den Künstlern auf eine Reise durch den

standenen Arbeiten.

unermesslichen Kosmos der zeitgenössischen
Puppen-

und

Figurentheaterszene

gehen

Das Puppentheater war Gastgeber der 3.

konnten.
Wie

kaum

ErzählTheaterTage Magdeburg, während derer
ein

anderes

Genre

drei Premieren in einer mongolischen Jurte auf

der

dem Theaterinnenhof zu sehen waren.

Darstellenden Kunst vermag das Puppen- und

206

Im Jahr 2014 wurden zwei neue Sonder-

Gastspiele

ausstellungen in der FigurenSpielSammlung

Die Gastspieltätigkeit des Puppentheaters der

Mitteldeutschlands realisiert. Im März 2014 er-

Stadt Magdeburg wurde im Jahr 2014 mit 16

öffnete die Ausstellung über das Werk der nie-

Vorstellungen u. a. in Frankreich, Luxemburg,

derländischen Puppenspielkünstlerin Damiet

Polen und in Deutschland erfolgreich fort-

van Dalsum.

gesetzt. Für die Qualität unserer Inszenierungen sprechen vor allem die Einladungen zu

In der dritten Sonderausstellung widmeten wir

renommierten Festivals:

uns mit der Augsburger Puppenkiste der
Puppenspielkunst in Westdeutschland. Für das

• „Doktor Faustus reorganisiert“ bei der

Jahr 2015 sind zwei weitere Sonderaus-

FIDENA - Figurentheater der Nationen

stellungen in Planung.

2014 in
o

Nordrhein-Westfalen

Die Führungen durch die Dauerausstellungen

• „Novecento - die Legende vom Ozean-

erfreuen sich eines regen Interesses. Dreimal

pianisten“ bei der IMAGINALE – Inter-

wöchentlich finden Führungen statt, die von

nationales

engagierten, speziell geschulten Freiwilligen

o

Figurentheaterfestival

Baden-Würt-

gehalten werden. Altersspezifische Führungen

temberg

für Gruppen werden auf Anmeldung von

• „Die Meerjungfrau in der Badewanne“ zur

Theaterpädagogik

und

traditionsreichen Internationalen Puppen-

Hauses

theaterwoche in Olsztyn/Polen

Sonderausstellungen

• „Teddy Brumm“ zur ersten Ausgabe des

durchgeführt.

Dramaturgie
Zu

den

werden

des

jeweiligen
begleitende

Workshops und Führungen angeboten, die die

Kinder- und Jugendtheaterfestivals Wild-

jeweilige Thematik vertiefen.

wechsel in Nordhausen
• „König Richard III“ in Carreau Forbach/

Einen

Frankreich

weiteren

Höhepunkt

stellte

die

Premiere des Kunstbuches KASPER UND

• „Zum Glück gibt’s Freunde“ in Luxemburg

KONSORTEN dar. Damit verfügt das Theater

• „Der Untertan“ im Theater Ansbach

erstmals über ein bildgewaltiges und unter-

• „Christine und das Wolkenschaf“ auf

haltsames Kompendium, das anhand der

Einladung des Beltz-Verlages zur Leip-

Bestände der FigurenSpielSammlung in der

ziger Buchmesse

Villa p. einen umfassenden Über- und Einblick

• „Scrooge - eine Geistergeschichte zur

in die Kulturgeschichte der Theaterpuppe im
Mitteldeutschen

Weihnachtszeit“ in Berlin

Raum

vermittelt.

Dieses

Kunstbuch zur Erforschung des aktuellen

FigurenSpielSammlung Mitteldeutschland

Standes

Die im November 2012 eröffnete FigurenSpiel

Oktober 2014 der Öffentlichkeit präsentiert

Sammlung Mitteldeutschland in der Villa p.

werden. Es ist im einschlägigen Fachhandel

konnte seit der Eröffnung über 20.000 Be-

und auf Onlineportalen erhältlich.

sucher aus aller Welt begrüßen.

Bei der 1. Langen Nacht der Kultur stand die

des

Figurentheaters

konnte

im

Villa p. und die FigurenSpielSammlung Mitteldeutschlands

207

im

besonderen

Fokus.

350

Besucher strömten in die Ausstellung. Für das
Jahr 2015 ist eine Erweiterung des Angebotsspektrums mit spielerischen Formaten für die
FigurenSpielSammlung geplant.

Veranstaltung
(Theaterpädagogik)
Vor- und
Nachbereitungen von
Inszenierungen
Premierenklasse
Öffentliche Probe
(Erwachsene)
Öffentliche Probe
(Kinder)
PSC Proben /
Vorstellungen
Pädagogen-Treff
TRIO

Anzahl der Durchführung
Ges.: 101
44

Teilnehmerzahl
Ges.: 1955
1108

6
2

57
10

2

102

wöchentlich

599

3
2

34
45

Juli

Jugendkunstschule im THIEM20

den

Eltern

und

Besuchern.

Hier

verzeichneten wir eine positive Bilanz: die Zahl

„Kunst - Gezeiten“ war das Motto des Jugend-

unserer

kunstschuljahres 2014 und gleichzeitig der

Anmeldungen

wächst

und

die

Begeisterung hält an! Dies ist nicht zuletzt der

Titel eines kunstpädagogischen Projektes, das

guten Qualität der pädagogisch-künstlerischen

vom 04.04. - 30.10.2014 mit 80 Schülern der

Arbeit zu verdanken.

GS „Am Westring“, der IGS „Willy Brandt“ und
Sekundarschule „Heinrich Heine“ (gefördert

Die Vorbereitung für das neue Schuljahr wurde

durch das Landesschulamt und den Förder-

mit dem Treffen der Jugendkunstschul-Dozen-

verein

Magdeburg

ten/-Dozentinnen (KünstlerInnen) im Juni ein-

e.V.) stattfand. Die Kinder lernten kreative

geläutet. Dieses Treffen wurde zum regen

Wege kennen, Rhythmus, Anziehung und

Erfahrungsaustausch und zur Veranstaltungs-

Wechsel in der Natur und der Gesellschaft

planung genutzt. Auch zu den Sonntags-

wahrzunehmen. Jede Projektklasse arbeitete

werkstätten,

intensiv in den Ateliers der Jugendkunstschule

der Ferien, sowie den Workshops zum Schul-

in den Bereichen Streetart, Keramik und

anfängertag, der Beteiligung am Familien-

Installation. In einer Ausstellung im Saal des

theatertag mit Kunstaktionen für Kinder zum

THIEM20 wurden alle Exponate des Projektes

Figurentheaterfestival und dem Kreativfest der

während der Sommerferien für die Öffent-

SWM

lichkeit/Ferienbesucher

Jugendliche, Eltern und Pädagogen.

der

Jugendkunstschule

aus

den

Schulen

Aktionsausstellungen

begrüßten

wir

während

begeisterte

Kinder,

präsentiert und Workshops dazu angeboten.
Viele Kindertagesstätten nutzten die Angebote

Die Kunstklassen der JKS, die wöchentlich

im

ihren Unterricht in der JKS und an anderen

Bereich

der

ästhetischen

Elementar-

erziehung und kamen mit ihren zukünftigen

Orten besuchten, arbeiteten regelmäßig und

Schulanfängern zu den Kursen. Schulen der

zeigten ihre Arbeiten zur „Mappenschau“ im

Stadt nutzten verstärkt die Möglichkeit, unsere

208

Angebote über Förderanträge für „Bildungs-

Umsatzerlöse

bezogene Projekte“ zu finanzieren. Ebenso

Die Umsatzerlöse weisen ein Jahresergebnis

wurden

im Wirtschaftsjahr 2014 i. H. v. gesamt Tsd.

die

programms

Angebote
für

den

des

Schuljahres-

Projektunterricht

von

EUR 365,5 aus, davon

Schulklassen wahrgenommen, die besonders

im Puppentheater durch Einnahmen

im letzten Quartal verstärkt durch zusätzliche

aus dem freien Kartenverkauf, den

Hilfe von Honorarkräften und Praktikanten

Anrechtserlösen (Tsd. EUR 297,9)

durchgeführt wurden, da es krankheitsbedingt

sowie den Einnahmen aus Gastspielen

zu personellen Einschränkungen kam.

im In- und Ausland (Tsd. EUR 35,9),
in der Jugendkunstschule durch Ein-

Im Bereich der Fortbildungen für Pädagogen

nahmen aus den Kursen, Arbeitsge-

wurde die traditionelle Fortbildung im Puppen-

meinschaften

theater TRIO mit Erfolg weiterentwickelt, neue

und

Projekten

(Tsd.

EUR 31,7).

Formate ausprobiert und eine gute Zusammenarbeit mit dem Bereich Theaterpädagogik

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwick-

fortgeführt. Als Krankheitsvertretung für Frau

lung

Kaftan arbeitete Frau Bogunski seit Februar

eigenen betrieblichen Erträge nach Bereichen

sehr erfolgreich in allen Bereichen der JKS-

gegliedert im Vergleich der Wirtschaftsjahre

Arbeit. Die Gesamtbesucherzahl beläuft sich

(Kalenderjahre) 2013 und 2014:

der

Umsatzerlöse

einschließlich

der

auf 5.018 Besucher für das Jahr 2014.

Einnahmen

2013

2014

Figurentheaterfestival / KinderKulturTage

72,8

Puppentheater (eigene betriebl. Erträge)

89,0

152,7

Jugendkunstschule (Umsatzerlöse)

30,4

31,7

Puppentheater (Gastspiele)

60,2

35,9

222,5

225,1

402,1

518,2

Puppentheater (Umsatzerlöse)

Erlöse / Erträge gesamt in TEUR

Die sonstigen eigenen betrieblichen Erträge

Reisen und Silvester) sowie Ticket-

von gesamt Tsd. EUR 162,4 resultieren aus:

werbung und Einnahmen Cafe p. (Tsd.
EUR 87,4), eingeworbene Projektmittel

Vermietung, Verkauf Programme und

(TEUR 33,3), Erstattung Reise- und

Theatershop (Tsd. EUR 7,9), vorstel-

Betriebskosten (Tsd. EUR 17,4), Auflö-

lungsgebundener

MVB-

sung der Rückstellungen (TEUR 0,8),

Tickets für Besucher im Schul- und

Auflösung des ertragswirksamen Son-

Kita-Anrecht

Sonderkonditionen

derposten (Tsd. EUR 9,7), Tantiemen

sowie inszenierungsgebundener Cate-

(Tsd. EUR 2,2), Spenden (Tsd. EUR

ringaufwand (Projektreihe Kulinarische

0,1) und sonstige (Tsd. EUR 3,6).

zu

Verkauf

209

Besucherentwicklung
In der nachfolgenden Tabelle wird die Entwicklung der Besucher nach Bereichen im Vergleich der
Wirtschaftsjahre (Kalenderjahre) 2013 und 2014 dargestellt:

Besucher

2013

2014

Figurentheaterfestival

6.010

Kinderkulturtage
Jugendkunstschule

5.182

5.018

Puppentheater (Gastspiele)

5.900

5.400

41.953

40.008

53.035

56.436

Puppentheater (Hausbespielung) inkl. Villa p.

Besucher gesamt
Zuschüsse zur Aufwandsdeckung

In der nachfolgenden Tabelle wird die Zuschussentwicklung für den Eigenbetrieb Puppentheater der
Stadt Magdeburg in den Wirtschaftsjahren (Kalenderjahren) 2013 und 2014 aufgezeigt:

Zuschüsse

2013

2014

Zuw endungen Dritte

65,3

160,2

Zuschuss der Stadt Magdeburg Sonderprojekte

40,0

40,0

163,0

192,4

1.859,2

1.983,8

2.127,5

2.376,4

Zuschuss Land Sachsen Anhalt
Zuschuss Stadt Magdeburg

Zuschüsse gesamt
Der Geschäftsbetrieb des Puppentheaters wird

Die Tilgung für die mit Eigenbetriebsgründung

im

jährlichen

übertragene städtische Kreditrestschuld wird

Zuschuss der Landeshauptstadt Magdeburg

aus dem AfA-Zuschuss finanziert. Die Laufzeit

(im WJ 2014 i. H. v. gesamt Tsd. EUR 1.983,8

des Kredites endet im WJ 2014.

= 68,3 %) finanziert. Der Ergänzungszuschuss

Für das durch die Hochwasserkatastrophe

der Landeshauptstadt Magdeburg beinhaltet u.

ausgefallene 10. Internationale Figurentheater-

a. die variablen, tatsächlichen Aufwendungen

festival „Blickwechsel“ im Jahr 2013, dass im

der Leistungsverrechnungen der dienstleis-

WJ 2014 wiederholt wurde, stellte die Landes-

tenden Ämter der Landeshauptstadt Magde-

hauptstadt Magdeburg die bewilligten Zu-

burg, die Aufwendungen für Abschreibungen,

schussmittel i. H. v. 40,0 Tsd. EUR zur anteili-

Kreditzinsaufwendungen, Beiträge der Berufs-

gen Deckung dem Puppentheater Magdeburg

genossenschaft, etc.

zur Verfügung.

Wesentlichen

durch

einen

210

-

Aus der Gesamtförderung des Theaterver-

Honoraraufwendungen

einschl.

trages zwischen der Landeshauptstadt Magde-

MDFTZ + Festival (Tsd. EUR 318,6 für

burg und dem Land Sachsen-Anhalt i. H. v.

Gäste Regie, Kostüm, Bühnenbild,

gesamt

etc.)

Tsd.

EUR

9.053,6

erhält

der

Eigenbetrieb Puppentheater Magdeburg 1,8 %
= 163.000 EUR als Betriebskostenzuschuss

Personalaufwand

für den lfd. Geschäftsbetrieb. Auf Grundlage

Der Personalaufwand ist der größte Anteil des

des

vom

Mittelverbrauches bezogen auf den Gesamt-

18.12.2013 zwischen dem Land Sachsen-

aufwand. Er beinhaltet die Gagen und Gehälter

Anhalt und der Landeshauptstadt Magdeburg

einschließlich der Sozialversicherungsleistun-

erhöhte sich der Zuschuss um ca. Tsd. EUR

gen sowie die Aufwendungen für die Alters-

29,4 für den Ausgleich tariflicher Dynami-

versorgung, die Künstlersozialkasse und die

sierung.

Beiträge der Berufsgenossenschaft der Be-

geschlossenen

Theatervertrages

schäftigten des Eigenbetriebes Puppentheater

Materialaufwand

der Stadt Magdeburg einschließlich Bereich

Den Materialaufwendungen von gesamt Tsd.

Jugendkunstschule.

EUR 380,8 liegen zu Grunde:
Finanzielle Auswirkungen auf das Ergebnis
-

Aufwendungen

für

RHB

und

haben hier vor allem befristet nicht besetzte

Verbrauchsmittel (Tsd. EUR 5,4)
-

Stellenanteile durch Langzeiterkrankung und

Aufwendungen für Inszenierungsma-

Personalwechsel. Die Absicherung der Arbeits-

terial einschl. MDFTZ + Festival (Tsd.

aufgaben der langzeiterkrankten Mitarbeiter

EUR 56,8)

erfolgte teilweise durch befristeten Einsatz von
Honorarkräften.

Personalaufwand / Beschäftigte im Vergleich der WJ 2013 und 2014

Anzahl

Vergütung
Tsd. EUR

Beschäftigte (WJ 2013)
Beschäftigte (WJ 2014)

35
36

1.323,7
1.400,3

Soziale
Aufwendungen 2013 / 2014
Tsd. EUR

298,8
324,0

Tsd. EUR

1.622,6
1.724,3

Im Wirtschaftsjahr 2014 weist der Personal-

Sozialabgaben. Die tarifvertraglichen Zahlun-

aufwand im Eigenbetrieb Puppentheater ein

gen für die Beschäftigten des Eigenbetriebes

Jahresvolumen von insgesamt Tsd. EUR

Puppentheater wurden im Wirtschaftsjahr 2014

1.724,3 aus. Davon entfallen auf die Position

realisiert.

Löhne und Gehälter ein Betrag von Tsd. EUR
1.400,3 und Tsd. EUR 324,0 auf die Position

211

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Jahresabschluss 2014 und
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen

Abschlussprüfung

weisen ein Jahresergebnis von gesamt Tsd.
EUR 711,3 aus, davon für

Jahresergebnis WJ 2014
Betriebs- und Bewirtschaftungskosten
des

Puppentheaters

Mit Hinweis auf die realisierte Kennziffer-

einschließlich

erfüllung,

MDFTZ (Tsd. EUR 542,5),

23,7 % Kostendeckung

Betriebs- und Bewirtschaftungskosten

Ø 96 % Auslastung der Vorstellungen

der Jugendkunstschule (Tsd. EUR

25,1 %

31,2),

erbrachter Anteil der im

Theatervertrag festgelegten und gefor-

Aufwendungen zur Durchführung des

derten Besucheranzahl (von gesamt

Intern. FigurenTheaterFestival (Tsd.

225.000 Besuchern)

EUR 137,6).

30,55

EUR

Personalkosten

pro

Besucher,

Abschreibungen

hat der Eigenbetrieb Puppentheater der Stadt

Die Position der Abschreibungen wird mit den

Magdeburg im WJ 2014 ein erfolgreiches

zum 31.12.2014 berechneten AfA-Werten der

Wirtschaftsergebnis von Tsd. EUR 0,8 erzielen

Sachanlagen i. H. v. Tsd. EUR 78,3 ausge-

können.

wiesen. Unter Berücksichtigung der InvestiDas

tionszuschüsse und Abgänge werden die

erzielte

Jahresergebnis

des

Eigen-

betriebes Puppentheater der Stadt Magdeburg

Abschreibungen gegenüber der Jahresplanung

im Wirtschaftsjahr 2014 (Tsd. EUR 0,8) wurde

i. H. v. Tsd. EUR 71,0 um Tsd. EUR 7,3 über-

u. a. erreicht durch:

schritten. Die Aufgliederung der Abschreibungswerte des Anlagevermögens (Sachan-

die sehr gute Einnahmeerfüllung in

lagen) ist in der Anlage zum Anhang darge-

den Umsatzerlösen und den eigenen

stellt.

sonstigen betrieblichen Erträgen

Die AfA weist zum 31.12.2014 ein finanzielles

einer überaus erfolgreichen Erlösent-

Ergebnis i. H. v. Tsd. EUR 78,3 aus. Abzüglich

wicklung für das Festival Anstieg

der Sonderposten i. H. v. Tsd. EUR 9,7 erhielt

Besucherentwicklung

der Eigenbetrieb Puppentheater Magdeburg

Realisierung weiterer Geschäftsfelder

von der Landeshauptstadt Magdeburg einen

wie z. B. Cafebetrieb und Vermie-

Zuschuss für Abschreibungen i. H. v. 59,0 Tsd.

tungen

EUR. Die Differenz von Tsd. EUR 9,6 wurde
als Restforderung gegenüber dem Aufgaben-

Die Prüfung des Jahresabschlusses 2014

träger gebucht. Aus den AfA-Beträgen i. H. v.

erfolgte durch das Rechnungsprüfungsamt der

Tsd. EUR 71,0 wurde die Tilgung für die mit

Landeshauptstadt Magdeburg. Der Prüfbericht

Gründung des Eigenbetriebes übertragene

zum Jahresabschluss 2014 mit dem unein-

städtische Kreditrestschuld in 2014 i. H. v. Tsd.

geschränkten Bestätigungsvermerk soll im

EUR 25,5 finanziert.

Oktober 2015 vom Stadtrat bestätigt werden.

212

Eigenbetriebes Puppentheater bei den jährlich

Auswirkungen des

zu erreichenden Zuschauerzahlen der kom-

Geschäftsjahres 2014 auf den

munalen

städtischen Haushalt

24,4 %.

Bühnen

in

Magdeburg

beträgt

Der Anteil des Eigenbetriebes Puppentheater
der Stadt Magdeburg an den lt. Theatervertrag

Gemäß dem bestätigten Wirtschaftsplan erhält

jährlich zu erreichenden Theatervorstellungs-

der Eigenbetrieb Puppentheater der Stadt

zahlen in den kommunalen Häusern beträgt

Magdeburg von der Landeshauptstadt Magde-

24 %.

burg neben dem städtischen Grundzuschuss
weitere sogenannte variable Zuschüsse. Diese

Die nationale und internationale Ausstrahlung

Zuschüsse erfolgen u. a. zur Aufwands-

des Puppentheaters Magdeburg steht weiter

deckung der dem Eigenbetrieb zur Kompensation

des

Abschreibungsaufwandes,

im Focus der Arbeit des Betriebes. Weiter

des

investiert wird in die theater- und museums-

Aufwandes für städtische Dienstleistungen,

pädagogischen Angebote und es werden neue

Nutzungsentgelte KGm, Beiträge zur Berufs-

inhaltliche Formate (Lesungen, kleine sze-

genossenschaft und der Ost/West-Angleichung

nische Vorstellungen) zusätzlich in der Villa p.

TVöD.

entwickelt.

Im

Gesamtbezüge der Mitglieder der
Organe

Wirtschaftsjahr

2015

werden

die

5. KinderKulturTage der Stadt Magdeburg
ausgerichtet. Im Jahr 2015 wird ein bis 2016
dauerndes Projekt mit Theatern und Künstlern

Auf Angabe der Bezüge des Betriebsleiters

aus der Partnerregion des Landes Sachsen-

wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Anhalt, der Region Centre/Frankreich initiiert.
Für das Wirtschaftsjahr 2016 haben die
Planungen und Vorbereitungen des XI. Inter-

Kurz- und mittelfristige

nationalen

Ziele des Eigenbetriebes

Figurentheaterfestivals

BLICK-

WECHSEL begonnen.

Der Eigenbetrieb Puppentheater der Stadt

Der Betriebsausschuss wurde im Berichtsjahr

Magdeburg erhält von der vertraglich ver-

regelmäßig

einbarten Summe der Landesförderung aus

betrieblichen

den Theaterverträgen in Höhe von 8,9 Mio.

Puppentheater der Stadt Magdeburg unter-

EUR pro Jahr 1,83 %. Das entspricht 163 Tsd.

richtet.

über

die

Belange

künstlerischen
des

und

Eigenbetriebes

EUR. Von den landesseitig zugesicherten
Mitteln für eine anteilige Finanzierung der

Das Puppentheater Magdeburg dankt seinem

Dynamisierung der Personalkosten erhält der

stetig wachsenden Publikum für das große

Eigenbetrieb Puppentheater Magdeburg bis

Interesse, den Medien für die objektive und

zum Jahr 2018 jährlich 15 % – das entspricht

auch kritische Begleitung. Insbesondere den

jährlich ca. 29 Tsd. EUR. Der Anteil des

politischen

213

Gremien

und

Vertretern

der

Ober-

grundsätzlich begrüßt wird, entstehen werden.

bürgermeister und dem Beigeordneten für

Mit der Einführung des Mindestlohnes werden

Kultur, Schule und Sport. Unser Dank gilt dem

neben

Land

gezeigte

Kostensteigerungen für Material, Energie etc.

Wertschätzung sowie den dienstleistenden

erneut finanzielle Auswirkungen auftreten, die

Fachämtern und Fachbereichen für Hilfe und

sich als

Unterstützung. Besonderer Dank gilt dem

Bereich des Hauspersonals und der Dienst-

Mitarbeiterteam des Puppentheaters für die

leistungsunternehmen für Reinigung, Sicher-

gezeigten Leistungen, die große Einsatz-

heit und Wartung auswirken werden. Vor dem

bereitschaft und erfolgreiche Arbeit bei allen

Hintergrund tarifbedingter Lohnsteigerungen,

Aktivitäten im In- und Ausland.

der Einführung des Mindestlohnes, inflations-

Landeshauptstadt

Magdeburg,

Sachsen-Anhalt

für

dem

die

den

Theater

inflationär

bedingten

beachtliche Kostensteigerung im

bedingter

Risiken der künftigen Entwicklung

bereits

Kostensteigerungen
auch

zukünftig

auf

wird

das

steigende

Zuschüsse angewiesen sein.
Die

betriebliche

Aufgabenerweiterung

des

Die Lage der öffentlichen Haushalte erschwert

Eigenbetriebes Puppentheater in den ver-

seit vielen Jahren die Arbeit der öffentlich

gangenen Jahren (Übernahme der Jugend-

geförderten Theater. Sie schränkt kreativ-

kunstschule, Zuordnung, Organisation und

inhaltliche Arbeiten und Projekte ein. Ein

Ausrichtung der KinderKulturTage für die Stadt

Risikofaktor bleiben finanzielle Auswirkungen

Magdeburg, Entwicklung des internationalen

nach Tarifabschlüssen für den Öffentlichen

Figurentheaterfestivals

Dienst sowie die damit verbundenen Aus-

Inbetriebnahme der Villa p.) erfolgte stetig

wirkungen der Anpassungstarifverträge des

ohne

Deutschen Bühnenvereins. Laut Verfügung

Ausgleich.

des Landesverwaltungsamtes sind die zu

Überlastungen der Mitarbeiter, kann aber vor

planenden

dem Hintergrund der tariflichen Entwicklungen

mittelfristigen

Personalauf-

einen

BLICKWECHSEL,

personellen

Dieses

führt

und
zu

finanziellen
erkennbaren

wendungen an die zu erwartenden Tarif-

und

steigerungen der folgenden Jahre anzupassen.

nicht durch einen Personalaufwuchs ohne

inflationsbedingten

Kostensteigerungen

Zuschusserhöhung verändert werden. Sollen
Die Stadt Magdeburg und das Land Sachsen-

die in den vergangenen Jahren entwickelten

Anhalt

und übertragenen Leistungen und Aufgaben,

bemühen

sich,

im

Rahmen

des

geschlossenen Vertrages zur Förderung der

wie

Theater mit der vollzogenen Aufnahme einer

KinderKulturTage, Villa p., Jugendkunstschule,

Dynamisierungsklausel diesen Prozess abzu-

die kulturelle und ästhetische Bildungsarbeit

federn. Es muss darauf hingewiesen werden,

weiter erhalten werden, ist sicherzustellen,

dass die zu erwartenden Tarifabschlüsse die

dass die finanziellen Mittel zur Besetzung aller

festgelegten

Planstellen

Dynamisierungsraten

in

den

internationales

und

die

Figurentheaterfestival,

Einrichtung

neuer

Verträgen voraussichtlich übersteigen werden.

Planstellen ermöglicht werden.

Neu zu berücksichtigen sind die Auswir-

Die Betriebskosten für die im Jahr 2012 eröff-

kungen, die dem Eigenbetrieb Puppentheater

nete Villa p. Figurenspielsammlung werden

durch die Einführung des Mindestlohnes, der

durch den Eigenbetrieb Puppentheater erwirt-

214

schaftet. Dieses ist insoweit risikobehaftet, da
damit

zu

rechnen

bestimmten

Laufzeit

ist,

dass

der

nach

einer

Ausstellung

ein

zurückgehendes Publikumsinteresse erwartet
werden kann. Um ein Publikumsinteresse
aufrechtzuerhalten ist es notwendig, nach ca.
fünf Jahren Ausstellungen zu überarbeiten.
Diese inhaltliche und auch formale Überarbeitung der Ausstellung ist mit Personal- und
Betriebskosten verbunden, die derzeit nicht
aufgebracht werden können.
Obwohl vor dem Hintergrund gesellschaftlicher
Entwicklungen die Nachfrage nach kulturellen
und ästhetischen Bildungsprojekten für Kinder
und Familien sich einer stetig steigenden
Nachfrage erfreut, das Land Sachsen-Anhalt
auch Wert auf eine Steigerung im Bereich der
kulturellen Bildungsarbeit legt, das Theater
sich

dieser

Forderung

mit

zusätzlichen

Projekten und Angeboten stellt, ist es nicht
gelungen, für diesen Bereich, der nicht zu den
originären Aufgaben eines Theaterbetriebes
zählt, in den Verhandlungen mit dem Land zu
den

Verträgen

mit

den

theatertragenden

Kommunen eine Übereinkunft zu erzielen, die
hier entstehenden Kosten mit zu tragen. Das
Land Sachsen-Anhalt muss sich an den
Aufwendungen für die direkte Bildungsarbeit
beteiligen. Andernfalls muss sich das Theater
von diesen Bereichen mittelfristig trennen und
sich auf sein Kerngeschäft, die Sicherung
eines Vorstellungsangebotes, zurückziehen.
Aufgrund

der

Auslastungszahlen

ist

eine

weitere Steigerung im Besucherbereich derzeit
nicht realistisch. Zuletzt hat das Theater
Eintrittspreise im August 2014 erhöht. Innerhalb seiner Kunstform verweist das Puppentheater Magdeburg mittlerweile auf die höchsten Preiskategorien innerhalb Deutschlands.

215

Vermögenslage
31.12.2011

31.12.2010
gesamt
in Tsd. EUR

gesamt
Tsd. EUR in Tsd. EUR

kurzfristig

%

%

31.12.2013

31.12.2012

gesamt
Tsd. EUR in Tsd. EUR

kurzfristig

gesamt
Tsd. EUR in Tsd. EUR

kurzfristig

%

31.12.2014

gesamt
Tsd. EUR in Tsd. EUR

kurzfristig

%

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Anlagevermögen

2,0
616,9
618,9

0,0

3,0
585,8
588,8

Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Forderungen an den Aufgabenträger
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

5,7
9,3
0,0
104,6
0,6
1,1
121,3

16

121,3

4,1
5,2
0,0
146,6
1,1
1,2
158,2

Gesamtvermögen

740,2 100

121,3

84

0,0

5,2
633,6
638,8

21

158,2

4
44,5
43,8
2,4
0,6
4,3
99,6

747,0 100

158,2

79

0,0

7,2
669,6
676,8

13

99,6

0,9
59,9
115,0
7,8
2,1
1,2
186,9

22

186,9

738,4 100

99,6

863,7 100

186,9

87

78

0,0

6,2
742,5
748,7

75

0,0

0,1
12,9
228,0
6,0
1,1
3,3
251,4

25

251,4

1.000,1 100

251,4

Kapital

0,0

150,0
272,0
0,1
0,0
422,1

43

318,1

0,0
89,9
85,2
77,4
28,1
10,7
33,6
324,9

740,2 100

318,1

Stammkapital
Allgemeine Rücklage
Gewinnvortrag / Verlustvortrag
Jahresüberschuss
Eigenkapital

150,0
272,0
0,0
0,1
422,1

Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Sonderposten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

0,0
97,2
48,4
101,8
25,3
13,4
32,0
318,1

Kapital

57

0,0

150,0
272,0
-0,5
-0,1
421,4

43

316,9

0,0
109,9
156,7
25,5
61,8
39,1
49,3
442,3

51

442,3

738,4 100

316,9

863,7 100

442,3

0,0

150,0
272,0
0,0
-0,5
421,5

43

324,9

0,0
79,4
81,7
52
57,4
5,7
40,7
316,9

747,0 100

324,9

57

216

57

49

0,0

150,0
272,0
-0,6
0,8
422,2

42

0,0

0,0
158,3
270,4
0,0
91,1
3,0
55,1
577,9

58

577,9

1.000,1 100

577,9

Ertragslage
2010

2011

2012

2013

2014

in Tsd. EUR

%

in Tsd. EUR

%

in Tsd. EUR

%

in Tsd. EUR

%

in Tsd. EUR

%

223,4
0,0
78,3
301,7

9,9
0,0
3,4
13,3

370,0
0,0
62,0
432,0

15
0,0
2,5
17,5

271,1
0,0
59,4
330,5

11,2
0,0
2,5
13,7

313,1
0,0
81,9
395,0

12,4
0,0
3,2
15,6

365,5
0,0
152,7
518,2

12,6
0,0
5,3
17,8

Betriebskostenzuschuss Stadt
Tilgungszuschuss Stadt
Betriebskostenzuschuss Land
Zuschüsse
Zuschuss Stadt (Sonderprojekte)
Auflösung Sonderposten
Zuschüsse

1.726,6
0,0
163,0
9,0
70,0
3,2
1.971,8

75,9
0,0
7,2
0,4
3,1
0,1
86,7

1.723,1
0,0
163,0
111,1
40,0
3,2
2.040,4

69,7
0,0
6,6
4,5
1,6
0,1
82,5

1.743,0
0,0
163,0
109,5
70,0
3,4
2.088,9

72,0
0,0
6,7
4,5
2,9
0,1
86,3

1.859,2
0,0
163,0
65,3
40,0
7,1
2.134,6

73,5
0,0
6,4
2,6
1,6
0,3
84,4

1.983,8
0,0
192,4
160,2
40,0
9,7
2.386,1

68,3
0,0
6,6
5,5
1,4
0,3
82,2

Betriebsleistung

2.273,5

100,0

2.472,4

100,0

2.419,4

100,0

2.529,6

100,0

2.904,3

100,0

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige Aufwendungen
Sonstige Steuern
Betriebsaufwand

239,1
1.549,9
62,8
417,2
0,6
2.269,6

10,5
68,2
2,8
18,3
0,0
99,8

309,1
1.568,8
65,4
525,7
0,6
2.469,6

12,5
63,5
2,6
21,3
0,0
99,9

288,6
1.589,7
64,8
474,4
0,1
2.417,6

11,9
65,7
2,7
19,6
0,0
99,9

265,5
1.622,6
74,7
564,7
0,6
2.528,1

10,5
64,2
2,9
22,3
0,0
99,9

380,8
1.724,3
78,2
711,3
8,4
2.903,0

13,1
59,4
2,7
24,5
0,3
100,0

3,9

0,2

2,8

0,2

1,8

0,1

1,5

0,1

1,3

0,1

-3,8

-0,2

-2,8

-0,1

-2,3

-0,1

-1,6

-0,1

-0,5

0,0

0,1

0,0

0,0

0,0

-0,5

0,0

-0,1

0,0

0,8

0,0

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebserträge

Betriebsergebnis
Zinsergebnis
Jahresergebnis

2009 - einschl. Realisierung des Intern. Figurentheaterfestivals
2010 - einschl. Realisierung der KinderKulturTage
2011 - einschl. Realisierung des Intern. Figurentheaterfestivals
2012 - einschl. Realisierung der KinderKulturTage
2013 - ohne Intern. Figurentheaterfestival (Ausfall durch Hochwasserkatastrophe in Magdeburg)
2014 - einschl. Realisierung des Intern. Figurentheaterfestivals

217

STADTGARTEN UND FRIEDHÖFE
MAGDEBURG
(EIGENBETRIEB) - SFM -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Große Diesdorfer Straße
160, 39110 Magdeburg
Tel. 0391/73683, Fax 0391/7368409
E-Mail: sfm@magdeburg.de
Gründungsjahr: 2004
Stammkapital: 6 Mio. EUR
Rechtsform: Eigenbetrieb der LH MD
Unternehmensgegenstand:
Gegenstand des Betriebes sind die
Bewirtschaftung und Verwaltung des
kommunalen Grüns einschließlich der
Wahrnehmung der Verkehrssicherungspflicht
entsprechend der in der Satzung aufgeführten
Liegenschaften, die Versorgung der
Bevölkerung mit Bestattungsleistungen, der
Betrieb des Krematoriums der LH MD sowie
die Erfüllung aller Aufgaben nach dem
Gesetz über die Erhaltung der Gräber von
Krieg und Gewaltherrschaft. Der
Eigenbetrieb kann darüber hinaus seine
betriebszweckfördernden und ihn
wirtschaftlich berührenden Hilfs- und
Nebengeschäfte betreiben.

Organe des Eigenbetriebes
- die Betriebsleiterin
- der Betriebsausschuss
- der Oberbürgermeister
- der Stadtrat
Betriebsleitung:
Betriebsleiterin: Frau Simone Andruscheck
Betriebsauschuss:
Vorsitzender: Herr Klaus Zimmermann
(Beigeordneter für Finanzen und Vermögen
der Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Jürgen Canehl (Stadtrat)
Herr Dennis Jannack (Stadtrat)
Herr Gerhard Häusler (Stadtrat)
Herr Frank Schuster (Stadtrat)
Frau Birgit Steinmetz (Stadtrat)
Herr Roland Zander (Stadtrat)
Herr Hartmut Beyer (Beschäftigtenvertreter)
Herr Ralf Blitz (Beschäftigtenvertreter)

Stand: 30.09.2015

218

Darüber hinaus haben 30 Praktikanten

Struktur des Eigenbetriebes

erste praktische Erfahrungen im Eigenbetrieb gesammelt und es waren 8 Freiwilli-

Der Eigenbetrieb SFM verwaltet und bewirt-

ge im Rahmen des Bundesfreiwilligen-

schaftet die kommunalen Grünflächen, 16

dienstes im gemeinnützigen Einsatz tätig.

kommunale Friedhöfe einschließlich 14 Fried-

2. Dem Eigenbetrieb standen im Geschäfts-

hofskapellen sowie 127 städtische Spiel- und

jahr für den Bereich Spiel- und Freizeit-

Freizeitflächen der Stadt und ist für deren Ver-

flächen lt. Wirtschaftsplan 490 Tsd. EUR

kehrssicherungspflicht

Dafür

für Ersatzinvestitionen, 28 Tsd. EUR aus

standen dem Eigenbetrieb im Wirtschaftsjahr

Spenden sowie 76 Tsd. EUR aus der Auf-

2014 rund 9,7 Mio. EUR zur Verfügung.

lösung der zweckgebundenen Rücklage

verantwortlich.

zur Verfügung. Es erfolgten u.a. die SaWeiterhin betreibt der Eigenbetrieb das Krema-

nierung der Kunststoffflächen auf 8 Spiel-

torium der Landeshauptstadt Magdeburg als

plätzen für 128 Tsd. EUR, die Erneuerung

Betrieb gewerblicher Art.

des Ballfangzaunes in der Dr.-GroszStraße für 27 Tsd. EUR, die Neuanschaf-

Durchschnittlich waren im Wirtschaftsjahr 2014

fung von Spielgeräten für den Spielplatz

im Eigenbetrieb 210 Mitarbeiter beschäftigt.

Lindhorster Straße für 28 Tsd. EUR aus
Spenden, der Rückbau von drei Spielplätzen in Neu Olvenstedt für 73 Tsd. EUR

Stand der Erfüllung des

sowie über Fördermittel der Neubau des

öffentlichen Zweckes

Spielplatzes Helmholtzstraße für 175 Tsd.
EUR und der Beginn der Planungsleis-

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß §

tungen für den Neubau des Spielplatzes

128 KVG LSA besteht in der Bewirtschaftung

Eckernförder-/Bahnstraße

und Verwaltung des kommunalen Grüns inklu-

EUR.

für

38

Tsd.

sive der kommunalen Spielplätze und Brunnen

3. Im Bereich Grünflächenmanagement er-

sowie der Versorgung der Bevölkerung mit

folgte die Vergabe der Pflegeleistungen

Bestattungsleistungen und der Erfüllung aller

einschließlich des Winterdienstes in den

Aufgaben nach dem Gesetz über die Erhaltung

Stadtgebieten Pechau, Randau, Calen-

der Gräber von Krieg und Gewaltherrschaft.

berge, Cracau, Gewerbegebiet Rothensee,

Buckau,

Salbke

sowie

Beyen-

dorf/Sohlen mit einem Auftragsvolumen in

Geschäftsverlauf 2014

Höhe von 573 Tsd. EUR. Die Ausschreibung erfolgte europaweit. 2014 erfolgten

Zu den Aufgaben des SFM im Geschäftsjahr

die Sanierung eines weiteren Abschnittes

2014 zählten schwerpunktmäßig:

des Wegebereiches am Adolf-Mittag-See
und die Wiederherstellung der histori-

1. Der

Eigenbetrieb

bot

15

schen Blumenschalen am See in Höhe

Jugendlichen im gärtnerischen Bereich

von 270 Tsd. EUR. Weiterhin wurden

einen

Wegebaumaßnahmen im Floraparkgar-

qualifizierten

insgesamt

Ausbildungsplatz.

219

ten, im Nordpark, in der Weinbrenner Al-

vermehrt auf. Seit 2011 muss auch die

lee, am Elberadweg, am Klusdamm und

Landeshauptstadt Magdeburg Bekämp-

in der Hohepfortestraße durchgeführt. Die

fungsmaßnahmen vornehmen. Das Vor-

Planungen der Ufersicherung am West-

kommen des Eichenprozessionsspinners

ufer Neustädter See erfolgten im Wirt-

ist auch in 2014 als rückläufig zu konsta-

schaftsjahr 2014. Weiterhin erfolgte die

tieren. Es erfolgte eine biologische Be-

Vorbereitung der Planung für die Ent-

kämpfung im Mai/Juni. Die anschließende

schlammung der Teichanlagen für den

Bekämpfung durch Absaugen der Raupen

Gutspark Sohlen und den Amtsgarten Ot-

und Nester war nur noch an sehr wenigen

tersleben. Insgesamt wurden für diese

Eichen erforderlich. Die Kosten beliefen

Maßnahmen Kosten in Höhe von insge-

sich auf insgesamt 18 Tsd. EUR.

samt 438 Tsd. EUR abgerechnet. Pla-

Des Weiteren wurden außerordentliche

nungsleistungen für die Glacisanlagen

Aufwendungen

konnten über Fördermittel in Höhe von 11

Stadtgebiet Rothensee aufgrund der All-

Tsd. EUR abgerechnet werden.

gemeinverfügungen der Landesanstalt für

für

Baumfällungen

im

4. Für die Vergabe der Baumkontrollen und -

Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau

pflege im Stadtgebiet, in den Parkanlagen

Sachsen-Anhalt (LLFG) über Maßnahmen

und auf den Spielplätzen wurden 434 Tsd.

zur Bekämpfung des Asiatischen Laub-

EUR verbucht. Im Jahr 2014 wurden im

holzbockkäfers in Höhe von 5 Tsd. EUR

gesamten Stadtgebiet 793 Bäume gefällt.

notwendig.
5. Der

Die Fällungen erfolgten überwiegend auf

Eigenbetrieb

betreute

2014

33

Grund des Hochwassers und des Auftre-

Springbrunnen, 32 Wasserentnahmestel-

tens des Asiatischen Laubholzbockkäfers

len, eine Bachlaufanlage und 9 Wasser-

im Stadtgebiet Rothensee. Dem gegen-

spielanlagen auf Spielplätzen. Die Anla-

über stehen 359 gepflanzte Jungbäume.

gen wurden regelmäßig auf ihre Funkti-

An der jährlichen Baumpflanzaktion "Mein

onsfähigkeit geprüft, gereinigt und wenn

Baum für Magdeburg" beteiligten sich im

nötig repariert. Die hierfür angefallenen

Jahr 2014 79 Spender, die insgesamt

Unterhaltungskosten betrugen 62 Tsd.

20.850 Euro auf das Spendenkonto über-

EUR. Umfangreiche Sanierungsarbeiten

wiesen. Damit konnten im Herbst insge-

erfolgten am Hasselbachbrunnen für 15

samt

werden.

Tsd. EUR, am Brunnen Pechauer Platz

Mit der 2014 gespendeten Summe von

für 15 Tsd. EUR und an den Brunnenan-

insgesamt 12,2 Tsd. EUR für die Baum-

lagen

pflanzaktion "500 Apfelbäume für Magde-

dem Wasserläufer sowie dem Kugelbrun-

burg" konnte der Eigenbetrieb weitere 11

nen und dem Bachlauf in der Marktbreite

Apfelbäume pflanzen. Damit erhöhte sich

in Höhe von 46 Tsd. EUR. Dank der Un-

die Gesamtzahl der Apfelbaumpflanzun-

terstützung von 36 Sponsoren erhielt der

gen auf 91 Stück.

Eigenbetrieb die Betriebskosten (Strom,

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich

Wasser, Abwasser) in Höhe von 40 Tsd.

seit mehreren Jahren in Deutschland aus

EUR für das Betreiben von 30 der kom-

und tritt auch im Land Sachsen-Anhalt

munalen Springbrunnenanlagen.

84

Bäume

gepflanzt

220

Rathausbrunnen,

Apelbrunnen,

Ertragslage

6. Der Bootsverleih auf dem Adolf-MittagSee wurde vom 20. April bis 31. Oktober

Die Umsatzerlöse sind im Wirtschaftsjahr 2014

2014 unter Regie des Eigenbetriebes be-

um 3 % auf 12,8 Mio. EUR (Vorjahr 13,2 Mio.

trieben und erzielte Einnahmen in Höhe

EUR) gesunken und erfüllen den Planansatz

von 35 Tsd. EUR.

zu 97 %.

7. In den vergangenen Jahren fanden die
alternativen Grabstättenarten zur anonymen

Urnengemeinschaftsanlage

Im Bereich der Pflege und Unterhaltung des

auch

öffentlichen Grüns im Stadtgebiet einschließ-

weiterhin eine starke Resonanz. Aus die-

lich des Kleinen Cracauer Angers, der Spiel-

sem Grund wurden auf dem Buckauer,

und Freizeitflächen, Brunnen und auf den

dem Ost- und dem Klein Ottersleber

kommunalen Friedhöfen und den Ehrengrä-

Friedhof Urnengemeinschaftsgrabstätten

bern konnten Einnahmen in Höhe von 10,2

mit Namenskennzeichnung (UGG) für

Mio. EUR erzielt werden. Für die Ersatzinvesti-

insgesamt 50 Tsd. EUR errichtet.

tionen von Spielgeräten wurden 166 Tsd. EUR
erfolgswirksam abgerechnet.

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Tsd. EUR
8.284
2.284
1.418
482
166
125
76
1
12.836

Kostenerstattung öffentliches Stadtgrün
Friedhofsgebührenleistungen
Kostenerstattung öffentliches Grün Friedhöfe
Kostenerstattung Kleiner Cracauer Anger
Kostenerstattung Spielplatzinvestitionen
Kostenerstattung Kriegsgräber
Leistungsverrechnung Gesundheitsamt
Kostenerstattung Ehrengräber

Aus den seit 1991 vereinnahmten Grabstät-

gegenüber dem Träger geltend gemacht. Wei-

tennutzungsgebühren konnten aufgrund des

tere 121 Tsd. EUR stehen aus dem Verbrauch

damaligen geringen Kostendeckungsgrades

der hierfür gebildeten Drohverlustrückstellung

nur insgesamt 744 Tsd. EUR für das Jahr 2014

als Ausgleich zur Verfügung.

anteilig ertragswirksam aufgelöst werden, hingegen mussten 1.296 Tsd. EUR für die Folge-

Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe

jahre abgegrenzt werden.

Magdeburg

Der nicht durch abgegrenzte Gebührenein-

schaftsjahr 2014 mit einem Jahresverlust in

nahmen der Vorjahre ausgleichbare Fehlbe-

Höhe von 81,9 Tsd. EUR bedingt durch au-

trag beträgt 552 Tsd. EUR. Zum Ausgleich des

ßerordentliche

Fehlbetrages aus Kostenunterdeckung der Ge-

fremde Steuernachzahlungen ab.

bühren zu Amtszeiten wurden 140 Tsd. EUR

221

schließt

insgesamt

Tatbestände

und

das

Wirt-

perioden-

Personal
Die Personalaufwendungen für das Wirtschaftsjahr 2014 setzten sich wie folgt zusammen:
ges. soz. Auf- Zusatzverwendungen
sorgung

01.01.2014 31.12.2014

Vergütung

Personen

Personen

Tsd. EUR

Beschäftigte

174

178

7.251,7

1.484,9

259,0

8.995,6

Auszubildende

15

14

155,8

32,3

5,1

193,2

BFD

8

2

25,1

10,2

0,0

35,3

197

194

7.432,6

1.527,4

264,1

9.224,1

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

Gesamt
Tsd. EUR

Die Personalaufwendungen wurden zu 97 % des Planansatzes in Anspruch genommen.
Vermögenslage

stahl und Verschrottungen zu verzeichnen.
Aus Veräußerungen mit Buchgewinn konnten

Im Bereich des Friedhofs- und Bestattungsma-

22 Tsd. EUR vereinnahmt werden.

nagements erfolgten u. a. Investitionen in Hö-

Die Anlagenintensität verblieb unverändert bei

he von 20 TEUR für die Neuanlage einer Ur-

58 % gegenüber dem Vorjahr.

nengemeinschaftsgrabstätte mit Namenskenn-

Der Eigenbetrieb SFM verfügte im Jahr 2014

zeichnung (UGG) auf dem Ostfriedhof, einer

über eine permanent gute Liquidität, die Zah-

UGG auf dem Klein Ottersleber Friedhof für 17

lungsfähigkeit war jederzeit gesichert.

Tsd. EUR und einer UGG auf dem Buckauer
Friedhof für 13 Tsd. EUR. Des Weiteren wurden für den barrierefreien Zugang der Feier-

Jahresabschluss 2014 und

halle auf dem Westfriedhof 219 Tsd. EUR akti-

Abschlussprüfung

viert, davon 20 Tsd. EUR aus dem Vorjahr.
Auf dem Südfriedhof wurde eine Alarmanlage

Der Jahresabschluss unter Einbeziehung der

für 11 Tsd. EUR installiert. Außerdem erhielt

Buchführung und des Lageberichtes für das

das Zwischenlager auf dem Westfriedhof eine

Wirtschaftsjahr vom 01.01 bis 31.12.2014 wur-

Befestigung in Höhe von 60 Tsd. EUR. Im

de vom Rechnungsprüfungsamt der Landes-

Krematorium wurde für 26 Tsd. EUR die Steu-

hauptstadt Magdeburg gemäß § 140 Abs. 1

erungstechnik angepasst. Im Stützpunkt Her-

Nr. 2 KVG LSA geprüft.

renkrug wurde für 268 Tsd. EUR ein Schüttgut-

Die Jahresabschlussprüfung erfolgte gemäß §

lager errichtet, davon 52 Tsd. EUR aus Vorjah-

142 KVG LSA, § 19 Abs. 3 EigBG LSA, den §§

ren. Als Ersatzinvestitionen für Mäh-, Bestat-

5-8 der Eigenbetriebsverordnung und den §§

tungs- und Fahrzeugtechnik wurden Anschaf-

316 ff. HGB sowie den Vorschriften des § 53

fungen in Höhe von insgesamt 324 Tsd. EUR

Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG.

für den Gesamtbetrieb aktiviert.

Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014 mit

Im Wirtschaftsjahr 2014 waren Verluste aus

dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

Anlagenabgängen in Höhe von 21 Tsd. EUR,

(Drucksache DS0221/15) wurde vom Stadtrat

hauptsächlich verursacht durch Abriss, Dieb-

in seiner Sitzung am 09.07.2015 bestätigt.

222

Auswirkungen des

Kurz- und mittelfristige

Geschäftsjahres 2014 auf den

Ziele des Eigenbetriebes

städtischen Haushalt
Ziel des Eigenbetriebes ist es, durch konseIm Rahmen von Kostenerstattungen erhält der

quente Umsetzung aller möglichen Einsparpo-

Eigenbetrieb SFM seine Leistungen gegen-

tentiale auch mittelfristig die geforderten Ein-

über den Ämtern und anderen Eigenbetrieben

sparungen zu erreichen. Die kommenden Ta-

der Landeshauptstadt Magdeburg vergütet.

rifabschlüsse, Preissteigerungen und die zu-

Ebenso vergütet der SFM im Rahmen der

künftig

internen Leistungsverrechnung die Arbeiten

werden vom Eigenbetrieb jedoch nicht zusätz-

der zuständigen Eigenbetriebe und Ämter und

lich kompensiert werden können und stellen

erwirtschaftet die Zins- und Tilgungsleistungen.

ihn vor große Herausforderungen.

auslaufenden

Teilzeitarbeitsverträge

Besonders zu erwähnen ist hierbei die lt.
Drucksache 0058/03 Punkt 12 umzusetzende

Risiken der künftigen Entwicklung

Maßnahme, im Zuge der Haushaltskonsolidierung 1,3 Mio. EUR jährliche Einsparungen zu

Mit der Steigerung von Nutzungs- und Funkti-

erzielen. Zusätzliche Einsparungen in Höhe

onsanforderungen an die Parkanlagen, an die

von 120 Tsd. EUR im Zuge der Zusammenle-

Spiel- und Freizeitanlagen und Friedhöfe der

gung der Pflegestützpunkte und in Höhe von

Stadt Magdeburg nehmen stattdessen die

200 Tsd. EUR im Rahmen der Konsolidierung

Einsparungen bei den Pflege- und Unterhal-

der Grünflächenpflege (DS0126/07/34) waren

tungsleistungen im Eigenbetrieb SFM weiter

zu erbringen und wurden erreicht. Diese Ziel-

zu. Im Rahmen des Grünflächenmanage-

stellung wurde konsequent umgesetzt und mit

ments, der Friedhofsplanung sowie der Spiel-

dem vorliegenden Jahresabschluss bestätigt.

und Freizeitplanung ist die Arbeit mit den Bür-

Haushaltsüberschreitungen lagen nicht vor.

gerinnen und Bürgern immer wichtiger gewor-

Der Jahresverlust soll auf neue Rechnung

den. In Pflege- und Unterhaltungsfragen ist der

vorgetragen werden.

ständige Bürgerdialog ebenfalls nicht mehr
wegzudenken.
Zwischenzeitlich erfolgte durch den Eigenbe-

Gesamtbezüge der Mitglieder der

trieb eine Flächen- und Pflegeintensitätsanaly-

Organe

se. Mit der Einführung eines neuen Betriebssteuerungssystems (d.b.g.) ab 01.01.2014 im
Bereich

Auf Angabe der Bezüge der Betriebsleiterin

Grünflächenmanagement

und

ab

01.01.2015 im Bereich Friedhofs- und Bestat-

wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

tungsmanagement ergeben sich neue Steuerungs- und Auswertungsmöglichkeiten.
Über weitere Intensitätsabsenkungen werden
aus Sicht des Eigenbetriebes keine Einsparungen mehr zu erwarten sein. Eine weitere

223

Reduzierung des Pflegestandards sollte auch

chern, ist der Eigenbetrieb SFM dabei, ein

im Rahmen der Haushaltskonsolidierung nicht

betriebliches Gesundheitsmanagement einzu-

weiter Priorität haben. Die Grünanlagen, histo-

führen. Neben einer Steigerung der Arbeitszu-

rischen Parkanlagen und Friedhöfe benötigen

friedenheit und Mitarbeitermotivation wird ein

eine dauerhafte und fachgerechte Pflege.

Rückgang

In den kommenden Jahren wird der Eigenbe-

begleitet von der Einsparung entsprechender

trieb weitere finanzielle Mittel zur Bekämpfung

Kosten, erwartet.

krankheitsbedingter

Fehlzeiten,

des Eichenprozessionsspinners und des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ca. 52 Tsd. EUR)

Nicht zu beeinflussende Kostenfaktoren stellen

benötigen. Durch die in den vergangenen Jah-

die Zunahme der Forderungsverluste und

ren erfolgten Bekämpfungsaktionen konnte in

Wertberichtigungen auf Forderungen aufgrund

Magdeburg die Befallsintensität und die Aus-

von Privatinsolvenzen vor allem im Friedhofs-

breitung des Eichenprozessionsspinners deut-

gebührenbereich (2014: 34 Tsd. EUR) und

lich verringert werden. Es kann jedoch noch

Sachbeschädigungen und Diebstahl im Be-

keine Entwarnung gegeben werden.

reich Grünflächenmanagement und auf Spielplätzen (2014: 273 Tsd. EUR) dar.

Mit der Erarbeitung einer Friedhofsentwicklungskonzeption werden die 16 kommunalen
Friedhöfe an das sich verändernde Bestattungsverhalten der Bürgerinnen und Bürger
angepasst. Berücksichtigung fanden dabei
Veränderungen der Einwohnerzahlen in den
einzelnen Stadtgebieten und die Sterberate bis
zum Jahr 2035 (2050). Der vorliegende Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über das Leichen-, Bestattungs- und
Friedhofswesen des Landes Sachsen-Anhalt
würde zum Teil Änderungen mit nicht zu unterschätzenden Auswirkungen auf die Friedhofsentwicklungskonzeption haben.

Die Fortführung der Spiel- und Freizeitflächenkonzeption bis zum Jahr 2020 (2030) wird eine
bedarfsgerechte Sanierung bzw. den Neubau
von Spiel- und Freizeitflächen und den erforderlichen Rückbau in den einzelnen Stadtteilen
sichern.

Gesunde, leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter stellen die Grundlage unseres Unternehmens dar. Um diese Ressourcen zu si-

224

Vermögenslage SFM
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

%

31.12.2011

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2012

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2013

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2014

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen
Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Forderungen gegen Aufgabenträger
Forderungen gegen beteil. Unternehmen
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

Gesamtvermögen

23,6
15.838,6
0,0
15.862,2

67

0,0

46,8
15.796,6
0,0
15.843,4

14,6
278,1
7.443,9
0,0
99,0
0,9
11,8
7.848,3

33

7.847,3

14,1
266,6
9.329,9
0,0
38,2
0,6
14,1
9.663,5

23.710,5

100

7.847,3

25.506,9

0,0

45,8
15.421,1
0,0
15.466,9

38

9.662,5

12,9
341,6
10.374,3
0,0
70,0
0,7
15,4
10.814,9

100

9.662,5

26.281,8

62

0,0

35,7
15.110,5
0,0
15.146,2

41

10.810,9

12,9
278,1
10.832,3
0,0
34,6
0,5
15,5
11.173,9

42

11.170,9

12,9
325,7
10.892,8
0,0
30,3
0,7
15,2
11.277,6

100

10.810,9

26.320,1

100

11.170,9

26.574,5

59

58

0,0

34,9
15.262,0
0,0
15.296,9

58

0,0

42

11.274,6

100

11.274,6

31

22,7

69

5.301,0

100

5.323,7

Kapital
Stammkapital
Allgemeine Rücklage
Zweckgebundene Rücklagen
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital
Sonderposten
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verbindl. geg. Aufgabenträger
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

6.000,0
2.096,1
38,7
0,0
448,6
8.583,4
0,0
0,0
2.272,9
3.471,0
457,5
67,3
283,4
8.575,0
15.127,1

Kapital

23.710,5

36

487,3

64

2.621,0

6.000,0
2.096,1
52,0
0,0
9,2
8.157,3
0,0
0,0
1.856,0
3.411,4
571,2
70,9
225,2
11.214,9
17.349,6

100

3.108,3

25.506,9

32

61,2

68

5.306,0

6.000,0
2.096,1
52,0
0,0
231,9
8.380,0
29,9
24,9
1.629,5
3.276,2
736,2
107,1
295,3
11.802,7
17.901,8

100

5.367,2

26.281,8

225

32

283,9

68

5.532,0

6.000,0
2.096,1
180,3
0,0
22,1
8.298,5
26,9
0,0
1.341,3
3.140,6
788,3
107,9
281,0
12.335,6
18.021,6

100

5.815,9

26.320,1

32

202,4

68

5.764,0

6.000,0
2.096,1
104,6
0,0
-81,9
8.118,8
23,9
0,0
1.117,1
3.005,0
611,4
367,4
269,9
13.061,0
18.455,7

100

5.966,4

26.574,5

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betr. Erträge

2011
%

Tsd. EUR

2012
%

Tsd. EUR

2013
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

12.081,2
14,5
952,4

92,5
0,1
7,3

11.954,1
36,0
893,0

92,7
0,3
6,9

12.876,8
15,2
1.164,5

91,5
0,1
8,3

13.245,8
42,2
1.383,9

90,2
0,3
9,4

12.836,2
28,4
1.759,9

87,7
0,2
12,0

13.048,1

100,0

12.883,1

100,0

14.056,5

100,0

14.671,9

100,0

14.624,5

100,0

1.330,7
8.425,0
875,5
1.686,5
24,2

10,2
64,6
6,7
12,9
0,2

1.574,3
8.437,9
844,0
1.842,3
23,5

12,2
65,5
6,6
14,3
0,2

2.111,1
8.715,6
861,1
1.960,1
34,8

15,0
62,0
6,1
13,9
0,2

2.450,1
9.115,3
933,2
2.019,3
25,1

16,7
62,1
6,4
13,8
0,2

1.952,6
9.224,2
827,4
2.289,5
133,3

13,4
63,1
5,7
15,7
0,9

Betriebsaufwand

12.341,9

94,7

12.722,0

98,8

13.682,7

97,4

14.543,0

99,2

14.427,0

98,7

Betriebsergebnis

706,2

5,3

161,1

1,2

373,8

2,6

128,9

0,8

197,5

1,3

0,0
-178,8
-78,8

0,0
-1,4
-0,6

0,0
-151,9
0,0

0,0
-1,2
0,0

0,0
-98,5
0,0

0,0
-0,7
0,0

0,0
-86,0
-20,8

0,0
-0,6
-0,1

0,0
-129,3
-24,6

0,0
-0,9
-0,2

448,6

3,4

9,2

0,1

275,3

2,0

22,1

0,2

43,6

0,3

0,0

0,0

0,0

0,0

-43,4

-0,3

0,0

0,0

-125,5

-0,9

448,6

3,4

9,2

0,1

231,9

1,6

22,1

0,2

-81,9

-0,6

Betriebsleistung

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betr. Aufwendungen
Sonstige Steuern

Beteiligungsergebnis
Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis
Ergebnis vor Ertragssteuern

Ertragssteuern
Jahresergebnis

226

THEATER MAGDEBURG (EIGENBETRIEB)
- EB TM -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Universitätsplatz 9,
39104 Magdeburg
Tel. 0391/40490 5502, Fax 0391/40490 5509
E-Mail: info@theater-magdeburg.de
Internet: www.theater-magdeburg.de
Gründungsjahr: 2007
Stammkapital: 500.000 EUR
Rechtsform: Eigenbetrieb der LH MD
Unternehmensgegenstand:
Zweck des Unternehmens als überregional
ausstrahlende Kultureinrichtung der
Landeshauptstadt Magdeburg ist die Pflege
und Förderung der Kultur durch den Betrieb
und die Bewirtschaftung eines
Mehrspartentheaters für Veranstaltungen auf
den Gebieten der darstellenden Kunst und
des Konzertwesens. Der Satzungszweck wird
insbesondere verwirklicht durch
Theateraufführungen,
Konzertveranstaltungen und sonstige
künstlerische Veranstaltungen in der
Landeshauptstadt Magdeburg.

Organe des Eigenbetriebes
- die Betriebsleiterin (Generalintendantin)
- der Betriebsausschuss
- der Oberbürgermeister
- der Stadtrat
Betriebsleitung:
Betriebsleiterin: Frau Karen Stone
Betriebsausschuss:
Vorsitzender: Herr Prof. Dr. Mathias Puhle,
(Beigeordneter für Kultur, Schule und
Sport der Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Sören Herbst (Stadtrat)
Herr Denny Hitzeroth (Stadtrat)
Frau Kornelia Keune (Stadträtin)
Herr Dr. Klaus Kutschmann (Stadtrat)
Herr Oliver Müller (Stadtrat)
Frau Jenny Schulz (Stadträtin)
Frau Carola Schumann (Stadträtin)
Herr Gerd Becker (Beschäftigtenvertreter)
Herr Jörg Patzwall-Bethmann
(Beschäftigtenvertreter)

Stand: 30.09.2015

227

3. Stammspielstätten des Theaters Mag-

Struktur des Eigenbetriebes

deburg sind:
•

Rechtliche Verhältnisse

versitätsplatz 9, 39104 Magdeburg
•

Name: Theater Magdeburg
Sitz:

zugeordnet sind die Zentralen Theaterwerkstätten (Dekorations- und Kostümwerkstätten) der Landeshauptstadt

1. Das Theater Magdeburg wird als orga-

Magdeburg, Rogätzer Straße 31/32,

nisatorisch, verwaltungsmäßig und fi-

39106 Magdeburg.

nanzwirtschaftlich gesondertes Unter-

5. Zweck des Theaters Magdeburg als

nehmen ohne eigene Rechtspersön-

überregional ausstrahlende Kulturein-

lichkeit (Eigenbetrieb) nach den gel-

richtung der Landeshauptstadt Mag-

tenden Gesetzen und Verordnungen,

deburg ist die Pflege und die Förde-

insbesondere der Gemeindeordnung

rung der Kultur durch den Betrieb und

für das Land Sachsen-Anhalt, den

die Bewirtschaftung eines Mehrspar-

Bestimmungen des Gesetzes über

tentheaters für Veranstaltungen auf

kommunale Eigenbetriebe im Land

den Gebieten der darstellenden Kunst

Sachsen-Anhalt sowie den Bestim-

und des Konzertwesens. Der Sat-

mungen dieser Satzung geführt. Das

zungszweck wird insbesondere ver-

finanzwirt-

wirklicht durch Theateraufführungen,

schaftlich als Sondervermögen der

Konzertveranstaltungen und sonstige

Landeshauptstadt Magdeburg zu ver-

künstlerische Veranstaltungen in der

walten und nachzuweisen.
2. Das

Theater

Magdeburg

ist

Landeshauptstadt Magdeburg.

ein

6. Im Rahmen der Zweckbestimmung

Mehrspartentheater.

kann das Theater Magdeburg auch

Es umfasst folgende Sparten:
•

Magdeburgische Philharmonie

•

Oper

Magdeburg

39104

4. Dem Theater Magdeburg betrieblich

Gegenstand des Eigenbetriebes:

ist

64,

Magdeburg.

Rechtsform:
Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Magdeburg

Magdeburg

Schauspielhaus am Friedensplatz, Otto-von-Guericke-Straße

Landeshauptstadt Magdeburg

Theater

Opernhaus am Universitätsplatz, Uni-

(Oper,

Gastspiele an anderen Orten durchführen.

Operette,

7. Die Einrichtung und Unterhaltung von

Musical)
•

Ballett Magdeburg

•

Schauspiel Magdeburg

•

Theater für junge Zuschauer Magde-

Neben- und Hilfsbetrieben, welche die
Zweckbestimmung des Eigenbetriebs
fördern und unterstützen und wirtschaftlich mit ihm zusammenhängen,

burg (alle Genres).

ist möglich.

228

8. Zur Erfüllung seiner Aufgaben kann

konstituiert. Sie verbleibt als Kernauf-

das Theater Magdeburg mit anderen

gabenstellung im FB 01 der Stadt

Einrichtungen oder Unternehmen zu-

Magdeburg. Die darüber hinausge-

sammenarbeiten (z. B. im Rahmen von

henden Aufgaben und Zuarbeiten zur

Kooperationen).

Entgeltabrechnung werden durch den
Eigenbetrieb bearbeitet und zur Eingabe in das System “PAISY” dem FB01

Geschäftsjahr: Kalenderjahr

zur Verfügung gestellt.

Stammkapital: 500.000 EUR
•
Organe:

Stadtrat

Vereinbarung zur Immobiliennutzungsüberlassung vom 17. Juli 2006 mit der

Theaterausschuss

Landeshauptstadt

Theaterleitung

Magdeburg.

Die

Landeshauptstadt Magdeburg (Überlassungsgeberin) ist Eigentümerin der

Theaterleitung:

Grundstücke:

Die Theaterleitung besteht aus der Generalintendantin als Betriebsleiterin; sie wird vom
Stadtrat bestellt und abberufen. Sie leitet das
Theater nach der Gemeindeordnung, dem
Eigenbetriebsgesetz, der Betriebssatzung und

-

Opernhaus

-

Schauspielhaus

-

Zentrale Theaterwerkstätten

-

Dekorationslager.

Sie gestattet dem Theater Magdeburg den

der Dienstanweisung. Generalintendantin ist

unentgeltlichen Gebrauch. Das Überlassungs-

Frau Karen Stone. Die Theaterleitung ist für die

verhältnis begann ab 1. Januar 2007 und wur-

Führung der Geschäfte und die Erfüllung aller

de auf unbefristete Zeit abgeschlossen.

Aufgaben des Theaters verantwortlich. Der

Steuerliche Verhältnisse

Verwaltungsdirektor ist Stellvertreter der Theaterleitung. Er ist der Theaterleitung unmittelbar
unterstellt und hat diese insbesondere in wirt-

Finanzamt:

Magdeburg

Steuernummer:

102/144/02608

(Be-

trieb gewerblicher Art)

schaftlichen Angelegenheiten zu beraten.
Herr Marc Stefan Sickel nimmt die Aufgaben

•

des Verwaltungsdirektors wahr.

Laut Satzung verfolgt

das Theater ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne

Wichtige Verträge:
•

Allgemeines:

des § 52 AO. Es ist selbstlos tätig und
Vereinbarung zur Personalverwaltung

verfolgt nicht in erster Linie eigenwirt-

vom 3. Juli 2006 mit der Landeshaupt-

schaftliche Zwecke. Im Falle der Auf-

stadt Magdeburg Die Personalverwal-

gabenerfüllung

tung erfolgt komplett und zentral in der

Verpflichtung

Dritter ist die Gemeinnützigkeit zu ge-

Personalabteilung des Eigenbetriebs.

währleisten.

Die Personalabrechnung (Entgeltabrechnung)

durch

wird als “duales System”

229

•

Mittel des Theaters dürfen nur für die

überregional ausstrahlende Kultureinrichtung

satzungsmäßigen Zwecke verwendet

der Landeshauptstadt Magdeburg ist die Pfle-

werden. Es darf keine Person durch

ge und Förderung der Kultur durch den Betrieb

Ausgaben, die dem Zweck des Thea-

und die Bewirtschaftung eines Mehrsparten-

ters fremd sind oder durch unverhält-

theaters für Veranstaltungen auf den Gebieten

nismäßig hohe Vergütung begünstigt

der darstellenden Kunst und des Konzertwe-

sein.
•

sens. Der Satzungszweck wird insbesondere

Bei Auflösung des Eigenbetriebes oder

verwirklicht

bei Wegfall seines satzungsmäßigen

Theateraufführungen,

Konzertveranstaltungen und sonstige künstle-

Zweckes hat die Landeshauptstadt

rische Veranstaltungen in der Landeshaupt-

Magdeburg dessen Vermögen, soweit

stadt Magdeburg.

es den Wert der Sach- und Kapitalein-

Im Rahmen der Zweckbestimmung kann das

lagen übersteigt, ausschließlich für

•

durch

gemeinnützige Zwecke der Landes-

Theater Magdeburg auch Gastspiele an ande-

hauptstadt Magdeburg zu verwenden.

ren Orten durchführen.

Das Theater Magdeburg ist für den Be-

Die Einrichtung und Unterhaltung von Neben-

trieb gewerblicher Art körperschaft-

und Hilfsbetrieben, welche die Zweckbestim-

steuer- und gewerbesteuerpflichtig. Im

mung des Eigenbetriebs fördern und unterstüt-

Übrigen ist der Betrieb wegen der Ver-

zen, ist möglich.

folgung gemeinnütziger Zwecke von
der Körperschaft- und Gewerbesteuer

Geschäftsverlauf 2014

befreit.
•

Im Sinne des Umsatzsteuergesetzes

1.

Allgemeines

sind die Erlöse aus TheateraufführunDer Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg

gen einschließlich der damit üblicher-

beschloss in seiner Sitzung am 05.12.2013

weise verbundenen Nebenleistungen

(Beschluss-Nr.:

steuerfrei; umsatzsteuerpflichtige Um-

2053-71(V)13)

den

Wirt-

schaftsplan des Eigenbetriebes Theater Mag-

sätze resultieren u. a. aus der Vermie-

deburg für das Wirtschaftsjahr 2014.

tung des Theaters an Dritte und aus

Mit Schreiben der Kommunalaufsichtsbehörde

dem Kostümverleih.

vom 20. Januar 2014 konnte der Wirtschaftsplan 2014 vollzogen werden.

Stand der Erfüllung des
Im Laufe des Wirtschaftsjahres 2014 kam es

öffentlichen Zweckes

zu erheblichen Tarifsteigerungen für das sozialversicherungspflichtig beschäftigte Personal.
Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß §

In der Wirtschaftsplanung 2014 wurden diese

116 GO LSA des Theaters Magdeburg als

Tarifsteigerungen nicht berücksichtigt, da zum

230

Zeitpunkt der Planung noch kein Tarifergebnis
vorlag. Neben den Kosten des allgemeinen

Insgesamt kamen 2014 am Theater Magde-

Tarifabschlusses vom 01.03.2014 kam es im

burg 26 Neuproduktionen heraus. Sie verteilten

Jahr 2014

sich auf die einzelnen Sparten wie folgt:

zu Nachzahlungen und Vergü-

tungserhöhungen

aus

dem

Musiktheater

Tarifabschluss

9 Neuproduktionen

Orchester (TVK) vom 01.11.2013. Die durch

Schauspiel

11 Neuproduktionen

die Tarifsteigerungen in Höhe von rund 1.092

Ballett

Tsd. EUR verursachten Mehraufwendungen

Junges Theater 3 Neuproduktionen

3 Neuproduktionen

konnten gedeckt werden durch Rückstellungen
in Höhe von 200 Tsd. EUR, eine Zuschusser-

Der Theaterjugendclub erarbeitete darüber

höhung des Landes von 166,6 Tsd. EUR, eine

hinaus 9 eigene Neuproduktionen.

überplanmäßige Ausgabe der Landeshaupt2. Umsatzentwicklung und Besucherzahlen

stadt in Höhe von 550 Tsd. EUR und mit einem
weiteren

Eigenkonsolidierungsbeitrag

des

Theaters Magdeburg. Der Eigenkonsolidie-

Der Planansatz der Umsatzerlöse in Höhe von

rungsbeitrag des Eigenbetriebes Theater Mag-

2.875 T€ wurde im Wirtschaftsjahr 2014 um

deburg liegt im Wirtschaftsjahr 2014 bei insge-

rund

samt rund 780 Tsd. EUR, davon wurde im

Spielbetrieb relevanten Werte 2014 stellen sich

Wirtschaftsplan 2014 bereits ein Eigenkonsoli-

wie folgt dar:

37,7 Tsd. EUR übertroffen. Die für den

Tsd. EUR

dierungsbetrag in Höhe von 626 Tsd. EUR
eingerechnet. Der Jahresabschluss 2014 weist

Umsatzerlöse:

in seinem Ergebnis einen Gewinn in Höhe von

Eintrittsgelder

rund 10 Tsd. EUR aus.

Gastspiele/Coprod./Prod.vermietung

165

Garderobengebühren

108

Programmheftverkauf

Prägend für das Wirtschaftsjahr 2014 war ein

2.605

35
2.913

personeller Wechsel im Bereich der Schauspieldirektion.
Mit Beginn der Spielzeit 2014/2015 übernahm

Die Roheinnahmen (Einnahmen aus Karten-

Cornelia Crombholz die Schauspieldirektion.

verkauf ohne Umsatzsteuern und Abgabenan-

Das bedeutete auch in zahlreichen anderen

teil für Altersversorgung) haben sich in den

künstlerischen Positionen des Schauspiels

Kalenderjahren 2007 bis 2014 wie folgt entwi-

eine

ckelt:

Veränderung.

Im

Bereich

Marke-

ting/Kommunikation leitet Frau Dr. Christine

Kalenderjahr 2007 in Tsd. EUR:

1.685

Villinger seit Juni 2014 die Abteilung. Im Jahr

Kalenderjahr 2008 in Tsd. EUR:

1.721

2014 sahen 170.144 Zuschauer die 910 Vor-

Kalenderjahr 2009 in Tsd. EUR:

1.908

spricht einer prozentualen Auslastung von

Kalenderjahr 2010 in Tsd. EUR:

2.034

82,43 Prozent (0,85% höher als 2013).

Kalenderjahr 2011 in Tsd. EUR:

2.433

stellungen des Theaters Magdeburg. Das ent-

231

Kalenderjahr 2012 in Tsd. EUR:

1.750

Kalenderjahr 2013 in Tsd. EUR:

2.667

Kalenderjahr 2014 in Tsd. EUR:

2.605

Nachfolgendes Diagramm zeigt die Einnahmeentwicklung nach Sparten gegliedert:

Einnahmen pro Kalenderjahr nach Sparten
3000
2500
in Tsd. €

2000
1500
1000
500
0
Sonstige

2007
202

2008
196

2009
149

2010
123

2011
111

2012
133

2013
171

2014
141

Kinder/Jugendtheater

124

135

129

157

169

128

165

158

Schauspiel

251

169

184

163

207

343

198

211

Ballett

153

156

133

171

182

268

228

254

Musiktheater

995

1065

1313

1420

1766

877

1905

1841

Die leichte Verringerung der Einnahmen und

Spielzeit 2011/2012:

155.150

der Besucherzahlen insgesamt und in der

Spielzeit 2012/2013:

176.961

Sparte Musiktheater begründen sich haupt-

Spielzeit 2013/2014:

170.184

sächlich dadurch, dass etwas weniger Vorstellungen als im Vorjahr angeboten wurden. So

Die Entwicklung der absoluten Besucherzahlen

fanden z. Bsp. beim DomplatzOpenAir im Jahr

nach Kalenderjahren bildet sich nach Kalen-

2014 im Vergleich zu 2013 3 Vorstellungen

derjahr wie folgt ab:

weniger statt.

Kalenderjahr 2007:

170.702

Die Entwicklung der absoluten Besucherzahlen

Kalenderjahr 2008:

168.746

bildet sich spielzeitbezogen wie folgt ab:

Kalenderjahr 2009:

158.685

Spielzeit 2006/2007:

176.329

Kalenderjahr 2010:

155.312

Spielzeit 2007/2008:

169.553

Kalenderjahr 2011:

165.311

Spielzeit 2008/2009:

165.259

Kalenderjahr 2012:

158.923

Spielzeit 2009/2010:

144.937

Kalenderjahr 2013:

174.503

Spielzeit 2010/2011:

171.914

Kalenderjahr 2014:

170.144

232

In dem nachfolgenden Diagramm wird die Entwicklung der Besucherzahlen pro Kalenderjahr nach
Sparten dargestellt:

Besucher pro Kalenderjahr nach Sparten
180
in Tsd. Besucher

150
120
90
60
30
0
2007
35

2008
42

2009
32

2010
29

2011
24

2012
30

2013
30

2014
30

Kinder/Jugendtheater

28

28

25

30

31

27

31

27

Schauspiel

31

25

23

19

22

32

20

21

Ballett

12

11

10

12

14

19

15

15

Musiktheater

65

62

68

65

75

51

79

77

Sonstige

Die Sparte „Sonstige“ bildet die Serie „Nacht-

des Kreditdienstes (Zinsen) sowie zur Kom-

schicht“/„Nachtklub“ im Schauspielhaus sowie

pensation des Abschreibungsaufwandes, des

Hausführungen, Stückeeinführungen u.a. ab.

Aufwandes für städtische Dienstleistungen, der

Hausvermietungen, Gastspiele und Rahmen-

Beiträge zur Berufsgenossenschaft und des

veranstaltungen ohne Eintrittspreise sorgen in

Aufwandes für eine aus der Kernverwaltung im

diesem Veranstaltungssegment für schwan-

Zuge der Eigenbetriebsbildung transferierte

kende Jahresergebnisse.

Sachbearbeiterstelle.

3. Zuschüsse zur Aufwandsdeckung

Die Landeszuweisung erfolgt auf der Grundlage des zwischen der Landeshauptstadt Mag-

Seit der Eigenbetriebsbildung erhält das Thea-

deburg und dem Land Sachsen-Anhalt abge-

ter Magdeburg von seinem Rechtsträger, der
Landeshauptstadt

Magdeburg,

neben

schlossenen

dem

Theatervertrages

18.12.2013.

Grundzuschuss weitere sog. variable Zuschüsse. Diese Zuschüsse erfolgen zur Bedienung

Die Zuschüsse zur Aufwandsdeckung gliedern sich folgendermaßen auf (in Tsd. EUR):
2014

2013

15.512,6

14.962,6

864,4

898,7

9.057,2

8.890,6

25.434,2

24.751,9

Zuschuss
Grundzuschuss LH Magdeburg
Variable Zuschüsse LH Magdeburg
Land Sachsen-Anhalt

Die Förderquoten der öffentlichen Zuschussgeber sind demnach wie folgt auszuweisen:

233

vom

2014

2013

Landeshauptstadt Magdeburg

56,5 %

55,9 %

Land Sachsen-Anhalt

31,2 %

31,3 %

Förderquote

Der Wert des Anlagevermögens sank um rund
4. Investitionen

375 Tsd. EUR, wobei den Zugängen von 408

Wichtige Investitionsmaßnahmen 2014 waren

Tsd. EUR Abschreibungen in Höhe von 783

die Erneuerung der Steuerung der Ober-

Tsd. EUR entgegenstehen.

maschinerie im Schauspielhaus (Investitionsvolumen: 95 Tsd. EUR), Investition in die

Die Anlagenintensität (Anlagevermögen / Ge-

Bühnenbeleuchtung

Schauspielhauses

samtvermögen) liegt bei 82%. Der hohe Pro-

(37,3 Tsd. EUR), die Anschaffung einer neuen

zentsatz resultiert aus der Tatsache, dass der

Podesterie im Foyer des Schauspielhauses (20

Eigenbetrieb Theater Magdeburg als ständiger

T€), der Kauf einer neuen Harfe (26,4 Tsd.

Zuschussempfänger ein verhältnismäßig ge-

EUR), die Erstellung einer neuen Theater-

ringes Umlaufvermögen (Vorräte, Forderun-

Homepage (10,7 Tsd. EUR) sowie die teilweise

gen, Bankguthaben etc.) vorhält.

Erneuerung

der

des

Orchesterbestuhlung

(12,2 Tsd. EUR).
5. Kapital- und Finanzierungsmaßnahmen
Das Stammkapital zum 31.12.2014 beträgt unverändert 500 Tsd. EUR. Daneben besteht eine Allgemeine Rücklage in Höhe von rd. 1.754,8 Tsd. EUR.
Die Entwicklung des Eigenkapitals stellt sich wie folgt dar (in Tsd. EUR):

Stammkapital
Allgemeine Rücklage
Ergebnisvortrag
Jahresgewinn/Jahresfehlbetrag

31.12.2014

31.12.2013

500,0

500,0

1.754,8

1.754,8

-128,2

-73,3

10,4

-54,9

2.137,0

2.126,6

Die Eigenkapitalquote beträgt 45%.

Die periodisch erforderlichen Zuschüsse zur Aufwandsdeckung werden regelmäßig in einem Liquiditätsplan durch die Betriebsleitung von der Stadtkämmerei abgefordert. Damit war die Liquidität im
Wirtschaftsjahr 2014 jederzeit gesichert.

234

6. Entwicklung der Rückstellungen
Die Rückstellungen haben sich im Wirtschaftsjahr 2014 wie folgt entwickelt (in Tsd. EUR):

Stand am
01.01.14

Zuführungen

Inanspruchnahmen

871,2

256,7

429,9

Auflösung

1,4

Stand am
31.12.14

696,6

Rückstellungen wurden für Altersteilzeit, Honorare, Urlaub, Jubiläum, Pachterneuerungsverpflichtungen, Prüfungskosten u. ä. gebildet.
7. Personal
Der Personalbestand des Theaters Magdeburg stellt sich im Wirtschaftsjahr 2014 wie folgt dar:
Stand am
01.01.2014

Stand am
31.12.2014

Stand am
01.01.2014

Stand am
31.12.2014

(Mitarbeiter)

(Mitarbeiter)

(VbE)

(VbE)

künstler. und
künstler.-technisch
Beschäftigte (NV-Bühne, TVK

260

264

261

258

Beschäftigte nach TVöD

175

175

172

169

Auszubildende (TVAöD)

3
438

4
443

3
436

4
431

Der Personalaufwand im Wirtschaftsjahr 2014 stellt sich wie folgt dar (in Tsd. EUR):
2014

2013

Personalaufwand

23.056,6

22.421,8

Löhne und Gehälter

17.954,1

17.403,3

4.191,0

4.002,6

911,5

1.015,9

Soziale Abgaben
Aufwendungen f. selbstständige
Künstler (Honorare)

In den Aufwendungen für soziale Abgaben sind

sorgungsanstalt der Deutschen Orchester in

Aufwendungen für die Alterszusatzvorsorge in

München.

Höhe von 733 Tsd. EUR enthalten. Hierbei

Mit Wirkung ab 01.03.2014 haben die Vereini-

handelt es sich um Beiträge zur Zusatzversor-

gung Kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA)

gungskasse Sachsen-Anhalt, zur Bayerischen

und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

Versorgungskammer in München und zur Ver-

einen Tarifvertrag mit einer Laufzeit bis Februar 2016 abgeschlossen. Demzufolge waren die

235

Vergütungen im Jahr 2014 wie folgt anzuhe-

te besteht überwiegend aus Anlagevermögen,

ben:

während auf der Passivseite das Eigenkapital
zum 01.03.2014 Linearsteigerung um

und der Sonderposten für Investitionszuschüs-

3% (min. jedoch um 90 EUR)

se zum Anlagevermögen die relativ größten
Bilanzposten bilden.

Die zunächst nur unmittelbar für den Tarifbereich TVöD wirksame Tarifanhebung wurde

Das Anlagevermögen hat, im Wesentlichen

durch den Deutschen Bühnenverein und die

durch Abschreibungen bedingt, um 375 Tsd.

Gewerkschaften

EUR auf 3.860 Tsd. EUR abgenommen.

GDBA

(Solo-

und

BT-

Mitglieder) und VdO (Opernchormitglieder) und
9. Ertragslage

TVK (Orchestermitglieder) per Durchführungstarifvertrag vom 15. Mai 2014 sinngemäß auf

Die Ertragslage stellt sich im Wirtschaftsjahr

den Tarifbereich NV-Bühne und TVK übertra-

2014 wie folgt dar:

gen. Hierdurch erhielten auch die Mitglieder

Tsd. EUR

der Tarifbereiche NV-Bühne (SR Solo, SR BT

Betriebsleistung

und SR Chor) und TVK am 01.03.14 eine Er-

Betriebsaufwendungen

höhung der Vergütung um jeweils 3% bzw.
mindestens 90 EUR.

Mit Datum vom 01.11.2013 einigten sich der
Deutsche Bühnenverein und die DOV auf den
„Ersten Tarifvertrag vom 01.11.13 zur Durchführung des § 19 TVK vom 31.10.09“, welcher

(seit

Zinsen und ähnliche Erträge

2,0

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-6,4

Ergebnis der gew. Geschäftstätigkeit

12,8

Sonstige Steuern

-2,4

Jahresergebnis

10,4

2014 einen Jahresgewinn in Höhe von 10,4

und eine entsprechende Nachzahlung der ausTarifsteigerungen

- 28.987,2

Der Eigenbetrieb weist im Wirtschaftsjahr

ab dem 01.11.13 eine neue Vergütungstabelle

stehenden

29.004,4

Tsd. EUR aus.

dem

01.08.2011) regelt. Auf den jeweiligen Nachzahlungsbetrag ist im Wirtschaftsjahr 2013

Jahresabschluss 2014 und

jedem Orchestermitglied, mit seinen Bezügen

Abschlussprüfung

für Dezember 2013, eine Vorauszahlung i.H.v.
1.660 EUR (pro Vollzeitstelle) brutto ausbeDer Jahresabschluss unter Einbeziehung der

zahlt wurden. Im Wirtschaftsjahr 2014 erfolgte

Buchführung und der Lagebericht für das Wirt-

die Restzahlung (Nachzahlungsbetrag minus

schaftsjahr vom 01.01.2014 bis 31.12.2014

Vorauszahlung aus November 2013) gegen-

wurden durch das Rechnungsprüfungsamt der

über den Orchestermitgliedern mit den Bezü-

Landeshauptstadt

gen des Monat Februar 2014.

Magdeburg

geprüft

und

erhielten mit Datum zum 25.06.2015 einen
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der

8. Vermögens- und Finanzlage
Die

Bilanzsumme

beziffert

sich

Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014 wird

zum

31.12.2014 mit 4.719,6 Tsd. EUR. Die Aktivsei-

236

dem Stadtrat am 05.11.2015 zur Beschluss-

Kurz- und mittelfristige

fassung vorgelegt.

Ziele des Eigenbetriebes
Auswirkungen des

Erklärtes Ziel der Theaterleitung ist es, das

Geschäftsjahres 2014 auf den

Theater Magdeburg als überregional ausstrah-

städtischen Haushalt

lende Kultureinrichtung der Landeshauptstadt
zu etablieren. Das Theater sieht eine wichtige

Gemäß dem bestätigten Wirtschaftsplan erhält

Aufgabe darin, seine künstlerischen Kompe-

das Theater Magdeburg von der Landeshaupt-

tenzen für die Belange der kulturellen Bildung

stadt

dem städtischen

einzusetzen, insbesondere für ein vielfältiges

Grundzuschuss weitere sogenannte variable

Theater- und Musikangebot für Kinder und

Zuschüsse. Diese Zuschüsse erfolgen zur

Jugendliche.

Bedienung des Kreditdienstes (Tilgung) sowie

Neben künstlerisch anspruchsvollen Theater-

zur Kompensation des Abschreibungsaufwan-

veranstaltungen wirkt das Theater bei der Pfle-

des, des Aufwandes für städtische Dienstleis-

ge der Barockmusik und des musikalischen

tungen, der Beiträge zur Berufsgenossenschaft

Erbes von Georg Philipp Telemann mit.

und des Aufwandes für eine aus der Kernver-

Ziel ist es, die überregionale positive Resonanz

waltung transferierte Sachbearbeiterstelle. Der

des Theaters zu etablieren um damit das posi-

mit dem Jahresabschluss ermittelte überzahlte

tive kulturelle Image der Landeshauptstadt zu

Betrag des Abschreibungszuschusses in Höhe

stärken.

Magdeburg

neben

von 22,1 Tsd. EUR ist vorbehaltlich des Stadtratsbeschlusses zum Jahresabschluss 2014

Künftige Entwicklung

vom Eigenbetrieb Theater Magdeburg an die
Landeshauptstadt Magdeburg zurückzuzahlen.

Am 18.12.2013 unterzeichneten der Kultusminister Stephan Dorgerloh und der Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper den Theaterver-

Gesamtbezüge der Mitglieder der

trag für die Laufzeit vom 01.01.2014 bis

Organe

31.12.2018.
Das Land Sachsen-Anhalt und die LandesAuf Angabe der Bezüge der Betriebsleiterin

hauptstadt Magdeburg definieren in dem Thea-

wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

tervertrag das gemeinsame Ziel, das Theater
Magdeburg und das Puppentheater Magdeburg im Vertragszeitraum 2014 bis 2018 bei
der weiteren Sicherung der Gewährung der
Flächentarifverträge zu unterstützen.
Seitens des Landes wurde eine jährliche Dynamisierung der

237

Zuschussentwicklung

von

rund 200 Tsd. EUR für beide Theater im Theatervertrag festgeschrieben.

Die Landeshauptstadt Magdeburg stellte ihrem
Theater im Wirtschaftsjahr 2014 überplanmäßig 550 Tsd. EUR zur Deckung der Tariferhöhungen zur Verfügung.
Im Jahr 2015 beträgt die planmäßige Zuschusserhöhung der Landeshauptstadt für das
Theater insgesamt 908 Tsd. EUR (anteilige
Deckung der Tariferhöhungen 2014 und 2015).

Das Theater Magdeburg unterwarf sich bereits
in den vergangenen Jahren einem kontinuierlichen Konsolidierungsprozess. Dass die Theaterleitung diesen Weg konsequent weitergeht,
wird auch im Wirtschaftsjahr 2015 deutlich.

238

Vermögenslage

31.12.2012

31.12.2011

31.12.2010
gesamt
in Tsd. EUR

kurzfristig

% Tsd. EUR

gesamt
in Tsd. EUR

kurzfristig

% Tsd. EUR

gesamt
in Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

% Tsd. EUR

gesamt
in Tsd. EUR

31.12.2014

kurzfristig

% Tsd. EUR

gesamt
in Tsd. EUR

kurzfristig

% Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Anlagevermögen
Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Forderungen an den Aufgabenträger
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP
Gesamtvermögen

15,7
5.337,3
5.353,0

85

0,0

26,2
5.026,1
5.052,3

0,0

28,1
4.635,5
4.663,6

13

738,4

11,6
91,9
1.240,7
15,3
38,7
49,5
1.447,7

100

738,4

6.111,3

0,0

500,0
1.754,8
-147,2
73,9
2.181,5

87

12,5
67,3
762,5
21,5
24,6
43,8
932,2

15

932,2

11,6
85,2
555,9
12,6
24,1
49,0
738,4

6.285,2

100

932,2

5.790,7

0,0

500,0
1.754,8
-64,6
-82,7
2.107,5

64

1.620,0

0,0
1.107,1
1.000,9
436,1
466,5
114,1
42,2
762,9
3.929,8

100

1.620,0

6.111,3

0,0

18,7
4.216,1
4.234,8

24

1.447,7

12,6
81,6
1.057,0
5,1
22,6
68,1
1.247,0

23

1.247,0

10,7
75,2
635,9
43,0
19,7
75,1
859,6

100

1.447,7

5.481,8

100

1.247,0

4.719,6

100

859,6

0,0

500,0
1.754,8
-73,3
-54,9
2.126,6

0,0

500,0
1.754,8
-128,2
10,4
2.137,0

45

0,0

64

2.536,0

0,0
871,2
828,8
214,0
465,2
110,9
55,1
810,0
3.355,2

61

2.332,0

0,0
696,6
656,3
0,0
456,3
49,3
65,2
658,9
2.582,6

55

1.907,0

100

2.536,0

5.481,8

100

2.332,0

4.719,6

100

1.907,0

76

77

0,0

18,9
3.841,1
3.860,0

82

0,0

18

859,6

Kapital
Stammkapital
Allgemeine Rücklage
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
Eigenkapital

500,0
1.754,8
-68,3
3,7
2.190,2

Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Sonderposten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Aufgabenträger
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

0,0
753,0
1.397,2
854,2
324,1
79,9
84,0
602,6
4.095,0

65

1.577,0

5,3
846,7
1.217,8
649,4
331,3
112,7
59,1
460,9
3.683,2

Kapital

6.285,2

100

1.577,0

5.790,7

35

36

239

36

39

Ertragslage

ohne DomplatzOpenAir

2010

2011

2012

2013

2014

in Tsd. EUR

%

in Tsd. EUR

%

in Tsd. EUR

%

in Tsd. EUR

%

in Tsd. EUR

%

2.080,9
1,0
629,2
2.711,1

7,8
0,0
2,4
10,2

2.563,7
0,0
642,0
3.205,7

9,4
0,0
2,4
11,8

1.963,5
0,0
543,0
2.506,5

7,3
0,0
2,0
9,3

2.949,0
0,0
680,3
3.629,3

10,4
0,0
2,4
12,8

2.912,7
0,0
657,5
3.570,2

10,0
0,0
2,3
12,3

Zuschüsse Land Sachsen-Anhalt
Zuschüsse Landeshauptstadt Magdeburg
Zuschüsse

8.890,6
15.066,4
23.957,0

33,3
56,5
89,8

8.890,6
15.037,0
23.927,6

32,8
55,4
88,2

8.890,6
15.530,9
24.421,5

33,0
57,7
90,7

8.890,6
15.861,3
24.751,9

31,3
55,9
87,2

9.057,2
16.377,0
25.434,2

31,2
56,5
87,7

Betriebsleistung

26.668,1

100,0

27.133,3

100,0

26.928,0

100,0

28.381,2

100,0

29.004,4

100,0

1.751,7
21.165,0
837,0
2.873,7

6,6
79,4
3,1
10,8

1.862,3
21.510,7
781,0
3.037,2

6,8
79,3
2,9
11,2

1.312,7
21.749,4
798,6
2.967,5

4,9
80,8
3,0
11,0

1.969,0
22.421,8
821,3
3.207,8

6,9
79,0
2,9
11,3

1.915,7
23.056,6
783,2
3.231,7

6,6
79,5
2,7
11,1

26.627,4

99,8

27.191,2

100,2

26.828,2

99,6

28.419,9

100,1

28.987,2

99,9

-33,8

-0,1

-16,8

-0,1

-22,5

-0,1

-13,9

0,0

-4,4

0,0

6,9

0,0

-74,7

-0,3

77,3

0,3

-52,6

-0,2

12,8

0,0

3,2

0,0

8,0

0,0

3,4

0,0

2,3

0,0

2,4

0,0

3,7

0,0

-82,7

-0,3

73,9

0,3

-54,9

-0,2

10,4

0,0

Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebserträge

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Betriebsaufwand

Zinsergebnis
Betriebsergebnis

Sonstige Steuern
Jahresergebnis

240

ZOOLOGISCHER GARTEN MAGDEBURG
gGmbH - Zoo -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Zooallee 1,
39124 Magdeburg
Tel. 0391/28090-2100, Fax 0391/28090-5102
E-Mail: info@zoo-magdeburg.de
Gründungsjahr: 2006
Handelsregister: HR B 5885 beim Amtsgericht
Stendal
Stammkapital: 25.100 EUR
Rechtsform: gGmbH
Unternehmensgegenstand:
Gegenstand des gemeinnützig auszurichtenden
Unternehmens ist die Unterhaltung und der Betrieb
des Zoologischen Gartens in Magdeburg. Die im
Zoo gepflegten Tiere werden nach tiergärtnerischen Erkenntnissen artgerecht gehalten, vermehrt und eine sinnvolle Auswahl von Tierformen
für pädagogische Zwecke zur Anschauung gebracht. Darüber hinaus trägt der Zoo zur Erhaltung
der Biodiversität bei und dient dem Schutz von bedrohten Arten im Sinne des ex- und in situ-Artenschutzes nach den neuesten Erkenntnissen der nationalen und internationalen Zoogemeinschaft. Des
Weiteren ist es Aufgabe des Zoos, wissenschaftliche Forschung auf den Gebieten der Zoologie, der
Tiermedizin und der Tiergartenbiologie selbst und
in Kooperation mit anderen Instituten zu betreiben
und naturwissenschaftliche Kenntnisse in allen Bevölkerungskreisen zu vertreten und zu vertiefen.
Die Gesellschaft kann darüber hinaus als untergeordnete Nebenaktivitäten alle Geschäfte betreiben,
die dem Gesellschaftszweck unmittelbar zu dienen
geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen
Unternehmen beteiligen und sich zur Durchführung
ihrer Aufgaben Dritter bedienen. Die Gesellschaft
verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
90 %
- Gemeinde Barleben
10 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dr. Kai Perret
Gesellschafterversammlung:
Herr Jens Koch (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Dr. Falko Grube (Stadtrat)
Herr Oliver Müller (Stadtrat)
Frau Carola Schuhmann (Stadträtin)
Herr Franz-Ulrich Keindorff
(Gemeinde Barleben)
Aufsichtsrat:
Herr Dr. Lutz Trümper
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Norbert Bischoff (Stadtrat)
Herr Dr. Klaus Kutschmann
(Stadtrat)
Frau Andrea Nowotny (Stadträtin)
Herr Chris Scheunchen (Stadtrat)
Herr Gunter Schindehütte (Stadtrat)
Herr Alfred Westphal (Stadtrat)
Frau Beate Wübbenhorst
(Stadträtin)
Herr Thomas Rolle (Sachkundiger
Mitarbeiter des Zoos)
Herr Franz-Ulrich Keindorff
(Gemeinde Barleben)
Herr Hartmut Korthäuer (externes
sachkundiges Mitglied)

Stand: 30.09.2015

241

operation mit anderen Institutionen zu betrei-

Struktur der Gesellschaft

ben und naturwissenschaftliche Kenntnisse
in allen Bevölkerungskreisen zu vertreten

Im Jahresdurchschnitt 2014 beschäftigte der
Zoo

66

Mitarbeiter

inkl.

und zu vertiefen.

des

Geschäftsführers.

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks ist

Mit zusätzlich sechs Auszubildenden leistet

somit weiterhin gewährleistet.

die Gesellschaft einen Beitrag zur Schaffung
von Berufsausbildungsmöglichkeiten in der

Geschäftsverlauf 2014

Stadt Magdeburg.

Der Betrieb ist in vier Abteilungen unterglie-

Den Zoo besuchten im Jahr 2014 insgesamt

dert. Im Einzelnen stellen sich die Abteilun-

262.751 Gäste. Im vergleichbaren Zeitraum

gen wie folgt dar:

des Vorjahres wurden insgesamt 195.348

a.

Zoologie - Leitung: Geschäftsführer

Besucher gezählt. Für das abgelaufene Ge-

b.

Bau/Technik - Leitung: Technischer

schäftsjahr waren nach vorsichtiger Schät-

Leiter

zung rd. 230.000 Besucher erwartet worden.

c.

d.

Verwaltung - Leitung: Kfm. Leiter,
Prokurist

Die positive Entwicklung der Besucherzahlen

Marketing – PR/Fundraising - Lei-

wird auf die Eröffnung der neuen Schimpan-

tung: Geschäftsführer

senanlage sowie die erfolgreiche Durchführung der Magdeburger Zoonacht (mehr als
10.000 Besucher) zurückgeführt. Im Jahr

Stand der Erfüllung des

2014 wurden entgegen der Vorjahre neue

öffentlichen Zwecks

Wege in der Besucherakquisition beschritten.
In Vorbereitung der Eröffnung des neuen

Der öffentliche Zweck ist, die im Zoo gepfleg-

Menschenaffenhauses sowie der Zoonacht

ten Tiere nach tiergärtnerischen Erkenntnis-

wurden mehr als 280.000 Haushalte direkt

sen artgerecht zu halten, zu vermehren und

durch Veranstaltungsflyer kontaktiert. Die

eine sinnvolle Auswahl von Tierformen für

Erweiterung des Einzugsgebietes auf Teile

pädagogische Zwecke zur Anschauung zu

des Bundeslandes Niedersachsen lassen

bringen. Darüber hinaus trägt der Zoo zur

sich nachweislich messen. Durch die zeitli-

Erhaltung der Biodiversität bei und dient dem

che Verschiebung der Sommerferien zwi-

Schutz von bedrohten Arten im Sinne des ex-

schen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen

und in situ-Artenschutzes nach den neuesten

verlängert sich die Hauptsaison spürbar. So

Erkenntnissen der nationalen und internatio-

wurde der Zoologische Garten insbesondere

nalen Zoogemeinschaft. Es ist die Aufgabe

Mitte September von Ferienkindern aus Nie-

des Zoos, wissenschaftliche Forschung auf

dersachsen besucht.

den Gebieten der Zoologie, der Tiermedizin
Die nachhaltig betriebenen Investitionen im

und der Tiergartenbiologie selbst und in Ko-

Bereich der neuen Tieranlagen werden durch

242

den Besucher honoriert. Zudem werden die

mietung und Verpachtung in Höhe von 47,7

Besucherzahlen von besonderen zoologi-

Tsd. EUR (Vorjahr 70,5 Tsd. EUR).

schen Ereignissen sehr positiv beeinflusst.
Insbesondere die neue Schimpansengruppe

Die Netto-Einnahmen seit Eröffnung des

hat die Herzen der Zoobesucher im Sturm

neuen Besucherparkplatzes belaufen sich

erobert.

auf insgesamt 130,4 Tsd. EUR. Die Einnahmen bestätigen die Vorgaben des Wirtschaftsplanes.

Der Umsatz aus dem Verkauf von Eintrittskarten beträgt insgesamt 1.481,1 Tsd. EUR.
Im Vergleich dazu lag der Umsatz des Vor-

Deutliches Zeichen einer nachhaltigen Bele-

jahres nur bei 1.067,1 Tsd. EUR. Der Umsatz

bung der Besucherzahlen ist die positive

aus dem Verkauf von Eintrittskarten stellt

Entwicklung beim Verkauf von Jahreskarten.

weiterhin den höchsten Anteil am jährlichen

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die

Gesamtumsatz des Zoologischen Gartens

Preise für den Verkauf von Jahreskarten

dar. Der Gesamtumsatz des Jahres beträgt

nicht verändert. Bei konstanten Eintrittsprei-

2.358,4 Tsd. EUR. Darauf entfallen rd. 62,8

sen erhöhte sich der Gesamtumsatz beim

% auf den Verkauf von Eintrittskarten. Im

Verkauf von Jahreskarten auf 118,4 Tsd.

Vorjahr lag der Anteil noch bei rd. 71,2 %.

EUR. Das entspricht einem Anstieg um rd.

Maßgeblich für die Verschiebung der Anteile

32,43 % gegenüber dem Vorjahr. So wurden

ist der Ganzjahresbetrieb des neuen Besu-

im Jahr 2013 an der Besucherkasse und im

cherparkplatzes in unmittelbarer Nähe zum

Zoo-Laden insgesamt 2.153 Jahreskarten für

Eingangsbereich im Vogelgesangpark (Eröff-

Erwachsene verkauft. Im Jahr 2014 stiegen

nung August 2013) sowie die eigenständige

die Verkaufszahlen von Jahreskarten für

Übernahme von zwei gastronomischen Ein-

Erwachsene auf 2.853 Stück. Die Einführung

heiten durch den Zoologischen Garten Mag-

der beiden Bonussysteme der Mama- und

deburg. Mit dem Verlauf der Geschäftsent-

der Studie-Card hat sich nach Einschätzung

wicklung der beiden eigenständig geführten

der Geschäftsführung bewährt. Sie zielen auf

gastronomischen Einheiten (Zoo-Bistro &

den Erstkontakt beim Zoobesucher ab. Ziel

Zoo-Kiosk) zeigt sich die Geschäftsführung

ist es, durch Verlängerung der Jahreskarten

außerordentlich zufrieden. Seit Inbetrieb-

eine nachhaltige Steigerung von Umsatz und

nahme der beiden Einheiten durch den Zoo

verkauften Stückzahlen zu erreichen.

Magdeburg (seit 18.04.2014) wurden insgesamt rd. 302 Tsd. EUR Gesamtumsatz er-

Die Umsatzerlöse im Zoo-Laden für den Be-

zielt.

richtszeitraum betragen insgesamt 229,9
Tsd. EUR. Im Vergleich dazu wurden im Jahr

Zum Abschlussstichtag ist nur noch das

2013 169,6 Tsd. EUR erwirtschaftet. Im zoo-

SERENGETI Camp an einen Dritten ver-

eigenen Souvenirladen kann der Zoo weiter-

pachtet. Insgesamt erzielte der Zoologische

hin den Standortvorteil des repräsentativen

Garten Magdeburg Umsatzerlöse aus Ver-

Eingangsbereichs der Zoowelle voll nutzen.
Der Zoo-Laden hat einen Anteil an der Ge-

243

samtleistung

des

Zoologischen

termittelaufwendungen stiegen im Vergleich

Gartens

zum Vorjahr um 2,76 % auf 168,3 Tsd. EUR.

Magdeburg von rd. 9,7 %.

Zusätzlich werden die Aufwendungen durch
Die Gesellschafterin Landeshauptstadt Mag-

den Eigenbetrieb der Gastronomie belastet.

deburg hatte für das Jahr 2013 gemäß § 6

Insgesamt wurden 110,7 Tsd. EUR für den

Abs. 3 Gesellschaftsvertrag des Zoo`s vom

Wareneinkauf aufgewandt.

30. Oktober 2006 den zugesicherten Betriebskostenzuschuss um 50,0 Tsd. EUR auf

Im Vergleich zum Vorjahr sinken die Auf-

damals 3.200,0 Tsd. EUR reduziert. Im Jahr

wendungen für den Bezug von Wärme,

2014 wurde der Betriebskostenzuschuss im

Strom, Wasser und Abwasser um rd. 11,7 %.

Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Bis

Insbesondere der milde Winter führt zu einer

zum Abschlussstichtag wurde der Gesamtbe-

Reduzierung der Aufwendungen zur Fern-

triebskostenzuschuss beider Gesellschafter

wärme. Insgesamt betragen die Energiekos-

in Höhe von insgesamt 3.500,0 Tsd. EUR

ten, einschließlich Wasser und Abwasser für

vollständig an den Zoo ausgezahlt. Der jähr-

das abgelaufene Geschäftsjahr 480,3 Tsd.

liche Betriebskostenzuschuss der Gesell-

EUR. Im vergleichbaren Zeitraum des Vor-

schafter macht insgesamt rd. 61 % der sons-

jahres waren es insgesamt 543,6 Tsd. EUR.

tigen betrieblichen Erträge aus. Der restliche
Anteil von 39 % verteilt sich auf einmalige

Die Personalkosten liegen mit insgesamt

Sondereffekte, z .B. Zuwendungen im Rah-

2.793,8 Tsd. EUR auf dem Niveau des Vor-

men von Erbschaften oder einmalige zweck-

jahres (2013: 2.754,1 Tsd. EUR). Auf den

gebundene Spenden sowie wiederkehrende

Einsatz von befristeten Saisonkräften im

Zuwendungen im Rahmen von Tierpaten-

Gartenbereich wurde im Jahre 2014 verzich-

schaften. Der Zoo hatte im Jahr 2014 eine

tet. Dem Zoologischen Garten Magdeburg

Erbschaft in Höhe von 1.990,0 Tsd. EUR

stand eine geförderte Arbeitsbeschaffungs-

ertragswirksam vereinnahmt. Die Erbschaft

maßnahme zur Verfügung. Die Maßnahme

stellt in ihrer Höhe ein einmaliges und außer-

bestand aus 11 Teilzeitkräften. Darüber hin-

gewöhnliches Ereignis dar. Die Erträge aus

aus beschäftigt der Zoologische Garten eine

Tierpatenschaften verringern sich insgesamt

Vollzeitkraft sowie fünf Teilzeitkräfte im Be-

um rd. 3,6 Tsd. EUR auf 21,9 Tsd. EUR. Der

reich der eigenen Zoo-Gastronomie.

Rückgang entspricht der Tierpatenschaft für
einen Elefanten. Die Patenschaft konnte im

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Ab-

Jahr 2014 nicht verlängert werden.

schreibungen in Höhe von 577,5 Tsd. EUR
auszuweisen. Die Abschreibungen liegen

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Be-

über dem Vorjahresniveau. Grund ist die

triebsstoffe belaufen sich im Berichtsjahr

Aktivierung der im Jahr 2014 abgeschlosse-

2014 auf rd. 925,9 Tsd. EUR. Die Aufwen-

nen Bauvorhaben. Insbesondere ist auf die

dungen sind damit gegenüber dem Vorjahr

Aktivierung des neuen Schimpansenhauses

um rd. 79,4 Tsd. EUR gestiegen. Das ent-

sowie die Aktivierung des neuen Sozialberei-

spricht einem Anstieg um 9,39 %. Die Fut-

244

ches, einschließlich der Tierklinik hinzuwei-

von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft CT

sen.

Lloyd GmbH, Magdeburg, geprüft und erhielten einen uneingeschränkten Bestätigungs-

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen

vermerk. Die Prüfung umfasste neben der

belaufen sich im Jahr 2014 auf insgesamt rd.

gemäß §§ 316 ff. HGB durchzuführenden

785,0 Tsd. EUR und sind damit im Vergleich

Abschlussprüfung die Prüfung der Ord-

zum Vorjahr leicht gestiegen (Vorjahr 750

nungsmäßigkeit der Geschäftsführung ge-

Tsd. EUR). Die Leistungen für Reparaturen

mäß § 53 HGrG.

und Instandhaltungen im Jahr 2014 wurden
am Grad der betrieblich zwingenden Not-

Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014

wendigkeit entschieden. Die betrieblichen

wurde vom Aufsichtsrat am 22.04.2015 zu-

Aufwendungen für Reparaturen und Instand-

stimmend zur Kenntnis genommen und der

setzungen belaufen sich auf insgesamt 156,9

Gesellschafterversammlung empfohlen, den

Tsd. EUR und liegen mit rd. 25,52 % deutlich

Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom

über dem Niveau des Vorjahres.

01. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014
in Höhe von 2.447.753,19 EUR zur Umset-

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage,

zung der investiven Leistungen lt. Investiti-

die Zahlungsfähigkeit im Rahmen der ge-

onsplan bis 2016 in die Gewinnrücklage als

wöhnlichen Geschäftstätigkeit sicherzustel-

zweckgebundene Rücklage einzustellen. Die

len. Die Zahlungen für die Begleichung von

Ergebnisverwendung wird mit der zeitnahen

Lieferantenverbindlichkeiten,

Personalauf-

Mittelverwendung gemäß § 58 Nr. 6 und 7

wendungen sowie Zins- und Tilgungslasten

der Abgabenordnung begründet. Des Weite-

aus Krediten bis zum 31.12.2014 waren ter-

ren wird empfohlen, die Geschäftsführung

mingerecht abgesichert.

und den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr
zu entlasten sowie zum Abschlussprüfer für

Das Jahresergebnis liegt über dem Pla-

das Geschäftsjahr 2015 die CT Lloyd GmbH,

nungsansatz. Der Betriebskostenzuschuss in

Magdeburg, zu bestellen.

Höhe von 3,5 Mio. EUR wurde direkt über die
Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Der Zoo erzielte einen Jahresüberschuss in

Auswirkungen des

Höhe von 2.447,7 Tsd. EUR. Hierbei sind im

Geschäftsjahres 2014 auf den

Vergleich zum Vorjahr einmalige Sonderef-

städtischen Haushalt

fekte zwingend mit zu berücksichtigen.
Das Unternehmen erhielt im Haushaltsjahr
2014 einen unterjährigen Betriebskostenzu-

Jahresabschluss 2014 und

schuss in Höhe von 3.200 Tsd. EUR von der

Abschlussprüfer

Landeshauptstadt Magdeburg. Des Weiteren
wurde ein Investitionszuschuss für den Neu-

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

bau des Schimpansenhauses in Höhe von

zum 31. Dezember 2014 des Zoo’s wurden

750 Tsd. EUR an die Gesellschaft gezahlt.

245

Belebung der Besucherzahlen nicht kompenDie Gesellschafterin Landeshauptstadt Mag-

siert werden. Bis zum Jahr 2018 rechnet der

deburg gewährte der Gesellschaft ein Ge-

Zoo Magdeburg jährlich jeweils mit einem

sellschafterdarlehen. Zum Stichtag 31. De-

Zuwachs um rd. 10.000 Besucher. Im Jahr

zember 2014 beträgt die Restschuld 1.721

2017 erfolgt der nächste Schritt, die Eintritts-

Tsd. EUR (Darlehenszinsen für 2014 = 52

preise nochmals anzupassen. Dabei wird die

Tsd. EUR).

Tageskarte für den Erwachsenen nochmals
um 1,50 Euro auf 11,00 Euro erhöht. Der
Schritt korrespondiert mit der abschließen-

Beteiligungen der Gesellschaft

den

Fertigstellung

der

Großinvestitionen

nachdem Strategiepapier 2006 plus, insbeZum 31.12.2014 werden keine Anteile an

sondere mit der Eröffnung der neuen Elefan-

verbundenen Unternehmen gehalten und es

tenanlage.

bestehen keine Beteiligungen.
„Mit dem Abriss des alten Wirtschaftsgebäudes machen wir den Weg frei für das bisher

Gesamtbezüge der Mitglieder der

größte Bauprojekt in der Geschichte unseres

Organe

Zoos. In den nächsten zwei Jahren wollen
wir für ca. 7,77 Mio. EUR Africambo 2 ent-

Auf Angabe der Bezüge des Geschäftsfüh-

stehen lassen und damit nicht nur die Mag-

rers wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB ver-

deburger Elefantenhaltung endlich moderni-

zichtet. Die Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr.

sieren, sondern eine neue Erlebniswelt für

9 Buchst. a HGB betrugen für das Geschäfts-

Tier und Mensch schaffen“, erklärte der

jahr 2014 für den Aufsichtsrat 1,9 Tsd. EUR.

Oberbürgermeister

der

Landeshauptstadt

Magdeburg, Dr. Lutz Trümper am 21. Januar
2015, anlässlich des Beginns der Baumaß-

Kurz- und mittelfristige

nahme. Die jetzt 47 Jahre bestehende Ele-

Unternehmensziele

fantenhaltung erfährt mit dem neuen Bauprojekt einen Qualitäts- und Quantensprung –

Für das Jahr 2015 werden insgesamt mehr

erstmals wird die Zucht Afrikanischer Elefan-

als 250.000 Gäste im Zoo erwartet. Ziel ist

ten in Magdeburg möglich sein.

es, die sehr guten Vorgaben des Besucherjahres 2014 nochmals zu bestätigen. Dies

Unter dem Titel „AFRICAMBO kommt“ wird

wird erschwert durch die Erhöhung der Ein-

die Errichtung und Fertigstellung der neuen

trittspreise zum 23. März 2015 (Tageskarte

Elefantenanlage durch Instrumente der Wer-

Erwachsener von 8,00 EUR um 1,50 Euro

bung und des Marketings vollumfänglich

auf 9,50 EUR). Der Schritt erscheint zwin-

begleitet. Schwerpunkt neben der Begleitung

gend. Insbesondere die Entwicklung der

der Errichtung und Eröffnung der neuen Ele-

betrieblichen Aufwendungen sowie die Zins-

fantenanlage ist die Planung, Vorbereitung

und Tilgungslast können allein durch die

und Durchführung der Feierlichkeiten zum

246

65. Geburtstag des Zoologischen Gartens

bei

den

Spitzmaulnashörnern rechtfertigt

Magdeburg am 21. Juli 2015. Höhepunkt ist

eine höhere Vorgabe zu den erwarteten Be-

die Geburtstagsfeier am 08. August 2015,

sucherzahlen. Sie begünstigen nachhaltig die

anlässlich der vierten Magdeburger Zoo-

Entwicklung und minimieren Risiken durch

nacht.

andere Einflussfaktoren, wie z. B.das Wetter.
Im Verlauf des zweiten Halbjahres ist mit der

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresab-

Fertigstellung des Umbaus des alten Men-

schlusses wird davon ausgegangen, dass die

schenaffenhauses zu rechnen. Der Einzug

wirtschaftlichen Risiken durch die Gesell-

einer neuen Affenart kann neue Besucheran-

schaft beherrscht werden. Finanzielle Lasten

reize setzen. Eine Gruppe von Mandrills zieht

sind im Rahmen des Wirtschaftsplanes dar-

nach dem Umbau hier ein.

stellbar und können durch die Gesellschaft
Für die kommenden zwei Jahre sind darüber

ohne drohende Risiken getragen werden.

hinaus die Fertigstellung der neuen ElefanAuf Antrag des Zoo`s werden die Gesell-

tenanlage, die Eröffnung der neuen Gastro-

schafter Landeshauptstadt Magdeburg und

nomie sowie der Umbau des alten Dickhäu-

Gemeinde Barleben ihren jeweiligen Be-

terhauses geplant. Die Umsetzung des In-

triebskostenzuschuss für das laufende Jahr

vestitionspakets innerhalb von nur 24 Mona-

auszahlen. Gemäß Beschluss des Stadtrates

ten stellt die größte Herausforderung für den

der Landeshauptstadt Magdeburg zahlt die

Zoologischen Garten Magdeburg dar. Der

Landeshauptstadt

Be-

Zoo steht vor der Aufgabe, zum laufenden

triebskostenzuschuss in Höhe von 3,2 Mio.

Geschäftsbetrieb, die notwendigen Ressour-

EUR für das Geschäftsjahr 2015. Die Ge-

cen zur Projektsteuerung und Projektumset-

meinde Barleben zahlt im Jahr 2015 einen

zung vorzuhalten. Mit der Eröffnung der neu-

Betriebskostenzuschuss in Höhe von 300

en Tieranlagen verknüpft der Zoo Magdeburg

Tsd. EUR für das laufende Geschäftsjahr.

hohe Erwartungen an wachsende Besucher-

Magdeburg

einen

zahlen.
Das Jahr 2015 steht im Zeichen der Geburtstagsfeierlichkeiten anlässlich des 65 jährigen

Für das laufende Jahr 2015 wird eine gute

Bestehens des Zoologischen Gartens Mag-

Geschäftsentwicklung erwartet.

deburg. Erwartet werden bis einschließlich
31. Dezember 2015 mehr als 250.000 Besu-

Risiken der künftigen Entwicklung

cher. Impulse durch Neueröffnung von Tieranlagen werden für das zweite Halbjahr 2015
erwartet. Zunächst wird ein nachhaltiger Be-

Der Zoo ist einer Reihe von Risiken ausge-

sucherimpuls durch die anstehende Geburt

setzt, die untrennbar mit dem eigenen unter-

eines Nashornkalbs erwartet. Insbesondere

nehmerischen Handeln verbunden sind. Auf-

die Schaltung von Live-Kameras über das

gabe ist es, Chancen wahrzunehmen, dabei

Internet sowie die redaktionelle Begleitung

jedoch Risiken zu minimieren.

über das Team von RTL SternTV zur Geburt

247

Die Geschäftstätigkeit des Zoo`s wird von
verschiedenen Faktoren beeinflusst. Zu nennen sind hier vorwiegend besondere Tiergeburten, das Wetter, der Tourismus und das
Freizeitverhalten der Menschen. Es besteht
somit das Risiko, dass Änderungen der o. g.
Faktoren die Umsatzlage kurzfristig negativ
bzw. positiv beeinflussen können.

Mit Hilfe von Planungsrechnungen und Szenarien werden die Risiken monatlich geschätzt und bewertet sowie die möglichen
Einflüsse auf Umsatz, Aufwand und Ergebnis
dargestellt. Die Stabilität der Ertragslage des
Zoo`s wurde unter den Vorzeichen der Entwicklung der Besucherzahlen der letzten
Jahre neu bewertet. Für Einkünfte aus Spenden, Tierpatenschaften sowie Einnahmen
aus der Vermietung und Verpachtung sind
sehr geringe Ausfallrisiken zu erwarten.

Zunehmend finden Risikovorbehalte in der
Wirtschaftsplanung Einzug, um den Ausfall
von Umsatzerwartungen zu kompensieren.
Steuerungssignale durch die Geschäftsführung im Rahmen von Umverteilungsprozessen gewinnen in Phasen der Konsolidierung
sowie im Fall von signifikanten Einnahmeausfällen zunehmend an Bedeutung. Aufgrund des hohen Anteils von festen wiederkehrenden Aufwendungen ist die Lenkungswirkung mit Blick auf Jahresergebnis und
Liquidität stets neu zu bewerten. Die Gesellschaft wird auch in den kommenden Jahren
auf Betriebskostenzuschüsse der Gesellschafter angewiesen sein.

Etwaige sonstige Risiken sind über entsprechende Versicherungen gesichert.

248

249

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

31.12.2011

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

%

31.12.2012

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

31.12.2013

kurzfristig

%

gesamt

Tsd. EUR Tsd. EUR

%

31.12.2014

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen
Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Forder. an den Aufgabenträger/Gesell.
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Unterschiedsbetrag aus Vermögensver.
Umlaufvermögen/RAP/U. aus VMV

Gesamtvermögen

0,4
11.431,3
0,0
11.431,7

94

0,0

35,6
11.191,5
0,0
11.227,1

0,0

27,8
11.801,1
0,0
11.828,9

14

1.274,3

77,4
37,7
0,0
272,4
10.268,2
38,5
103,5
10.797,7

100

1.274,3

86

79,8
5,1
302,2
14,5
286,3
4,8
46,6
739,3

6

1.274,3

81,8
18,5
0,0
19,3
1.613,0
3,4
24,1
1.760,1

12.171,0

100

1.274,3

12.987,2

62
19

0,0

19,9
13.755,8
0,0
13.775,7

48

10.798,0

70,9
74,7
0,0
104,7
10.203,6
37,5
5,2
10.496,6

43

10.497,0

68,0
40,0
0,0
52,2
10.691,5
36,9
0,0
10.888,6

41

10.888,6

22.626,6 100

10.798,0

24.272,3 100

10.497,0

26.675,0 100

10.888,6

52

57

0,0

8,5
15.777,9
0,0
15.786,4

59

0,0

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Allgemeine Rücklage/Kapitalrücklage
Gewinnrücklagen
Bilanzverlust/-gewinn
Eigenkapital

25,1
4.525,7
2.019,3
599,1
7.169,2

59

0,0

25,1
4.525,7
2.618,3
953,4
8.122,5

Sonderposten für Zuwend. zum AV

2.578,1

21

0,0

2.460,1

Rückstellungen
Verbindl. gegenüber Kreditinstituten
Verbindl. gegenüber Gesellschaftern
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

227,1
21,9
1.974,9
18,2
54,1
127,5
2.423,7

20

483,3

203,7
12,6
1.940,9
55,5
84,9
107,0
2.404,6

12.171,0

100

483,3

12.987,2

Kapital

0,0

25,1
4.525,7
3.571,7
653,4
8.775,9

39

0,0

2.365,6

10

19

507,9

198,9
9.103,2
1.870,9
126,2
91,3
94,6
11.485,1

100

507,9

250

0,0

25,1
4.525,7
4.225,2
74,9
8.850,9

0,0

25,1
4.525,7
4.300,0
2.447,8
11.298,6

37

43

0,0

0,0

3.496,1

14

0,0

4.313,9

16

0,0

51

579,0

178,5
9.100,1
1.797,0
99,6
108,0
642,1
11.925,3

49

1.488,0

303,1
8.739,3
1.721,0
153,6
61,9
83,6
11.062,5

41

1.061,0

22.626,6 100

579,0

24.272,3 100

1.488,0

26.675,0 100

1.061,0

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Andere Erträge

2011
%

Tsd. EUR

2012
%

Tsd. EUR

2013
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

1.324,6
5.007,0

20,9
79,1

1.689,1
4.156,8

28,9
71,1

1.660,5
4.026,8

29,2
70,8

1.498,5
3.807,4

28,2
71,8

2.358,4
5.735,9

29,1
70,9

6.331,6

100,0

5.845,9

100,0

5.687,3

100,0

5.305,9

100,0

8.094,3

100,0

886,8
2.603,9
450,3
1,8
1.677,9

14,0
41,2
7,1
0,0
26,5

926,1
2.676,9
486,2
4,7
705,1

15,8
45,9
8,3
0,1
12,1

970,9
2.635,9
486,9
5,1
754,4

17,1
46,3
8,6
0,1
13,3

991,5
2.754,1
519,9
5,1
749,9

18,7
51,9
9,8
0,1
14,1

1.129,8
2.793,7
577,5
5,1
785,7

14,0
34,5
7,1
0,1
9,7

Betriebsaufwand

5.620,7

88,9

4.799,0

82,2

4.853,2

85,3

5.020,5

94,6

5.291,8

65,4

Betriebsergebnis

710,9

11,1

1.046,9

17,8

834,1

14,7

285,4

5,4

2.802,5

34,6

-105,8
-17,7

-1,7
-0,3

-98,7
0,0

-1,7
0,0

-180,7
0,0

-3,2
0,0

-210,5
0,0

-4,0
0,0

-316,0
0,0

-3,9
0,0

587,4

9,1

948,2

16,1

653,4

11,5

74,9

1,4

2.486,5

30,7

11,6

0,2

5,2

0,1

0

0,0

0

0,0

-38,7

-0,5

599,0

9,3

953,4

16,2

653,4

11,5

74,9

1,4

2.447,8

30,2

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Ergebnis vor Ertragssteuern
Ertragssteuern

Jahresergebnis

251

Unterabschnitt 3.5
Gesundheit und Soziales

252

KLINIKUM MAGDEBURG GEMEINNÜTZIGE GMBH
- KMD -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Birkenallee 34
39130 Magdeburg
Tel. 0391/7912001, Fax 0391/7912005
E-Mail: info@klinikum-magdeburg.de
Internet: www.klinikum-magdeburg.de
Gründungsjahr: 2007
Handelsregister:
HR B 7096 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 500.000 EUR
Rechtsform: gemeinnützige GmbH
Unternehmensgegenstand:
Das Unternehmen verfolgt ausschließlich
und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im
Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte
Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck des
Unternehmens ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens durch den Betrieb
des städtischen Klinikums sowie die Betreibung unmittelbar verbundener Einrichtungen.
Die Gesellschaft kann im Einklang mit § 116
GO LSA darüber hinaus alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind.
Sie kann Tochterunternehmen zur Erfüllung
des Gesellschaftszweckes gründen und sich
an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen
beteiligen und Kooperationen eingehen. Die
Gründung von Tochtergesellschaften oder
die Beteiligung an weiteren Gesellschaften
kann jedoch nur mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung und aufgrund eines
Stadtratsbeschlusses erfolgen. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
100 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Knut Förster
Gesellschafterversammlung:
Herr Klaus Zimmermann
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Frau Steffi Meyer (Stadträtin)
Herr Hubert Salzborn (Stadtrat)
Aufsichtsrat:
Frau Simone Borris
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Frau Helga Boeck (Stadträtin)
Herr Hugo Boeck (Stadtrat)
Herr Matthias Boxhorn (Stadtrat)
Herr Timo Gedlich (Stadtrat)
Herr Denny Hitzeroth (Stadtrat)
Herr Dr. Klaus Kutschmann (Stadtrat)
Herr Jens Rösler (Stadtrat)
Herr Prof. Dr. Josef Kluba (Belegschaft)
Frau Manuela Kubbutat (Belegschaft)
Herr André Tegtmeier (GF Beratungsges.
für Beteiligungsverwaltung Leipzig mbH)

Stand: 30.09.2015

253

unternehmen von Herrn Knut Förster als

Struktur der Gesellschaft

alleinvertretungsberechtigtem

Geschäfts-

führer vertreten. Die Geschäftsführung der
Die KLINIKUM MAGDEBURG gemeinnützige

gemeinsam mit den Pfeifferschen Stiftungen

GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt

im

2014 insgesamt 1.363 Vollkräfte. Die Auf-

zentrum für Gesundheitsberufe Magdeburg

teilung auf die einzelnen Dienstarten stellt

gemeinnützige GmbH wurde durch Frau

sich wie folgt dar:

Christina Heinze und Herrn Mike Drube

Geschäftsjahr

gegründeten

Bildungs-

wahrgenommen.
Ärztlicher Dienst: 253
Pflegedienst: 500

Der Umsatz des Klinikums hat sich im

Medizintechnischer Dienst: 184

abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 mit +7,3 %

Funktionsdienst: 219

im Vergleich zum Vorjahr (+1,5 %) aufgrund

Wirtschafts- und Versorgungsdienst: 62

stabiler

Leistungserbringung

Verwaltungsdienst: 86

entwickelt.

Trotz

Sonstiges Personal: 59

Kostensteigerungen

zum

Teil

wurde

ein

positiv
erheblicher
positives

Ergebnis in Höhe von 3.014 Tsd. EUR (2013:
In 2014 beschäftigte die Gesellschaft zusätz-

1.696 Tsd. EUR) erzielt.

lich durchschnittlich 72 Auszubildende.
Entgegen

der

bundes-

und

landesweit

publizierten angespannten wirtschaftlichen

Stand der Erfüllung des

Situation vieler Krankenhäuser hat sich die

öffentlichen Zweckes

Gesellschaft durch eine positive Ertrags-,
Vermögens- sowie Liquiditätslage auch im

Öffentlicher

Zweck

der

gemeinnützigen

Geschäftsjahr 2014 weiter gefestigt. Dieses

Gesellschaft ist gemäß § 128 Abs. 1 Satz 1

zeigt sich unter anderem an der Nachfrage

KVG LSA die ärztliche und pflegerische

der Leistungen des Klinikums und der

Versorgung der Bevölkerung durch den

jahresdurchschnittlichen Bettenbelegung von

Betrieb des städtischen Klinikums. Dabei

87,5 % (2013: 88,1 %) im vollstationären

wird die wohnortnahe medizinische Versor-

Bereich.

gung der Bevölkerung nach Maßgabe der
Krankenhausplanung und des Finanzierungsrahmens

der

Kostenträger

erfüllt.

Im Rahmen der Budget- und Entgeltverein-

Der

barung konnten mit den Krankenkassen für

öffentliche Zweck des Unternehmens ist

2014 erneut deutliche Leistungssteigerungen

somit gewährleistet.

verhandelt werden. Das mit den Krankenkassen verhandelte Gesamtbudget des Klinikums hat sich gegenüber dem Vorjahr um

Geschäftsverlauf 2014

insgesamt 6.148 Tsd. EUR ohne Mehrleistungsabschlag erhöht.
Im Geschäftsjahr 2014 wurde das Klinikum
einschließlich

seiner

100%igen

Tochter-

254

Die wichtigen medizinischen und wirtschaft-

Im Jahr 2014 führte die Bestätigung als

lichen Indikatoren des Klinikums zeigen eine

überregionales Traumazentrum in Koopera-

signifikante Aufwärtsentwicklung. So ist bei

tion mit dem Universitätsklinikum Magdeburg

anhaltend hoher medizinischer und pflege-

zur

Gründung

des

rischer Versorgungsqualität der Patienten im

Sachsen-Anhalt

Nord

DRG-Bereich der Case-Mix (mit Überliegern)

weiteren zehn unfallchirurgischen Kliniken.

zum Vorjahr um 928 CM-Punkte (2,9 %)

Die

angestiegen. Der Vergleich mit dem Anstieg

konnte im März 2014 erfolgreich abge-

der Patientenzahlen im DRG-Bereich um 500

schlossen

(+1,7 %)

vergleichende

auf

29.719

weist

auf

die

Traumanetzwerkes
im

KTQ-Rezertifizierung

werden.

Verbund

des

Ferner

externe

mit

Klinikums

wurde

die

Qualitätssicherung

Orientierung des Klinikums auf hochwertige

nach § 137 SGB V fristgerecht durchgeführt.

Leistungen hin. Der Case-Mix-Index ist von

Die „Strukturierten Dialoge“ wurden ohne

1,111 in 2013 auf 1,123 in 2014 angestiegen.

Auflagen beendet.

Im Bereich der BPflV sank die Anzahl der
gegenüber

Auch im Jahr 2014 plant das Klinikum eine

dem Vorjahr leicht um 148 Tage (-0,5 %) auf

Reihe von Investitions- und Instandhaltungs-

46.324 Tage. Dem gegenüber steht ein

maßnahmen. Im Oktober 2013 hatte der

deutlicher

Aufsichtsrat des Klinikums unter anderem der

vollstationären

Belegungstage

Anstieg

der

teilstationären

Leistungen um 1.381 (+9,1 %) auf 16.558

Investition

Belegungstage. Die Tagesklinik für Onkolo-

(Onkologie,

gie verzeichnete bei gleichem Niveau der

rapie) mit einem Wertumfang von insgesamt

Fallzahlen

12.219 Tsd. EUR, darunter Fördermittel von

einen

Rückgang

um

442

in

den

„Ersatzbau

Palliativmedizin,

Haus

D“

Schmerzthe-

2.500 Tsd. EUR sowie Eigenmittel von 464

Belegungstage (-5,9 %).

Tsd. EUR zugestimmt. Der Baubeginn ist
Die Leistungssteigerung ging einher mit der

Anfang 2016 geplant.

Verkürzung der Patientenverweildauer von

Darüber hinaus hat das Klinikum die Zusage

durchschnittlich 7,7 auf 7,6 Tage. Neben den

für

erfolgreichen Rezertifizierungen des Darm-

insgesamt 17.793 Tsd. EUR aus Mitteln nach

zentrums und des Gefäßzentrums wurde im

Artikel

Berichtsjahr

programm für einen Erweiterungsbau in der

ein

Überwachungs-Audit

im

weitere

14

Investitionen

in

Höhe

von

GSG-Krankenhausinvestitions-

Brustzentrum durchgeführt. Die Zertifizierung

Erwachsenenpsychiatrie

(Gebäude

C)

der Chest Pain Unit (Brustschmerz-Einheit)

erhalten. Mit dem Bau wurde Ende 2013

konnte am 7. Januar 2014 mit positivem

begonnen. Die bauseitige Fertigstellung ist

Ergebnis abgeschlossen werden. Der hohe

im ersten Quartal 2016 vorgesehen.

Standard der unfallchirurgischen Versorgung
wurde

durch

Beteiligung

am

Schwerst-

Die Servicegesellschaft ist nunmehr seit über

verletzungsartenverfahren (SAV) der gesetz-

5 /2 Jahren im Klinikum als Dienstleister tätig.

lichen Unfallversicherung im Dezember 2013

Sie erbringt die Leistungen des Reinigungs-

mit Auflagen für 2014 bestätigt.

und Wachdienstes unverändert in guter

1

Qualität.

255

Die

mit

der

Installierung

der

Servicegesellschaft vorgesehenen Effizienzsteigerungs-

und

Qualitätseffekte

Der

sind

Prüfbericht

2014

der

KLINIKUM

MAGDEBURG gemeinnützige GmbH zum

eingetreten.

Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat der
Seit dem 1. April 2011 wird die MVZ Klinikum

Gesellschaft am 29.04.2015 zustimmend zur

Magdeburg

Kenntnis

gemeinnützige

GmbH

(im

genommen

und

der

Gesell-

Folgenden MVZ) am Universitätsplatz mit

schafterversammlung zur Beschlussfassung

den

Dermatologie,

empfohlen. Die Gesellschafterversammlung

Allgemeinmedizin und Orthopädie betrieben.

hat am 13.08.2015 den Jahresabschluss des

Die Geschäftsführung des MVZ wird von

Klinikums festgestellt und beschlossen, den

Herrn Knut Förster und der Prokuristin Frau

Jahresüberschuss

DM Sabine Merkel wahrgenommen. Seit

3.014.418,94 EUR in die Gewinnrücklage

April 2014 wurde das Leistungsangebot der

einzustellen. Dabei entfallen 301.441,89 EUR

MVZ KMD um eine neurologische Praxis

auf die freie Rücklage und 2.712.977,05 EUR

erweitert. In 2014 wurden 799 Patienten aus

auf die Betriebsmittelrücklage. Dem Auf-

dem MVZ in das Klinikum zur weiteren

sichtsrat und dem Geschäftsführer wurde für

Behandlung überwiesen.

das Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt.

Fachrichtungen

2014

in

Höhe

von

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr
Die

im

Geschäftsjahr

Bildungszentrum

2014

für

2015 wurde erneut die BDO AG, Wirt-

gegründete

schaftsprüfungsgesellschaft, bestellt.

Gesundheitsberufe

Magdeburg gemeinnützige GmbH hat die
Aufgabe, im Verbund mit den Pfeifferschen
Stiftungen, die Ausbildung von pflegerischen

Einhaltung des „Public Corporate

Berufen qualitativ weiter zu verbessern und

Governance Kodex“ im

gleichzeitig die Ausbildung wirtschaftlich zu

Geschäftsjahr 2014

gestalten.
Gemäß dem Public Corporate Governance
Kodex (II.,Pkt. 5 – Bericht zum Kodex) wurde

Jahresabschluss 2014 und

von

Abschlussprüfer

der

Geschäftsführung

und

dem

Aufsichtsrat der KLINIKUM MAGDEBURG
gemeinnützige GmbH folgende gemeinsame

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

Erklärung

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden von

Geschäftsjahr 2014 abgegeben:

der

BDO

AG,

vom

01.07.2015

für

das

Wirtschaftsprüfungs-

gesellschaft, geprüft und erhielten einen

„1. Die KLINIKUM MAGDEBURG gemein-

uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die

nützige GmbH hat im Geschäftsjahr 2014

Prüfung umfasste neben der gemäß § 316 ff.

den Empfehlungen des Public Corporate

HGB

Governance Kodex entsprochen.

durchzuführenden

Abschlussprüfung

die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der
Geschäftsführung gemäß § 53 HGrG.

256

2. Die KLINIKUM MAGDEBURG gemein-

Tsd. EUR (Vorjahr: -36 Tsd. EUR) abge-

nützige GmbH wird den Empfehlungen

schlossen. Bedingt ist das negative Betriebs-

des Public Corporate Governance Kodex

ergebnis durch die Abschreibungen auf die

auch im Geschäftsjahr 2015 entspre-

Praxiskaufwerte und durch zu geringe Um-

chen.“

sätze. Die bislang durch die dem MVZ als
Unterstützung ins Eigenkapital eingebrachten
Einlagen belaufen sich per 31.12.2014 auf

Auswirkungen des

416 Tsd. EUR.

Geschäftsjahres 2014 auf den
Die im Rahmen des Rechtsformwechsels

städtischen Haushalt

Ende 2007 gegründete Tochtergesellschaft
Klinikum Magdeburg Leistungskooperations

Die KLINIKUM MAGDEBURG gemeinnützige

GmbH wurde mit dem MVZ rückwirkend zum

GmbH erhält keine Zuschüsse aus dem

01.01.2014 verschmolzen.

städtischen Haushalt der Landeshauptstadt
Magdeburg.

Beteiligungen
Am 25.06.2014 erfolgte die Gründung der

Beteiligungen der Gesellschaft

Bildungszentrum

für

Gesundheitsberufe

Magdeburg gemeinnützige GmbH, welche
Verbundene Unternehmen

ihre

Die KLINIKUM MAGDEBURG gemeinnützige

aufnahm. Gesellschafter sind zu gleichen

GmbH hat zum 31.12.2014

100%-ige

Teilen

Beteiligungen

folgenden

gemeinnützige GmbH und die Pfeifferschen

an

den

Tätigkeit

die

Stiftungen

Gesellschaften:

am

1.

September

KLINIKUM

zu

2014

MAGDEBURG

Magdeburg-Cracau.

Das

Stammkapital beträgt 25 Tsd. EUR. Das
Bildungszentrum

1. Servicegesellschaft Klinikum Magde-

schloss

das

Rumpfge-

schäftsjahr mit einem Ergebnis in Höhe von

burg GmbH

57 Tsd. EUR ab.

2. MVZ Klinikum Magdeburg gemeinnützige GmbH

Gesamtbezüge der Mitglieder der

Das Stammkapital der Gesellschaften beträgt

Organe

jeweils 25.000 EUR.

Die Servicegesellschaft Klinikum Magdeburg

Hinsichtlich

der

Vergütung

des

GmbH hat in 2014 mit einem Jahres-

Geschäftsführers wird von der Schutzklausel

überschuss von 1 Tsd. EUR (Vorjahr: 26 Tsd.

des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

EUR) abgeschlossen.

Die Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9
Buchst. a HGB betrugen für das Geschäftsjahr 2014 für den Aufsichtsrat 10,0 Tsd. EUR.

Die MVZ Klinikum Magdeburg gemeinnützige
GmbH hat in 2014 mit einem Verlust von 66

257

planung ziehen und Vergütungsabschläge

Kurz- und mittelfristige

herleiten. Es wird verbindliche OP-Check-

Unternehmensziele

listen und klare Definitionen von „Zentren“
geben.

Das

Kalkulationsjahr

2016

soll

Die Geschäftsführung verfolgt 2015/2016

Grundlage für die Reduzierung überver-

folgende Strategie:

güteter Sachkosten sein.

•

•

•

•

•

Stabilisierung

des

Da

vorhandenen

grundlegende

Vorgaben

des

Leistungsangebotes der bestehen-

Gemeinsamen Bundesausschusses für 2016

den Kliniken,

terminiert und Zu- und Abschläge in 2017 auf
psychiatrischen

Bundesebene definiert werden sollen, sind

Angebotes insbesondere durch die

für das Jahr 2015 keine direkten Aus-

Fertigstellung des Neubaus für die

wirkungen zu erwarten. Die Entwicklung der

Psychiatrie (Haus C),

Gesetzgebung wird seitens des Klinikums

Vorbereitung und Baubeginn des

stets verfolgt, um Auswirkungen rechtzeitig

Ersatz- und Erweiterungsbaus Onko-

konkret

logie, Palliativmedizin, Schmerzthe-

Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können.

rapie (Haus D),

Die

Erweiterung

des

einschätzen

und

Qualitätskriterien,

gegebenenfalls

die

sowohl

die

Kostenoptimierung

Leistungserbringung als auch die Kranken-

durch Verbesserung von Prozess-

hausplanung beeinflussen sollen, werden

abläufen und Aufwandsstrukturen,

laut Gesetzentwurf bis Ende 2016 festgelegt.

Prozess-

und

Das Klinikum Magdeburg sieht sich im

Entwicklung des Leistungsportfolios

Wettbewerb in Sachsen-Anhalt aufgrund viel-

zur Verbesserung des Case-Mix-

fältiger Zertifizierungen und konsequentem

Index.

Controlling,

Qualitäts-

und

Risikomana-

gement in guter Position.

Risiken der künftigen Entwicklung
Mit dem Gesetz zur nachhaltigen und ausgeIm November 2013 wurde in den Koalitions-

wogenen

verhandlungen von CDU/CSU und SPD

Krankenversicherung (GKV-FinG), dem seit

erklärt, die Krankenhausfinanzierung künftig

dem 1. Januar 2012 geltenden GKV-Versor-

auf der Basis von Qualitätskennziffern zu

gungsstrukturgesetz (GKV-VStG) sowie dem

verändern. Das zwischenzeitlich vorliegende

in wesentlichen Teilen zum 1. August 2012 in

Eckpapier der Bund-Länder-Arbeitsgruppe

Kraft

zur

Krankenhausreform

nachfolgend

Krankenhausstrukturgesetzes

getretenen

der

Gesetzlichen

Psychiatrie-Entgeltgesetz

und

der

(Psych-EntgG) sollen weitere Maßnahmen

Entwurf

des

zur

2015

veröffentlichte

Finanzierung

Ausgabenbegrenzung

häuser

fokussieren

umgesetzt

der

werden.

Kranken-

Wesentliche

auf die Qualität der Leistungserbringung. Aus

Risiken bleiben weiterhin die vereinbarte

der Qualität wollen Bund und Länder unter

doppelte

anderem Schlüsse auf die Krankenhaus-

steigerung auf den Landesbasisfallwert und

258

Degression

aus

der

Mengen-

der Mehrleistungsabschlag. Der Entwurf des

Abschläge für die Jahre 2013 und

Krankenhausstrukturgesetzes geht von einer

2014 nunmehr auf 75 % festgelegt.

Beibehaltung eines Abschlages für Mehr-

Erbrachte

Mehrleistungen

werden

1

damit nur zu /4 der sonst üblichen

leistungen in Höhe von 75 % aus.

Erlöse vergütet. Diese Regelung hat
Folgende Vorschriften des GKV-VStG bezie-

für das Jahr 2015 Bestand und soll

hungsweise des Psych-EntgG werden die

zukünftig beibehalten werden.

wirtschaftliche

Situation

des

Klinikums
3.

wesentlich beeinflussen:

Bei der Berechnung des Landesbasisfallwertes

1.

gehen

Leistungs-

Mit den gesetzlichen Regelungen

veränderungen der Krankenhäuser

erfolgte ab 2013 ein Einstieg in das

weiterhin

Konzept eines Kostenorientierungs-

Kostenanteilen ein (gem. § 10 Abs. 3

wertes (KHEntgG § 10 Abs. 6), somit

Satz 1 Nr. 4 KHEntgG). Die festge-

gilt nicht mehr die starre Bindung der

legten

Preise der Krankenhausleistungen

führen

an

schärfung des Effekts der doppelten

die

Grundlohnrate

(Verände-

nur

mit

den

variablen

Mehrleistungsabschläge
zu

einer

weiteren

Ver-

Degression.

rungsrate nach § 71 Abs. 3 SGB V).
Da der vom Statistischen Bundesamt
4.

für 2014 ermittelte Orientierungswert

Der zusätzliche Aufwand zur Ein-

von 2,02 % kleiner ist als die Grund-

führung des neuen Entgeltsystems in

lohnrate für 2014 mit (2,81 %), ent-

den psychiatrischen Kliniken findet

spricht gemäß des mit dem Beitrags-

bei der Ermittlung des Gesamt-

schuldengesetz in 2013 geänderten.

betrages

§ 10 Abs. 6 Satz 5 KHEntgG der Ver-

Nach Angaben der DKG sind hier

änderungswert 2014 der Grundlohn-

zusätzliche Belastungen in Höhe von

rate 2014. Als Risiko für Folgejahre

rund 350 Tsd. EUR je Krankenhaus

ab 2014 ist einzuschätzen, dass für

zu erwarten.

den

Fall

eines

gegenüber

keine

Berücksichtigung.

der

Veränderungsrate höheren Orientie-

Folgende weitere Risiken bestehen, die die

rungswertes die Differenz lediglich zu

künftige wirtschaftliche Situation des Klini-

einem

kums wesentlich beeinflussen:

Drittel

im

Bereich

des

KHEntgG in den Veränderungswert
einfließt, im Bereich der BPflV nur zu

1. Die Finanzierung der Krankenhäuser

40 %.

leidet

weiterhin

unter

dem

Ausbleiben insbesondere der für die
2.

Nachdem der Mehrleistungsabschlag

Finanzierung erforderlicher Investi-

(gem. § 4 Abs. 2a KHEntgG) in 2012

tionen

noch mit einem Abschlag in Höhe

Finanzierung des zu ersetzenden

von 30 % verhandelt wurde, sind die

Anteils abgeschriebener Anlagegüter

259

benötigten

Mittel.

Die

für den Erhalt der Leistungsfähigkeit

hohen

medizinischen

des Klinikums ist mit den derzeit aus

stellen.

Qualität,

der Förderung des Landes bereitgestellten Mitteln, wie in den ver-

4. Neben den zu beachtenden ge-

gangenen Jahren, nicht gesichert.

setzlichen Rahmenbedingungen hat

Zur Sensibilisierung der Politik für

sich das Klinikum insbesondere auf

dieses Thema und Darstellung der

die

prekären Lage fanden im Jahr 2014

Entgeltkataloge und Kodierrichtlinien

mehrere Gespräche des Geschäfts-

mit entsprechenden Katalogeffekten

führers mit Stadt-, Landes- und

einzustellen. Für das Jahr 2015

Bundespolitikern

eine

werden dem Klinikum allein dadurch

politische Unterstützung kurzfristig

132 Bewertungsrelationen entzogen.

nicht

es

Durch die vorab beschriebene kon-

Betriebsergebnis

servative Planung der Erlöse in

nachhaltig zu verbessern, um die

Bezug auf die Höhe des landes-

Höhe

Finanzierung

weiten Basisfallwertes ist aus dem

erforderlichen Fremdkapitalbedarfes

Katalogeffekt kein akutes wirtschaft-

zu begrenzen.

liches Risiko abzuleiten. Zur Er-

zu

statt.

erwarten

notwendig,

das

des

Da

ist,

zur

ist

sich

jährlich

ändernden

höhung der Qualität der Dokumentation werden zunehmend Dokumen-

2. Die Krankenkassen verfolgen die
Strategie,

die

Finanzierung

tationsassistenten fallbegleitend auf

der

den Stationen eingesetzt.

Tagesklinik für Onkologie (TONK)
weiterhin grundsätzlich zu Gunsten
des

ambulanten

verschieben.

Mit

Sektors
dem

Trotz dieser eingeschätzten Risiken wird sich

zu

das

Angebot

Klinikum

hinsichtlich

der

künftigen

onkologischer Leistungen durch das

Leistungsentwicklung weiterhin positiv auf-

MVZ

stellen. Das Klinikum plant für 2015 aufgrund

am

Klinikum

wird

der

der hohen Bettenauslastung keine expansive

Entwicklung begegnet.

sondern eine moderate Leistungssteigerung
in

3. Der Wettbewerb der Krankenhäuser

vielen

Leistungsbereichen.

Diesen

im Einzugsbereich wird sich neben

Maßnahmen Rechnung tragend zeigt die

dem

Patienten

Wirtschaftsplanung des Klinikums für das

zunehmend auf den Bereich der

Geschäftsjahr 2015 neben Krankenhauser-

Personalbeschaffung im ärztlichen

lösen von insgesamt 132 Mio. EUR ein

und pflegerischen Bereich auswei-

positives Jahresergebnis in Höhe von rd. 1,1

ten. Das Klinikum wird sich diesem

Mio. EUR.

Gewinnen

von

Risiko mit Initiativen, die auf die
Zufriedenheit des Personals ausgerichtet sind und der Sicherung einer

260

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

%

31.12.2012

31.12.2011

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2014

31.12.2013

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen

159,3
137.673,7
75,0
137.908,0

69

0,0

257,9
134.877,3
175,0
135.310,2

0,0

296,8
133.690,1
475,0
134.461,9

16

31.448,0

2.519,7
16.256,6
5,3
1,7
0,0
24,6
7.509,2
357,2
26.674,3

68

0,0

453,5
130.836,9
475,0
131.765,4

14

26.674,3

3.116,4
15.630,0
21,3
2,6
328,8
203,1
4.818,0
364,5
24.484,7

13

24.484,7

2.734,2
16.207,7
25,0
2,4
12.457,9
210,9
11.259,9
373,8
43.271,8

70

70

0,0

350,2
130.473,7
479,4
131.303,3

63

0,0

21

43.271,8

Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Forderungen an den Gesellschafter
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Ford. nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

2.437,0
13.893,2
8,4
10,5
389,7
99,7
14.272,3
205,2
31.316,0

16

31.103,0

2.483,2
12.996,3
7,7
8,3
197,4
81,6
15.701,6
168,6
31.644,7

Ausgleichsposten nach dem KHG

30.036,9

15

0,0

31.120,8

16

0,0

32.204,7

16

0,0

33.288,6

17

0,0

34.372,5

16

0,0

199.260,9

100

31.103,0

198.075,7

100

31.448,0

193.340,9

100

26.674,3

189.538,7

100

24.484,7

208.947,6

100

43.271,8

41

0,0

500,0
62.135,8
17.473,2
0,0
3.234,6
83.343,6

43

0,0

500,0
62.135,8
20.707,8
0,0
1.696,1
85.039,7

45

0,0

500,0
62.135,8
22.403,9
0,0
3.014,4
88.054,1

42

0,0

48

0,0

91.600,4

47

0,0

87.832,1

46

0,0

89.696,4

43

0,0

10

14.335,0

6.586,8
3.797,7
2.837,8
150,8
0,0
660,8
9,6
2.613,9
9,5
16.666,9

9

15.795,0

6.299,7
5.090,3
2.714,4
1,5
1,0
1.680,8
12.385,6
3.019,2
4,6
31.197,1

15

30.369,0

100

14.335,0

189.538,7

100

15.795,0

208.947,6

100

30.369,0

Gesamtvermögen

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gewinnrücklagen
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

500,0
62.135,8
5.016,1
0,0
8.163,3
75.815,2

38

0,0

500,0
62.135,8
13.179,4
0,0
4.293,8
80.109,0

Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des AV

99.443,0

50

0,0

95.664,4

Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verbindl. geg. verb. Unternehmen
Verbindl. geg. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis
Verbindl. nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht
Verbindl. aus sonst. Zuwend. zur Fin. des Anlagevermögens
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

13.166,4
2.577,3
3.193,2
0,6
0,0
2.877,0
196,9
1.975,1
16,2
24.002,7

12

21.442,0

8.518,5
5.248,8
4.573,8
0,6
0,0
1.657,2
9,2
2.291,2
3,0
22.302,3

11

17.724,0

7.700,6
4.529,6
3.147,6
152,2
0,0
485,4
9,2
2.369,0
3,3
18.396,9

199.260,9

100

21.442,0

198.075,7

100

17.724,0

193.340,9

Kapital

261

Ertragslage

2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
Zuschüsse
Andere Erträge

2011
%

Tsd. EUR

2012
%

Tsd. EUR

2013
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

111.241,0
-184,0
941,0
4.453,0

95,6
-0,2
0,8
3,8

114.761,0
-5,6
1.075,6
5.856,0

94,3
0,0
0,9
4,8

121.250,0
80,0
1.185,0
6.681,0

93,8
0,1
0,9
5,2

123.016,0
443,0
0,0
10.171,0

92,1
0,3
0,0
7,6

131.975,4
-187,0
0,0
10.403,0

92,8
-0,1
0,0
7,3

116.451,0

100,0

121.687,0

100,0

129.196,0

100,0

133.630,0

100,0

142.191,4

100,0

32.226,0
66.698,0
389,0
7.401,0

27,7
57,3
0,3
6,4

36.959,0
70.988,0
867,0
8.611,0

30,4
58,3
0,7
7,1

38.965,0
75.722,0
1.260,0
8.822,0

30,2
58,6
1,0
6,8

35.671,9
81.335,0
2.638,0
12.068,0

26,7
60,9
2,0
9,0

37.815,0
84.952,0
2.812,0
12.977,0

26,6
59,7
2,0
9,1

Betriebsaufwand

106.714,0

91,6

117.425,0

96,5

124.769,0

96,6

131.712,9

98,6

138.556,0

97,4

Betriebsergebnis

9.737,0

8,4

4.262,0

3,5

4.427,0

3,4

1.917,1

1,4

3.635,4

2,6

Finanzergebnis
Neutrales Ergebnis

-182,0
-1.392,0

-0,2
-1,3

-71,0
103,0

-0,1
0,1

-123,0
-1.069,0

-0,1
-0,8

-184,0
0,0

-0,1
0,0

-489,0
0,0

-0,3
0,0

Ergebnis vor Ertragssteuern

8.163,0

7,0

4.294,0

3,5

3.235,0

2,5

1.733,1

1,3

3.146,4

2,2

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

-37,0

0,0

-132,0

-0,1

8.163,0

7,0

4.294,0

3,5

3.235,0

2,5

1.696,1

1,3

3.014,4

2,1

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen abzügl. Fördermittel
Andere Aufwendungen

Ertragssteuern

Jahresergebnis

262

WOHNEN UND PFLEGEN MAGDEBURG
GEMEINNÜTZIGE GMBH - WUP -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: Leipziger Str. 43,
39120 Magdeburg
Tel. 0391/30016-0, Fax 0391/3001619
E-Mail: info.geschaeftsleitung@wupmagdeburg.de
Internet: www.wup-magdeburg.de
Gründungsjahr: 2007
Handelsregister:
HR B 7151 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 300.000 EUR
Rechtsform: gemeinnützige GmbH
Unternehmensgegenstand:
Errichtung, Unterhaltung und Betrieb von
Seniorenwohn- und Pflegeanlagen. Die
Gesellschaft kann im Einklang mit § 116 GO
LSA darüber hinaus alle Geschäfte als untergeordnete Nebentätigkeit betreiben, die dem
Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Tochterunternehmen zur Erfüllung des Unternehmenszwecks bilden und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen und sich zur Durchführung ihrer Aufgaben Dritter bedienen oder Kooperationen
und gemeinsame Unternehmen mit Dritten
eingehen. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige
Zwecke im Sinne der Abgabenordnung.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
100 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Norbert Lendrich
Gesellschafterversammlung:
Herr Jens Koch (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Herr Gerhard Häusler (Stadtrat)
Herr Oliver Müller (Stadtrat)
Aufsichtsrat:
Frau Simone Borris (Landeshauptstadt
Magdeburg)
Frau Helga Boeck (Stadträtin)
Herr Dr. Klaus Kutschmann (Stadtrat )
Frau Steffi Meyer (Stadträtin)
Herr Hubert Salzborn (Stadtrat)
Herr Alfred Westphal (Stadtrat))
Frau Monika Zimmer (Stadträtin)
Herr Martin Danicke (externes Mitglied)
Frau Stefanie Stahl (Arbeitnehmervertreterin)

Stand: 30.09.2015

263

die ergänzende Betreuung von Bewohnern

Struktur der Gesellschaft

zusätzlich eingesetzten Mitarbeiter werden
gem. § 87b SGB XI durch die Pflegekasse

Die Landeshauptstadt Magdeburg stellt sich

finanziert.

– neben den freigemeinnützigen, kirchlichen
und privaten Trägern – als Kommune auch

Die Struktur des Personalbestandes stellt

für die Zukunft der Aufgabe, einen eigenen

sich wie folgt dar (Vzk):

Beitrag und ein eigenes profiliertes Angebot
an sozialer Betreuung und der pflegerischen

Leitung/Verwaltung

Versorgung für ältere und unterstützungsbe-

Pflegedienst

dürftige Bewohner Magdeburgs vorzuhalten.

Hauswirtschaftlicher Dienst

Dieses Angebot erbringt seit dem 01.01.2008

Rezeption

8,6

die „Wohnen und Pflegen Magdeburg ge-

Technischer Dienst

7,9

meinnützige GmbH“ (W&P MD gGmbH).

Sonstiger Dienst

23,6
234,7
24,3

16,3
315,4

In den 6 stationären Altenpflegeeinrichtungen
(684 Plätze) stand den hilfe- und pflegebedürftigen Seniorinnen und Senioren ein alle

Stand der Erfüllung des

Pflege- und Betreuungsbedürfnisse abde-

öffentlichen Zwecks

ckendes, abgestuftes System qualitätsgerechter Versorgung zur Verfügung.

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß

Im Berichtsjahr konnten die Einrichtungen

§ 128 KVG LSA besteht in der Errichtung,

der Wohnen und Pflegen Magdeburg gGmbH

Unterhaltung und dem Betrieb von Senio-

weiterhin eine überdurchschnittlich gute Aus-

renwohn- und Pflegeanlagen. Der Versor-

lastung der Pflegeplätze von 98,7 % errei-

gungsauftrag ergibt sich aus dem Landes-

chen. Eine hohe Pflegequalität wurde durch

pflegeplan des Landes Sachsen-Anhalt ei-

Prüfungen des MDK und der Heimaufsicht

nerseits und den bestehenden Versorgungs-

mit sehr guten Noten bestätigt.

verträgen zwischen dem Einrichtungsträger
und den Landesverbänden der Pflegekassen.

Für die Betreuung/Pflege, Verwaltung und

Dort sind die entsprechenden Pflegeschwer-

Versorgung standen durchschnittlich 348

punkte aufgeführt.

Beschäftigte im Unternehmen zur Verfügung
(incl. Ø 30 Auszubildende). 16 Jugendliche

Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks ist

im freiwilligen sozialen Jahr gewannen Ein-

somit weiterhin gewährleistet.

blicke und Eindrücke im „Heimalltag“ der
Einrichtungen. Mit Fortführung des Pflege-

Geschäftsverlauf 2014

weiterentwicklungsgesetzes werden im Unternehmen zusätzliche Betreuungskräfte für
den Bereich der Pflege demenziell erkrankter

Das Geschäftsjahr 2014 der Wohnen und

Menschen unterstützend wirken. So standen

Pflegen Magdeburg gGmbH ist auch weiter-

hier 19 Arbeitskräfte zur Verfügung. Die für

264

hin durch die Schaffung einer gesicherten

mit den Pflegekassen verhandelt und neu

wirtschaftlichen Zukunft der Gesellschaft in

abgerechnet.

kommunaler Trägerschaft unter definierten
Die Steuerung im Unternehmen erfolgt im

Rahmenbedingungen geprägt.

Wesentlichen nach folgenden Kennzahlen:
Im Wesentlichen gestaltete sich dieser Prodie Auslastung der Einrichtungen

zess wie folgt:

und Belegung nach Pflegestufen
Fokussierte

Anwendung

die Beschäftigtenzahlen nach Be-

betriebs-

wirtschaftlicher Steuerungssysteme

schäftigtengruppen in Vollzeitkräften

Sicherung der stabilen Belegungs-

unter Berücksichtigung der im Pfle-

struktur im Pflegebereich

gesatzverfahren verhandelten Stellen

Umsetzung von Maßnahmen aus

und der Auslastung

dem

Ertragskennziffern

Fortführungskonzept

(v.

30.08.2010)

Krankentagestatistik

Gelten des in 2013 verhandelten

Pflegestufenmanagement

Haustarifvertrages ab 01.01.2014

Liquiditätslage

Weiterhin bestehende Klageverfahren in Verbindung mit dem Rechts-

Die kontinuierlich hohe Auslastung auf ho-

formwandel

hem pflegerischem Niveau konnte auch in

Wiederholte Heimbegehungen durch

2014 bestätigt werden. Die Qualitätsprüfun-

die Kontrollorgane

gen des MDK und der Heimaufsicht im Jahr

Kündigung wesentlicher Bestandteile

2014 ergaben für alle Einrichtungen im

des Tarifvertrages 2014 durch ver.di

Durchschnitt eine Transparenznote in Höhe

zum 31.12.2014 mit dem Ziel Tarif-

von 1,1.

steigerungen ab 2015 zu verhandeln
Die Umsatzerlöse liegen auf einem sehr guDer mit Wirkung ab 2011 mit der Dienstleis-

ten Niveau. Diese resultieren zum einen aus

tungsgewerkschaft

der insgesamt hohen Auslastung der Einrich-

ver.di

abgeschlossene
und

tungen, zum anderen aus den am Markt er-

Haustarifvertrag konnte weitere Schritte der

zielten Preisen (nach Neuverhandlungen für

wirtschaftlichen Sanierung des Unterneh-

Pflegesätze) für die erbrachten Leistungen,

mens ermöglichen, sodass die Grundlage für

wie auch aus verbesserten Pflegestufen-

den Abschluss eines neuen Tarifvertrages ab

strukturen.

unternehmensbezogene

Sanierungs-

01.01.2014 geschaffen wurde.
Im August 2014 begannen 15 junge Men-

Der Personalaufwand in 2014 liegt vom Ni-

schen ihre Ausbildung zu Altenpfleger/innen

veau her branchenunüblich hoch. Im Weite-

im Unternehmen. Ein Angleichen der Ausbil-

ren sind die in den Rückstellungen eingestell-

dungsvergütung gem. § 82a SGB XI wurde

ten hohen Personalkosten aus den anhängigen Personalrechtsstreitigkeiten auf Grund

265

des Übergangs des Eigenbetriebes in eine
gGmbH ergebniswirksam. Zur Absicherung

Einhaltung des „Public Corporate

der Dienste im Pflegebereich und zur Erfül-

Governance Kodex“ im

lung

des

Versorgungsvertrages

mussten

Geschäftsjahr 2014

diverse Personaldienstleister beauftragt werden.

Gemäß dem Public Corporate Governance
Kodex (II., Pkt. 5 – Bericht zum Kodex) wur-

Jahresabschluss 2014 und

de von der Geschäftsführung und dem Auf-

Abschlussprüfer

sichtsrat der Gesellschaft eine gemeinsame
Erklärung mit Datum vom 02.07.2015 für das

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

Geschäftsjahr 2014 abgegeben. Darin wurde

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden von

bestätigt, dass WuP im Geschäftsjahr den

der WTR Hedderich, Hoppe, Huskamp Part-

Empfehlungen des Public Corporate Gover-

nerschaft geprüft und im Ergebnis ein unein-

nance Kodex entsprochen hat.

geschränkter Bestätigungsvermerk erteilt.
Weiterhin wurde versichert, dass die WuP
Die Prüfung umfasste neben der gemäß §§

den Empfehlungen des Public Corporate

316 ff. HGB durchzuführenden Abschlussprü-

Governance Kodex auch im Geschäftsjahr

fung die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der

2015 entsprechen wird.

Geschäftsführung gemäß § 53 HGrG.

Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014

Auswirkungen des

wurde vom Aufsichtsrat am 02.07.2015 zu-

Geschäftsjahres 2014 auf den

stimmend zur Kenntnis genommen und der

städtischen Haushalt

Gesellschafterversammlung empfohlen, den
Jahresabschluss zum 31.12.2014 mit einer

Die Gesellschaft erhielt gemäß Gründungs-

Bilanzsumme von 42.981.900,71 EUR und
einem

Jahresüberschuss

in

Höhe

beschluss des Eigenbetriebes Städtische

von

Seniorenwohnanlage und Pflegeheime Mag-

927.176,17 EUR festzustellen, den Jahres-

deburg einen Zins- und Tilgungszuschuss in

überschuss in Höhe von 927.176,17 EUR auf

Höhe von 212,2 Tsd. EUR pro Jahr zur Be-

neue Rechnung vorzutragen, den Aufsichts-

dienung eines Darlehens.

rat und den Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2014 zu entlasten.

Beteiligungen der Gesellschaft
Die WuP ist alleinige Gesellschafterin der
Servicegesellschaft Wohnen und Pflegen
Magdeburg GmbH (Servicegesellschaft). Die
Servicegesellschaft erbringt mit ihren 104

266

Mitarbeitern ihre Dienstleistungen im Bereich

Kurz- und mittelfristige

Catering, Reinigung und Lohnbuchhaltung.

Unternehmensziele

Gegenstand des Unternehmens ist satzungsgebunden u. a.:
Reinigungstätigkeiten aller Art, all-

Die Wohnen und Pflegen Magdeburg ge-

gemeine hauswirtschaftliche Tätig-

meinnützige GmbH wird zu einem Unter-

keiten,

nehmen weiterentwickelt, das d i e Kompe-

Hol-

und

Bringedienste,

Transportdienste

tenz für Wohnen, Betreuung und Pflege für

Speisen- und Getränkeversorgung

Seniorinnen und Senioren in der Landes-

einschließlich der damit verbundenen

hauptstadt Magdeburg hat. Jederzeit gilt es,

Nebenleistungen

Transport-

die tägliche Versorgung der Bewohner zu

dienste, soweit dazu keine besonde-

sichern. Als marktführender Anbieter in Mag-

re Genehmigung erforderlich ist

deburg bietet es den Bürgern der Stadt alle

Ergänzende Betreuung demenziell

möglichen Dienstleistungen und Betreuungs-

erkrankter Bewohner nach § 87 b

angebote in den einzelnen Pflegestufen, über

SGB XI

die Kurzzeitpflege bis hin zur Versorgung

Erbringung

und

von

Facility-Manage-

schwerstpflegebedürftiger

ment-Dienstleistungen und sonstiger

und

demenziell

erkrankter Menschen.

infrastruktureller Dienstleistungen
Chancen bestehen:
Das Geschäftsjahr 2014 schließt die Servicegesellschaft mit einem Jahresüberschuss

in der Fortführung des Unterneh-

in Höhe von 32,8 Tsd. EUR ab. Das Stamm-

mens

kapital

schaft

der

Gesellschaft

beträgt

zum

unter

kommunaler

Träger-

in der sehr guten Auslastung mit wei-

31.12.2014 25 Tsd. EUR.

terem Optimierungspotential der Belegungsstruktur, zur Optimierung der

Gesamtbezüge der Mitglieder der

Erlösstruktur sowie erwünschter Si-

Organe

cherung der Planstellen
bei der Verjüngung der Personal-

Auf Angabe der Bezüge des Geschäftsfüh-

struktur unter Einhaltung der verhan-

rers wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB ver-

delten Personalschlüssel

zichtet. Die Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr.

Weiterentwicklung des Betriebsein-

9 Buchst. a HGB betrugen für das Geschäfts-

gliederungsmanagements

jahr 2014 für den Aufsichtsrat 5,2 Tsd. EUR.

sätzlicher Suchtberatungsmöglichkeit

mit

zu-

Minimierung der Inanspruchnahme
von Fremddienstleistern im Pflegebereich

267

bei der Anerkennung in der Öffent-

kräften hat sich in 2014 zunehmend

lichkeit und in der Qualität der

als schwierig dargestellt),

Dienstleistungserbringung

aus den Rechtsstreitigkeiten mit Mit-

weiterhin Marktführung innerhalb der

arbeitern im Zusammenhang mit der

Stadt zu behaupten

Anerkennung

in der Weiterentwicklung des Quali-

standteile während der Gültigkeit des

tätsmanagementsystems

hausinternen

für

die

tariflicher

Lohnbe-

Sanierungstarifvertra-

Dienstleistungserbringung u. a. effi-

ges,

ziente Anwendung der Pflegedoku-

In der Aufnahme von Tarifverhand-

mentationssoftware

lungen zwischen ver.di und der Ge-

Sicherung der guten Investitionskraft,

schäftsführung in 2014,

Kapitaldienst- und Zahlungsfähigkeit

in der Sicherung der zukünftigen

Durchführung von notwendigen In-

Wettbewerbsfähigkeit.

vestitionsmaßnahmen in den Einrichtungen zur Aufrechterhaltung der be-

In der Zukunft liegt der Schwerpunkt neben

stehenden Qualitätsstandards

der Festigung der verbesserten Kapital- und

in dem Neubau zweier Pflegeeinrich-

Liquiditätssituation, in der Optimierung der

tungen mit geplanter Eröffnung 2017

Prozess-, Struktur- und Ergebnisqualität un-

und 2018

ter Berücksichtigung der geänderten Geset-

beim angestrebten Einstieg in das

zeslage (Pflegestärkungsgesetz 1 und 2).

Marktfeld ambulant betreuter Wohn-

Für das Jahr 2015 geht die Unternehmens-

formern und teilstationärer Angebote

führung von einer weiterhin guten Gesamtentwicklung und einem positiven Jahresergebnis aus.

Risiken der künftigen Entwicklung
Besondere Risiken bestehen:

in der Kontinuität der Auslastung auf
hohem Niveau durch zielgruppenorientierte Neuausrichtung unter dem
Gesichtspunkt der demografischen
Entwicklung der Bevölkerung,
in der Aufnahme von Pflegesatzverhandlungen, um Entgelte anzupassen unter dem Aspekt, durch Tarifanpassungen gestiegene Personalkosten zu refinanzieren,
in der Beschaffung von qualifizierten
Pflege- und Betreuungskräften (die
Suche nach entsprechenden Fach-

268

Kapazität und Belegung (Jahresdurchschnitt Betten/Tag) in den Betriebsstätten 2014

160
140
120
100
80
60
40
20
0
Kapazität
Auslastung/Belegung 2014

APH Lerchenwuhne
144

APH Olvenstedt
144

APH Heideweg
160

APH Peter Zincke
92

143

143

158

91

269

APH Haus Budenberg APH Haus Mechthild
48
96
47

93

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

%

31.12.2011

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2012

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2014

31.12.2013

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen
Vorräte
Liefer- und Leistungsforderungen
Forderungen gegen öffentl. Förderung
Ford.an Träger der Einrichtung
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Rechnungsabgrenzungsposten
Umlaufvermögen/RAP

Gesamtvermögen

6,8
52.813,6
25,0
52.845,4

95

0,0

6,3
45.759,6
25,0
45.790,9

0,0

2,5
44.346,8
25,0
44.374,3

7

543,0

19,7
158,6
2.690,0
0,0
15,5
674,1
49,1
3.607,0

100

543,0

47.981,3

93

0,0

5,3
42.923,8
25,0
42.954,1

8

917,0

19,3
224,0
2.690,0
0,0
23,7
1.344,4
52,6
4.354,0

9

1.664,0

18,3
148,6
0,0
0,0
35,7
1.331,2
49,6
1.583,4

100

917,0

47.308,1

100

1.664,0

42.981,9

100

1.583,4

15

0,0

300,0
5.192,2
1.220,6
404,9
654,6
7.772,3

16

0,0

300,0
5.192,2
1.188,6
1.091,5
927,2
8.699,5

20

0,0

71

0,0

32.990,1

70

0,0

31.276,4

73

0,0

14

3.158,0

0,0
1.824,2
228,8
0,0
417,0
206,8
0,0
59,2
224,3
33,4
12,3
3.006,0

7

2.504,0

100

3.158,0

42.981,9

100

2.504,0

92

15,3
234,9
2.690,0
20,2
64,1
29,7
19,8
3.074,0

5

339,0

17,0
296,0
2.690,0
19,8
188,3
69,4
38,4
3.318,9

55.919,4

100

339,0

49.109,8

14

0,0

300,0
5.192,2
1.188,6
0,0
436,9
7.117,7

72

0,0

34.144,6

14

3.114,0

0,0
2.438,7
180,4
0,0
756,7
190,3
2.690,0
60,5
193,1
28,9
7,1
6.545,7

100

3.114,0

47.308,1

91

0,0

111,1
41.262,4
25,0
41.398,5

96

0,0

4

1.583,4

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gewinnrücklagen
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Eigenkapital

300,0
5.192,2
0,0
-1.809,8
-326,3
3.356,1

6

0,0

300,0
5.192,2
0,0
-2.136,0
3.324,6
6.680,8

Sonderposten für Investitionszulage

36.973,8

66

0,0

35.440,4

Rückstellungen f. Personal u.ä.
Sonstige Rückstellungen
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
Verbindl. geg. Kreditinstituten
Verbindl. geg. Träger/Gesellschafter
Verbindl. gegenüber verbundenen Unternehmen
Verbindl. öffentl. Förderung
Verbindl. nichtöffentl. Förderung (bis 1 Jahr)
Sonstige Verbindlichkeiten/Verwahr
Verwahrgeldkonto
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

0,0
2.756,7
318,0
59,0
9.281,6
193,0
2.639,6
63,9
232,6
29,0
16,1
15.589,5

28

10.953,0

0,0
2.437,8
231,6
0,0
1.167,9
190,9
2.690,0
66,3
173,4
26,5
4,2
6.988,6

14

2.915,0

0,0
2.337,5
232,9
0,0
966,5
208,7
2.690,0
60,4
186,7
31,4
4,9
6.719,0

Kapital

55.919,4

100

10.953,0

49.109,8

100

2.915,0

47.981,3

270

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Zuweisungen/Zuschüsse
Andere Erträge

2011
%

Tsd. EUR

2012
%

Tsd. EUR

2013
%

Tsd. EUR

2014
%

Tsd. EUR

%

16.988,0
50,0
1.223,0

93,0
0,3
6,7

16.979,0
21,0
1.355,0

92,5
0,1
7,4

17.650,0
0,0
393,0

97,8
0,0
2,2

18.153,0
0,0
346,0

98,1
0,0
1,9

19.058,0
0,0
315,0

98,4
0,0
1,6

18.261,0

100,0

18.355,0

100,0

18.043,0

100,0

18.499,0

100,0

19.373,0

100,0

4.456,0
11.573,0
411,0
1.033,0

24,4
63,3
2,3
5,7

4.476,0
11.633,0
183,0
1.327,0

24,4
63,4
1,0
7,2

4.490,0
11.954,0
227,0
1.115,0

24,9
66,2
1,3
6,2

4.608,0
12.120,0
236,0
1.127,0

24,9
65,5
1,3
6,1

4.954,0
12.685,0
246,0
1.260,0

25,6
65,4
1,3
6,5

Betriebsaufwand

17.473,0

95,7

17.619,0

96,0

17.786,0

98,6

18.091,0

97,8

19.145,0

98,8

Betriebsergebnis

788,0

4,3

736,0

4,0

257,0

1,4

408,0

2,2

228,0

1,2

0,0
-369,0
-745,0

0,0
-2,0
-4,1

0,0
-362,0
2.951,0

0,0
-2,0
16,1

0,0
-62,0
242,0

0,0
-0,3
1,3

0,0
-31,0
278,0

0,0
-0,2
1,5

0,0
-15,0
714,0

0,0
-0,1
3,7

-326,0

-1,8

3.325,0

18,1

437,0

2,4

655,0

3,5

927,0

4,8

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

-326,0

-1,8

3.325,0

18,1

437,0

2,4

655,0

3,5

927,0

4,8

Betriebsleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Andere Aufwendungen

Beteiligungsergebnis
Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Ergebnis vor Ertragssteuern
Ertragssteuern

Jahresergebnis

271

Unterabschnitt 3.6
Wohnungswirtschaft

272

WOHNUNGSBAUGESELLSCHAFT MAGDEBURG MBH
- WOBAU -

Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Geschäftsadresse: W.-Höpfner-Ring 1,
39116 Magdeburg
Tel. 0391/6103201, Fax 0391/610-3209
E-Mail: sonsalla@wobau-magdeburg.de
Internet: www.wobau-magdeburg.de
Gründungsjahr: 1992
Handelsregister:
HR B 103304 beim Amtsgericht Stendal
Stammkapital: 130.887.600,00 EUR
Rechtsform: GmbH
Unternehmensgegenstand:
Gegenstand des Unternehmens sind die Vermietung und Verpachtung, Verwaltung, Unterhaltung, Instandsetzung, Sanierung, Modernisierung
und der Neubau von Wohnungen und sonstigen
Baulichkeiten aller Art; insbesondere solcher, die
im Eigentum der Gesellschaft oder der Stadt
Magdeburg stehen sowie Erwerb und Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen
Rechten zum Zwecke der Sicherung einer sozial
verantwortbaren Wohnungsversorgung der Bevölkerung der Stadt Magdeburg. Die Gesellschaft
ist berechtigt, sämtliche Rechtsgeschäfte und
Rechtshandlungen vorzunehmen, die zur Förderung des Gesellschaftszwecks geeignet sind. Die
Gesellschaft ist berechtigt, zur Förderung des
Gesellschaftszwecks sich an anderen Unternehmen unmittelbar oder mittelbar zu beteiligen, derartige Unternehmen zu erwerben, anzupachten
und ihre Geschäfte zu führen.
Gesellschafter:
- Landeshauptstadt Magdeburg
100 %

Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Heinrich Sonsalla
Gesellschafterversammlung:
Herr Dr. Dieter Scheidemann
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Tom Assmann (Stadtrat)
Herr Burkhard Lischka (Stadtrat)
Herr Gunter Schindehütte (Stadtrat)
Frau Monika Zimmer (Stadträtin)
Aufsichtsrat:
Herr Klaus Zimmermann
(Landeshauptstadt Magdeburg)
Herr Jürgen Canehl (Stadtrat)
Herr Dr. Falko Grube (Stadtrat)
Frau Andrea Hofmann (Stadträtin)
Herr Hans-Joachim Mewes (Stadtrat)
Herr Oliver Müller (Stadtrat)
Herr Hubert Salzborn (Stadtrat)
Herr Wigbert Schwenke (Stadtrat)
Herr Thomas Franzelius (Belegschaft)
Herr Gert Pflüger (Belegschaft)
Herr Prof. Dr. Joachim Baltes
(Landesrechnungshof Bremen)
Herr Horst Eckert (Stadtsparkasse
Magdeburg)

Stand: 30.09.2015

273

bestehend aus 21.120 Wohneinheiten und

Struktur der Gesellschaft

470 Gewerbeeinheiten.
Hinzu kommt die Bewirtschaftung von 5.950

Die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg

eigenen Garagen, Einstellplätzen und Gärten

mbH (Wobau) beschäftigte zum 31.12.2014

sowie 30 Gästewohnungen. Die Bestands-

insgesamt 221 Mitarbeiter und 8 Auszu-

veränderungen resultieren im Wesentlichen

bildende. Die Aufteilung der Mitarbeiter auf

aus der Verkaufs- und Abrisstätigkeit. Für

die einzelnen Geschäftsbereiche der Gesell-

Dritte verwaltete das Unternehmen 108

schaft stellt sich wie folgt dar:

Wohnungen, 2 Gewerbeeinheiten sowie 99
Gärten,

Kaufmännischer Bereich: 185

Garagen,

Einstellplätze

sowie

sonstige Einheiten.

Technischer Bereich: 15
Hauswarte: 21

Hausbewirtschaftung

Auszubildende: 8

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die
durchschnittliche

Kaltmiete

im

Gesamt2

bestand Wohnen von 4,68 EUR/m auf 4,75

Stand der Erfüllung des

EUR/m

öffentlichen Zwecks

2

erhöht.

Für

den

marktfähigen

Bestand erhöhte sich die Durchschnittsmiete
2

im Bereich Wohnen von 4,86 EUR/m auf
2

des

EUR 4,92 EUR/m und im Bereich Gewerbe

Beteiligungsberichtes wurde geprüft, ob die

von 6,50 EUR/m auf 7,39 EUR/m . Diese

Beteiligung noch einen öffentlichen Zweck

Verbesserung der durchschnittlichen Kalt-

und damit die Grundvoraussetzung einer

miete

wirtschaftlichen Betätigung der Gemeinde

Gewerbebestand ist im Wesentlichen auf

gemäß § 128 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KVG LSA

verbesserte Mietkonditionen im Rahmen der

erfüllt. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Neuvermietung infolge Sanierung von 236

gemäß § 128 KVG LSA besteht in der

Leerwohnungen

Sicherung

komplexer

Im

Rahmen

einer

Versorgung

der

der

Erarbeitung

sozial

2

verantwortbaren

Bevölkerung

der

Zwecks

ist

somit

marktfähigen

Wohnungs-

und

und

abgeschlossener

Sanierungsmaßnahmen

sowie

Mieterhöhungen nach § 558 BGB zurückzu-

Stadt

führen.

Magdeburg mit Wohnraum. Die Erfüllung des
öffentlichen

im

2

weiterhin
Der Vermietungsprozess am Magdeburger

gewährleistet.

Wohnungsmarkt

unterlag

auch

2014

besonderen Herausforderungen durch das

Geschäftsverlauf 2014

Überangebot

von

Wohnraum

und

den

zunehmenden Wettbewerb. Dennoch blieb
Bestandsentwicklung

die Nachfrage an Wohnraum bei der Wobau,

Zum 31. Dezember 2014 bewirtschaftete die

im Vergleich zum Vorjahr, nahezu konstant.

Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH

Bei den Neukundenkontakten konnte eine

einen

eigenen

Immobilienbestand

von

21.590 Einheiten (Vorjahr: 21.967 Einheiten),

274

Steigerung von 6,7 % gegenüber 2013 erzielt

Verkaufstätigkeit

werden.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden u. a. 3 große
Wohngebäude mit 139 Einheiten, 1 kleineres

Bautätigkeit / Instandhaltung / Abriss
Im

Geschäftsjahr

2014

Mehrfamilienhaus (4 Wohneinheiten) aus

wendete

Restitution,

die

8

Garagengrundstücke,

51

Gesellschaft insgesamt 21.881 Tsd. EUR für

Parzellen im Baugebiet Düppler Grund sowie

Bautätigkeit,

Instandhaltung/Instandsetzung

diverse Freiflächen verkauft.

und

auf.

Abriss

Die

Bauarbeiten

am

Katharinenturm (ehemals „Haus der Lehrer“)

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

wurden,

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

bis

auf

die

Herstellung

des

historischen Kirchenportals, abgeschlossen.

des

In der

Gesellschaft

angrenzenden

Margarethenstraße

Unternehmens
kam

ist
zu

geordnet.

jeder

Die

Zeit

ihren

Zahlungsverpflichtungen nach.

wurden 90 Stellplätze errichtet. In der Beimssiedlung wurde mit umfangreichen Wertaufholungsmaßnahmen begonnen. Zur Verbesserung

des

Erneuerung

Brandschutzes
der

und

Jahresabschluss 2014 und

zur

Abschlussprüfer

sanierungsbedürftigen

Versorgungsleitungen

wurden

in

der

Dequeder Straße 13 - 16 Strangsanierungen

Der Jahresabschluss und der Lagebericht

durchgeführt

Warmwasserauf-

zum 31.12.2014 der Gesellschaft wurden von

bereitung von Gas- auf Elektrodurchlaufer-

der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschafts-

hitzer umgestellt. Die laufende Instand-

prüfungsgesellschaft, geprüft und erhielten

haltung/Instandsetzung diente der Erhaltung

einen

und Aufwertung der Immobilien und umfasste

vermerk. Die Prüfung umfasste neben der

Maßnahmen wie z. B. Dacherneuerungen,

gemäß §§ 316 ff. HGB durchzuführenden

Treppenhaussanierungen und Steigestrang-

Abschlussprüfung die Prüfung der Ordnungs-

erneuerungen.

mäßigkeit der Geschäftsführung gemäß § 53

und

die

uneingeschränkten

Bestätigungs-

HGrG.
Im Berichtsjahr erfolgte der Abriss des
Wohn-

und

Geschäftshauses

in

der

Der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2014

Danzstraße 10 - 11a sowie der Abriss des

wurde vom Aufsichtsrat der Gesellschaft am

Wohngebäudes in der St.-Josef-Straße 74 -

07.04.2015

zustimmend

79. Insgesamt wurden 207 Wohnungs- und

genommen

und

Gewerbeeinheiten vom Markt genommen.

sammlung zur Beschlussfassung empfohlen.
Die

der

zur

Kenntnis

Gesellschafterver-

Gesellschafterversammlung

hat

am

Entsprechend der neuen Trinkwasserver-

06.07.2015 den Jahresabschluss festgestellt.

ordnung

auf

Der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat

Legionellen fortgeführt und für alle Objekte

wurde für das Geschäftsjahr 2014 Entlastung

der Wobau erfolgreich abgeschlossen.

erteilt. Der Jahresfehlbetrag 2014 in Höhe

wurde

die

Erstbeprobung

von

275

2.607,6

Tsd.

EUR

wurde

durch

Auflösung der Sonderrücklage gemäß § 27
Abs. 2 Satz 3 DMBilG zu Gunsten des

Auswirkungen des

Bilanzverlustes ausgeglichen und der ver-

Geschäftsjahres 2014 auf den

bleibende Bilanzverlust in Höhe von 1.233,3

städtischen Haushalt

Tsd. EUR auf neue Rechnung vorgetragen.
Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr

Die Gesellschaft erhält keine Zuschüsse aus

2015 wurde erneut die Deloitte & Touche
GmbH,

dem

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

städtischen

Haushalt

der

Landes-

hauptstadt Magdeburg.

bestellt.

Beteiligungen der Gesellschaft
Einhaltung des „Public Corporate
Governance Kodex“ im

Zum 31.12.2014 werden keine Anteile an

Geschäftsjahr 2014

verbundenen Unternehmen gehalten bzw.
bestehen keine Beteiligungen.

Gemäß dem Public Corporate Governance
Kodex (II.,Pkt. 5 – Bericht zum Kodex) wurde
von

der

Geschäftsführung

und

Gesamtbezüge der Mitglieder der

dem

Organe

Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft
Magdeburg

mbH

folgende

gemeinsame

Erklärung mit Datum vom 08.05.2015 für das

Hinsichtlich der Vergütung des Geschäfts-

Geschäftsjahr 2014 abgegeben:

führers wird von der Schutzklausel des § 286
Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Ge-

„1.Die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg

samtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 Buchst. a

mbH hat im Geschäftsjahr 2014 den

HGB betrugen für das Geschäftsjahr 2014 für

Empfehlungen

den Aufsichtsrat 11,8 Tsd. EUR.

des

Public

Corporate

Governance Kodex entsprochen.

Kurz- und mittelfristige

2. Die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg

Unternehmensziele

mbH wird den Empfehlungen des Public
Corporate Governance Kodex auch im
Geschäftsjahr 2015 entsprechen.“

Die größten Herausforderungen im Jahr
2015 ff. bestehen für die Wobau in der marktund bedarfsgerechten Bereitstellung sowie
Platzierung von Wohnraum, um den Leerstand zu senken und die Ertragskraft zu
stärken. Gezielte und nachhaltige Maßnahmen im Bestandsportfolio sind daher
unerlässlich und zwingend für die Unternehmensentwicklung.

276

Als

kommunales

Unternehmen sieht sich die Gesellschaft in

12 und des Plattenbaus in der Danzstraße 13

der

für

schließt sich an. Darüber hinaus erfolgen

Transferleistungsempfänger und Mieter mit

Sanierungen an Einzelstandorten, Herrich-

geringem Einkommen zur Verfügung zu

tung eines Objektes zur Unterbringung von

stellen. Darüber hinaus wird zukünftig eine

Flüchtlingen/Zuwanderern, Einbau barriere-

wichtige

freier

Pflicht,

genügend

Aufgabe

der

Wohnraum

Wobau

sein,

Aufzugsanlagen, Strangsanierungen

Flüchtlingsfamilien ein sicheres und lebens-

und Stilllegungen oberer Etagen sowie die

wertes zu Hause zu bieten. Mit Blick auf die

Fortführung des Leerwohnungssanierungs-

demografische Entwicklung, insbesondere

programmes.

der zunehmenden Veralterung der Bevölkerung, wird die Nachfrage nach senioren-

Das von der Landeshauptstadt, im Rahmen

freundlichem Wohnen und Barrierefreiheit

eines Grundstückstausches, übernommene

zunehmen.

leer

stehende

Gebäude

der

„Alten

Staatsbank“ wird bis einschließlich 2017
Die Wobau sieht auch für die nächsten Jahre

saniert. Hier entsteht der neue Firmensitz der

ihren

nachhaltigen

Wobau. Ein Teil des Gebäudes wird für

Aufwertung des Bestandsportfolios. Daher

Ausstellungszwecke dem Dommuseum ver-

wird sie ihren anspruchsvollen Investitions-

mietet.

kurs

Schwerpunkt

auch

in

den

in

der

kommenden

Jahren

fortsetzen. Im Quartier Beimssiedlung und

Zur Optimierung des Bestandsportfolios und

Neue Neustadt wird das in 2014 begonnene

Senkung des Leerstandes werden Abriss-

umfangreiche Wertaufholungsprogramm fort-

und Stilllegungsmaßnahmen fortgeführt. Das

geführt. Im Quartier Neu Olvenstedt wird die

Unternehmen wird in den Jahren 2015-2016

seniorengerechte Sanierung des Objektes

ca. 858 Wohnungs- und Gewerbeeinheiten

Bruno-Beye-Ring 3 geplant. Nach Beendi-

vom Markt nehmen. Die entsprechenden

gung dieser Maßnahme im Jahr 2015/2016

Fördermittelanträge sind gestellt, teilweise

soll das Objekt mit dem in 2013 sanierten

liegen Bewilligungen schon vor.

Gebäude im Bruno-Beye-Ring 1 eine in sich
geschlossene, seniorengerechte Wohnan-

In den Jahren 2015 bis 2019 sind folgende

lage bilden. Im Quartier Danzstraße/Breiter

Aufwendungen

Weg begann im Jahr 2014 die städtebauliche

aktivierungspflichtige Maßnahmen geplant:

für

Instandhaltung

und

Aufwertung des südlichen Stadtzentrums mit
dem Abriss der Danzstraße 10 – 11a und

Instandhaltung/Instandsetzung:

den genossenschaftlichen Nachbargebäuden

EUR in 2015, 37,2 Mio. EUR im Zeitraum

im Breiten Weg. Der Abriss des Objektes

2016 - 2019,

Breiter Weg 257 - 260 wird in 2015 vollendet.

Leerwohnungssanierung: 3,0 Mio. EUR in

In den kommenden Jahren errichtet die

2015, 10,5 Mio. EUR im Zeitraum 2016 -

Wobau auf ihrem Grundstück ein Wohn- und

2019,

Geschäftshaus. Die Sanierung des benachbarten Gründerzeithauses in der Danzstraße

277

10,3

Mio.

Aktivierungspflichtige

Modernisierungsmaß-

Risiken der künftigen Entwicklung

nahmen: 21,6 Mio. EUR in 2015, 52,8 Mio.
EUR im Zeitraum 2016 - 2019.

Der lokale Wohnungsmarkt in Magdeburg
Die geplanten Investitionen tragen zu einer

wird auch weiterhin von einem Mietermarkt

gezielten

Gebäude-

und einem agressiven Wettbewerb bestimmt.

substanz sowie einer modernen Ausstattung

Dem Überangebot an Wohnungen steht ein

der Wohn- und Gewerbeeinheiten bei.

nahezu gleichbleibender Bedarf einer nur

Verbesserung

der

gering
Darüber

hinaus

kommensschwachen

tendenziell
Bevölkerung

eingegen-

Wohn-

und

Garagen

bzw.

über. Der Leerstand führt zu Ertragsausfällen

Freiflächengrundstücke verkauft. Bis auf zwei

und zu erhöhten Kosten. Deshalb beab-

Reihenhausanlagen handelt es sich hierbei

sichtigt die Wobau in den nächsten Jahren

um Splitterbestände sowie Grundstücke in

noch insgesamt 1.133 Wohnungs- und Ge-

schlechten Lagen mit einem hohen Instand-

werbeeinheiten durch Abriss und Stilllegung

haltungsstau.

vom Markt zu nehmen. Um diese Maßnah-

Gewerbeeinheiten

werden

wachsenden,

sowie

men betriebswirtschaftlich vertretbar durchDas Verkaufsportfolio umfasst für 2015/2016

führen zu können, ist die Gesellschaft

ca. 570 Wohnungs- und Gewerbeeinheiten

weiterhin auf Fördermittel angewiesen.

sowie diverse Freiflächen und Garagenkomplexe. Auf Grund der hohen Nachfrage

Durch Fortführung der Wertaufholungs- und

nach Baugrundstücken in der Landeshaupt-

Investitionsmaßnahmen sollen nachgefragte

stadt wird die Vermarktung von Freiflächen

Wohnungsqualitäten

für eine geeignete Bebauung weiter vorange-

rechten, konkurrenzfähigen Preis-/Leistungs-

trieben.

verhältnis hergestellt und am Markt platziert

in

einem

marktge-

werden.
Beeinträchtigungen

der

künftigen

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der

Zur

Wobau

werden

sind

aus

heutiger

Sicht

nicht

Reduzierung

des

im

Rahmen

Vermietungsprozesses

erkennbar.

Mietausfallrisikos
des

Bonitätsprüfungen

durchgeführt sowie Bürgschaften, Garantien,
Einbehalte und Kautionen genutzt.

Durch kunden- und dienstleistungsorientierte
Vermietung, Optimierung interner Arbeitsprozesse

sowie

ein

straffes

Die Verkaufstätigkeit beschränkt sich im

Kosten-

management erwartet die Gesellschaft für

Wesentlichen

das

unsaniertem Zustand, Garagengrundstücke

Jahr

2015

und

ff.

ein

positives

und

Jahresergebnis.

auf

Freiflächen

in

Splitterbestände

überwiegend

in

nach-

rangigen Lagen in Magdeburg. Hier besteht
das Risiko, dass geplante Verkaufserlöse
nicht erzielt werden können oder Verkäufe
rückabgewickelt werden müssen.

278

Die Wobau ist mittelfristig keinen wesentlichen Refinanzierungsrisiken im Bestandsgeschäft ausgesetzt. Das Anlagevermögen
ist langfristig, überwiegend durch Annuitätendarlehen, finanziert.

Ein

Anhalten

positive

der

Niedrigzinsphase

Auswirkungen

auf

hat

anstehende

Refinanzierungen und damit auf künftige
Ergebnissituationen.

279

Vermögenslage
31.12.2010
gesamt

Tsd. EUR

%

31.12.2012

31.12.2011

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2013

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

%

31.12.2014

kurzfristig

gesamt

Tsd. EUR

Tsd. EUR

kurzfristig

%

Tsd. EUR

Vermögen
Immaterielle Anlagen
Sachanlagen
Anlagevermögen
Vorräte/Unfertige Leistungen
Forderungen aus Vermietung
Forderungen aus Grundstücksverkäufen
Forderungen aus Betreuungstätigkeit
Sonstige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzungsposten

Gesamtvermögen

409,0
741.310,4
741.719,4
29.476,5
894,2
886,3
7,0
4.756,0
26.731,1
62.751,1
0,0

804.470,5

92

0,0

227,0
749.590,0
749.817,0
28.877,3
812,6
0,0
5,2
3.275,3
16.831,2
49.801,6
0,0

8

62.751,1

100

62.751,1

799.618,6

94

0,0

314,0
737.177,0
737.491,0
31.025,0
909,5
0,0
2,2
2.245,3
13.349,8
47.531,8
18,1

0,0

329,1
730.092,3
730.421,4

6

47.482,0
1,0

31.292,4
881,2
0,0
0,0
2.213,4
9.114,8
43.501,8
22,3

100

47.483,0

773.945,5

94

0,0

137,3
712.955,4
713.092,7

6

43.464,0
8,0

29.678,5
530,7
0,0
4,0
2.193,5
16.246,3
48.653,0
26,4

100

43.472,0

35
2

94

94

0,0

6

48.632,0
14,0

761.772,1

100

48.646,0

0,0

130.887,6
0,0
140.433,7
-1.322,3
-2.607,6
267.391,4

35

0,0

0,0

20.145,2

3

0,0

62

46.969,0

100

46.969,0

6

32.932,3

100

32.932,3

785.040,9

34

0,0

130.887,6
0,0
138.734,3
-1.567,9
0,0
268.054,0

34

0,0

130.887,6
0,0
138.782,5
-1.567,9
245,6
268.347,8

3

0,0

21.292,6

3

0,0

20.718,9

63

48.785,0

9.790,4
428.840,2
5.096,8
34.607,4
1.383,9
2.160,1
221,4
2.778,6
484.878,8

63

44.939,0

7.902,0
418.620,3
4.692,6
36.664,6
1.424,7
1.979,9
350,2
2.601,2
474.235,5

100

48.785,0

773.945,5

100

44.939,0

761.772,1

Kapital
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn/Bilanzverlust
Jahresüberschuss
Eigenkapital

Sonderposten für Investitionszulage

130.887,6
7.500,0
139.622,5
490,6
0,0
278.500,7

33

0,0

130.887,6
2.500,0
138.830,6
55,5
0,0
272.273,7

22.440,1

4

0,0

21.866,3

63

54.817,0

11.092,0
435.033,4
5.484,1
34.590,5
1.166,1
2.725,9
2.712,1
2.890,2
495.694,3

100

54.817,0

785.040,9

Rückstellungen
Bankverbindlichkeiten
Verb. gegen andere Kreditgeber
Erhaltene Anzahlungen
Verb. aus Vermietung
Verb. aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Fremdkapital

10.113,9
436.797,1
6.560,1
34.534,6
1.124,7
5.857,4
5.352,5
3.189,4
503.529,7

63

69.341,0

11.883,1
437.966,1
5.757,0
35.048,8
1.252,4
5.287,2
5.246,3
3.037,7
505.478,6

Kapital

804.470,5

100

69.341,0

799.618,6

280

Ertragslage
2010
Tsd. EUR
Umsatzerlöse
Bestandsänderungen
Andere aktivierte Eigenleistungen
Andere Erträge

Betriebsleistung
Personalaufwand
Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige Steuern
Andere Aufwendungen

99.921,9
-1.740,3
64,8
3.425,7

2012

2011
%

Tsd. EUR

%

98,3
-1,7
0,0
3,4

98.998,4
-653,9
84,0
3.130,6

97,5
-0,6
0,1
2,0

101.672,1 100,0

101.559,1

100,0

Tsd. EUR
98.452,9
2.036,8
97,5
2.741,5

2013
%
95,2
2,0
0,1
2,7

103.328,7 100,0

Tsd. EUR
100.237,8
267,9
127,3
2.181,3

2014
%
97,5
0,3
0,1
2,1

102.814,3 100,0

Tsd. EUR
100.616,3
-1.605,9
79,4
2.531,2

%
99,0
-1,5
0,0
2,5

101.621,0 100,0

9.872,2
48.210,0
14.246,3
8,1
6.573,4

9,7
47,4
14,0
0,0
6,5

10.561,1
47.063,2
14.574,9
6,5
6.514,9

10,4
46,3
14,4
0,0
6,4

11.062,7
49.505,6
15.318,5
9,0
5.738,6

10,7
47,9
14,8
0,0
5,6

11.541,3
47.209,9
15.417,4
9,1
5.384,6

11,2
45,9
15,0
0,0
5,2

11.963,8
46.037,5
16.010,5
2,2
4.959,6

11,7
45,3
15,8
0,0
4,9

Betriebsaufwand

78.910,0

77,6

78.720,6

77,5

81.634,4

79,0

79.562,3

77,4

78.973,6

77,7

Betriebsergebnis

22.762,1

22,4

22.838,5

22,5

21.694,3

21,0

23.252,0

22,6

22.647,4

22,3

-22.597,4 -22,2
325,9
0,3

-21.563,9
-1.109,0

-21,2
-1,1

Zinsergebnis
Neutrales Ergebnis

Ergebnis vor Ertragssteuern
Ertragssteuern

Jahresergebnis

-21.182,4 -20,5
-2.079,8 -2,0

-20.729,3 -20,2
-2.265,0 -2,2

-19.282,6 -19,0
-5.972,3 -5,9

490,6

0,5

165,6

0,2

-1.567,9

-1,5

257,7

0,2

-2.607,6

-2,6

0,0

0,0

-110,0

-0,1

0,0

0,0

-12,1

0,0

0,0

0,0

490,6

0,5

55,6

0,1

-1.567,9

-1,5

245,6

0,2

-2.607,6

-2,6

281

Platz für:
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